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06. September 2002 - Ausgabe 100 - "And the sky is the Limit!"
Nur der Himmel ist die Grenze!
Knapp sechs Jahre Redaktionsarbeit, gerade mal 8,82 Mb benötigter Speicherplatz, aktuelle 27 feste
Mitarbeiter, und momentane 11'663 Leser - einige nüchterne Fakten einer kontinuierlichen Erfolgsgeschichte,
welche im Dezember 1996 seinen Anfang nahm und wo auch im September 2002 noch kein Ende in Sicht scheint. Und
heute habe ich nun die Ehre und das Vergnügen, Ihnen die 100. Ausgabe des Corona Magazines präsentieren
zu dürfen.
Bedanken möchte ich mich zu diesem denkwürdigen Anlass im Namen der gesamten Redaktion bei den
unglaublich vielen Menschen und kommerziellen Sponsoren, die in der Vergangenheit zum Erfolg dieses Projektes
ihren Beitrag geleistet haben und ohne die das Corona Magazine heute nicht dort stände, wo es ist. Und
natürlich auch bei Ihnen, liebe Leser, da Sie das Fundament und unsere Motivationsgrundlage bilden und ohne
diese großartige öffentliche Plattform im Rücken unser Wirken ohnehin seinen Zweck verfehlen
würde. Bleiben Sie uns daher also auch in Zukunft gewogen und teilen Sie mit uns den Spaß an jeder
neu veröffentlichten Ausgabe.
Bevor ich Sie aber nun den vielen Rubriken überlasse - 21 an der Zahl, wobei ich Ihnen erstere besonders ans
Herz legen möchte - habe ich hier noch die Entscheidung der Umfrage bekannt zu geben, bei der Sie in den
vergangenen Wochen zahlreich teilnahmen.
Das wöchentlich erscheinende Corona Newsletter wird bereits ab dem kommenden Freitag wie das Corona Magazine
im HTML-Format erscheinen. Mit überwältigender Mehrheit haben Sie sich für den Formatwechsel
entschieden und wir kommen diesem Wunsch nun ohne Verzögerung nach. Bei Interesse finden Sie die genauen
Ergebnisse der Umfrage in der linken Spalte oberhalb des Impressums.
Nun aber viel Spaß mit der lang erwarteten Jubiläumsausgabe.
Haben Sie eine gute Zeit!
Ihr Klaus Michels
Chefredakteur
Pfadfinder
1. Corona: Gedanken zur Ausgabe 100
2. Star Trek: "Er ist schwul, Jim!"
3. Was von damals übrig blieb. Nix.
4. Kolumne: Gestern, Heute, Morgen
5. Star Trek: trekBEAT
6. Im Gespräch mit Michelle Trachtenberg
7. Star Trek: The Next Generation auf DVD
8. Corona Magazine 100: Das Gewinnspiel
9. Kreuzfeuer
10. Rating Report
11. Perry Rhodan: Zeitreisen
12. Episodenlogbuch: Farscape
13. Ostereier hinter vielen DVDs
14. Star Wars: Obi-Wan
15. Birds of Prey: Neu am Start
16. Birds of Prey: Der Pilotfilm
17. Arac Attack: Angriff der achtbeinigen Monster
18. Das Internationale Fantasy Filmfest
19. SF-Clubtreffen in Göttingen im Dezember
20. Wissenschaft: Gravitationswellen
21. Subspace Link
Den Corona Newsletter habe ich immer mit einem Kind verglichen. Als ich im Dezember 1996 erstmals News auf einer
kleinen Homepage veröffentlichte, ahnte ich nicht, zu welchen Dimensionen er heranwachsen sollte. Ich
rechnete vorsichtig mit ein paar hundert Lesern und arbeitete darauf hin. Doch es sollte anders kommen.
1997 trat jemand an mich heran, der massgeblich für den Erfolg verantwortlich wurde: Rafael Scholl. Er
erklärte, er wolle den Newsletter unbedingt auf seinem Server. Rafael hatte das nötige Know-How in
Sachen html-Programmierung. Wir entwickelten die Vision eines professionellen Newsletter. Ich erinnere mich, wie
wir Skizzen per Mail hin und her schickten, und ich ihn immer wieder drängte: "Jetzt mach schon, mach
doch mal." Und irgendwann stand es, das Layout. Es war natürlich harte Arbeit. Aber diese Idee kann so
falsch nicht gewesen sein, zumindest blieb das Layout bis heute unangetastet.
Veränderungen lagen in der Luft. An allen Ecken wurde verbessert. Allein die vier Namensänderungen
zeigen deutlich, wieviel der Newsletter durchmachen musste. Aber es war immer eine Veränderung zum Guten,
zum Besseren, zur Professionalität. Das war meine Philosophie, das war die Philosophie des Newsletters.
Es folgte die vielleicht wichtigste Kooperation in der Geschichte des Newsletters. Mit dem größten
Star-Trek-Portal www.startrek-index.de. Hinter der Plattform steht
ein Mann, dem ich zu tiefem Dank verpflichtet bin: Malte Kirchner. Es war die perfekte Partnerschaft. Das
DSi-Portal und der Corona Newsletter.
Nach dem Jahreswechsel 1997/98 geschah etwas Sonderbares: Die Leserzahlen schossen in die Höhe wie nie. Sie
explodierten. Wir rieben uns die Augen. Doch es wurde Wirklichkeit. Wir waren plötzlich der größte
ST-Newsletter im deutschsprachigen Raum.
Die letzte große Neuausrichtung kam im August 1998. Wir hatten ein innovatives neues Konzept mit einer starken
Redaktion. Und das sollte durch einen Namenswechsel, damals hieß der Newsletter noch Storm, unterstrichen
werden. Ich weiss noch, wie ich mich mit Rafael über ein knapp gehaltenes E-Mail wunderte, in dem der
Verfasser meinte, Storm, das klinge nach "Sturm". Was wir von der SS hielten. Wir ackerten Berge von
Namenslisten durch, machten Vorschlag um Vorschlag, doch mir gefiel, was Rafael nicht gefiel und umgekehrt.
Resignation verbreitete sich, ich lag in der Sonne und da kam die Idee mit dem Corona.
Zu dieser Zeit schüttete es bereits von Anmeldungen für den Newsletter. Wir waren erfolgreich. Und die
Zukunft gehörte uns. Trek-Größen wie Thomas Höhl konnten für Beiträge im Corona
verpflichtet werden. Höhl rezensierte den neunten Kinofilm im Newsletter. Und dann das: Nach dem
geglückten Relaunch und euphorischem Beifall für das neue Produkt erklärte mir Rafael, er wolle
gehen. Die Belastung vom Relaunch war uns beiden ernsthaft ins Gesicht geschrieben. Auch ich spürte, dass
wir an einem Punkt waren, der mit kleineren Anstrengungen nicht leicht zu überbieten war. Im September
verließ Rafael Scholl die Redaktion. Ich machte weiter. Ich wollte, dass der Newsletter fortgeführt wurde.
Dennis Horn stieß zum Team. Nachdem er mir durch brilliante Beiträge aufgefallen war, ernannte ich ihn
umgehend zum stellvertretenden Chefredakteur. Ich sah die Chance, dass sich da jemand ernsthaft für den
Newsletter engagierte. Jemand, der etwas erreichen wollte.
Im Laufe der Jahre ließ der Wille, ein professionelles Produkt zu veröffentlichen, den Newsletter organisch
wachsen. Beeindruckende 8500 Leser standen auf unseren Abo-Listen. Und jetzt, ein halbes Jahr nach dem Relaunch,
war es vollbracht. Ich hatte die Prozesse neu organisiert, so dass der Corona in die Obhut anderer übergeben
werden konnte. Und das tat ich dann auch.
Der heutige Chefredakteur Klaus Michels stellte mir anlässlich der 100. Ausgabe eine interessante Frage, die
ich zu beantworten hatte. Er fragte mich, welche positiven und negativen Aspekte ich sehe, wenn ich das Internet
und das Fandom von damals mit dem von heute vergleiche.
Die Entwicklung des Coronas fiel in eine Zeit des Aufbruchs: Zum einen die laufenden Serien Deep Space Nine,
Voyager, die Kinofilme. Es war die goldene Zeit des Fandoms, und es gab in Hülle und Fülle zu berichten.
Zum anderen die Boomphase des neuen Mediums, des Internets. Fans, die sich bisher über Clubs mit Neuigkeiten
informierten, drängten ins Internet und fanden den Corona. Und hier sehe ich auch eine Chance für die
Zukunft. Der Corona muss sich neu formieren und als Veranstalter tätig werden. Für Trekdinners, für
Conventions, aber auch für Projekte, an die heute noch niemand zu denken wagt. Der Corona kann sich erlauben,
neues auszuprobieren, weil er einen hohen Standard erreicht hat. Was ist mit kritischen und profunden Artikeln?
Sie setzen Wissen voraus, um das Neue in einen Kontext zu rücken. Wissen über die Hintergründe,
über Paramount, über die Agenten, über Filmverleiher und Fernsehsender. Die Menschen mit diesem
Wissen gibt es, Leute, die seit Jahrzehnten dabei sind.
Ich denke an Kritiker wie Thomas Höhl, aber auch an
Menschen wie Dirk Bartholomä. Um die Zukunft des Newsletters zu sichern, müssen seine Macher vermehrt
auf Qualität setzen. Warum nicht den Programmverantwortlichen von Sat.1 für eine schriftliche
Stellungnahme im Corona gewinnen? Der Corona ist eine gewichtige Plattform. Jetzt muss er mutig werden.
Philipp Ruch
Chefredakteur von 1996-1999
Damals war es eine etwas bewegtere Zeit. Damals hieß der Corona noch nicht Corona, sondern "Storm". Zu diesen Zeiten,
im Juni 1998, also schon vier Jahre her und damit früher, war alles besser. Das Fandom hat sich seitdem verändert. Für mich
war diese Marke am Ende von DS9 erreicht. Wo es damals eine Hand voll guter Serien gab, wird der Markt heute überschwemmt -
und wo man sieht, gibt es heute leider auch viel schlechte Science Fiction.
Diese Schwemme sieht man doch am Corona: Das Magazine ist inzwischen ja auch dreimal so groß wie noch vor vier Jahren. Ein
Impressum, das länger ist als es damals das Editorial war. Ein Haufen meist junger, engagierter Menschen arbeitet da ehrenamtlich
zusammen, verzieht sich hinter dem Computer, und keiner in deren Umfeld weiß, was diese Menschen da überhaupt treiben.
Was sie betreiben, ist mehr als nur ein Fanprojekt: Das Corona Magazine ist mit seinen weit über 11'000 Lesern inzwischen ein
journalistisches Werk. Die Redakteure, die an diesem Werk mitarbeiten, stammen entweder schon aus der journalistischen Riege oder sind mit
dem Corona auf dem besten Weg dorthin.
Ich hatte mich damals, 16 Jahre alt und noch ohne journalistische Ambitionen, beim Storm beworben und bin als Redakteur eingestiegen. Es
folgten erste Artikel, Leitartikel, und nach einiger Zeit saß ich auf dem Posten des Chefredakteurs. Diese Zeit war zumindest für
meinen journalistischen Lebensweg maßgeblich. Das Schreiben machte Spaß, besonders, weil es immer um Themen ging, die mir
als Science Fiction-Fan sowieso vertraut waren.
Mit der Arbeit beim Corona und sf-radio.de bewarb ich mich beim Uniradio in Bonn und wurde dort als Moderator eingestellt. Es folgten
Bewerbungen und Einstellungen bei Lokalzeitungen und Lokalradios. Inzwischen arbeite ich als freier Redakteur bei WDR und ARD - und
stets lagen meinen Bewerbungen Arbeitszeugnisse und Arbeitsproben aus der Zeit beim Corona bei. Dem Corona und dem Projekt sf-radio.de
bin ich seit dieser Zeit nicht untreu geworden, vor allem aus einem Grund: um zu sehen, dass dieses Spiel heutzutage immer noch so läuft.
Zahlreiche alte Mitarbeiter aus dem Corona Magazine tummeln sich heute in der journalistischen Landschaft.
Das Corona Magazine mit Korrespondenten und exklusiven Geschichten aus Film und Fernsehen war für mich am Ende nicht mehr nur
wegen seiner Inhalte etwas Außergewöhnliches. In Europa gibt es kein vergleichbares Internet-Projekt, das ich kenne, das als
solche Talentschmiede dient.
Trotzdem musste vor mir Philipp Ruch und muss nach mir heute noch Klaus Michels den Eindruck Mal für Mal verwischen, beim
Corona handele es sich um ein professionelles Produkt. Das sieht am Ende so aus, aber in den Corona hinein fließt Herzblut von
ehrenamtlichen Redakteuren. Nachteil: Dafür gibt es kein Geld. Vorteil: Da darf jeder mitmachen.
Das ist es, was das Corona Magazine ausmacht: Es ist eine Spielwiese mit Themen, die interessieren. Da ist Spaß bei der Sache, da ist
Ernsthaftigkeit für das Produkt und da ist Freude dabei, wenn man sieht, was am Ende dabei raus kommt. Schön zu sehen, dass
das so auch nach 100 Ausgaben und fast sechs Jahren noch funktioniert.
Dennis Horn
Chefredakteur von 1999-2000
Für mich begann das turbulente Corona-Leben mit einem digitalen Paukenschlag, denn es war am 18. Januar 2000,
als mir der damalige Chefredakteur Dennis Horn in einer Mail die Frage stellte,
ob ich es mir vorstellen kann, im Spätsommer sein Nachfolger zu werden.
Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade erst zum Redaktionsleiter des webBEAT inthronisiert worden, hatte mich im
Entferntesten noch nicht mit der Erstellung einer kompletten Corona-Ausgabe befasst und war nach dieser für
mich vollkommen überraschenden Eröffnung dem entsprechend sehr überrascht.
Schlussendlich fasste ich meinen Mut zusammen und formulierte eine Antwort, deren Folgen mein bisheriges Leben
für die nächsten Jahre ganz schön auf den Kopf stellen sollten und bis heute noch nicht
abschließend beurteilt werden können.
Das damalige Corona Newsletter unterschied sich zu Beginn des Jahres 2000 noch erheblich von den heutigen
Ausgaben. Es war inhaltlich kleiner und monothematisch ausgerichtet - mit einem Schwerpunkt auf Star Trek. Ich
selber war dem Projekt erst wenige Monate zuvor im Herbst 1999 als webBEAT-Redakteur beigetreten und erlebte mit
der Galileo7 III Convention in Berlin wenige Wochen später meine allererste SciFi-Veranstaltung. Dies war
allein schon wegen der vielen Stars und Gleichgesinnten für einen echten Neuling und Babylon 5-Fan der
ersten Stunde eine tief beeindruckende Erfahrung.
Dort lernte ich dann auch ein mit beachtlicher Geschwindigkeit emporstrebendes Fanprojekt namens SF-Radio kennen,
mit dem ich nur wenige Monate später im Anschluss an das Bielefelder "Best of both Worlds
II"-Meeting noch sehr viel nähere Bekanntschaft schließen sollte. Projektleiter dieses Newcomers
war zu diesem Zeitpunkt noch ein Macher namens Mike Hillenbrand, den ich kurze Zeit später bei Dennis Horn
in langen Gesprächen sehr viel besser kennen und auch schätzen lernte.
So kam es dann mit der Zeit fast automatisch, dass wir beide gemeinsam mit den beteiligten Redaktionen das
Fundament für ein gemeinsames großes Sciencefiction-Portal namens sf-radio.de errichteten - welches
heute über einen eingetragenen Verein mit dem Titel "Freunde und Förderer von Science Fiction im
Internet e.V." als eingetragene Körperschaft sogar einen rechtlich wirksamen Status besitzt. Ein
SF-Portal, das nach meiner eigenen subjektiven Einschätzung einzigartig ist im deutschsprachigen Fandom und
sich durch die unglaubliche Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitwirkenden entgegen aller früheren
Erwartungen bis zum heutigen Tag als großartiger nichtkommerzieller Selbstläufer der Öffentlichkeit
präsentiert.
Mittlerweile habe ich - genau wie Dennis Horn auch - neben sf-radio.de auch ein berufliches Standbein gefunden,
bei dem ich allerdings nur sehr wenig oder gar nicht mit journalistischen Aspekten konfrontiert werde. Allerdings
weiß ich aus genau diesem Grund die Arbeit beim Corona Magazine auch so zu schätzen, denn es bildet
einen gelungenen Kontrast zu meinen beruflichen Verpflichtungen und schafft als Hobby viele professionelle
Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.
Und es hat natürlich auch seine persönlichen Vorteile, denn nicht zuletzt über die Mitarbeit beim
Corona lernt man sehr viele interessante Menschen auf den verschiedensten Treffen und Veranstaltungen kennen - und
schaut zwangsläufig auch hinter die Kulissen, die einem sonst als Besucher versperrt bleiben.
Gerne würde ich auch heute mehr schreiben, jedoch habe ich im Vergleich zu vielen meiner Kollegen in der
Redaktion nur selten die Möglichkeit, neben dem Vorwort auch eigene Artikel beizusteuern. Dafür fehlt
zumeist leider aus beruflicher Sicht die nötige Freizeit.
Dennis Horn schrieb am Ende seines Beitrages, dass es schön ist zu sehen, dass das Konzept des Corona
Magazines auch nach sechs Jahren noch wie am ersten Tag funktioniert.
Ich bin der sicheren Überzeugung, das dies auch weiterhin der Fall sein wird. Die Corona-Redaktion ist
heute gefestigter denn je, das Konzept ist bewährt und an Motivation und Mut wird es unseren Mitarbeitern
sicher auch in Zukunft nicht mangeln.
Denn eines - und hier möchte ich den sf-radio.de-Gründer Mike Hillenbrand mit seinem Lieblingssatz
zitieren - wird die Redaktion in ihrem Streben nach Perfektion nie aus den Augen verlieren:
"Nur der Himmel ist die Grenze!"
Klaus Michels
Chefredakteur von 2000-heute
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"Sektion 31 - Die Verschwörung" - Eine vergebene Chance
Vor wenigen Wochen erschien in der Reihe "Star Trek: The Next Generation" im Wilhelm Heyne-Verlag München der
Roman "Sektion 31 - Die Verschwörung" von den Autoren Andy Mangels und Michael A. Martin. Diese Geschichte ist die
zweite in dem Sektion 31-Zyklus, der sich - der Tradition dieser Mehrteiler folgend - über die verschiedenen Serien erstreckt und stets
die dunkle Geheimorganisation zum Thema hat, die Star Trek-Fans und -Zuschauer aus der Serie "Star Trek: Deep Space Nine"
kennen.
"Sektion 31 - Die Verschwörung" spielt etwa ein halbes Jahr vor den Geschehnissen von "Star Trek: Der erste
Kontakt", dem achten Kinofilm der Reihe und erzählt von einem Planeten, der in einer ansonsten völlig leeren Region des
Raumes liegt und dessen Bevölkerung sich nun entscheiden kann, ob sie dem interstellaren Völkerbund der Föderation oder
dem Sternenreich der Romulaner angehören möchte. Beide Parteien haben ein Raumschiff entsandt, doch das der Föderation
wird unerwartet zerstört, woraufhin die Enterprise unter dem Kommando von Captain Jean Luc Picard den Auftrag erhält, sowohl
die Zerstörung der USS Slayton zu untersuchen als auch den diplomatischen Auftrag des Schiffes zu Ende zu führen. Bei dieser
Mission begegnet er zwei alten Freunden wieder, die nun für den Geheimdienst der Föderation tätig sind.. jeder auf seine
Weise zumindest.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Mann, den deutsche Star Trek-Kenner noch eher mit einer schlechten Synchronstimme verbinden
als sich wirklich an den Charakter zu erinnern. Die Rede ist von Lt. Hawk, dem Navigator der Enterprise, der im achten Kinofilm auf der
Hülle der Enterprise NCC 1701 E den Tod findet. Er wird im Laufe der Handlung vor die Wahl gestellt, sich der Sektion 31
anzuschließen und als deren Agent auf Picards Schiff zu arbeiten oder sich dagegen zu entscheiden und knackt ziemlich an dieser Wahl.
Vorweg: "Sektion 31 - Die Verschwörung" ist ein eher enttäuschender Roman. Das liegt vorwiegend an zwei Punkten,
die sich im Ursprung stark ähneln, denn das größte Manko dieses Romans ist, dass das Autorenduo es sich immer wieder viel
zu einfach macht.
Was den "Punkt 1" angeht, wird das spätestens dann klar, wenn sich die beiden höchstrangigen Offiziere an Bord der
Enterprise - ein Admiral und der Captain des Schiffes - aufmachen, gefangene Besatzungsmitglieder zu befreien. Der Navigator des Shuttles in
diesem Einsatz - besagter Lt. Hawk - erhält dazu noch die eher lächerlich anmutenden Gedanken zugeschrieben, dass
Unterstützung aus der Sicherheitsabteilung einfach nicht mehr in den Shuttle gepasst hätte. Natürlich ist dem Leser klar, dass
ein Sicherheitsoffizier für diesen Einsatz viel besser geeignet wäre als hochdekorierte Offiziere, aber Mangels und Martin brauchen
diese beiden Personen auf der Oberfläche und nehmen den einfachen Weg: Sie lassen sie dorthin fliegen.
Dieses permanent im Buch auftretende Wählen der einfachsten und nicht immer glaubwürdigsten Möglichkeit, schmälert
die Lesefreude sehr, zumal die geheimnisvolle "Sektion 31" in diesem Buch den ein oder anderen Kratzer in ihrer für
gewöhnlich gefährlich-schimmernden Rüstung erhält, da sich ihre Agenten im Text doch das ein oder andere Mal
entsetzlich naiv anstellen.
Der "zweite Punkt" ist allerdings um ein vielfaches ärgerlicher, lässt er sich doch am ehesten mit den Worten "Eine
vergebene Chance!" beschreiben.
Co-Autor Andy Mangels lässt schon in der Widmung keinen Zweifel aufkommen: Der Autor ist homosexuell und steht dazu. In seinen
Zeilen dankt er seiner verstorbenen Lektorin, die ihm den ersten Star Trek-Auftrag verschaffte, obwohl er sich offen dazu bekannte, schwul zu
sein. So weit so gut. Bei sf-radio.de gab es sie schon, gibt es sie wahrscheinlich immer noch. Im Star Trek-Fandom im Speziellen, im SF-Fandom
ganz allgemein, - überall trifft man auf homosexuelle Menschen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, denn es gibt in diesen Kreisen auch
Rechtshänder und Linkshänder, Leute die die SPD wählen und andere, die das aus welchen Gründen auch immer, nicht
tun. Es gibt Masochisten und ebenso hat man dem Autor dieses Textes drei Jahre lang im Redaktionsinternen Kreis nachgesagt, ein Sadist zu sein.
Natürlich ist diese Selbstverständlichkeit in der Welt außerhalb des SF-Fandoms bei weitem noch keine. Homophobe Menschen
gibt es allerorts und die Lobby der Homosexuellen ist noch zu schwach, als dass die Ungerechtigkeiten im normalen Leben auf
regelmäßig wirksame Weise bekämpft werden könnten. In diesem Zusammenhang taucht von Zeit zu Zeit immer wieder
die Forderung nach einem homosexuellen Charakter auf, der in einer Star Trek-Serie eine Hauptrolle spielen soll. Wenn man farbigen Menschen
Ende der 70er Jahre in Amerika Hoffnung auf Gleichberechtigung machen konnte, weil eine farbige Schönheit "Grußfrequenzen
offen, Sir." sagen konnte, so wäre das doch sicherlich auch in der heutigen Zeit bei und mit anderen Minderheiten möglich.
Wenn also ein schwuler oder lesbischer Charakter auf einem Raumschiff oder einer Raumstation Dienst tun würde, könnte man damit
klar Stellung beziehen.
Um eine entsprechende Aussage hat sich Star Trek ja bislang immer gedrückt: Küssen sich zwei Frauen auf Deep Space Nine, dann
weil sie mal als Mann und Frau verheiratet waren. Verliebt sich die Ärztin an Bord der Enterprise D in einen Mann, der hinterher zu einer
Frau mutiert, lehnt die Ärztin eine Fortführung der Beziehung nicht etwa ab, weil sie nicht bisexuell ist, sondern vielmehr weil sie die
"ständige Wechselei" der Wirtskörper ihres Liebsten nicht mitmachen mag. Verliebt sich der erste Offizier der Enterprise
in ein androgynes Wesen, so hat es - obwohl geschlechtslos - eindeutig weibliche Gesichtszüge, auch wenn das Drehbuch dies nicht
wirklich fordert.
Es stimmt wohl: Um eine Selbstverständlichkeit im Denken vieler SF-Fans in die restliche Welt zu transferieren, wäre eine
gleichgeschlechtlich orientierte Hauptperson in einer Serie vielleicht nicht verkehrt.
Das Autorenduo Andy Mangels und Michael A. Martin haben sich für diesen Roman die Erlaubnis erkämpft, Lieutenant Hawk zu
einem Homosexuellen werden zu lassen. Doch was sie mit dieser Erlaubnis im Rücken fabriziert haben, ist leider eher belanglos
oberflächlich als aufweckend tiefgründig. Denn auch hier haben es sich die Autoren schlicht und ergreifend viel zu einfach gemacht.
Lt. Hawk ist schwul und hat einen Lebenspartner an Bord der Enterprise E - und das war es! Die paar Szenen, in denen der aufgewühlte
Hawk Trost in den Armen seines Partners findet, dessen raue Barthaare über sein Gesicht kratzen und in denen stets betont wird, dass die
Gefühle beider unglaublich tief sind und diese Beziehung eine "echte Beziehung" - was auch immer das heißen mag! - ist,
bringen einfach keine helfende Botschaft zustande.
Vielmehr gewinnt der unvoreingenommene Leser den Eindruck, dass es den Autoren nur sehr am Herzen lag, Hawk schwul sein zu lassen und
jedermann darauf hinzuweisen: An Bord der Enterprise ist ein schwuler Lieutenant und alle akzeptieren das als völlig normal. Der Gipfel
der Lächerlichkeit ist die Szene, in der Lt. Commander Data sich im Gespräch mit den beiden Verliebten daran erinnert, dass
demnächst deren Jahrestag ansteht...
Für schwule Leser mögen diese Szenen wie eine Offenbarung wirken: Endlich bekennt sich auch Star Trek zur Homosexualität,
wenn auch nur in einem Roman. Leider funktioniert diese Offenbarung nicht bei allen anderen Lesern: Denn ein Mensch, der diesen Roman
kauft, möchte eine Geschichte erzählt bekommen. Im Rahmen dieser Geschichte ist er bereit, sich auf vieles einzulassen: Auf neue
Ideen, unerwartete Handlungsfäden, auf actionreiche und auf nachdenkliche Situationen.. auf all dies ist er vorbereitet, denn er weiß,
dass eine gute Geschichte ihm dies bietet und zum Schluss im optimalen Fall Stoff zum Nachdenken übrig lässt.
Das Problem bei "Sektion 31 - Die Verschwörung" ist jedoch: Die Homosexualität Lt. Hawks ist kein Teil der
Geschichte. Es wirkt und ist wie aufgesetzt und damit leider nur noch störend. Der Leser fragt sich unwillkürlich, was all diese Zeilen
und die mit ihnen gefüllten Seiten jetzt sollen und wie er sie in die Geschichte integrieren soll. Und mit der Erkenntnis, dass dies gar nicht
möglich ist, kommt der Verdacht auf, hier den Versuch der plumpen Manipulation zu identifizieren. Aufgrund eines solchen Verdachtes
aber ist es gut möglich, dass der Leser dem Holzhammer gegenüber abweisend reagiert.. wobei sich der gewollte positive Einfluss
auf die geistige Haltung des Lesers leicht als eine eher negative Reaktion entpuppen kann.
Wäre Lt. Hawks sexuelle Orientierung für die Geschichte relevant, hätte der Roman ein Meilenstein in der Geschichte der Star
Trek-Romane sein können. Hineingewoben und vielleicht noch auf konfliktträchtige Weise Stellung beziehend, hätte die
homoerotische Beziehung zweier Besatzungsmitglieder vielleicht sogar den ein oder anderen Leser nachdenklich gestimmt - obwohl dieser Autor
wie gesagt annimmt, dass kaum ein ST-Fan noch etwas "unnormales" in der Homosexualität sieht.
So wirkt das gesamte Geschriebene um Hawks große Liebe jedoch nur wie der Wink mit allen Zaunpfählen der Welt:
"Leser! Sieh her! Homosexuelle Beziehungen werden im 24. Jahrhundert von den Eltern, vom Arbeitgeber, von den
Vorgesetzten, von allen Menschen als absolut normal akzeptiert!! Hast Du es begriffen? Gut, dann kommen wir jetzt zur
Handlung..."
"Sektion 31 - Die Verschwörung" ist kein wirklich schlechter Star Trek-Roman, allerdings auch kein besonders guter, was
mehr am Kritikpunkt 1 als am Kritikpunkt 2 liegt. Was den angeht, war der Roman vielmehr eine Gelegenheit und ist es heute noch immer, -
wenn auch inzwischen leider eine verpasste.
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Star Trek. The Next Generation. Die Verschwörung. Sektion 31.
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Oder
DER Artikel
Warnung: Dieser Text ist eine Kolumne. Sie enthält nicht die Meinung der ganzen Redaktion, sondern nur
gewisse Wahrheiten, die die Autoren als selbstverständlich ansehen.
In 100 Ausgaben kann viel geschehen. Jedenfalls, wenn die meisten dieser Ausgaben monatlich erscheinen. Tausende
von Newsschnipseln wurden verkündet, manchmal ungläubig, manchmal doch sehr ernsthaft. Manche
bewahrheiteten sich, und auf andere kann man nur schmunzelnd zurück blicken.
Tendenzen wiederholten sich. Zum Beispiel sinkende Quoten bei "Star Trek: Voyager", oder Chris Carters
Aussage, dass die (hier bitte eine Zahl zwischen 5 und 9 Ihrer Wahl einsetzen) Staffel von "Akte X" die
Letzte sein würde. Früher konnte man damit noch Aufschreie des Entsetzens oder doch
Erleichterungsbekundungen hervorrufen. Heute scheint es kaum noch jemanden vom Hocker zu reißen.
Begeben wir uns einmal ganz zurück, zu der Zeit, als die ersten kleinen Newsletter mit dem Namen WORM und
STORM geschrieben wurden. Begeben wir uns zurück zu den News und Gerüchten von damals, die unseren
Alltag immer wieder kurzzeitig aus der Bahn geworfen haben.
1997
In den Kinos läuft noch "Star Trek: Der erste Kontakt" und Filme wie "Der Geist und die
Dunkelheit", "Sleepers" oder "Men In Black". Im deutschen Fernsehen sieht man noch fast
drei Star Trek-Serien gleichzeitig. "Das nächste Jahrhundert", "Deep Space Nine" und
halb Serie, halb Abfallprodukt der beiden vorherigen: "Voyager".
In den USA geht "Voyager" in die heiße "Scorpion"-Phase. Seven of Nine, die
Quotenpusherin, kommt gerade hinzu und trotz der fallenden Quoten auf beiden Seiten des Atlantiks zeigt man sich
zuversichtlich.
Majel Barrett-Roddenberry lässt ihren verstorbenen Ehemann Gene noch einmal zu zweifelhaftem Ruhm kommen,
als sie seine Notizen von 1975 als Serienkonzept verkauft und damit die neue Serie "Mission Erde- Sie sind
unter uns" gebärt. Anfangs noch als Hit gefeiert, verschwand sie schnell im allgemeinen TV-Brei. Zu
Recht, denn mit jeder weiteren Staffel wurden die Stories schlechter, die Schauspieler flacher und das Budget
kleiner. Ebenso die Fangemeinde. Glückwunsch an die, die bis zum Schluss durchgehalten haben.
1998
Gerüchte um den neunten "Star Trek"-Film tauchen auf: es soll um Zeitreise gehen. Geht es dass
nicht immer irgendwie? Gibt es nicht zu jeder Zeit an jedem Ort ein Gerücht, das besagt, der/die nächste
Folge/Film/Drehbuch hätte irgend etwas mit Zeitreise zu tun? Auch interessant zu lesen, dass Rick Berman
"Q" als Bösewicht für ST9 benannt hatte. Am Ende stellte sich dann das wohl lachhafteste
Gerücht, die Crew der Enterprise entdeckt den ewigen Jungbrunnen, als Wahrheit heraus. Diese innovative
Idee war mit dem gemeinen Kinopublikum jedoch nicht kompatibel, und so floppte "Star Trek: Der
Aufstand" an den Kassen und stellte die Zukunft der "Star Trek"-Kinofilme in Frage.
Doch peinlich muss das dem Trek-Zar Rick Berman nicht sein, denn viele der vermeintlichen Blockbuster stellten
sich als Rohrkrepierer heraus und wurden von den Menschen auf diesem Planeten auch dementsprechend ignoriert:
Sharon Stone ließ in "Sphere" nicht viel spreizen, Gary Oldman leugnet heute seine Teilnahme an
"Lost in Space" und Roland Emmerich zerstörte mit "Godzilla" ein Franchise. Herzlichen
Glückwunsch. Jamie Lee Curtis brauchte Geld und drehte den sinnlosen "Halloween: H20" und John
Carpenter, dem man das Regieführen seit einigen Jahren unter Strafe verbieten sollte, machte
"Vampires".
Avery Brooks zierte sich eine Weile, für eine 7. Staffel von "Deep Space Nine" zu unterschreiben.
Terry Farrell brauchte sich nicht weiter anzustrengen, sie wurden wegen überhöhter Gagenforderungen
einfach gefeuert und durch Nicole deBoer ersetzt. Überhaupt geben Vertragsverhandlungen immer gute
Gerüchte und Neuigkeiten ab. Hat er oder hat er nicht, wird er oder wird er nicht, zahlt das Studio nun die
Trillion Dollar oder nicht? Fragen über Fragen, die meistens aber doch irgendwie im Nichts versickern. Und
Jahre später, wenn die Serien längst vergessen sind und die Schauspieler von Convention zu Convention
tingeln, fragt man sich, warum das alles damals für eine solche Aufregung sorgte.
1999
Das Projekt "Superman" lebt. Nach immer wieder schnell verpuffenden Gerüchten, schien es nun
endlich Klarheit zu geben: Nicolas Cage spielt den Mann in Rot-Gelb. Doch anscheinend hat Herr Cage da etwas
nicht verstanden, bestand auf ein blau-weißes Kostüm. Dies konnte ihm keiner zugestehen und -
schwups- war Nicolas Cage von Bord, "Superman" mal wieder tot.
Tot waren auch die, die meinten, für "Star Wars- Episode 1" drei Jahre vor einem Kino sitzen zu
müssen. Nein, was haben wir uns gelangweilt. Wie oft wollten wir Jar-Jar Binks in die Pixel treten.
Ober-Imperator George Lucas hatte ein wahres Meisterwerk des Hypes geschaffen und obwohl alle wussten, dass es
spannender ist, einem Stein bei der Erosion zuzuschauen, liefen die Massen ins Kino und machten "Die dunkle
Bedrohung" zum dritt-erfolgreichsten Kinofilm weltweit, mit einem Einspielergebnis von fast einer Milliarde
Dollar.
Ebenfalls mit Spannung erwartet wurde das Serienfinale von "Star Trek: Deep Space Nine". Mein Gott, was
hat die Serie bis dato viel Innovation gezeigt: Handlungsbögen, Krieg, Konflikt, Schmutz und Dreck. Bereits
im Vorfeld hieß es, Benjamin Sisko werde sterben. Eine großartige Idee, doch am Ende zog Rick Berman
wieder den Schwanz ein und verpasste es ein weiteres Mal, so richtig Fernsehgeschichte zu schreiben. Ben Sisko,
das Wurmloch-Wesen. Hossa.
2000
Das Millennium war da und alle wollten einen Stück vom Kuchen abhaben. Eigentlich wäre das Millennium
erst ein Jahr später, aber wen hat das schon interessiert? Majel Roddenberry bestimmt nicht. Die kramte
wieder in der Rumpelkiste ihres Gatten und fand einen weiteren Notizzettel, den sie als Serienkonzept
verschleudern konnte: "Gene Roddenberry’s Andromeda" war geboren und was würde Gene die Majel
verklagen, hätte er eine Ahnung, was (mal wieder) für ein Schund unter seinem Namen vermarktet wird.
Vielleicht wäre ja alles besser, hätte man Kevin Sorbo auf einen anderen Planeten geschickt. Aber so
müssen wir noch mindestens bis 2004 die Schmerzen ertragen.
Auf einen anderen Planeten geschickt wurden hingegen "Mission to Mars" und "Red Planet", der
eine wegen exzessiver Langeweile, der andere wegen exzessiver Dummheit.
2000 war aber auch das Jahr von "Battlefield Earth", beziehungsweise die Minute von "Battlefield
Earth", denn sehr viel länger war das unfreiwillig komische Scientology-Spektakel nicht in den Kinos zu
sehen.
David Duchovny verabschiedete sich aus "Akte X", um mit "Evolution" keinen Erfolg zu haben
und das Evil Empire Fox mit dem Evil Emperor Carter beschlossen eine achte Mulder- und zuschauerlose Staffel zu
drehen. Dazu engagierten sie X-Terminator Robert Patrick, aber so richtig sehen wollte das trotzdem niemand.
2001
Das echte Millennium kam, aber niemand interessierte sich dafür. Laut chinesischem Kalender war es das Jahr
irgendeines Tiers, aber Kinogänger sollten es das Jahr der Dumpfbacken nennen, denn "Final
Fantasy", "Jurassic Park 3", "Planet of the Apes" und "Tomb Raider" (hieß
das nicht mal Twix?) bewiesen klar, dass man auch ohne Hirn glücklich sein kann.
Besonders herausstellen sollte man in diesem Zusammenhang "Scary Movie 2", der so unglaublich schlecht
war, dass der wenig begabte erste Teil dagegen wie "Citizen Kane" wirkt.
Anstatt nochmal ordentlich aufzulegen und Risiken einzugehen, wurden wir mit einem
"Voyager"-Serienfinale beschert, bei dem sich nicht nur die Fußnägel von alleine hoch
rollten. Gene Roddenberry hätte spätestens hier Profikiller auf diverse Personen angesetzt. Aber wir
vergessen das alles gleich wieder und freuen uns auf die neue Trek-Serie "Enterprise", für die Rick
Berman so viel Innovation verspricht, dass das Wort "TV-Serie" neu definiert werden sollte.
Das Nicolas-Cage-Gerücht feierte ein Comeback, nur sollte er dieses Mal "Batman" spielen oder war
es "Spiderman" oder vielleicht "Daredevil"? Am Ende drehte er "Captain Corellis
Mandoline" und erhielt ein Filmverbot für den Rest des Jahres. Aber es gab auch positive
Überraschungen wie... hm... ok.
2002
Das Jahr, in dem unsere Gebete erhört wurden. "Mission Erde" wurden von seinen schier
unerträglichen Qualen erlöst. Und wie. Den letzten drei Fans wurde noch mal ordentlich einer
rübergezogen, auch Nicht-Fans waren erbost über die Auflösung der Serie. Mit einem Budget von drei
Dollar und mit Schauspielern, die man inzwischen zum Set peitschen musste, war auch nicht mehr viel zu erwarten.
Vor allem dann nicht, wenn der Drehbuch-Autor dauerhaft auf Crack, Koks, Heroin und Valium ist. Sehr weise
dagegen war die Entscheidung von Majel Roddenberry, sich in der fünften Season aus der Produktion komplett
zurückzuziehen.
"Superman" lebt auch mal wieder. Diesmal wollte sich "Das Boot"-Regisseur Wolfgang Petersen
des Stoffs annehmen und gleich noch "Batman" mit ankoppeln: "Batman vs. Superman" sollte das
dann werden, wahrscheinlich mit Harrison Ford und Herbert Grönemeyer in den Hauptrollen. Die Menschheit war
entzückt, aber auch nur für eine kleine Weile, denn sprach Petersen in einem Moment noch von diesem
Projekt, wollte er im nächsten davon nichts mehr wissen. Nicolas Cage floppte derweil mit
"Windtalkers" und verschiebt das Comeback auf seinen nächsten Kriegsfilm.
Ein anderer Mann, der dieses Jahr ebenfalls diverse Fan-Gemeinden aufmischte, ist Paul W.S. Anderson. Mit seinem
Halb-Flop "Resident Evil" dekonstruierte er nicht nur dieses Franchise, sondern hat seine nächsten
Opfer schon ausgesucht: die Fans von "Aliens" und "Predator". Lange warten wir auf eine
filmische Umsetzung von "Aliens vs. Predator", aber jetzt, wo Herr Anderson stolz verkündete, er
schreibe das Drehbuch dazu und wolle Regie führen, wollen wir nur eins: Paul Anderson verschleppen und so
tun, als hätte es ihn nie gegeben. Leicht genug machen es uns seine Filme ja.
Die Fans der "Resident Evil"-Computerspiele werden aber bereits 2003 wieder einen herben Schlag
hinnehmen müssen. Da bringt Anderson "Resident Evil: Nemesis" heraus. Wieder in der Hauptrolle mit
Matschbirne Milla Jovovich.
Kosmisch betrachtet sind diese Dinge vielleicht nicht wirklich wichtig, aber rückblickend über fünf
Jahre rücken sie doch einiges ins rechte Licht. Ob es um JMS geht, der vor Fans ankündigte, nach
"Babylon 5" sei für ihn Schluss mit Fernsehen, denn er habe alles gesagt, was er sagen könne
(womit er übrigens Recht hatte, auch wenn es ihn nicht davon abhielt, trotzdem noch drei Serienversuche
abzuliefern) oder um Chris Carter, der ganz ehrlich, großes Alienehrenwort, in der letzten Folge alles,
aber auch alles ebenso rückhaltlos aufklären wollte, wie so mancher Politiker im Spendensumpf, vieles
davon stellte sich in den Folgejahren und manchmal sogar Folgemonaten als falsch heraus.
Da wurden Verträge geschlossen und wieder gebrochen, Schauspieler unterschrieben für Serien, die nie
gedreht wurden (erinnert sich noch jemand an die angeblich bereits genehmigte Serie um Captain Sulu?) und gerade
im Star Trek-Universum löste ein irrsinniges Gerücht das nächste ab. Mal sollte es einen Film
"Starfleet Academy" geben, für den sogar "Buffy"-Erfinder Joss Whedon als Autor im
Gespräch war, dann sollte Kirk jetzt doch zurückkommen, aber als Böser, eine Serie über den
Starfleet-Geheimdienst wurde angedacht, aber das mit Abstand bescheuertste Gerücht setzte auf einer Con
Majel Barrett-Roddenberry in die Welt: Ja, sagte sie, Lwaxana Troi werde zurückkehren und zwar in einer
eigens für sie geschriebenen Sitcom...
... Bitte?
Vielleicht werden wir bei der 200. Ausgabe des Corona-Magazines verkünden müssen, dass die "Alle
lieben Lwaxana"-Show gerade ihren ersten Spin-off-Film hervorgebracht hat, der von Steven Spielberg mit
einem Budget von 300 Millionen Dollar gedreht werden wird, aber darauf wetten würden wir nicht.
(Zurück zum Inhalt)
Über das Fandom im Wandel der Zeit
Ich weiß nicht, wie Ihr das handhabt, aber: Geht Ihr gerne in Foren? In diese evolutionäre Weiterentwicklung des Usenet, die sich im
WWW versteckt und mit vielen klicki-bunti Smilies kokettiert? Ich selber bin da nur sehr selten zu finden. Zugegeben, die zweite Hälfte
der 90er Jahre habe ich zumeist in der de.rec.sf.*-Hierachie des Usenets verbracht, aber seit es sf-radio.de gab, blieb dafür leider immer
weniger Zeit übrig, bis sich dieses Hobby im Sande verlief. Ab und an lurke ich aber noch, wobei ich hier vielleicht erklären sollte,
dass "Lurker" all die User im Usenet sind, die nur lesen aber nie schreiben.. ja, der geneigte Babylon 5-Fan wird sich erinnern: Die
Bewohner der untersten Ebenen dieser Raumstation im Sulaland-Weltall wurden von JMS auch Lurker genannt und der Verdacht an eine
Hommage liegt nahe, wenn man bedenkt, dass JMS als einer der ersten Produzenten seiner Zeit das Internet und Usenet als PR-Plattform
entdeckt hat.
Aber zum eigentlichen Punkt zurück, den ich gerade anzusteuern im Begriff war: Wenn man im Usenet oder in den Star Trek-Foren der
Internetlandschaft so rumlurkt, bekommt man manchmal die interessantesten Diskussionen und darin enthaltenen Meinungen mit! Zum Beispiel
eine Diskussion im Forum www.startrekboard.de, in der sich ein Moderator eines Forums mit dem
Fedcon-Veranstalter Dirk Bartholomä höchstpersönlich fetzte, wobei jede Menge Begleitung beide Kontrahenten nach
Kräften unterstützten.
Ich lasse mich manchmal zu Kommentaren hinreißen, wollte aber hier die spannende Diskussion nicht unterbrechen oder durch meine
eigenen Meinungsäußerungen "verwässern". Es sollte sich auszahlen, denn richtig spannend wurde es in dem
Moment als der Moderator des Forums völlig im Ernst fragte:
"Du wirkst dermaßen überheblich und selbstgerecht und findest hier auch noch so viele Fürsprecher.
Warum? Wenn du nicht diesen Job machen würdest, täte es ein anderer. Du bist also nichts besonderes in meinen Augen.
Viele andere können auch eine Con auf die Beine stellen, viele von denen sind auch hier aktiv - keiner legt so ein Verhalten an
den Tag."
Auf diese Frage antwortete Dirk Bartholomä mit einem ellenlangen und ausführlichen Posting. Er legte dar, dass er durchaus etwas
besonderes im Star Trek-Fandom sei, dass er die Star Trek-Fans zusammengeführt habe, jüdische Schauspieler (Shatner, Nimoy
usw.) nach Deutschland gebracht habe und schrieb mitten in seinem Posting einen Satz, der mich stark beeindruckte:
"Ich lebe und mache Star Trek seit 22 Jahren. Das ist für mich ein Grund, durchaus stolz darauf zu sein."
Die Reaktionen auf Dirks Posting ließen den Schluss zu, dass es in dieser Diskussion wohl nie zu einem Konsens kommen würde,
darum verfolgte ich sie auch nur noch mit einem abschwellenden Interesse. Vielmehr befand ich mich zu dieser Zeit in der Recherche zu meiner
letzten Kolumne - wie Ihr hoffentlich wisst, drehte es sich in ihr um die Entwicklung, die Star Trek in den 90ern zu einem goldenen Kalb werden
ließ - und war von dieser offensichtlichen Polarität der Meinungsbilder fasziniert. Denn ebenso wie Dirk, der nur eine Handvoll Jahre
älter als ich ist, bin ich seit 22 Jahren Star Trek-Fan. Ich durchlitt die Zeiten, in der Star Trek in Deutschland keine Lobby hatte, nur mit
einer Kinderserie im ZDF-Vorabendprogramm assoziiert wurde. Ich konnte mit Ralph Sander fühlen, wenn er sich in seinem "Star
Trek-Universum" darüber beklagte, bei der Bestellung eines Enterprise-Modellbausatzes das des gleichnamigen
Flugzeugträgers zu erhalten. Und ich war den Fans dankbar, die die unglaublich wenigen und darum sehr kostbaren Informationen aus
Amerika herüberholten und verbreiteten.. ohne Internet, Foren und Newsletter. Ich habe die mageren Jahre am eigenen Leibe miterlebt -
ich gebe zu, wer mich schon einmal gesehen hat, wird das kaum glauben können - und hey: Ich BIN Dirk Bartholomä durchaus
dankbar dafür, dass er Küchen hat Küchen sein lassen und sich nach und nach ganz dem Thema Star Trek verschrieb. Und
ja: Ich habe mit so vielen Schauspielern in den letzten vier Jahren gesprochen, die alle mit leuchtenden Augen von der FedCon sprachen, dass
ich durchaus glaube, eine FedCon kann bei weitem nicht jeder machen!
Nun ist da aber noch die andere Seite und auch, wenn ich mich generationsmäßig eher zur "einen Seite" hingezogen
fühle, kann ich nicht leugnen, großes Verständnis für die Argumente "der anderen" zu haben.
Seit wir beschlossen, aus dem 4-Mann-TREKminds im Jahre 1999 das 80köpfige sf-radio.de zu machen, kamen - aus purer
Notwendigkeit - sehr viele Schüler und junge Studenten in unser Team, die ihre Sicht von Sciencefiction und Star Trek bei uns
verwirklichten. Junge Leute, die Richard Arnold für einen schwulen Convention-Händler hielten (und nicht wussten, welche
"mächtige" Rolle er einst an der Seite von Gene Roddenberry spielte) und jede Folge Voyager kannten, dafür aber
dreimal überlegen mussten, ehe ihnen der Schauspieler des Montgomery Scott namentlich einfiel. Schon bald waren über 70%
der Mitarbeiter an unserem kleinen Internetradio- und SF-Portal-Projekt unter 22 Jahre alt und mir und mit mir all den älteren
Semestern in unserem Team wurde schnell der Unterschied deutlich, den diese junge Generation uns gegenüber aufwies: Da war kein
Respekt, keine Dankbarkeit mehr. Das soll kein Vorwurf sein, nur ein Fakt.
Im Ernst: Ich war so etwas von glücklich und vor allem DANKBAR, als Sat1 seinerzeit die abgesetzte ZDF-Serie "Raumschiff
Enterprise" ins Programm nahm und die fehlende Hälfte aller Folgen nachkaufte und synchronisieren ließ. Meine Freude fand
keine Grenzen, als sich dies bei Star Trek: The Next Generation wiederholte! Und als ich William Shatner das erste Mal persönlich
begegnen sollte, war ich in einer Stunde etwa 12mal auf der Toilette!
Diese Ehrfurcht existiert in der neuen Generation von Fans nicht. Sie sind mit einem Übermaß an Star Trek aufgewachsen, erhalten
jede Information in fünffacher Ausfertigung und sehen die Dienstleistung dahinter als Selbstverständlichkeit an, als ihr fundamentales
Recht, wenn Ihr so wollt. Ich kann mich noch gut an mein erstes Interview mit der PR-Mitarbeiterin Tina Ziegler von Sat1 erinnern, in der sie
sich darüber beklagte, dass die Fans inzwischen fordern würden, jede Star Trek-Folge komplett ohne Werbeunterbrechung zu
zeigen! Um es auf die Spitze zu treiben: Es gab Zeiten, da hätte ich einen Vertrag unterschrieben, der mich verpflichtet, jedes Produkt aus
jedem Werbetrailer zu kaufen, der in einer Werbeunterbrechung von Star Trek läuft, nur um endlich neue Folgen sehen zu können!
Wenn wir also festhalten, dass es Fans wie mich gibt, die die dunklen Jahre von Star Trek in Deutschland am eigenen Leib erfahren haben, UND
dass es Fans gibt, die nur den Star Trek-Überfluss ab 1995 und später kennen, dann sollte das eigentliche Problem im oben
genannten Diskussions-Thread auf der Hand liegen: Für viele (wie mich) ist die Leistung von Dirk B. etwas Besonderes und wir sind ihm
und allen anderen dankbar, dass sie sie vollbracht haben. Für die Star Trek-Fans von heute dagegen ist er mit seinen Kollegen yet another
Dienstleister, der jedes Jahr teurere Preise nimmt und sich ein schönes Leben, samt teurem Auto davon finanzieren kann.
Während ihm die eine Gruppe das gönnt und dennoch den Fan hinter dem proletarischen Geschäftsmann sieht, besitzt die
andere Gruppe einen ganz anderen Standpunkt, sieht sich selbst nur als Kunde und nimmt sich heraus, ganz offen Kritik zu üben und
Unverständnis an den Tag zu legen, wenn es um alte Verdienste geht. Kein Wunder: Die alten Verdienste sind den neuen Fans ja nun
mal auch egal...
Es heißt: Hund und Herrchen werden sich mit der Zeit immer ähnlicher. Wenn sich im Star Trek-Fandom die Sichtweise der neuen
Fans durchsetzt, bleibt den Convention-Veranstaltern und Marketing-Supportern kaum etwas anderes übrig, als sich den neuen
Forderungen und Gegebenheiten anzupassen und so zu werden, wie der neue Kunde es erwartet. Die Frage ist, ob die Dinosaurier der deutschen
Star Trek-Landschaft noch die Flexibilität haben, sich auf diesen verändernden Markt richtig einzustellen.
Sollte das nicht der Fall sein, Star Trek aber noch für viele Jahre eine lukrative Quelle ausmachen, könnte dem gesamten Fandom
irgendwann der Wind of Change um die Ohren blasen.. dann nämlich, wenn sich wirkliche Geschäftsleute um Fanbelange
kümmern und nicht nur Fans, die nebenbei auch noch davon leben müssen, weil sie sonst nicht mehr so viel anderes haben, was sie
machen können. Je transparenter der deutsche Markt für Sponsoren in das Star Trek-Franchise gemacht wird, desto
größer wird die Gefahr, dass diese Geldgeber selber ein Auge auf ihre Projekte werfen wollen und sich nicht mehr nur auf die
verlassen, die von sich behaupten, sie wären die ultimativen Häuptlinge im Fandom und könnten fannisches Know-how mit
kaufmännischer Raffinesse verbinden.
Ich befürchte, dass bei einer solchen Entwicklung die Seele Star Treks auf der Strecke bleiben würde, sofern sie denn noch
vorhanden ist. Dann wäre Star Trek tatsächlich nur noch eine Gans, die goldene Eier für die Macher legt. Dann würde
ich, so glaube ich, schließlich auch kein Star Trek-Fan mehr sein wollen...
Momentan erhoffe ich mir noch, dass beide Gruppen voneinander lernen können: Die Gruppe der Altfans muss begreifen, dass sich die
Zeiten ändern und neue Fans neue Ansprüche an den Tag legen. Und die Gruppe der neuen Fans sollte akzeptieren, dass es sich
bei Star Trek nicht einfach nur um eine Dienstleistung handelt, wie das Liefern einer Pizza. Momentan wird die deutsche Star Trek-Landschaft
halt noch von Menschen mitgestaltet, die eine persönliche Geschichte mit Star Trek verbinden und die Star Trek durchaus lieben.
Frei nach Werters Echten: "Unser Star Trek war halt immer schon was ganz besonders."
Wollen wir hoffen, dass es noch lange so bleibt.
(Zurück zum Inhalt)
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ENT: Mit "Fein-Tuning" in die zweite Staffel.
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Nach den Worten von Executive Producer Rick Berman wird sich "Enterprise" ein wenig Fein-Tuning
unterziehen und mit mehr Action, Humor und Sex in die zweite Staffel zurück kehren.
"Wir haben wunderbares Material", sagte Berman über die neue Staffel, als er mit Ian Spelling von Star Trek
Monthly sprach. "Ich denke, wir werden versuchen, ein wenig mehr Action und ein wenig mehr Humor
hinzuzufügen. Auch werden wir versuchen, ein wenig "sexier" zu werden."
Jonathan Archer wird darüber hinaus ein wenig sicherer in seiner Rolle als Captain werden. " Ich denke,
wir versuchen, aus Capain Archer ein wenig mehr einen die Herausforderung annehmenden Captain zu machen,
was offensichtlich Teil eines Captain-Daseins der zweiten Staffel ist. (...)"
Auch sagte Berman, dass die Crew der Enterprise einige neue Rassen entdecken wird, jedoch wird die Serie
ansonsten auf Kurs bleiben. "Wir sind äußerst zufrieden damit, wie die erste Staffel verlief, also versuchen
wir, den gleichen Weg weiter zu gehen. Nachdem nun der Kinofilm (Star Trek: "Nemesis") aus dem Weg ist,
hoffe ich, mehr [für die Serie] schreiben zu können. [Miterfinder] Brannon [Braga] werden viel mehr zusammen
schreiben, worüber ich sehr froh bin. Und ich denke, mit dem neuen UPN [der Sender, auf dem Enterprise in
den USA ausgestrahlt wird] werden wir viel mehr Promotion bekommen, was uns auch sehr helfen wird."
Wenn es sein enger Terminkalender erlaubt, wird sich Patrick Stewart in den Regiesessel bei der zweiten Staffel
von Enterprise beamen. "Patrick und ich haben das besprochen und wir suchen eine Gelegenheit für ihn, das
zu tun. Er ist gerade in Kanada, um "X-Men2" zu drehen. Sobald er ein wenig Luft zum Atmen hat, ist die
Tatsache, dass er Regie bei Enterprise führt, etwas, für das wir sehr gerne ein paar Wochen in seinem
Terminkalender finden würden." (mp)
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(Zurück zum Inhalt)
Für die August-Ausgabe des UK Buffy Magazine sprach Michelle Trachtenberg über Teenager-Ängste,
ihr Leben als die Schwester der Jägerin und Dawns rebellische Zukunft.
Zwar wurde das Interview offensichtlich schon vor dem Ende der Dreharbeiten zur sechsten Staffel BtVS gegeben,
aber Michelle ermöglicht trotz allem einige nette Einblicke hinter die Kulissen der Serie, wie sie die Rolle
der "Dawn" ergattern konnte und wie ihr erster Drehtag ablief.
Die folgenden Zeilen enthalten unter anderem auch Informationen zu Episoden, die noch nicht in Deutschland
ausgestrahlt wurden. Wer sich die Spannung erhalten möchte, sollte ab hier nicht weiterlesen!
Buffy hat eine Schwester? Das war die Reaktion der meisten Hardcore-Fans zu Beginn der fünften Staffel, als
überraschenderweise enthüllt wurde, dass die Jägerin eine jüngere Schwester hat. Die
Reaktionen waren gemischt, von Entrüstung über den neuen Charakter, der ohne Vorwarnung oder
Erklärung einfach so aufgetaucht war, bis hin zu Erwartungsfreude von Zuschauern, die gespannt darauf waren,
was Serien-Erfinder Joss Whedon noch so alles für sie in der Hinterhand hält.
Wie wir alle schnell erfuhren, ist Dawn in Wirklichkeit der Schlüssel zu einem intergalaktischen Portal,
der in eine menschliche Form verwandelt und Buffys Obhut übergeben wurde, damit sie von ihr vor dem
göttlichen Bösewicht namens Glory (gespielt von Clare Kramer) beschützt wird.
"Ich würde sagen die größte Überraschung war - obwohl ich es schon immer irgendwie
vermutet habe - dass Michelle tatsächlich eine der größten Schauspielerinnen unserer Zeit
ist," erklärte Whedon am Ende der sechsten Staffel. "Ihre Szenen gemeinsam mit Sarah haben die
Serie immens aufgewertet, und sie lieben es miteinander zu arbeiten. Das war wirklich etwas, womit wir nicht
rechnen konnten, denn wir hatten Dawn im Grunde genommen nur als Große emotionale Ergänzung für
die Staffel gedacht. Wenn Michelle nicht bewiesen hätte, dass sie ein solch großes schauspielerisches
Können hat, hätten wir vieles von dem, was wir jetzt gemacht haben, nicht machen können."
In dieser Staffel entwickelte sich Michelles Charakter in eine Richtung, wie sie es selbst nicht erwartet
hätte. Ihr erster Kuss in der Folge "All the Way" entpuppt sich als ein Stelldichein mit einem
älteren Teenager-Vampir. Es gab eine denkwürdige Tanzszene in Whedons hochgelobter Musical-Folge
"Once More, With Feeling." Und in späteren Folgen wird Dawns zunehmende jugendliche Abnabelung
sie zu Akten der Rebellion verleiten, die möglicherweise noch schmerzhafte Folgen nach sich ziehen werden.
(Zurück zum Inhalt)
1. Star Trek - The Next Generation
TNG war die Erste der "modernen" "Star Trek"-Serien, und für viele Fans - mich
eingeschlossen - ist sie auch die (bisher) beste Serie aus dem inzwischen sehr umfangreichen Roddenberry
Universum. Starke Darsteller und interessante Storys sorgen dafür, dass in TNG eine ganz spezielle
familiäre Atmosphäre herrscht, die bisher in keiner anderen "Star Trek"-Serie wieder
generiert werden konnte. Das besondere an TNG sind die intelligenten Charaktere, die überlegt handeln. Der
Dialog ist wichtig, nicht so sehr die Action.
TNG führte Ende der 80er Jahre zu einer Initialzündung auf dem TV-Science-fiction bzw. generell dem
Phanatstik-TV Markt. Erst der Erfolg von TNG ermöglichte Serien wie "Babylon 5", "seaQuest
DSV" und zahllose andere Serien des Genres.
Im März diesen Jahres war es dann so weit, beinahe 15 Jahre nach der Erstausstrahlung der ersten TNG Staffel
im US-Fernsehen, begann Paramount mit der Veröffentlichung aller Staffeln als DVD Box Sets...
2. Die Box Sets
Als die ersten Bilder der TNG Box Sets veröffentlicht wurden, war die Begeisterung bei den Fans groß.
Man hatte doch tatsächlich sehr stilvolle Plastikboxen in silbergrauer Farbe entworfen, auf denen das TNG
Kommunikator-Symbol auf der Vorder- als auch auf der Rückseite eingeprägt, bzw. leicht abgehoben ist.
Seitlich steht die Nummer der DVD Box und dort befindet sich auch ein Farbstreifen, dessen Farbe mit jeder Box
leicht variiert und ingsesamt einen Farrbverlauf von lila bis violett/blau ergibt. Erfreulich ist auch, dass der
Schriftzug, der sich ebenfalls auf dieser Seite der Boxen befindet, den Originaltitel "Star Trek - The Next
Generation" trägt, und nicht etwa "Star Trek - Das nächste Jahrhundert" oder eine
andere Variation des deutschen Titels, wie von einigen Fans schon befürchtet worden war.
Die DVDs - je sieben Stück außer bei Box 2, die nur 6 enthält, da die 2. Staffel nur 22 anstatt
26 Episoden wie sonst üblich umfasst - befinden sich in einem aufklappbaren Würfel mit silberner
Papphülle inklusive TNG Schriftzug, der völlig entfaltet einen gut halben Meter langen Schlauch mit
einem in jeder Staffel unterschiedlichen Panoramabild auf der Rückseite ergibt.
Die DVDs selbst sind abgesehen von einem netten Schemabild der Enterprise-D leider nur recht dürftig
beschriftet. So findet sich nur jeweils ein Original-Folgentitel auf jeder DVD. Wenn man die Reihenfolge der
Folgen nicht auswendig kennt, dann ist man so leider auf das Booklet angewiesen um herauszufinden auf welcher
DVD sich welche Folge befindet. Und im Booklet sind wiederum nur die deutschen Titel verzeichnet.
3. Die technische Seite
Wenn man eine DVD einlegt, erscheint zuerst die Sprachauswahl. Dann folgt ein kurzes, recht nett gemachtes DVD
Intro zu TNG, das bei den ersten drei Staffeln jeweils leicht variiert. Die Menüs werden dann in der Eingangs
ausgewählten Sprache dargestellt. Diese, sehr schön im berühmten Star Trek Computer Stil (LCARS)
gestalteten, Menüs sehen ebenfalls bei jeder Staffel unterschiedlich aus. Nach der Episodenauswahl kommt man
in das Folgenmenü mit Optionen zur Sprach- und Untertitelauswahl, sowie der Kapiteleinteilung.
Für das Cliffhangerfinale der 3. Staffel, "The Best of Both World, Part I" (dt.: In den Händen
der Borg), hat man sogar ein spezielles Folgenmenü im Borgstil kreiert.
Wenn man die Bildqualität der Folgen betrachtet, so fällt einem schnell auf, dass die Qualität
nicht mit aktuelleren TV-Produktionen mithalten kann. Dies ist aber verständlich, denn die erste Staffel ist
ja wie schon erwähnt knapp 15 Jahre alt. Den TV-Ausstrahlungen ist die Bildqualität aber weit
überlegen, tatsächlich konnte man TNG bisher nur bei DF1 und Premiere mit einem so guten Bild bewundern.
Kompressionseffekte sind teilweise zu beobachten, auch machen sich schnelle Kamerabewegungen oft durch
Nachzieheffekte bemerkbar. Insgesamt ist die Bildqualität im Anbetracht des Alters des Ausgangsmaterials
für DVD Verhältnisse aber durchaus zufriedenstellend und hat zumindest bei den ersten drei Staffeln von
Box Set zu Box Set jeweils leicht zugenommen.
Großes Lob muss man Paramount für den englischen Ton aussprechen. Die ersten drei Staffeln lagen
ursprünglich nur in normalem Stereoton vor, erhielten aber einen Dolby Digital 5.1 Upmix der überaus
gelungen ist. Die Tonqualität kann hier ohne Probleme mit aktuellen Produktionen mithalten. Leider ist der
deutsche Ton in den ersten Boxen nur in Mono enthalten, da das ZDF TNG zuerst nur in Mono synchronisieren
ließ und ein Upmix aus technischen (und wirtschaftlichen) Gründen nicht möglich bzw. unrentabel
erschien.
Im Vergleich würde der Originalton ein sehr gut, der deutsche Ton gerade mal ein ausreichend bekommen.
Überraschend ist, dass der deutsche Ton so ziemlich der schlechteste der fünf Sprachversionen auf den
DVDs ist. Obwohl auch die anderen drei enthaltenen Synchronisationen - Spanisch, Italienisch und Französisch
- nur in Mono vorliegen, klingt die deutsche Version am Schlechtesten.
An einblendbaren Untertiteln herrscht kein Mangel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Französisch,
Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch und Englisch für Hörgeschädigte.
Positiv zu erwähnen ist auch noch, dass das Wechseln der Sprachversion bzw. der Untertitel während des
Abspielens möglich ist, ohne in das entsprechende DVD-Menü zurückzukehren.
4. Die Extras
Paramount hatte bis vor Kurzem einen sehr schlechten Ruf unter DVD Sammlern, da das Studio dafür bekannt war,
seine DVDs nur mit minimalsten Extras auszustatten. Das höchste der Gefühle bei Paramount DVDs war
früher ein kurzes "Making of" und diverse Kinotrailer.
Von Audiokommentaren und anderen Specials konnte man nur träumen.
Glücklicherweise hat sich das geändert. Auch Paramount hat erkannt, dass viele DVD-Sammler gerne
umfangreiche Extras auf den silbernen Scheiben haben möchten. So erscheinen zum Beispiel jetzt nach der
Reihe alle "Star Trek"-Filme in neuen Editionen mit viel Zusatzmaterial, nachdem die Filme 2-9 zuerst
schon in spartanischen Ausgaben ohne echte Extras erschienen sind.
Das Zusatzmaterial der TNG-Boxen gewinnt zwar keine Auszeichnung für besonderen Umfang, aber weiß
durchaus zu unterhalten. In jedem Box Set gibt es auf der jeweils letzten DVD vier Special Features:
1. Missions-Überblick: Interviews und Ausschnitte aus Episoden vermitteln einen Überblick über
die jeweilige Staffel.
2. Ausgewählte Crew-Analysen: Hier konzentriert man sich besonders auf die Schauspieler und die von ihnen
dargestellten Figuren.
3. Produktion: Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den Arbeiten hinter den Kulissen, also zum Beispiel
Beiträge der Autoren und die Entstehung von Spezialeffekten.
4. Erinnerungswürdige Missionen: Hier geht es hauptsächlich um kleine Anekdoten, die von den
Schauspielern, Autoren und anderen Mitarbeitern an TNG erzählt werden.
In der 2. Season Box war zusätzlich ein besonders kurzweilges Special Feature enthalten, das einen Einblick
in das umfangreiche "Star Trek"-Requisitenlager von Paramount gewährt.
Die Laufzeit des Bonusmaterials beträgt im Schnitt etwas mehr als eine Stunde, sie wurde jedoch teilweise
falsch mit bis 90 Minuten angegeben.
Die Extras liegen übrigens nur im Originalton vor, deutsche Untertitel können jedoch auch hier bei
Bedarf eingeblendet werden.
5. Fazit
Leider wurde die Freude über die TNG-Box Sets durch diverse Fehler in den ersten beiden Box Sets etwas
gedämpft. Im 1. Box Set war der deutsche Ton bei der Folge "Justice" (dt.: Das Gesetz der
Edo") asynchron zum Bild und auch das Booklet litt an einigen kleinen inhaltlichen Fehlern, die aber nicht
sehr schwerwiegend waren. Dafür war das Booklet zur 2. Staffel eine einzige Katastrophe. Zum Glück war
Paramount sehr kulant und tauschte die betroffene DVD aus dem ersten Box Set anstandslos und unkompliziert an
alle Kunden um, die eine Ersatz-DVD bei Thorston Nobst von Paramount Deutschland anforderten (siehe dazu den Link
am Endes des Artikels). Kunden des Online-Händlers Amazon.de erhielten mit dem 2. Box Set sogar automatisch
die fehlerbereinigte Ersatz DVD.
Und ein fehlerkorrigiertes Season 2 Booklet wurde dann allen Boxen der dritten Staffel beigelegt.
Zum Glück scheint man bei Paramount aus den Fehlern der ersten beiden Boxen gelernt zu haben, denn das
Staffel 3 Box Set ist praktisch fehlerfrei (professionelle Nitpicker bemerkten natürlich, dass auch das
Season 3 Booklet einige falsch bzw. nicht gesetzte Beistriche und andere kleine Fehler aufweist).
Der Preis pro Box schwankt je nach Anbieter zwischen 88 und 129 Euro, die meisten Händler verlangen so um
die 119 Euro pro Box. Manche Händler bieten auch günstige Abos mit speziellen Konditionen an. Man sollte
hier also aufpassen und diverse Anbieter vergleichen.
Insgesamt sind die TNG Box Sets aber ein absolutes Muss für alle Fans von guter SF, die einen DVD Player
besitzen oder sich einmal einen solchen anschaffen wollen, denn trotz einiger Mängel wird man TNG wohl nie
wieder in besserer Qualität zu sehen bekommen. Und wer TNG einmal auf DVD gesehen hat, der wird sich die
TV-Version nie wieder antun wollen!
Link zum Thema:
http://www.areadvd.de/
(Zurück zum Inhalt)
Aus besonderem Anlass startet heute in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit
Trekworld Marketing und besonderem Dank an Gerhard Raible, sowie unserem sehr engagierten Redakteur Roland Austinat ein Gewinnspiel, bei dem die folgenden Preise neue Besitzer finden sollen:
2* Eine "7 of 9"-Videobox
1* das Computerspiel "ST Voyager: Eliteforce"
7* das Computerspiel "Starlancer"
10* das Computerspiel "Mech Commander 2"
10* das Computerspiel "Allegiance"
Und nun die Preisfrage:
Wie viele Chefredakteure leiteten das Projekt Corona seit dem Start im Dezember 1996?
Die richtige Antwort senden Sie bitte an die Adresse
corona@sf-radio.de!
Die Gewinner werden in der kommenden Ausgabe am 4. Oktober bekannt gegeben.
Mitarbeiter des Projektes sf-radio.de sind bei dem Gewinnspiel nicht zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(Zurück zum Inhalt)
Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln
die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des
Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu:
kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur
Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die
eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir
danken für Ihr Verständnis!
Anregungen zum Corona Magazine.
Hallo Corona-Macher,
es wird nicht mehr lange dauern, und ihr habt ein Jubiläum geschafft, auf das ihr mit Recht stolz sein
könnt. Doch schon mit dieser Ausgabe gibt es ein Jubiläum zu feiern.
Mit dieser 99. Ausgabe hat sich nämlich zum 50. mal ein Corona-Magazin in meinem (elektronischen) Briefkasten
eingefunden! Wenn das kein Grund ist für einen Leserbrief.
Auf diesem Wege möchte ich euch fleißigen, engagierten, kreativen und unermüdlichen Mitarbeitern
dieses Magazins für all die unterhaltsamen und interessanten Beiträge danken. Ich bin überzeugt,
ihr schafft es noch mindestens die nächsten 50 mal, und so kann das nächste Jubiläum kommen.
[..] Da ihr um Lesermeinungen dazu gebeten habt, bekommt ihr auch von mir eine (ganz umsonst!), doch keine Angst,
es kann gar nicht schlimm werden.
Zu Star Trek bin ich gekommen, weil mich Science Fiction in (fast) jeglicher Form fasziniert. Da war es nicht
mehr weit zu Star Trek, und spätestens seit TNG ist es für SciFi-Serien im TV eine Referenz. Daher habe
ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn ein (ehemals) Star Trek Magazin auch andere Themen behandelt. Ganz
im Gegenteil finde ich es sogar ziemlich wichtig, auch von dem näheren und entfernteren Umfeld etwas zu
erfahren.
[..]Ich finde es gut, dass ihr nicht nur über die Star Trek-Serien und Kinofilme berichtet, sondern auch
über Bücher, Computerspiele, Veranstaltungen und Ausstellungen. Ich finde es gut, dass ihr nicht nur
über Star Trek sondern auch über andere SciFi-Serien berichtet, denn es ist nicht immer leicht, dabei
den Überblick zu behalten, und so ein Magazin kann helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich finde es
außerdem gut, dass es auch nicht SciFi-Themen gibt, wie Fantasy und den Wissenschaftsteil.
Natürlich könnt ihr auf diesem Wege euer Magazin zum platzen bringen, doch ihr habt es bisher immer
gut ausgewählt, und werdet das auch weiterhin schaffen.
[..] ... falls euch wieder Themen ausgehen, so berichtet mehr über die Nebenschauplätze, also neue
Star Trek (oder SciFi/Fantasy)-Bücher, von mir aus auch Sachbücher. Ich kann mich kaum erinnern, ob ihr
die auch besprochen habt. Mir würde das sicher helfen, denn ob der Flut an Sachbüchern zu Star Trek
traue ich mich gar nicht, eines davon zu kaufen.
Oder über Fan-Veranstaltungen.
Als Leser aus dem süddeutschen Raum (München, um genau zu sein), ist der Zugang zu Conventions zumeist
mit erheblichem Reiseaufwand verbunden. Da wären doch kleine Berichte über Fan-Aktivitäten der
einzelnen Bundesländer ganz nett?
[..] Berichtet auch weiterhin über die Conventions, ich bin fast schon versucht, nun doch mal eine zu
besuchen, doch fehlt noch der entscheidende Antrieb. Auch die in Ganymed-TV gezeigten Bilder machen Appetit.
[..] Noch zu einer anderen Sache.
Ich habe bemerkt, dass Herr Hillenbrand anscheinend euer "Enterprise"-Redakteur ist, und schon diverse
Kolumnen darüber verfasst hat. Die neue Serie scheint ihm ziemlich am Herzen zu liegen. Da ich die
Gelegenheit hatte, alle Folgen im original sehen zu können, möchte ich zu der Serie und den
Einschätzungen von Hr. Hillenbrand ein paar Kommentare abgeben.
Im Grossen und Ganzen gefällt mir die neue Serie. Ob das immer noch so ist, wenn ich sie mit deutscher
Synchronisation sehe, weiß ich nicht.
Dass der Titel "Star Trek" fehlt hat mich nicht gestört, ganz im Gegenteil. Verspricht es doch,
dass die Serie nicht genauso Star Trek-konform wird, wie die letzten drei.
Doch hier fängt es schon an mit den Ungereimtheiten, und damit, dass ich die meisten Einschätzungen
Herrn Hillenbrands nachvollziehen kann. Die Serie fängt mit neuen Impulsen an, der Weltraum ist längst
noch nicht erschlossen, vieles ist fremd und geheimnisvoll. Es gibt keine oberste Direktive und damit fehlt der
Haupt-Knebel, um interessante Stories zu schreiben, bzw. fehlt der Zwang, sie kunstvoll zu umgehen.
Teilweise finde ich das auch gelungen umgesetzt. Teilweise jedoch driften die Folgen in bekanntes Fahrwasser ab.
Das beginnt bei der Konstellation der Crew, die eine attraktive Frau auf der Brücke braucht, die noch dazu
Vulkanierin ist, und damit nicht zu den gern gesehenen Gästen auf Sternenflottenschiffen zählt.
An sich finde ich die Idee mit einem Vulkanier an Bord als Beobachter gut, denn die waren es schließlich,
die den Menschen die Weltraumfahrt ermöglichten und ihnen unter die Arme greifen. Andererseits sind sie
verschlossen und geben ihr Wissen nur Häppchenweise preis.
Genug Potenzial für Konflikte also. Warum dieser vulkanische Beobachter eine so attraktive junge Frau sein
muss, ist mir ein Rätsel. Natürlich wird es attraktive Vulkanierinnen geben, doch es wirkt arg
konstruiert.
Dies ist eine Sache, die wir schon aus "Voyager" kennen, und die schon damals etwas unglaubwürdig
war, und es gibt noch eine.
Auch mir missfällt, wie schnell T'Pol in die Crew integriert wird bzw. sich integriert hat. Hier kommen die
Star Trek-Ideale durch, wir sind alle lieb zueinander und eine große Familie.
Die Zeiten von Kirk&Co wurden als wilde Zeiten der Föderation bezeichnet, doch nun sind wir zeitlich davor,
und alles ist harmonisch?
Die Autoren hätten sich ruhig Zeit lassen können, die Crew zueinander finden zu lassen. Denn genau das
hätte gute Stories gegeben. Stories über die Besatzungsmitglieder und ihre Probleme miteinander. Das
hat mir an DS9 gefallen, und damit kann man gute (und billige - man braucht keine Aussendrehs) Folgen produzieren.
So schnell wie alle sich zusammengerauft haben, erinnert das mich an den Anfang von Voyager und die Integration
der Maquis. Auch das ging ja rasend schnell und war nicht gerade sehr glaubhaft. Noch weniger als bei
"Enterprise".
Ich hätte es mir sehr interessant vorgestellt, wenn T'Pol des öfteren eigenmächtig handelt,
Befehle gibt, die unbeliebt sind, und ungefragt Informationen an ihre vulkanischen Oberen sendet. Das wäre
alles möglich gewesen, denn es heißt nicht mehr "Star Trek". Das bedeutet eigentlich mehr
Freiheit von den alten Regeln. Um es etwas plakativ auszudrücken: Dafür, dass kein "Star Trek"
drauf steht, ist zuviel davon drin.
[..] Ich kann verstehen, dass sich nun alle Star Trek-Fans auf diese Serie stürzen, ist es doch die einzige
auf weiter Flur, und trotz dieser Mängel kann die Serie richtig gut werden. Ich hoffe nur, die Autoren
bleiben ihrer (geplanten) Linie treu und versuchen nicht zu arg die Gunst des Publikums zu gewinnen. Ich denke,
es gibt genug Zuschauer, die wenig mit Star Trek am Hut haben, und die Serie sehen, weil sie ihnen gefällt.
Damit das so bleibt, müssen die Folgen interessant sein. Und die Menge an interessanten Geschichten hat sich
durch dieses Konzept (weniger Star Trek) eindeutig erhöht. Berman & Braga müssen nur noch etwas Mut
aufbringen - so wie die Besatzung der Enterprise - Neuland zu betreten und diese Chance zu nutzen.
- Christian Maras
Anm. d. Redaktion:
Oh.Mein.Gott.
Die Zeit der Superlativen. Noch nie hat diese Redaktion einen so langen und netten Leserbrief bekommen - und dabei
wurde er für die Veröffentlichung in dieser Ausgabe sogar schon um die Hälfte gekürzt. Wir werden
ihn uns zu Herzen nehmen und hoffen wirklich auf 50 weitere erfolgreiche Ausgaben dieses Magazines.
Vielen herzlichen Dank!
(Zurück zum Inhalt)
Derzeit befinden sich die US-Networks noch immer in der Sommerpause. Doch noch im September beginnt die neue
TV-Season. Bereits im nächsten Rating Report werden die ersten Daten zur neuen Saison verfügbar sein.
Der Start von Joss Whedons "Firefly" macht diese Season besonders interessant (siehe auch: "Rating
Report", Corona Magazine 99). Aber auch das weitere Abschneiden von "Enterprise" wird sehr
spannend werden. Wird es Rick Berman und Brannon Braga gelingen, die Quoten von "Enterprise" wieder zu
verbessern? Zur Erinnerung: Nach einem fulminanten Start und einer erfolgreichen ersten Staffelhälfte sanken
die Quoten nach einer längeren Wiederholungsphase im Dezember stark. Vielleicht werden die Produzenten
erkennen müssen, dass die bloße Verlegung von großteils alten Geschichten in die
"Vergangenheit der Zukunft" keine Innovation ist, für die sie es vielleicht gehalten haben. Aber
lassen wir uns überraschen.
In Deutschland ist nach wie vor RTL 2 der Sender mit den zur Zeit erfolgreichsten Genre-Serien im Programm.
"Stargate" ist auch weiterhin die Top-Serie des Senders und ungeschlagene Nummer 1 aller phantastischen
Serien in Deutschland, dicht gefolgt von "Andromeda", das im Kielwasser von "Stargate" solide
Quoten einfährt.
Der Stern von "Dark Angel" scheint dagegen in letzter Zeit etwas zu sinken. Die Quoten der
Wiederholungen haben stark nachgelassen, sind aber noch immer ganz ordentlich für VOX-Verhältnisse.
Für eine Überraschung hat RTL mit der erneuten Ausstrahlung der Serie "Knight Rider" gesorgt,
die derzeit die beliebteste Sendung bei den 14-49jährigen am Sonntagnachmittag darstellt.
"Seven Days" hat sich zuletzt etwas erholt. Zwar schwanken die Marktanteile stärker als bei den
meisten Primetimeserien, aber im Schnitt erreicht die Serie über 10% der 14-49jährigen TV-Zuschauer am
Montagabend. Trotzdem bleibt Pro Sieben den Zuschauern auch diesmal wieder einige Folgen der in den USA bereits
vor einem Jahr abgesetzten Serie schuldig.
Trotz aller Routine im Rating Report für Deutschland gibt es auch hier einige interessante Entwicklungen;
vor allem die baldigen Starts von neuen Staffeln der Serien "Akte X", "Buffy",
"Charmed" und "Dark Angel" werden für einigen Diskussionsstoff sorgen.
(Zurück zum Inhalt)
In dieser Ausgabe sollen Zeitreisen diskutiert und einige schöne Zeitreisen der "Perry
Rhodan"-Serie vorgestellt werden. Zuvor jedoch ein Veranstaltungshinweis: Am Wochenende vom 27. bis zum
29.September finden in Sinzig die allseits beliebten Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz statt. Dieses Jahr gibt
es den Schwerpunkt "40jähriges Dienstjubiläum der Romanfigur Atlan". Genauere Informationen
gibt es unter dem Link am Ende des Artikels. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 11 und 25 Euro.
Zeitreisen sind ein immer wieder gerne genutztes Thema. Zugleich besteht für die Autoren eine besonders
große Gefahr, sich in Widersprüche zu verstricken. Das passiert am schnellsten, wenn Eingriffe in die
Vergangenheit geschildert werden. Hierbei gibt es verschiedene Modelle, wie diese gehandhabt werden, von denen
nur die wichtigsten genannt seien:
"Alles, was geschieht, ist festgelegt. Die Handlungen und Eingriffe der Zeitreisenden sind dabei schon
berücksichtigt und damit sogar zur Wahrung des vorgesehenen Zeitablaufs notwendig."
Dieses Modell hat erst einmal die unangenehme Konsequenz, dass man ein deterministisches Weltbild akzeptieren
muss, in dem Entscheidungsfreiheit nur eine Illusion ist. Denn das Handeln aller Akteure ist ja schon
vorherbestimmt. Änderungen der Gegenwart durch Zeitreisen sind unmöglich.
Weiterhin tritt das Problem auf, dass Zeitreisen geschlossene Schleifen darstellen. Denn wenn erst ein Eingriff
in die Vergangenheit notwendig ist, um die gewohnte Gegenwart herzustellen, dann fragt man sich doch, wie die
Gegenwart ohne diesen Eingriff aussähe. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gäbe es mehr oder wenige
große Unterschiede, die es fraglich machen, ob die Akteure zur gleichen Zeit mit identischer Motivation in
die gleiche Zeit reisen.
Wieso also soll sich das Universum für einen Ablauf entschieden haben, an dem Zeitreisen in Form kleiner
Schleifen hängen? Nur weil es eine konsistente Lösung ist?
"Babylon 5" betont diesen Aspekt der Zeitreise, weil die Serie gerne mit vorherbestimmten Schicksalen
für ihre Charaktere arbeitet. Allerdings erhalten die Hauptpersonen auch Einblicke in eine alternative
Zukunft, in der sie gescheitert sind und die Station zerstört wird, was nicht ganz in das Bild passt.
Dann gibt es das alte Bild, dass Änderungen möglich sind und konsequent ihre Auswirkungen haben. Hier
droht das klassische Paradoxon, dass jemand seinen Großvater umbringt, dadurch nie geboren wird, seinen
Großvater nicht umbringen kann, geboren wird, seinen Großvater umbringt, usw.
Treten erst einmal Veränderungen in Kraft, dann können sich die Zeitreisenden nicht an ihre
ursprüngliche Gegenwart erinnern.
Bei Varianten in diesem Modell gibt es ein Beharrungsvermögen gegen Änderungen, die dann durch neue
scheinbar zufällige Ereignisse ausgeglichen werden - siehe die Neuverfilmung von "Die
Zeitmaschine", in der der Zeitreisende seine Frau nicht vor dem Unfalltod retten kann. In anderen Varianten
wirken sich diese Änderungen mit Verzögerung aus: In "Zurück in die Zukunft" löst
sich Marty McFly allmählich auf, nachdem er versehentlich die erste Romanze zwischen seinen Eltern vereitelt
hat.
Der Ausweg aus vielen dieser Probleme ist das Modell der Paralleluniversen. Bei jeder Entscheidung entstehen
mehrere Nachfolgeuniversen, von denen jedes eine Entscheidungsmöglichkeit enthält. Dabei verzweigt
sich ein Universum in Windeseile in unendlich viele Nachfolgeuniversen, da ja schon der Zerfall eines
radioaktiven Atomkerns vom Zufall abhängig ist.
Kommt es hier zu einer Zeitreise, entsteht ein neuer Zweig von Universen, der eine alternative Zeitlinie mit den
Konsequenzen der Zeitreise enthält. Das Problem ist, dass die Zeitreisenden ihre Heimatgegenwart nicht
verändern können. Sie stellen nur eine neue, für sich hoffentlich angenehmere Zukunft her. Wenn
es bei der Zeitreise um die Rettung der Erde geht, dann haben sie praktisch die übrige Menschheit im Stich
gelassen. Insofern versucht die Besatzung der Enterprise in "Star Trek - Der erste Kontakt" nicht, die
Assimilation der Erde durch die Borg zu verhindern, sondern nur, in ein Paralleluniversum zu gelangen, dass ihrer
ursprünglichen Heimatgegenwart ähnlich ist.
Das Modell der vorherbestimmten Zeitlinie ist hier enthalten. Freilich nur als Illusion, denn eine Zeitlinie folgt
zufällig dem vorherbestimmten Weg. Der zweite Fall ist mit einem wichtigen Unterschied enthalten: Die
Zeitreisenden scheinen die Zukunft ändern zu können, doch ihre Erinnerung an den ursprünglichen
Zustand ist ein deutliches Indiz, dass sie nur das Universum gewechselt haben.
Marty McFly ist wohl ein solcher Zeitreisender. Seine allmähliche Auflösung lässt sich mit dem
Argument der Unschärfe aus der Quantenmechanik retten: Was wir sehen, ist eine Überlagerung der nahesten
Paralleluniversen. Wenn Marty eine Situation herstellt, in der seine Existenz so auf der Kippe steht, dass er nur
noch in einem Teil der Nachbarschaft präsent ist, ist er halt nur halb da...
Hauptproblem am Modell der Paralleluniversen ist die Aufspaltung. Warum kommt immer nur ein Zeitreisender aus der
Zukunft an? Wenn sich das Universum aufspaltet, müssten unzählige Zeitreisende aus unzähligen
leicht unterschiedlichen Zukünften auf einmal auftauchen.
Man könnte das Modell ausbauen, dass sich die Universen auch in die Vergangenheit aufspalten -
schließlich bewegt sich Antimaterie rückwärts durch die Zeit. Dann hätte man von der
Vergangenheit in die Zukunft ein Netz aus Paralleluniversen, bei dem zwei Paralleluniversen in das gleiche
zukünftige Universum münden können.
Die Anzahl der Universen wäre in diesem Modell über die Zeit konstant, ergo könnten sich die
Zeitreisenden aus der Zukunft über entsprechend viele Paralleluniversen verteilen. Es bleibt aber
fragwürdig, warum nicht doch zwei oder mehr Zeitreisende im gleichen Universum auftauchen.
Bei "Star Trek" gilt sicherlich das Modell der Paralleluniversen. Allerdings scheint als Ergänzung
zum Model immer eine Zeitlinie als die wichtigste ausgezeichnet zu sein, da Guinan in "Die alte
Enterprise" spürt, dass die Zeitlinie mit dem langen Krieg gegen die Klingonen nicht die Richtige
ist.
Und wie sieht es in "Perry Rhodan" aus? Paralleluniversen gibt es natürlich, welcher SF-Autor
würde auch auf dieses reizvolle Mittel, Was-wäre-wenn-Geschichten zu schreiben, verzichten wollen. Die
Figur des Sato Ambush lernt im Lauf der Serie sogar, Paralleluniversen aufzusuchen und geht schließlich in
diesen verloren.
Paralleluniversum und Zeitreise kommen in der PR-Serie beide in großem Maßstab ab Heft 600 vor. Erst
verschlägt es Perry und sein Flaggschiff MARCO POLO in ein Paralleluniversum, in der sämtliche
Erdbewohner charakterlich verdreht sind - ähnlich dem Spiegeluniversum bei "Star Trek" - dann
schleppt das Schiff durch die Art der Heimkehr die PAD-Seuche in das Heimatuniversum ein.
Diese rafft alle großen Zivilisationen dahin, sodass eine kleine Gruppe eine Zeitreise unternimmt, um den
Flug der MARCO POLO mitzumachen und rechtzeitig den Fehler zu korrigieren. Dies gelingt, allerdings ist die Reise
als Präzedenzfall schlecht geeignet: Das ganze Paralleluniversum scheint eine künstliche Schöpfung
der Superintelligenz Anti-ES gewesen zu sein, ebenso unterliegt die Zeitreise besonderen Regeln der
Auseinandersetzung zwischen ES und Anti-ES. Schade, außerdem ist es schon komisch, dass über
fünfzehn Hefte eine irrelevante Zeitlinie schildern...
Nicht ganz so genau mit der Integrität der Zeitlinie nehmen es die Meister der Insel in den 200ern. Sie
wechseln nach Belieben 50.000 Jahre in die Vergangenheit, wo sie bei Bedarf fähige Leute entführen,
um sie in der Gegenwart mit ihren Multiduplikatoren für ihre Streitmächte zu vervielfältigen.
Zwar wissen sie immer, dass die Entführten kurz darauf gestorben wären, trotzdem scheinen sie auf ein
Beharrungsvermögen gegen grobe Änderungen zu vertrauen. Dieses trifft sie schließlich selbst:
Kurz vor der entscheidenden Niederlage versuchen die letzten beiden Meister, den Aufstieg der Menschheit durch
einen Eingriff kurz vor Band 1 der Serie ungeschehen zu machen. Das entsandte Schiff wird jedoch unerwartet von
einer alten Station auf der Venus abgeschossen.
Schicksal, Beharrungsvermögen der Zeitlinie oder einfach ein dummer Zufall? Die Autoren haben sich geschickt
um eine Antwort gedrückt.
Etwas konkreter wird das Thema Zeitreisen dann in den 400ern behandelt. In der Sonnenkorona verbirgt sich seit
200.000 Jahren der unangreifbare Todessatellit, der seit kurzem die Sonne zur Nova aufheizt. Also wird eine
Zeitexpedition losgeschickt, die den Satelliten in der Bauphase sabotieren soll. Kurz vor der Abreise werden
bei Ausgrabungen Beweise entdeckt, dass die Zeitreise schon in der bekannten Zeitlinie stattgefunden hat.
Die Gefahr eines Paradoxons wird umgangen, indem eine Bombe im Satelliten versteckt wird, die erst nach der
Rückkehr der Zeitreisenden in der Gegenwart gezündet wird. War die Zeitreise überhaupt noch
nötig? Wenn vor der Reise schon Spuren der Expedition ausgebuddelt worden sind, dann müsste die Bombe
ja auch schon im Todessatelliten gewesen sein, oder?
Eine sehr eigenwillige Art von Zeitreise wird in den Heften 1202 und 1203 geschildert. Körperlose Wesen
namens Zeitgänger nehmen Spuren von Objekten und Personen durch die Zeit als Fäden wahr, an denen sie
entlang reisen und dabei zu ihrem Vergnügen das Schicksal der normalen Lebensformen beobachten. Zeitreisen
bilden Schleifen und merkwürdige Querverbindungen. Perry Rhodan wird von einem Zeitgänger mitgenommen.
Als bizarren Höhepunkt verschlägt es ihn in den Moment vor dem Urknall, in dem merkwürdige
Maschinenwesen als Überreste des vorhergegangenen, kollabierten Universums umherirren.
Freunde von Paralleluniversen und Kenner der Frühzeit der Serie kommen noch einmal in Band 1598 "Der
Tag des Zorns" auf ihre Kosten. Autor Peter Terrid schildert gekonnt eine alternative Entwicklung, in der
sich lediglich die Zusammensetzung von Rhodans Mondexpedition aus Band 1 durch einen Zwischenfall ändert.
In dieser Zeitlinie versagt Perry Rhodan nach einigen Jahrhunderten erbärmlich...
In der jüngeren Serienvergangenheit muss das Raumschiff SOL 18 Millionen Jahre in die Vergangenheit reisen,
um die Existenz der Menschheit sicherzustellen. Leider war das Konzept etwas spannungstötend, da ein
vollständiger Erfolg der SOL-Mission feststand.
Als Höhepunkt der Mission entsteht durch Hilfe der SOL-Besatzung die Superintelligenz ES, die selber die
SOL in die Vergangenheit geschickt hat. Die Superintelligenz hat sich damit durch eine geschlossene Zeitschleife
selber erschaffen.
Welches Zeitmodell benutzt nun "Perry Rhodan"? Das Modell der alternativen Zeitlinien funktioniert
meistens, auch wenn Autoren in Einzelromanen gelegentlich widersprüchliche Aussagen geliefert haben. Die
geschlossene Zeitschleife bereitet freilich Kopfzerbrechen, deutet sie doch eher auf eine einzelne Zeitlinie
hin, die Zeitreisen als Schleifen bereits enthält. Im Rahmen einer großen Serie muss man wohl mit
Widersprüchen leben.
Link zum Thema:
http://www.atlan-club-deutschland.de/termine/prtage2002-3a.htm
(Zurück zum Inhalt)
Episode 1.17:
"Through the Looking Glass"
Regie:
Ian Watson
Autor:
David Kemper
Gaststars:
Keine!
Plot:
Die Episode beginnt damit, dass die Crew darüber diskutiert, ob es noch sicher sei, auf Moya zu bleiben, da ihre
Schwangerschaft sie doch stark einschränkt und die Gefahr von den Peacekeepern aufgegriffen zu werden, recht
hoch ist. Moya versteht diese Probleme und versucht einen Starburst, was sie in ihrer Verfassung besser nicht getan
hätte...
Mitten im Starburstvorgang kommt sie zum stehen und D'Argo, Aeryn und Rygel verschwinden in bunten Lichtblitzen.
Laut Pilot befinden sie sich nach wie vor an Bord, können aber von niemandem gefunden werden. Crichton wird
auf der Suche nach ihnen von einem roten Licht verschluckt. Er stellt fest, dass er sich an Bord von Moya befindet,
jedoch Farben, Lichter, Sound und Gleichgewichtssinn verrückt spielen. Moya hängt zwischen den
Dimensionen fest. Crichton entdeckt alle Crewmitglieder auf den verschiedenen Dimensionsebenen. Als dann noch etwas
mysteriöses sich seinen Weg durch den Leviathan bahnt, ist schnelles Handeln gefragt...
Kritik:
Eine superbe Episode. Die unterschiedlichen Dimensionsebenen werden durch die Farben, jede Ebene ist in eine
andere Farbe getaucht (Blau, Gelb, Rot), Sounds (der Sound in der blauen Dimension ist richtig krank...) und
Verhaltensveränderungen der Crew gut herausgestellt. Die Bedrohung ist auch gelungen. Auch die Tatsache, dass
Moya so nobel war, zu versuchen der Crew zu helfen, obwohl sie dazu nicht wirklich in der Lage war, erinnert den
Zuschauer wieder daran, dass das Schiff ebenso ein vollwertiger Charakter mit Gefühlen ist. Eine kurzweilige Folge,
die die besten Farscape-Elemente vereint, denn auch der Humor kommt nicht zu kurz.
"Star Trek"-Fans dürfte interessieren, dass die Storyidee mit dem mysteriösen Wesen, dass
sich seinen Weg durch Moya bahnt ursprünglich für TNG geschrieben wurde. Dort sollte die Enterprise auf
ein altes, verlassenes Raumschiff stoßen, in welchem aber noch eine fremde Kreatur lebt. Für Farscape
wurde die Idee mir multiplen Dimensionen erweitert.
Ein Grund dafür, dass die Folge erst so spät ausgestrahlt wurde, ist, dass etwas Zeit benötigt wurde,
das ganze zu visualisieren. Dafür ist das Ergebnis erstklassig geworden.
Episode 1.18:
"A Bug's Life"
Regie:
Tony Tilse
Autor:
Doug Heyes jr.
Gaststars:
Paul Leyden als Captain Larraq
Richard White als Thorrn
Zoe Coyle als Science Officer Hassan
Michael Tuahine als Rhed
Plot:
Eine Spezialeinheit Peacekeeper entert Moya mit ihrem reparaturbedürftigen Marauder.
Moyas Crew tüftelt einen groß angelegten Bluff aus. Crichton und Aeryn geben sich als Peacekeeper
aus, die nicht nur das Schiff unter Kontrolle haben, sondern Chiana als Sklavin, während D'Argo, Zhaan und
Rygel wieder in ihre Gefängniszellen zurückkehren, aus denen sie in der Pilotfolge entkommen sind.
Captain Larraq schluckt den Bluff, übernimmt aber dennoch dank einer Sonderregelung das Kommando an
Bord um seine Mission zu erfüllen. Er wurde mit der Lieferung eines Paketes zu einer geheimen Peacekeeper
Gammak Base ganz in der Nähe beauftragt.
Chiana und Rygel durchsuchen die Fracht und öffnen einen Container, in dem eine Kreatur im Kälteschlaf
liegt. Sie werden jedoch gestört, gehen in Deckung und sehen, wie der Peacekeeper Rhed die Kreatur
berührt und infiziert wird. Larraq erklärt, dass die Kreatur von einem Virus infiziert wurde, der aber immer
nur einen Träger infizieren kann, es sei denn er verbleibt lange genug in einer Person um ein paar Millionen
Sporen zu legen. Plötzlich verschwindet Rygel...
Kritik:
Jetzt geht's los!! Diese Episode ist der Anfang der "Schlußoffensive", die bisher jede Farscape-Season
ausgemacht hat. Die nächsten Folgen hängen alle miteinander zusammen, bilden quasi einen inoffiziellen
Mehrteiler, der mit dem Cliffhanger Season Finale endet.
Diese Episode legt die Grundlagen für alles, was im Rest der Season passiert. Aeryn und John geben sich zum
ersten Mal als Peacekeeper aus und das Wissen um die Existenz der Gammak Base setzt die Ereignisse der folgenden
Episoden in Gang. Die Episode an sich ist jedoch auch sehr gut, hält die Spannung bis zum Schluss.
Auch wenn das Konzept ein wenig an John Carpenters "The Thing" erinnert, da sich alle paranoid verhalten,
da keiner weiß, wer den Virus in sich trägt. Das natürlich die komplette Spezialeinheit der
Peacekeeper das Zeitliche segnet, war vorhersehbar und Crichton wird den ID-Chip von Larraq, den Chiana ihm
gestohlen hat, noch dringend brauchen...
Episode 1.19:
"Nerve"
Regie:
Rowan Woods
Autor:
Richard Manning
Gaststars:
Lani Tupu als Captain Bialar Crais
Wayne Pygram als Scorpius
Alyssa-Jane Cook als Gilina Mays
Paul Goddard als Stark
Imogen Annesly als Niem
Stephen Leeder als Commander Javio
Anthony Kierann als Lt. Heskon
Christian Bischoff als Bixx
Plot:
Aeryn, die in der vorigen Episode von dem infizierten Captain Larraq schwer verletzt wurde, liegt im Sterben, da ihr
paraphoraler Nerv beschädigt wurde. Sofern sie nicht von einem genetisch kompatiblen Spender eine selbige
bekommt, wird sie qualvoll sterben. Diese Tatsache führt dazu, das Crichton sich entschließt die
Gammak Base zu infiltrieren. Die anderen halten das für Selbstmord, Chiana möchte ihn jedoch als
seine persönliche Dienerin begleiten. Dank Larraqs ID-Chip schaffen sie es auch hineinzukommen. Einen
DNA-Test können sie nur dank der Hilfe von Gilina, der Peacekeeper-Technikerin, die Crichton auf der Zelbinion
gefunden hat (Episode 1.07), überstehen. Sie stellt auch das Serum für Aeryn her.
Als Crichton die Gammak Base verlassen will, wird er von Scorpius, einem Scarran-Sebecean-Mischling, entlarvt
und gefangengenommen. Er schafft es gerade noch, das Serum zu verstecken, sodass Chiana damit zu Moya
zurückkehren kann. Er selbst wird aber gefangen genommen und von Scorpius im Aurora-Stuhl gefoltert und
verhört. Dann taucht auch noch Crais auf....
Kritik:
Scorpy rules! Der neue Hauptgegner wird sehr gut, fast schon nebenbei, eingeführt und es zeigt sich gleich,
dass er ein anderes Kaliber ist, als Bialar Crais. In dieser Folge wird auch wieder der Zusammenhalt der Serie
deutlich. Nicht nur, dass diverse Elemente aus der vorigen Episode übernommen werden, auch auf
ältere Episoden wird zurückgegriffen
Mit Stark wird hier ein weiterer Charakter eingeführt, der in den nächsten Seasons noch diverse Auftritte
haben wird.
Dass Aeryn gerettet wird, war natürlich klar, aber die Folge lebt durch ihre Vielzahl interessanter
Charaktere und endet mit einem "to be continued"...
Scorpius war ursprünglich viel insektoider geplant, sein schwarzes Lederoutfit stellt auch noch die
geschützte Außenhülle dar. Wayne Pygram spielt ihn als "coolen" Bösewicht
sehr unterschwellig und ruhig und nicht melodramatisch, was der Serie auch eher geschadet hätte.
Aber zu dieser Folge gibt es in der nächsten Ausgabe mehr Infos, wenn ich die erste Season
abschließe, die letzten Folgen in einem Block bewerte und ein Resümee der ersten Season ziehe.
(Zurück zum Inhalt)
Easter Eggs - Ostereier; das im Sommer? Allerdings!
Was sich zunächst anhört, als hätte jemand Ostern ein paar Eier vergessen, die jetzt unweigerlich ziemlich ekelig daher
kommen würden, verspricht etwas gänzlich anderes. Auf vielen und sogar immer mehr DVDs verstecken sich sogenannte Easter
Eggs - kleine versteckte Zusatzmaterialien.
Doch warum das Ganze? Welchen Sinn machen Extras, von denen keiner weiß? Und es sind oftmals gar nicht einmal bloß kurze
oder wenige Bonusfeatures.
Begonnen hat das Spielchen der DVD-Programmierer mit den mal mehr mal weniger gut versteckten DVD-Credits - also der Auflistung
der an der Produktion Beteiligten. So verbergen sich die DVD-Credits zum Beispiel bei der DVD zu "Edward mit den
Scherenhänden" im Menü "Sonderausstattung" hinter der Schere, die erscheint, wenn man von dem Punkt
"Konzeptzeichnungen" nach unten geht.
Schnell nahmen die Ostereier - nachdem sich die versteckten Spielereien herumgesprochen hatten - an Beliebtheit zu. Einen entscheidenden
Vorteil hatte das Ganze zudem noch: Die DVDs blieben im Gespräch. So bauten die Produzenten die "Hidden Features"
aus und immer mehr DVDs beinhalteten immer aufwendigere verborgene Extras.
So verbergen sich auch auf der Staffelbox zu "Futurama" einige Ostereier. Auf jeder der drei DVDs sind Poster versteckt. So
zum Beispiel, wenn man auf der ersten Scheibe im Hauptmenü von der letzten Folge aus nach rechts geht. Insgesamt nur eines von acht
versteckten Postern. Da kann der Filmgenuss schon mal zum Suchspiel ausarten.
Waren es bei "Futurama" bloß Kleinigkeiten, die versteckt waren, hat man sich bei "Final Fantasy" - welche
Qualitäten der Film selbst auch immer haben mag - richtig ins Zeug gelegt. Auf der Bonus-DVD sind zahlreiche zum Teil sehr
umfangreiche Specials versteckt. Als da wäre eine 3-D-Studie von Aki, mehrere Storyboard-Sammlungen, Renderzeichnungen und
ein Musikvideo zu "Thriller" im "Final Fantasy"-Stil; zu finden auf der zweiten Seite der "Highlights",
wenn man zunächst nach oben und dann nach rechts drückt.
Eine ebenso mit verborgenem Material vollgepackte DVD ist die zu "Star Wars Episode 1 - Die dunkle Bedrohung". Auf der
Bonus-Scheibe geht man im Menü "nicht verwendete Szenen und Dokumentationen" auf "nicht verwendete Szenen
abspielen". Im Anschluss auf der "komplettes Pod-Rennen"-Seite von "Doku Menü" nach rechts. Es
erscheint eine Box, die einen Blick hinter die Kulissen des Rennens gewährt. Nur eines von zahlreichen "Hidden Features".
Ein gerade für Filmliebhaber interessantes Feature versteckt sich auf der ersten DVD zu "Sleepy Hollow", wenn man im
"Credits"-Menü einmal nach oben drückt. Man landet im "Goofs"-Menü. Mit Hilfe von Beispielen
aus dem Film werden Fehler, ob Logik- oder Produktionsfehler, illustriert. Eine sehr amüsante Angelegenheit, bei der man sich im
Nachhinein die Frage stellt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist.
Ein sehr nettes Detail ist auf der Scheibe zu "Total Recall" verborgen: Der im Film nur in Teilen zu bestaunende Werbespot der
Firma "Recall", ist in voller Länge zu betrachten, wenn man im "Extras"-Menü von der Option
"Trailer" nach links geht und auf den auftauchenden Fernseher klickt. Bei "Mission to Mars" verbirgt sich gar ein
alternatives Ende auf der DVD: Betätigt man während des Filmabspanns die "Skip"-Taste, gelangt man auf die
benötigte versteckte Menütafel.
Auf der zweiten Disc von "The Sixth Sense" kann man sogar einen frühen Amateurfilm des Regisseurs M. Night Shyamalan
entdecken. Vom Menüpunkt "Links" nach links gegangen gelangt man auf einen unsichtbaren Unterpunkt und kann nach
einer kurzen Einführung das Werk betrachten: Erstaunlicherweise ist es ebenfalls ein Film, der sich mit dem Übersinnlichen
beschäftigt.
Witzig wird es bei den "X-Men": Drückt man bei den Extras im "Kino- und Fernsehtrailer"-Menü von
"Kinotrailer A" aus nach links, wird die Schachfigur hervorgehoben. Man sieht eine Aufnahme in der sich ein eindeutig falscher
Superheld in die Kulissen des Films verirrt.
Sehr kniffelig versteckt ist eine kurze Featurette über die Methoden der Mumifizierung auf der Bonus-DVD zu "Die Mumie kehrt
zurück". Zunächst muss man auf der ersten Seite des "Bonus"-Menüs die Option
"Ägyptologie 201" wählen. Dann geht man ins Menü "Wissenswertes über Mumifizierung"
und drückt dort zweimal nach rechts, sodass der Skorpion hervorgehoben wird. Voila und mit der "Play"-Taste aktiviert!
Extrem ärgerlich ist es aber, wenn Dreingaben bloß über die direkte Titelanwahl aufzurufen sind. Die Neuauflage von
"Planet der Affen" ist ein solches Beispiel. Hinter den Titel 4-11 auf der ersten Scheibe liegen "Hinter den
Kulissen"-Material und Interviews verborgen. Eine Möglichkeit über die Menüs dorthin zu gelangen ist bisher nicht
bekannt. Denkbare Erklärung wäre, dass die Materialien zum Ende der Produktion der DVD zur Verfügung gestellt wurden.
So wäre ein Einbau in das Menü - und damit verbundenes umdesignen des selben - ein schwieriges und vor allem teures
Unterfangen gewesen. Doch stellt sich hier die Frage inwiefern das Zusatzmaterial dann überhaupt noch Sinn macht.
Völlig paradox wird die Geschichte mit den Easter Eggs aber dann, wenn auf der Verpackung sogar inzwischen manches Mal ein
"Hidden Feature" angekündigt wird. Besonders ärgerlich wenn man es schließlich partout nicht findet, weil es
mit Sicherheit gerade dann besonders fies versteckt ist.
(Zurück zum Inhalt)
Er zählt zu den bekanntesten Charakteren des Star Wars-Universums - dabei stirbt er im vierten Film und taucht nur noch als Stimme
oder geisthafte Erscheinung in den Fortsetzungen auf. Dafür spielt er als Meister von Anakin Skywalker in den ersten drei Teilen eine
weitaus größere Rolle: Die Rede ist von Obi-Wan. Stricken wir doch ein Spiel um diesen Jedi-Ritter, dachten sich eines
schönen Tages die Designer von LucasArts, dem Spiele-Ableger des Lucas-Imperiums, in dem wir in einer neuen Geschichte
erzählen, was vor Episode I passiert ist. An sich keine schlechte Idee.
Noch eine dunkle Bedrohung
In fünf Kapiteln, die ihrerseits in diverse Unterabschnitte aufgeteilt sind, muss der namensgebende Obi-Wan "seine
Fähigkeiten gegenüber Meister Qui-Gon Jinn und dem Rat der Jedi beweisen. Im Rahmen seiner Ausbildung wird Obi-Wan von
Meister Mace Windu beauftragt, in den unteren Ebenen von Coruscant Nachforschungen über eine neue, gefährliche Bedrohung
anzustellen." Soweit die weder sonderlich spannenden noch tiefgehenden Ausführungen des Handbuchs. Also zieht Obi-Wan in
die unteren Ebenen, in denen er die sogenannten Schwarzen Heth bei ihren kriminellen Aktivitäten aufstört. Im zweiten Kapitel
geht es nach Obredaan, der Heimatwelt der Schwarzen Heth. Kapitel drei bringt den wackeren Recken nach Naboo, wo die
Handelsföderation "ein weiteres Mal ihre Macht missbraucht hat," um eine Blockade um den Planeten aufzubauen. Das
mag zwar nach Episode I zutreffen - zur Handlungszeit von "Obi-Wan" gab es diese "erste" Blockade jedoch noch
nicht. Also ist diese Ausgangslage relativer Mumpitz. Quasi als Belohnung für den eher öden Schauplatz geht es im nächsten
Kapitel nach Tatooine, bevor Obi-Wan im fünften Kapitel wieder nach Naboo zurück kehrt, wo die Schlacht zwischen
Gunganern, Naboo und der Handelsföderation unmittelbar bevor steht. Häh? "Obi-Wan" spielt vor den Ereignissen
des ersten Kinofilms? Seltsam, seltsam.
Lass dich von deinen Gefühlen leiten
Ein Kennzeichen eines guten Spiels: Man lernt die Steuerung in der ersten Mission. Ein Handbuch oder ein separates Tutorial ist in den meisten
Fällen zwar nett, aber nicht für das erfolgreiche Spielen wesentlich - normalerweise sind gute Spiele selbsterklärend.
Ausnahmen wie Rollenspiel-Epen der Marke "Baldur's Gate 2" [KLAUS, BITTE HIER ZUM TEST VERLINKEN] mit ihren
Tabellenwerken bestätigen natürlich die Regel. So jedenfalls meine Beobachtung bei den allermeisten Computer- und Videospielen
der letzten 22 Jahre. Also munter das Gamepad in die Hand genommen und ab in den Untergrund von Coruscant. Hier die erste
Überraschung: Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der linke Ministick des Xbox-Controllers lenkt Obi-Wan, der rechte sein
Lichtschwert. Nun gut. Nach einer Weile habe ich es raus und lasse kein gutes Haar an Verbrechern und Abschaum der Galaxis. Nur scheint Obi-Wans
Lebensenergie äußerst knapp bemessen zu sein - ich sterbe schon im ersten Level auffallend oft. Gegen Ende muss ich
Gerümpel, den übles Gesindel auf die Gleise eines Gleiterzugs gelegt hat, wegräumen, doch das scheint nicht so einfach zu
klappen - immer wieder beißt Obi-Wan ins Gras, weil er bei seinen eher fruchtlosen Aufräumungsarbeiten von finsteren
Elementen mit Waffengewalt gestört wird. Fein. Spiele ich nach einem halben Dutzend Versuche dann doch noch mal das separat
anwählbare (!), stark bemühte Tutorial. Siehe da: Hätte ich nur den "Macht-Modifikator" (linker Schulterknopf)
und dann eine der Tasten A, X, Y, B oder die weiße Taste gedrückt, Obi-Wan hätte einen Macht-Sprung, -Sog,
-Stoß, -Wurf oder -Blick ausgeführt. Ein Drücken des rechten Ministicks bewirkt sogar einen
"Macht-Lichtschwert-Wurf", dessen Treffergenauigkeit ähnlich schwankt wie ein Stammgast der Cantina in Mos Eisley nach
einer durchzechten Nacht. Es kommt noch besser: Wäre meine "Energie der Macht" vollständig aufgeladen,
drückte ich dann den Macht-Modifikator "etwa 2,5 Sekunden lang" und anschließend den rechten Ministick nach
oben, führte Obi-Wan eine "Super-Macht-Lichtschwerattacke" aus. Sagenhaft, was es nicht alles gibt. Mit meinem so
erworbenen Wissen geht es zurück ins eigentliche Spiel, das mir nun etwas besser von der Hand geht. Noch immer ist die Steuerung nicht
wirklich prickelnd, aber mit dem Macht-Stoß räume ich den Müll von den Gleisen, der Zug fährt ab. Es folgt eine flaue
Zwischensequenz in Spielgrafik, dann ein Lichtschwertduell, das mir mein Gegner als schwerer Brocken ankündigt. In einer halben
Minute ist der Gegner Geschichte, Obi-Wan darf in den nächsten Abschnitt. Hurra. Nach diesem Strickmuster laufen auch die
nächsten rund ein Dutzend Abschnitte ab - ich erspare Ihnen weitere Schilderungen.
Obi-Wan, hilf!
"Star Wars: Obi-Wan" war ursprünglich als PC-Titel in Entwicklung, wurde dann jedoch für Microsofts
Xbox-Videospielsystem umgestrickt. Das ist prinzipiell nicht schlecht, denn unter der Haube der Xbox steckt jede Menge Power: Von allen
zurzeit auf dem Markt befindlichen Videospielsystemen ist Xbox dank einer eingebauten Festplatte, einem Grafikchip auf GeForce-4-Basis,
Dolby Digital 5.1 in Spielen und einem Breitbandanschluss für Online-Spiele die eindeutig leistungsfähigste Konsole. Aber das
scheinen die Entwickler bei LucasArts irgendwie nicht mitbekommen zu haben: Die Grafik von "Obi-Wan" ist bestenfalls traurig
zu nennen. Die Umgebungen wirken durch sehr sparsame Texturen wie billige Filmkulissen, in Außenwelten verhindert Nebel den Blick
in die Ferne - ein alter Programmierertrick, um Rechenkraft zu sparen, die für den Aufbau des Hintergrunds verwendet werden
müsste. Nur: Diese CPU-Power ist bei Xbox eigentlich vorhanden, wie die weitsichtigen Level etwa in Bungies SF-Spektakel
"Halo" demonstrieren. Dazu staksen Obi-Wan und Konsorten schon fast tragikomisch animiert durch den Plot und bleiben
gelegentlich sogar an Wänden oder Objekten hängen. Punkten kann bei dieser Spar-Präsentation eigentlich nur der
Sound: Das typische Laserschwert-Grummelbrummel ertönt so schön wie in den Kinofilmen, John Williams' Musik sorgt
für kurzfristige Stimmungs-Hochs. Aber was nutzt das alles, wenn der Spielwitz derart lahmt? Ein "Star Wars Pong"
wäre auch nicht deswegen brillant, weil zu den dramatischen Bewegungen eines hellen (die Guten) und eines dunklen (die Bösen)
Pixelbalken der imperiale Marsch in Dolby Digital ertönt. Wäre es überhaupt brillant?
Fazit: Nicht empfehlenswert
Es ist ein Jammer: "Star Wars: Obi-Wan" (in Deutschland vertrieben über Electronic Arts) hätte ein richtig gutes
Spiel werden können. Und ich hätte es mir und dem Spiel so sehr gewünscht. Doch es scheint so, als hätten die
Spieldesigner nach zwei Dritteln der Entwicklungszeit die Lust verloren und den Titel von frisch von der Straße geholten Mitarbeitern
fertig stellen lassen. Umso bedauerlicher, da LucasArts doch ausgezeichnete Star Wars-Titel herausbringen kann, wie die
"X-Wing"-, "Rebel Assault"- oder "Jedi Knight"-Reihen beweisen. Doch in "Obi-Wan"
kommen zu viele frustrierende Faktoren zusammen, die nur bei absoluten Ultra-Hardcore-Fans noch einen Funken Motivation übrig
lassen, die täglich im Sturmtruppen-Kostüm zur Arbeit fahren. Alle anderen seien hiermit ausdrücklich gewarnt: Sparen
Sie Ihr Geld lieber für das um Welten bessere "Star Wars: Jedi Knight 2", das wir in der nächsten Ausgabe genauer
unter die Lupe nehmen werden.
(Zurück zum Inhalt)
Birds of Prey ist der Titel einer neuen Serie, die am 09.Oktober diesen Jahres auf dem amerikanischen Network
Warner Brothers ihre Premiere feiern wird. Dank unserer Quellen in Übersee haben wir aber bereits jetzt
schon ein Prerelease des Pilotfilms in unserem Besitz, und natürlich wollen wir unsere ersten Eindrücke
von diesem Piloten auch an sie weitergeben.
Wer als Star Trek-Fan, und ich nehme mal an die meisten Besucher dieser Webseiten dürften das sein, den
Titel Birds of Prey hört, der dürfte im ersten Moment wohl eher an ein Geschwader klingonischer
Raumschiffe denken, doch weit gefehlt. Birds of Prey hat rein gar nichts mit Star Trek zu schaffen, sondern
erzählt vielmehr die Geschichte der Tochter zweier Superhelden, der Tochter von Batman und Catwoman, Helena
Kyle, die zusammen mit Batgirl und einem neuen Charakter namens Dinah gegen das Böse in "New Gotham
City" kämpft. Werfen wir doch zuerst einmal einen Blick auf die Charaktere der Show.
Helena Kyle oder "Die Jägerin"
Die Rolle der "Helena Kyle", die in Birds of Prey auch einfach als "Die Jägerin"
tituliert wird, wird von Ashley Scott gespielt, die in Deutschland durch ihre Rolle als "Asha" in der
Serie Dark Angel bekannt sein dürfte. Kürzlich konnte man sie auch in dem Film A.I. sehen, in welchem
sie die Rolle der "Gigolo Jane" spielte.
Helena Kyle hat in der Serie eine interessante Hintergrundgeschichte, bei der man sich sehr nahe an den
Originalcomics orientiert hat. Sie ist, wie bereits erwähnt, die Tochter von Batman und Catwoman, die in
ihrem Leben bereits vieles durchmachen musste. Ihre Mutter wurde ermordet, und zu ihrem Vater, Bruce Wayne, hat
sie alles andere als ein gutes Verhältnis. Noch nicht mal seinen Nachnamen trägt sie. Von Natur aus ist
sie äusserst athletisch, und hat von ihren Schöpfern auch so einiges an übermenschlichen
Kräften mitbekommen, die sie nun zum Wohle der Allgemeinheit auch benutzen soll.
Barbara Gordon oder "Das Orakel"
Barbara Gordon, die oftmals auch einfach nur "Das Orakel" genannt wird, ist niemand anderes als Batgirl
selbst. Gespielt wird dieser Charakter von Dina Meyer, die man aus unzähligen Filmen und Serien kennt. Sie
spielte unter anderem in den Serien Friends und Ally McBeal mit, doch am ehestens werden sich die Fans des Genre
an sie wohl durch ihre Rolle als Dizzy Flores in dem Film Starship Troopers erinnern.
Fans der veschiedenen Batman-Inkarnationen werden den Namen Barbara Gordon schnell erkannt haben, denn sie ist
die Nichte des Commissioner Gordon, die niemand anders als Batgirl selbst war. In dem Roman "The Killing
Joke" aus dem Jahre 1988 wurde Batgirl vom Joker ausser Gefecht gesetzt, und nachdem ihre Karriere als
Batgirl zu Ende war, wurde sie zu einem Computergenie, welches man seitdem nur noch unter dem Namen "Das
Orakel" kennt.
Dinah Lance
Dinah wird von der siebzehnjährigen Rachel Skarsten gespielt, die zuvor mit Auftritten in den Serien Twice
in a Lifetime, The Famous Jett Jackson, Little Men und Angels in the Infield auf sich aufmerksam machte. Geboren
und aufgewachsen ist die Schauspielerin in Toronto, Kanada, wo sie auch immer noch lebt.
Im Gegensatz zu den Comics ist bei Dinah in der Serie einiges anders. Zum ersten ist Dinah erst sechzehn Jahre
alt, und zum anderen verfügt sie über übersinnliche Fähigkeiten, welche die Dinah in den
Comics nicht hat.
Detective Jake Reese
Shemar Moore spielt in der Pilotepisode von Birds of Prey die Rolle des Detective Jake Reese, ein Charakter der
höchstwahrscheinlich zu einem regelmässigen Darsteller der Serie werden wird. Vor Birds of Prey spielte
Moore acht Jahre lang in der Serie The Young & The Restless den Charakter des Malcolm Winters, wofür er im
Jahre 2000 auch mit einem "Daytime Emmy Award" augezeichnet wurde. Auch in dem Film The Brothers konnte
man ihn sehen, und zur Zeit ist er auch der Gastgeber der Show Soul Train.
Dr. Harleen Quinzel
Mia Sara ist Dr. Harleen Quinzel, die in der ersten Staffel der Serie wohl der Oberbösewicht sein wird.
Am ehesten wird man die Schauspielerin wohl aus dem Film "Ferris macht blau kennen, der auch in Deutschland
sehr bekannt sein sollte.
Alfred
Alfred, der ewig treue Butler von Batman, ist auch in dieser Serie mit von der Partie, und wird von dem englischen
Schauspieler Ian Abercrombie gespielt. Der in London geborene Schauspieler kann in seiner Karriere auf hunderte
von Auftritten in den verschiedensten Serien zurückblicken, wozu Seinfeld, Addams Family Values, Army of
Darkness, Buffy the Vampire Slayer und auch Star Trek: Voyager gehören. Die Rolle des Butlers scheint ihm
dabei auf den Leib geschnitten zu sein, spielte er diese Rolle doch bereits in dem Film The Lost World: Jurassic
Park und auch in der Soap-Opera Santa Barbara.
Welchen Typ von Butler er in der Serie verkörpert, muss man wohl niemandem mehr sagen. Wie üblich ist er
treu ergeben, immer gut gekleidet und strahlt diese typische englische Art aus.
Link zum Thema:
DailyTrek.de
Birds of Prey-Seite von Warner Brothers
Gotham Clock Tower
(Zurück zum Inhalt)
In der vorherigen Rubrik widmete ich mich den Charakteren dieser neuen Serie, kommen wir nun einmal zum Inhalt
der Pilotepisode, die mir gleich einen kleinen Dämpfer verpasst hat. Sind die meisten Pilotepisoden doch
Doppelfolgen, die eben eine Laufzeit von mehr oder weniger neunzig Minuten haben, so kann dieser Pilot mit noch
nicht einmal fünfzig Minuten Spieldauer aufwarten. Etwas wenig meines Erachtens nach, da man ja gerade in
einem Pilotfilm schon viel über Charaktere erfahren sollte, ohne nur Charakterisierung in die verfügbare
Zeit zu pressen. Nunja, Berichten in den Weiten des Internets zufolge soll der Pilotfilm bei seiner offiziellen
Ausstrahlung noch einmal zehn Minuten länger sein. Ich lasse mich da mal überraschen.
Und ab diesem Zeitpunkt schalte ich mal ganz extrem auf Spoilermodus um. Wer sich diesen Piloten völlig
unvoreingenommen ansehen möchte, der sollte an diese Stelle nicht mehr weiterlesen!
Das Erste was wir zu Gesicht bekommen ist ein Blick auf "New Gotham City" bei Nacht, mit dem kleinen
Hinweis, dass das nun Kommende sieben Jahre in der Vergangenheit spielt. Die Art wie man mit der Kamera durch
die Stadt schwenkt, erinnert mich ein wenig an die neueste Verfilmung von Spiderman, was aber alles andere als
schlecht ist. Unglücklicherweise bekommt man hierbei sofort die Stimme eines Reporters im Hintergrund zu
hören, was diese "wilde Fahrt" durch New Gotham doch ein wenig einbremst.
Wir sehen darauf den Tod von Helenas Mutter, Selina Kyle, und den Angriff des Jokers auf Batgirl, nachdem Diese
von der Hüfte an abwärts gelähmt ist. Das Beste an diesen Szenen sind meiner Meinung nach die
Flashbacks von Batgirl, welche sie in ihrem kompletten Kostüm zeigen, und das ist einfach nur klasse. Es
erinnert ein wenig an das Kostüm aus der Fernsehserie der sechziger Jahre, aber es ist nicht identisch damit,
und es sieht definitiv besser aus als jenes, welches Alicia Silverstone getragen hat. Auch bekommen wir hier
gleich einmal Dinah in sehr jungen Jahren zu sehen, und sofort wird einem dabei klar, dass mit diesem Mädchen
etwas nicht stimmen kann.
Danach geht es weiter in die Gegenwart, in der Dinah mit dem Bus unterwegs nach New Gotham ist. In dem Bus trifft
sie auf einen Typen namens Jerry, der sie gleich mal für den Abend einlädt. Gutes kann dabei nicht
rauskommen, was einem auch sofort klar sein sollte.
Die nächste Szene zeigt uns Barbara Gordon, deren Mangel an sozialem Leben ausserhalb ihrer Arbeit als Lehrer
und ihrem "anderen Leben" hier sehr gut aufgezeigt wird. Es gibt da einen Typen, dessen Interesse an ihr
wohl über das Platonische rausgeht, und auch wenn sie ihn mag, so erteilt sie ihm doch eine Abfuhr.
Helena treffen wir zum ersten Mal bei ihrer Psychiaterin, Dr. Harleen Quinzel, und hier erfahren wir dann doch
gleich mal so einiges aus ihrem Leben, und ihre Probleme mit ihrem Vater. Barbara versucht sie hierbei die ganze
Zeit zu erreichen, da es wieder einen Selbstmord gegeben hat, welcher einem weiteren aus der Woche zuvor sehr
ähnelt.
Dinah kommt derweil in New Gotham an, und wird sofort Zeuge eines Selbstmordes. Ein Mann stürzt sich vor
einen Bus, augenscheinlich auf der Flucht vor irgendwas. Dinah geht zu ihm, berührt ihn, und kann in seine
Gedanken sehen. Dieser Mann ist der Ansicht es würden von allen Seiten Ratten auf ihn zukommen, weswegen er
sich das Leben nimmt. Hierbei treffen wir auch zum ersten Mal auf Detective Jake Reese, dem hier schon bewusst
ist, dass in dieser Stadt nach Einbruch der Dunkelheit seltsame Sachen geschehen. Dinah macht sich danach auf den
Weg zu ihrem Date, doch Jerry ist alles andere als freundlich, und seine Absichten sind mehr als eindeutig. Er hat
allerdings die Rechnung ohne Helena gemacht, die ihm die Prügel seines Lebens verpasst. Hier bekommen wir
auch eine Textstelle zu hören, welche mir persönlich sehr gut gefallen hat, und durch die wohl die
Richtung dieser Serie schon bestimmt wurde.
Jerry : "Who the hell are you?"
Helena: "I'm the huntress, and you are the prey!"
Jerry nimm darauf die Füsse in die Hand, und bei der darauffolgenden Unterhaltung zwischen Dinah und Helena
wird Diese von Dinah angefasst. Dinah hat eine Vision, in der sie der sie etwas über das Hauptquartier von
Helena und Barbara erfährt, in dessen Richtung sie sich auch begibt. Dort wird sie aber alles andere als
freundlich empfangen, sprich sie wird von Helena niedergeschlagen. Nachdem Dinah wieder erwacht ist untersucht
Barbara sie, und findet dabei heraus, dass Dinah im Gegensatz zu anderen Menschen fünfzig Prozent ihres
Gehirnes benutzt, was ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten erklärt. Dinah möchte dem Kreis der
Superhelden beitreten, bekommt aber erst einmal eine Abfuhr erteilt. Man einigt sich aber dann darauf, dass Dinah
zumindest mal die Nacht über hierbleiben kann, und am nächsten Morgen bekommen wir dann zum ersten Mal
Alfred zu sehen. Nach einer Dusche erzählt Dinah etwas über den "Selbstmord" des vorigen
Tages, und Helena ist mal wieder beim Psychiater. Barbara findet endlich eine Verbindung bei diesen drei
"Selbstmorde", und die muss man natürlich mal etwas genauer untersuchen. Eine vierte Person wird
ausfindig gemacht, doch dummerweise ich auch die schon nicht mehr unter den Lebenden, aber hierbei prallen Helena
und Reese das erste Mal aufeinander.
Zurück im Hauptquartier kommt es zu einer kleinen Diskussion zwischen Helena und Barbara, da Zweite dieses
Leben nicht so klasse findet. Barbara findet ihr Leben auch nicht klasse, sie mag es nicht in diesem Rollstuhl
zu sitzen, und sie wollte auch ihr ehemaliges Leben als Batgirl nicht haben. Aber das hier ist nunmal ihr Leben,
und sie sind bestimmt dieses Leben zu führen. Dinah kommt dazu, und man wechselt mal lieber das Thema. Noch
ein potentielles Opfer ist übrig, und das gilt es zu schützen. Dummerweise müsste man sich aber
auch in der Schiffswerft von New Gotham mal umsehen, und zwei Sachen auf einmal kann auch Helena nicht machen.
Mit einer ganz modernen Brille ausgestattet begibt sich deswegen Dinah zu der Werft, wobei Barbara duch diese
Brille alles mitbekommt, und Helena macht sich auf das letzte potentielle Opfer zu schützen.
Dinah bricht in der Werft, die schon seit langer Zeit stillgelegt ist, durch den Boden, und kommt in den Raum, in
dem vor Jahren der letzte Kampf zwischen dem Joker und Batman sowie Batgirl stattfand. Ein paar sehr gut gemachte
Flashbacks kommen hier aus Sicht von Barbara dazu. Helena ist an ihrem Ziel und auch in dessen Haus, denn sie
kennt den Typen, dessen Name Larry Ketterly ist. Sie trinken zusammen Tee, was wieder einmal nichts gutes vermuten
lässt.
Dinah findet Bilder, und man erfährt hierdurch, dass Ketterly nicht das mögliche nächste Opfer ist,
sondern vielmehr derjenige, der für die ganzen "Selbstmorde" verantwortlich ist. Für Helena
kommt dieses Wissen zu spät, denn Ketterly hat sich bereits in ihr Gehirn eingeklingt und will auch sie zum
Selbstmord zwingen. Barbara und Dinah kommen dazu, doch Helena ist zu stark; sie wird sich selbst töten.
Dinah nutzt die einzigste Möglichkeit und geht mit ihren Fähigkeiten in das Gehirn von Helena, wo auch
Batgirl und Ketterly sind. Barbara kann dort Helena davon überzeugen sich nicht zu töten, und
stattdessen den Kampf gegen Ketterly aufzunehmen. Und zu diesem Kampf kommt es dann auch, wobei der Verlierer hier
von vornerein feststeht; am Ende hat Ketterly ein Messer in der Brust. Natürlich nur in den Gedanken von
Helena, aber da auch sein Geist dort war, überträgt sich das auf seinen Körper und er verfällt
in eine absolute Apathie. Er wird von den Dreien bei einer Polizeistation abgeliefert, von wo aus ihn Reese in
eine Nervenklinik bringt, wo wir wieder auf Dr. Harleen Quinzel treffen, die nicht gerade begeistert vom Versagen
Ketterlys ist, und ihn - nachdem Reese gegangen ist - mal auch noch zu Boden schickt. Doch selbst dies merkt er
nicht, aber wir bekommen noch etwas von den üblen Plänen Quinzels zu hören.
Den Schluss der Episode haben unsere drei Superhelden für sich. Dinah übt sich in der Handhabung
irgendwelcher komischer Waffen, ist dabei aber mehr als nur schlecht und nimmt die halbe Wohnung auseinander, aber
was nicht ist kann ja noch werden. Helena und Barbara unterhalten sich, und werden auch in Zukunft zusammen gegen
das Böse in New Gotham antreten.
Analyse:
Am meisten hat mich in dieser Pilotepisode wohl Rachel Skarsten als Dinah beeindruckt, da ich doch im Vorfeld
schon so einiges über ihren Charakter gelesen hatte, und wohl auch etwas den absoluten Psychofreak erwartet
hatte, aber dem war zum Glück nicht so. Ashley Scott hatte dieses gewissen "katzenhafte" an sich,
was man bei einem Kind, welches von Batman und Catwoman gezeugt wurde, auch erwarten konnte. Was mich aber ein
wenig störte war ihr Kostüm. Erstens mal hat es einen wirklich tiefen Ausschnitt, was ja an sich nichts
Schlimmes ist, aber meiner Meinung nach zielt man hier mal wieder auf die Einschaltquoten ab. Auch sollte die
Jägerin wohl doch eine Maske tragen. Im Privatleben arbeitet sie in einer Bar und ich kann mir einfach nicht
vorstellen, dass sie früher oder später nicht von jemandem erkannt wird. Alles in allem machen die
Schauspieler einen guten Eindruck. Doch wo es Licht gibt, da ist auch Schatten, und die Dialoge werfen teilweise
einen recht grossen Schatten.
Doch insgesamt ist mehr Positives als Negatives in diesem Piloten zu finden. Es gab Action und es gab ein paar
witzige Szenen, und Dina Meyer als Barbara Gordon ist vielleicht die beste Umsetzung einer Comicfigur, die es
jemals gegeben hat. Vielleicht bin ich da ein wenig voreingenommen, denn ich finde die Schauspielerin einfach
klasse, aber ganz objektiv lässt sich so ein Review nunmal eben auch nicht schreiben. Ich bin auf jeden Fall
mal gespannt wie sich die Serie weiterentwickeln wird.
Wer mehr über diese neue Serie erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf die nachfolgenden
Webseiten zu werfen:
Link zum Thema:
DailyTrek.de
Birds of Prey-Seite von Warner Brothers
Gotham Clock Tower
(Zurück zum Inhalt)
Was entsteht, wenn du exotische Spinnen mit hochtoxischen Umweltgiften würzt ?
Eine deftige Mahlzeit....mit dir als Hauptgericht!
Im Rahmen des Fantasy Filmfestes lief auch "Arac Attack", einen Tag vor dem offiziellen Deutschlandstart. Wie der Titel schon
erahnen lässt, geht es um Spinnen, und zwar um mutierte Riesenspinnen aller Art. Aber der Reihe nach. Der Film eröffnet mit dem
kauzigen Radiomoderator Harlan Griffith (Doug E. Doug), gegen den Oliver Stone ein Waisenknabe ist. Er sieht in allem eine
Verschwörung der Regierung und glaubt natürlich auch fest an Außerirdische...
Danach sieht man den kleinen Jungen Mike, der dem eigenbrötlerischem Spinnenzüchter Joshua (Tom Noonan) einen Besuch
abstattet. Dabei entkommt eine Tarantel, die, kurz nachdem der Junge wieder gegangen ist, den Spinnenzüchter beißt, welcher im
Todeskampf so ziemlich sämtliche Terrarien umwirft, sodass sämtliche Spinnengattungen, die er kurz zuvor dem Jungen (und dem
Zuschauer) gezeigt, und ihre Eigenarten erläutert hat, entkommen können.
Da kurz zuvor auch ein Gefahrguttransporter ein Giftfass verloren hat, welches in den Teich in der Nähe der Spinnenfarm gefallen und
leckgeschlagen ist, entfaltet sich die Handlung wie erwartet. Die entkommen Spinnen mutieren zu riesenhafter Größe und sehen in
den Einwohnern des kleinen Dorfes Prosperity in Arizona leckere Mahlzeiten.
Der vor kurzem ins Dorf zurückgekehrte Chris McCormick (David Arquette), der nicht nur die Goldmine seines Vaters behalten sondern
auch seine Beziehung zu Samantha Parker (Kari Wuhrer), dem Sheriff des Ortes, kitten will, sieht turbulenten Abenteuern entgegen - zumal ihnen
zu Beginn niemand die Geschichte glaubt.
Auf der Flucht vor dem Getier bringen sie sich in der Goldmine in Sicherheit, nicht ahnend, dass die Spinnen hier ihr Nest eingerichtet haben....
In den USA lief der Film mit nur mäßigem Erfolg in den Kinos. Er ist am Startwochenende gerade noch in die Top Ten gekommen
(Platz 7) aber war am nächsten Wochenende schon wieder aus selbigen verschwunden....
Das ist allerdings kein Anzeichen dafür, dass der Film schlecht ist. Denn das ist er wirklich nicht. Man muss ihn nur als das sehen und zu
schätzen wissen, was er sein will: Eine Hommage an die B-Movies der 50er Jahre. Er will gar nichts anderes als ein B-Movie sein, ist in
dem Stil konzipiert und erfüllt auch die Erwartungen zufriedenstellend. Das Problem ist, dass die Zuschauer (auch in good old Germany)
etwas anderes erwartet haben.
Ich habe im Vorfeld viele Stimmen gehört, die die Trailer gesehen haben und meinten "Albern!",
"Lächerlich!", "Hanebüchene Story!", "Billige Effekte!" etc.
All diese Leute (und anhand der Einspielergebnisse scheinen diese Meinungen repräsentativ gewesen zu sein...) haben schlicht und
ergreifend die Grundidee, die hinter dem Film steckt, nicht begriffen. Ein B-Movie, der eine Hommage an die klassischen B-Movies sein will,
muss sich natürlich der klassischen B-Movie-Elemente bedienen und das sind nun mal klischeebeladene Stories, stereotype Charaktere
und mäßige Effekte!
Und das schließt nicht aus, dass der Film keinen Spaß macht, ganz im Gegenteil, wenn man mit diesen Elementen gut spielt und hier
und da noch eine passende Pointe setzt, amüsiert sich der Zuschauer (der sich bei den klassischen B-Movies wie z. B. den Jack
Arnold-Filmen "Tarantula", "Formicula" "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C." etc. auskennt!) den
ganzen Film hindurch.
Wir hatten im ausverkauften Saal jedenfalls massig Szenenapplaus und grölende Lacher erlebt, wobei man natürlich sagen muss,
dass die Atmosphäre bei einem Fantasyfilmfest, bei dem das Publikum sich mit der Materie auskennt, eine ganz andere ist, als in einem
halbvollem Kino mit Mainstreambesuchern, die keinen Schimmer haben und daher mit ganz anderen Erwartungen an den Film herangehen
und dann natürlich fast zwangsläufig enttäuscht werden.
Alles in allem kann ich den Film nur jedem empfehlen, der sich mit den Klassikern auskennt und ich bin auch der festen Überzeugung,
dass der Film ein langes "shelf life" in den Videotheken haben wird, wenn er erst mal auf DVD und Video erscheint, denn für
einen lustigen Videoabend unter Freunden ist er auf alle Fälle eine bessere Wahl als der x-te Van Damme/Seagal C-Movie!
(Zurück zum Inhalt)
vom 17. - 21.8.2002 in Berlin
Das 16. Fantasy Filmfest (FFF) war sowohl für eingefleischte Fans, als auch für Gelegenheitszuschauer
ein voller Erfolg. Bei den insgesamt 66 gezeigten Filmen, darunter einige Weltpremieren, war auch für jeden
Geschmack etwas dabei. Von der Fortsetzung des Kulthits "Cube" über japanische Schlachtplatten
wie "Ichi the Killer" bis hin zu den pfiffigen internationalen Kurzfilmen wurde das Publikum mit allem
versorgt. Am letzten Tag nahmen sich die Veranstalter die Zeit zu einer Q & A, zu der die Fans eingeladen wurden
um Kritik und Lob zu verteilen, aber auch um einige Fragen zu stellen.
Rainer Stefan, Leiter des FFF, meinte schon bei der Ansage des Eröffnungsfilmes, dass das FFF von der FAZ
als der "Rabauke unter den Filmfesten" angesehen wird. Leider findet das FFF in den Medien bislang
wenig Beachtung, außer es stellen namhafte Schauspieler oder Regisseure ihre neuesten Projekte
persönlich vor. Wir selbst haben einen der Darsteller, Götz Otto aus dem FFF-Film
"The Antman", zwar
zu Gesicht bekommen, allerdings nicht im Rahmen des Filmfests. Die Premiere von Stuart Little II fand
zufällig im Kino gegenüber statt - scheinbar ist das Interesse der Prominenz auch eher gering.
Da es deshalb in den meisten Städten ein Insider-Tipp geblieben ist, wurde auch Kritik am Berliner
Veranstaltungsort CinemaxX Potsdamer Platz laut, da durch die Sterilität des Ortes einiges vom Flair
verloren geht. Jedoch wurde das CinemaxX gelobt, da es ein Berlinale-Kino ist und die Mitarbeiter entsprechend
Erfahrung mit Festivals haben. So sind zum Beispiel nur für das FFF vier erstklassige Filmvorführer
abgestellt. Zwar muss der Fan auf Dekoration und Underground-Flair verzichten, dafür bekommt er für
sein Geld aber die bestmögliche technische Qualität und Kino-Komfort geboten.
Die Entscheidung, welche Filme für das FFF ausgewählt werden, treffen die Veranstalter zumeist aus
dem Bauch heraus. Sie besuchen die größten Festivals wie zum Beispiel Cannes und schauen sich alle
Filme, die in Frage kommen könnten, soweit möglich, an. Da einige Filme auch parallel laufen, sind
sie gezwungen, manche Filme nur auszugsweise zu sehen, was natürlich auch mal einen Flop zur Folge haben
kann. In der Programmplanung sind sie relativ frei, das Hauptaugenmerk liegt aber grundsätzlich darauf, dass
das Programm möglichst gut gemischt sein sollte.
Ein weiterer positiver Einfluss des FFF ist, dass ein Film, der noch keinen deutschen Verleih hat, aber vom
Festivalpublikum gut angenommen wird, dadurch für Verleiher interessant werden kann. So ist John Carpenters
"Vampires" nur aus diesem Grunde in die deutschen Kinos gekommen. Bei dem Skandalfilm aus Cannes,
"Irreversible", erhofft man sich einen ähnlichen Effekt.
Für die beinharten Fans gibt es 150 Euro Dauerkarten. Leider muss man sich dafür schon im
Frühjahr anmelden, auch wenn noch gar nicht klar ist, welche Filme eigentlich gezeigt werden. Für
Berlin wurden dieses Jahr 76 Dauerkarten verkauft, in München dagegen, wo das FFF seine Wurzeln hat,
könnte man problemlos 1000 Dauerkarten verkaufen. Da auch der Gelegenheitszuschauer auf seine Kosten kommen
soll, ist das Dauerkartenkontingent aber begrenzt. Was die Preisgestaltung angeht, muss zunächst gesagt
werden, dass das FFF im Gegensatz zur Berlinale nicht subventioniert wird, und acht Euro pro Film daher ein sehr
fairer Preis ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass man einen Großteil der hier gezeigten Filme entweder
nie im Kino oder nur geschnitten zu sehen bekommt.
Die Mitarbeiter des CinemaxX sind von einem Großteil des FFF-Publikums positiv überrascht, da es
erstens viel freundlicher als das "normale" Publikum ist und zweitens den Kinosaal wesentlich sauberer
hinterlässt, als die übliche Klientel, aber das nur nebenbei.
Einziges Manko ist die Website des Events, www.fantasyfilmfest.com,
die im Vorfeld für den unbeleckten Filmfest-Besucher doch zu wenig allgemeine Informationen über den
Ablauf und die Idee des Filmfests gibt. Die Veranstalter haben das Problem bereits erkannt und Verbesserungen
versprochen.
(Zurück zum Inhalt)
"Einfach ein geselliges Beisammensein"
Vielleicht ist es für den Autor dieses Artikels aufgrund seiner Qualifikationen nicht ganz angemessen, wenn
er die anthropologische These aufstellt: Menschen wollen kommunizieren. Besonders natürlich, wenn man sich
mit einer Thematik ganz besonders beschäftigt. Nun gehören zum Kommunizieren immer mindestens zwei und
wenn wir jetzt mal genauer werden: Science Fiction ist nicht unbedingt ein Allerweltsthema und das Internet ist
ja auch noch nicht so alt.
Weil aber in jedem größeren Ort statistisch gesehen sicherlich eine begrenzte Anzahl von SF-Fans
wohnen und man in Prä-Internetzeiten trotzdem irgendwo miteinander über Kirk, Spock, Asimov und Adams
sprechen wollte, gab es sogenannte "Clubs". Die gibt es heute auch noch - ob klein oder riesengroß.
Hinzu gekommen sind auch Conventions, denn im Informationszeitalter mangelt es vielleicht nicht an Neuigkeiten und
Gesprächsstoff, aber vielleicht ein wenig an "zwischenmenschlichen Kontakten". Besonders, weil sich
mittlerweile das Fandom größtenteils über das größte Informationsmedium, das Internet,
organisiert.
Wahrscheinlich ein Grund, warum Jonathan Lond im Juni dieses Jahres den sogenannten "Sci-Fan Club
Göttingen" gründen und auch ein paar Mitglieder, darunter ehrenhalber Mark Allen Shepard, bekommen
konnte. "Wir unterhalten uns über unsere Lieblingsthemen Science Fiction, Fantasy und Horror. Wir gehen
gemeinsam ins Kino, gehen zusammen Essen. Man kann einfach Freunde kennen lernen, die das selbe Interesse
haben.", antwortet Lond auf die Frage, was man eigentlich in einem solchen Fanclub machen würde.
Irgendwann kommt vielleicht der Moment für einen Club, wo man über den Tellerrand seiner Stadt gucken
und neue Gleichgesinnte treffen möchte. Was tun? Auf Conventions gehen? Vielleicht etwas zu teuer, wenn man
nur miteinander sprechen möchte. "Wir sind dann auf die Idee gekommen: Wir könnten doch die
anderen Clubs zu uns holen. Das hat es meines Wissens in Deutschland noch nicht gegeben und daraufhin habe ich
dann diese Anzeige im Internet gestartet."
Jonathan Lond sieht das Internet als eine Art Heilsbringer für die Szene. Dadurch könne man viel mehr
Leute erreichen und besser auch deutschlandweit miteinander kommunizieren. Lond: "Es hat sich eine ganze
Menge geändert. Früher gab es eben nur die Möglichkeit über den Club von Dirk Bartholomä
eine Anzeige zu setzen, aber da war das Feedback nicht so groß, wie übers Internet."
Acht Clubs wollen bisher an dem eintägigen Ereignis in Göttingen teilnehmen, was, so sagt Lond, einer
Zahl von etwa 80 Personen entspreche, wobei das noch erweiterbar sei: Er habe sich auf bis zu 300 Teilnehmer
eingestellt. Das ganze solle kein großes Schnickschnack beinhalten. "Einfach ein geselliges
Beisammensein. Ist halt eine Fangeschichte. Wir werden Spiele spielen, uns kennen lernen - vielleicht eine Disco
machen.", sagt Lond und weist auch gleich im nächsten Satz daraufhin, dass der finanzielle Beitrag sich
auf 2,5-5 Euro beschränken werde. "Ein Selbstkostenpreis zur Finanzierung der Räumlichkeiten."
Lond hat den Termin auf den 7. Dezember gesetzt, Anmeldeschluss ist der 5. Oktober.
Im Zeitalter der Superlativen scheint der Trend wieder hin zum kleinen, gemütlichen, zum
"Eigenproduzierten" zu gehen. Das schließt wohl auch ein, dass man nicht ungerechtfertigt viel
dafür bezahlt.
Link zum Thema:
http://www.sci-figoe.de.vu/
(Zurück zum Inhalt)
Gezeiten des Universums
Zwei Körper mit Masse üben eine Anziehungskraft aufeinander aus, das ist die wesentliche Aussage des
Newton’schen Schwerkraftgesetzes. Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich bei der Schwerkraft um eine
Sofortwirkung handeln würde - d.h. sie wirkt ohne Zeitverzögerung. Bis Einstein dann zeigte, dass sich
auch diese Wechselwirkung "nur" mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.
Zwei Körper mit Masse ziehen sich an. Ist der eine wesentlich schwerer als der andere, kann man sich die
Raumzeit um den schweren Körper wie eine Mulde in einem Gummituch vorstellen, in der sich der leichte
Körper bewegt.
Er folgt dabei nicht einer Geraden, die in diesem verzerrten Raum nicht mehr die kürzeste Verbindung zwischen
zwei Punkten darstellt, sondern einer sogenannten Geodäte - die man sich leicht anschauen kann, wenn man
Murmeln durch eine Erdmulde kollern lässt.
Die Murmel wird sich nicht gerade durch Mulde bewegen, sondern sie wird - je nach Winkel und Geschwindigkeit -
abgelenkt werden. Auf einem Zylinder ist die Geodäte im Allgemeinen eine Spirale und auf einer Kugel ist es
eine Kreisbahn, auf komplizierteren Oberflächen nimmt auch die Geodäte kompliziertere Formen an.
Auf diese Weise wird der leichte Körper von seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt und manchmal von
schweren Körpern in eine Umlaufbahn gezwungen. Falls die Mulde zu tief oder die Geschwindigkeit zu gering
ist, schlägt er sogar auf der Oberfläche ein.
Solange die schwere Masse im Zentrum still hält, kann man sich das mit der Mulde noch gut vorstellen. Leider
ist das im Grunde nie der Fall, denn selbst der kleinste, mit Masse behaftete, Körper verzerrt die Raumzeit
und zwingt auch den schweren in eine andere Bahn. Letzteres macht sich um so stärker bemerkbar, je mehr sich
die Massen der Körper angleichen.
Wenn man sich nun zwei Sterne nimmt, die umeinander kreisen, so stellt man fest, dass sie sich auf Bahnen um einen
gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Das trifft auch auf die Erde und den Mond zu und ist der Grund dafür, dass
die Gezeiten auf beiden Seiten der Erde gleichermaßen auftreten.
Auf der einen Seite zieht der Mond mit seiner Anziehungskraft, auf der gegenüberliegenden Seite macht sich
die Zentrifugalkraft bemerkbar. Und jeder dieser Sterne, bzw. auch Mond und Erde, schleppt sein Gravitationsfeld
hinter sich her.
Diese Gravitationswellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und zwingen der Raumzeit ein kompliziertes
Muster auf, ähnlich wie Wasserwellen von Schiffen, die sich kompliziert überlagern.
Wissenschaftler versuchen die Existenz dieser Gravitationswellen nachzuweisen. Das ist jedoch zur Zeit selbst bei
Doppelsternsystemen jenseits der technischen Möglichkeiten. Vielleicht findet man aber ein paar schwarze
Löcher die entweder einen großen Stern oder ein anderes Schwarzes Loch zum Begleiter haben - das
könnte ausreichend sein. Aber auch die gewaltige Eruption einer Supernova könnte ein interessanter
Kandidat für die ersten direkten Nachweise von Gravitationswellen sein.
Auf einem Umweg wurden Gravitationswellen, die von einem Doppelpulsar ausgehen von J. Taylor und R. Hulse
nachgewiesen - wofür sie 1993 den Nobelpreis erhielten. Man hat festgestellt, dass die Umlaufperiode pro Jahr
um 75,6 Millionstel Sekunden abnimmt. Wahrscheinlich deshalb, weil die ausgesandten Gravitationswellen dem System
Energie entziehen, wie auch die Erzeugung von Wasserwellen Energie erfordert. Der direkte Nachweis steht
allerdings noch aus.
In Computersimulationen kann man diese Gravitationswellen berechnen und ihre Ausbreitung im Weltraum vorhersagen.
An diesen Modellrechnungen kann man sich jetzt orientieren, wenn man anfängt einen
Gravitationswellen-Detektor zu bauen.
Nun muss man sich aber ein Verfahren ausdenken, mit dem man die Krümmung der Raumzeit nachweisen kann. Das
ist im Prinzip auch gar nicht so schwierig, man muss nur messen, wie eine Wegstrecke durch die Gravitationswellen
gedehnt und gestreckt wird. Das ist genau das Prinzip nach dem derzeit verschiedene Versuchsanlagen in Deutschland
und den USA in Betrieb genommen werden. Ein französisch-italienisches Projekt soll 2004 in Betrieb gehen.
Diese Abstandsänderungen betragen allerdings nur ein Hunderttausendstel des Durchmessers eines Atomkerns.
In den genannten Projekten schickt man einen Laserstrahl durch zwei senkrecht zueinander liegende Röhren und
misst anhand der Interferenz, ob sich die Abstände zwischen den Probemassen an den Enden der Röhren
relativ zueinander verändern. Man teilt dazu den Laserstrahl und schickt jeweils einen Teil des Strahls in
jede Röhre.
Im GEO 600 sind das 600m wie der Name schon sagt, im amerikanischen LIGO 4km, aber LIGOs Detektoren sind nicht so
empfindlich wie die des GEO 600, sodass die Qualität der Ergebnisse nicht groß von einander abweichen
wird.
Am Ende der Röhre werden die Strahlen mit Spiegeln zurück geworfen und schließlich wieder
überlagert. Wenn jetzt eine Gravitationswelle einen Arm im Verhältnis zum anderen verkürzt oder
verlängert verändert sich die Intensität des überlagerten Signals. Die Messung der schwer zu
fassenden Gravitationswellen wird also mittels der Interferenz auf die Laufzeitunterschiede in den beiden Armen
des Detektors zurückgeführt.
Die Röhren, in denen der Laser läuft, sind evakuiert worden und möglichst erschütterungsfrei
aufgehängt. Das Gerät selbst ist so empfindlich, dass selbst die Brandung der Nordsee in 200km
Entfernung noch Störungen verursachen würde, wenn man die Anordnung nicht schwingungsfrei gelagert
hätte.
Trotz der Empfindlichkeit des Systems sind die erwarteten Signale sehr schwach und nur starke Quellen von
Gravitationswellen werden mit diesen ersten Systemen nachweisbar sein.
Laut Planung sollen LIGO und GEO 600 Ende 2002 in Betrieb gehen und könnten in dieser Verbindung wie ein
Gravitationsteleskop benutzt werden, um den Himmel im Spektrum der Gravitationswellen zu betrachten. Da die
Empfindlichkeit dieser Projekte sehr begrenzt sind, plant man aber auch schon ein neues
Gravitationswellen-Interferometer.
LISA soll 2011 in den Weltraum geschossen werden, um unabhängig von irdischen Störquellen und mit viel
größerer Armlänge auch schwächere Gravitationswellen erfassen zu können.
Die Suche nach Gravitationswellen ist aber mehr als nur ein Versuch die Einstein’sche Relativitätstheorie in
einem weiteren Punkt zu bestätigen. Die Beobachtung des Weltraums im Spektrum der Gravitationswellen wird den
Astronomen entscheidende Hinweise auf die Verteilung der Materie im Kosmos geben und vielleicht
Rückschlüsse auf den Verbleib der vielen dunklen Materie geben, die die Ausdehnung des Universums
bremst.
Bei dieser Dunklen Materie handelt es sich nicht unbedingt um ein exotisches Element, das man noch nicht kennt.
Vielmehr handelt es sich um Staub, Gas und Sterne, die nicht genug Masse haben, um das Nukleare Brennen zu
entfachen und deshalb Braune Zwerge bleiben. Diese Materie strahlt nicht im elektromagnetischen Spektrum -
Licht- oder Radiowellen - und stellt die Astronomen deshalb vor einige Rätsel.
Aber da jeder Körper über die Anziehungskraft mit dem Universum wechselwirkt müsste mit ausreichend
empfindlichen Gravitationswellen-Interferometern endlich Hinweise auf Zusammensetzung und Aufbau der
mysteriösen dunklen Materie gefunden werden.
Außerdem erhofft man sich Hinweise auf den Urknall, bei dem schließlich auch gewaltige Massen bewegt
worden sind. Die damals entstandenen Gravitationswellen müssten eigentlich bis heute durch das Universum
wandern.
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Herr der Ringe: Rhys Davies auf der Ringcon.
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Die Ringcon vom 22. bis 24. November im Maritimhotel Bonn verspricht spannend zu werden.
Hochkarätige Gäste werden erwartet: John Rhy-Davies - "Gimli" (auch bekannt als Holodeck
"Leonardo DaVinci" bei Voyager und Professor Arturo aus Sliders) hat sein Kommen angekündigt,
ebenso Brad Dourif (u. a. "Lon Suder" aus Voyager und diverse Gastrollen in Babylon 5,
Akte X und Millenium), der als "Schlangenzunge" in "Die zwei Türme" zu sehen sein wird.
Weitere Gäste: Craig Parker (Haldir), Mark Ferguson, (Gil-Galad), Sarah McLeod (Rosie
Hüttinger), Cameron Rhodes (Bauer Maggot), der Musiker Friedhelm Schneidewind und der
Tolkien-Experte Helmut. W. Pesch. (sd)
Link zum Thema:
http://www.ringcon.de/
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Herr der Ringe: Erste Bilder der Ents.
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Lange Zeit war unklar, wie die alte Rasse der Ents in der Verfilmung der "Herr der Ringe"-
Trilogie aussehen würde. In keinem der offiziellen Trailer waren sie zu sehen und auch auf
Bildern sucht man sie vergeblich. Doch dank der Merchandise-Industrie sind jetzt im Internet
Bilder des wohl berühmtesten Ents aufgetaucht: Baumbart.
Da es sich bei dieser Abbildung um eine Spielfigur handelt, kann Baumbart im Film noch ein
klein wenig anders aussehen, aber für einen ersten Blick sollte das Bild genügen.
Der zweite Teil der Trilogie "Herr der Ringe: Die Zwei Türme" wird am 18. Dezember 2002
in den Kinos anlaufen, wo wir Baumbart zum ersten mal zu Gesicht bekommen werden. (mr)
Link zum Thema:
http://www.dailytrek.de/
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Star Wars-Religion in Australien.
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Das in Australien alles zumindest auf dem Kopf steht wussten wir ja, aber jetzt wird es erst
richtig bunt. Es gibt in down-under eine Bewegung, die Jedi-ismus, basierend auf den Mythen
der Star Wars-Saga als offizielle Religion anerkennen lassen will.
Alles begann mit einer Volkszählung, bei der nach ersten Schätzungen 200.000 Aussies Jedi als
Religion angaben. Inzwischen sind die offiziellen Zahlen veröffentlicht, es sind "nur" 70.000
- zusammengenommen ergäbe das schon eine nette Stadt! (sd)
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Star Wars: Neue Infos zu "Episode II" auf DVD.
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Nachdem "Star Wars: Episode II - Attack of the Clones" in den Kinos gelaufen ist, vermehren
sich Gerüchte unter den Fans, ob es eine verlängerte Version des Filmes auf DVD geben wird.
"Star Wars Union" konnte jetzt durch Informationsquellen erfahren, dass lediglich eine Szene
in der DVD-Fassung erweitert wurde. Es handelt sich um die Szene mit Anakin und Padme in der
Garage der Lars'.
Nachdem Anakin sagt "I hate them!" [Ich hasse sie!] und sich weinend auf den Boden setzt wäre
die Szene normalerweise zu Ende.
Doch auf der DVD geht sie weiter, mit einem unterschwelligen Palpatine-Musikthema als
musikalische Begleitung. Padme sagt zu ihm "To be angry is to be human." [Zorn zu empfinden
ist menschlich.], worauf Anakin trotzig antwortet "I’m a Jedi. I know I am better than this."
[Ich bin ein Jedi. Ich weiß, dass ich besser bin.].
Weitere Szenen werden wohl nicht in den eigentlichen Film eingefügt werden. Allerdings gibt es
auf der zweiten DVD, die dem Set beiliegt, ein Extra mit gelöschten Szenen, die komplett mit
Special Effects bearbeitet wurden.
Link zum Thema:
http://starwars.gamigo.de/
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Spiderman bekommt Nachilfe.
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Gerüchteweise hat Sam Raimi, Regisseur von "Spiderman", sich mit dem Choreografie-Team
des "Cirque du Soleil" getroffen, um sich Tips für Verbesserungen an den Luftschwüngen
und-sprüngen zu holen.
Der "Cirque du Soleil" gastiert seit Jahren in Las Vegas und ist für seine spekatkuläre
Luftakrobatik bekannt. (sd)
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Simpsons-Film in drei Jahren?
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In einem Interview äußerte sich kürzlich Harry Shearer zu den Chancen, dass es "Die Simpsons"
auf die Kinoleinwand schaffen. Der Schauspieler sagt, es gäbe einen Vertrag und die Absichten
würden ernster.
Shearer spricht unter anderem Mr. Burns, Waylon Smithers und Ned Flanders und ist in den USA
auch als Satiriker und Radiosprecher bekannt. (sd)
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Shyamalan über das Original-Ende von "Signs".
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Das eigentliche Ende des Films, der am 12. September in Deutschland anläuft, wäre etwas zu
hart gewesen, sagte der Regisseur ("The Sixth Sense") der Chicago Sun Times. "Eigentlich
wollte ich, dass der Film damit endet, dass Mel Gibsons Figur, der Priester Graham Hess,
seinen Glauben findet und dann Zeuge eines tödlichen Autounfalls wird, bei dem ein junges
Mädchen ums Leben kommt.
Er gibt ihr die letzte Ölung und sagt: "Hab’ keine Angst, du bist
nicht allein.’" Shyamalan meinte dann aber, dass das letzte, was jemand nach einem langen
und harten Arbeitstag im Kinos sehen wollte, wäre ein auf der Straße sterbender Teenager. (sd)
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Exorzist 4: Neeson geht - Skarsgard kommt.
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Nach langen Verzögerungen hat Liam Neeson ("Qui-Gon Jinn" aus "Episode I") die Hauptrolle
von Exorzist: The Beginning abgegeben. Die Gründe dafür liegen bei den andauernden
Verzögerungen, es hat anscheinend keine kreativen Differenzen zwischen ihm und dem Regisseur
Paul Schrader ("Mosquito Coast", "Die letzte Versuchung Christi")gegeben.
Er soll durch Stellan Skarsgard ("Good Will Hunting")ersetzt werden. Die Dreharbeiten beginnen
wie geplant im November. Der Film ist ein Prequel und erzählt, wie Vater Merrin, der im ersten
Film der Exorzist-Reihe nach dem Buch von William Peter Blatty von Max von Sydow gespielt wurde,
den Teufel in Afrika bekämpft. (sd)
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Tron 2 rückt in greifbare Nähe.
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Steven Lisberger, der Schöpfer von Tron, hat sich in einem Interview zu einer möglichen Fortsetzung
geäußert. Es sind bereits drei Drehbücher geschrieben worden. Er selbst habe den einen Entwurf
geschrieben und arbeite derzeit mit Drehbuchautor und Regisseur Richard Jeffries, der die anderen
beiden Entwürfe geschrieben hat, an einem endgültigen Script. Er sei sehr zufrieden mit dem Potenzial
der vorliegenden Entwürfe. An einer bloßen Neufassung sei er nicht interessiert.
Die Geschichte wird offenlegen, dass die Oberhäupter der Original-Computerfirma aus "Tron" korrupt
waren und ihre internen Spielchen einbeziehen. Eine Besetzung steht noch nicht fest, es wird aber
gemunkelt, dass Jeff Bridges wieder die Rolle des Hackers Flynn übernehmen soll. (sd)
Link zum Thema:
http://www.aintitcoolnews.com/
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Babylon 5: DVDs ab 17. Oktober.
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Schon vor Wochen kündigte J.Michael Straczynski an, dass "Babylon 5" nun
endlich auf DVD in Form von Season-Boxen erscheinen werden. Unklar war
allerdings, wann sie hier in Deutschland erhältlich sein werden. Warner Home
Entertainment Deutschland sprach stets nur von Herbst. Doch nun scheint ein
offizieller Termin festzustehen. Es ist der 17. Oktober 2002.
Bei Amazon.de kann man inzwischen die komplette erste Staffel als Season-Box
vorbestellen, und das zu einem günstigen Preis von 34,99 Euro. Wer diesem
Angebot nicht widerstehen kann, folge diesem Hyperlink zum Internet-Versand.
Leider sind bei Amazon.de keinerlei Details zu den DVDs zu finden. Es bleibt
also zu hoffen, dass die deutsche Version mit den gleichen Extras
ausgestattet ist, wie die amerikanische Version, und - für die Fans wohl am
wichtigsten - auch den englischen Originalton enthält. (mr)
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Buffy: "Faith" in fünf Folgen der siebten Staffel dabei.
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Wie von mehreren Quellen berichtet wurde, wird Eliza Dushku in den letzten
fünf Folgen der siebten Staffel von "Buffy" mitspielen. Außerdem wird die
Schauspielerin, die die vom rechten Weg abgekommene Jägerin spielt, in
"Angel" weitere Gastauftritte haben - insgesamt wohl drei Episoden im "Buffy
"-Spin-Off. (sf)
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Sarah Michelle Gellar verheiratet.
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Jetzt ist es offiziell: Nach langen Gerüchten über eine mögliche Hochzeit von "Buffy" Sarah Michelle
Gellar mit ihrem Verlobten Freddie Prinze Junior, ihrem Co-Star aus "Scooby-Doo", haben die beiden
sich getraut. Die Hochzeit fand am Sonntag in Jalisco, Mexico im engsten Familienkreis statt. Die Stadt
liegt nahe dem Urlaubsparadies Puerto Vallerta und war 1964 Schauplatz des Films "Die Nacht des
Leguan" mit Richard Burton und Ava Gardner. (sd)
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Benefizauktionen für die Flutopfer auf "Buffyverse".
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Die Buffy-Fanseite Buffyverse veranstaltet weiterhin Benefizauktionen für die Opfer der Flutkatastrophe.
Bei den ersten vier abgeschlossnen Auktionen - Buffy-Bettwäsche, Buffy-Buchpaket, Angel-Fanpaket und
Sunnydale Yearbook mit Autogrammen kamen über 250 EUR zusammen, derzeit kann man ersteigern:
1 Buffy Skateboard
1 "Ghost of the Robot"-Fanpaket
1 Supernatural Defense Kit
1 Buffy-Fanpaket
Die Auktionen laufen bald ab - beeilen Sie sich bei Interesse also ein wenig!
Link zum Thema:
http://www.buffyverse.de/
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Jeremiah: Der erste Schritt über den Teich.
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"Jeremiah", die (nicht mehr ganz so) neue SciFi/Mystery-Serie von Babylon
5-Erfinder J. Michael Straczynski wird - ebenso wie die andere
Showtime-Serie Odyssey V nach Europa kommen, genauer: nach Großbritannien.
Der Sky-Channel gab den Erwerb beider Serien für England bekannt - damit
steigen wohl die Chancen, beides auch bald in Deutschland sehen zu können.
Link zum Thema:
http://www.b5tv.com/
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Smallville: Lex Luthor wird böse?
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Michael Rosenbaum, der Darsteller des "Lex Luthor" in "Smallville", ließ im
Interview mit Sci Fi Wire einiges über die neue zweite Staffel der Serie
verlauten. Wie es scheint wird seine Figur die ersten Schritte in Richtung
des späteren bösen "Lex Luthors" machen. Die während der ersten Staffel
aufgebaute Freundschaft zwischen Clark und Lex wird wohl auf die Probe
gestellt werden. Lex vermutet weiterhin, dass Clark etwas verbirgt und
stellt Nachforschungen an. (sf)
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Andromeda: Sorbo wird wieder Regie führen.
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Im Interview mit Prevue Magazine sagte Kevin Sorbo, ausführender Produzent
und Hauptdarsteller der Serie, dass er wahrscheinlich in zwei Folgen der
dritten Staffel Regie führen wird. Außerdem könnten sich die Fans auf
verbesserte visuelle Effekte freuen. (sf)
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Keith Hamilton Cobb beim Andromeda Day 2003.
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Die Planungen für den Andromeda Day 2003 laufen auf Hochtouren. Fest steht, dass er bereits
im Februar nächsten Jahres stattfinden wird.
Inzwischen konnte auch ein erster Stargast gewonnen werden. Andromeda-Fans können sich auf
Keith Hamilton Cobb, bekannt als Nietzscheaner Tyr Anasazi, freuen.
Die Veranstalter wollen auch die Fans in die Planung des Events miteinbeziehen. So gilt es
zu entscheiden, ob der Andromeda Day 2003 an einem Freitag oder einem Sonntag stattfinden soll.
Am Freitag würde das Programm erst am Mittag beginnen und bis in die Nacht hinein mit einer
Party andauern. Sollte die Veranstaltung an einem Sonntag stattfinden, beginnt das Programm
dementsprechend früher.
Schreiben Sie Ihre Meinung zum Veranstaltungstag bitte an Marc Geldon unter der Adresse
mark@logefanevents.de. (mr)
Link zum Thema:
http://www.logefanevents.de
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Hugo Awards vergeben.
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Am 1. September wurden in San Jose in Kalifornien die Gewinner der Hugo
Awards von 2001 bekannt gegeben. Unter den Gewinnern waren Neil Gaiman
(Autor der Babylon 5-Folge "Der Tag der Toten") für "American Gods" als
bester Roman; "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" hat den Preis für die
beste dramatische Presentation gewonnen. (sf)
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