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11. August 2003 - Ausgabe 112 - "About Michaela and Kristanna!"
Michaela und Kristanna!
So lauten die Vornamen zweier Damen, die uns Mitteleuropäer seit Tagen kräftig einheizen - und
dies im wahrsten Sinne des Wortes. Erstere bezeichnet dabei ein Hochdruckgebiet, das uns wohl noch bis zum
Ende der Woche erhalten bleibt und nach aktuellem Wetterbericht wohl kurz drauf von einer nicht minder heftigen
Schwester mit noch unbekanntem Namen abgelöst wird. Letztere Dame macht momentan als eiskalte Terminatrix dem in Kalifornien zur Wahl des
Gouverneurs stehenden Arnold Schwarzenegger in den Kinosälen tüchtig Feuer unter dem gestählten Hintern
und wird sicher noch die eine oder andere Woche auf destruktive Jagd gehen.
Und gerade dieser atemraubenden Jagd - dem neuen Kinofilm "Terminator: Rebellion der Maschinen" - haben wir in
dieser Ausgabe gleich mehrere Rubriken gewidmet. So bekam unser Mitarbeiter Christian Lukas in Berlin die
einzigartige Möglichkeit, mit dem Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger ein Interview zu führen und gibt Ihnen in einem
amüsanten Artikel einen kleinen Einblick, wie große Pressekonferenzen im Allgemeinen so ablaufen.
Jetzt noch ein Hinweis auf die "Corona Sommer-Classics" dieser Ausgabe. Unser Redakteur Mike Hillenbrand
hat kurz nach seinem Umzug mal für Sie in seinem unerschöpflichen Archiv gekramt und - siehe da - ein
echtes Schmankerl von 2001 hervorzaubern können. Damals führte er ein hochinteressantes Interview mit
"Star Trek"-Urgestein Richard Arnold, welches wir Ihnen heute trotz des enormen Umfangs in voller
Länge präsentieren möchten.
Zu guter Letzt hat unser Projekt mal wieder Schwierigkeiten mit einem allzu eifrigen Spamschutz. Dieses Mal betrifft
es die Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG. Die Mailserver des Unternehmens leiten seit gut einer Woche keine
*.htm Dateianhänge mehr weiter. Wir arbeiten an dem Problem und werden sämtliche Abonnenten in den
kommenden Tagen anschreiben.
Schöne Ferien und viel Spaß mit unserem Corona Magazine!
Ihr Klaus Michels
Chefredakteur
Pfadfinder
1. Terminator 3: Eine Filmbesprechung aus einer Hand
2. Terminator 3: Szenen einer Pressekonferenz
3. Im Gespräch mit Arnold Schwarzenegger
4. Star Trek: trekBEAT
5. Star Trek: Die Vulkanierin T'Pol
6. Star Trek: Corona Sommer-Classics
7. Kreuzfeuer
8. Rating Report
9. Angel: Vier gewinnt?
10. Tomb Raider: Lara Croft ist zurück!
11. Kurt Busiek's Astro City: Life in the Big City
12. ThUMB - Fandom, Hitze, Alkohol und das Ordnungsamt
13. Wissenschaft: Supernovae
14. Subspace Link
John Connor (Nick Stahl), der Anführer einer zukünftigen Menschheit, die sich nach einem Atomschlag im
existenziellen Kampf gegen nahezu übermächtige Maschinen befindet, wurschtelt sich als Außenseiter
mehr schlecht als recht durchs Leben. Die Geschehnisse des noch einmal abgewendeten "Tag der Abrechnung"
(aus "Terminator 2: Judgement Day") liegen nun schon zehn Jahre hinter ihm - zehn Jahre, die sein
Leben veränderten. Die Firma Cyberdine wurde damals mitsamt der gefährlichen Robotertechnik vernichtet und
der verhängnisvolle Beginn des jüngsten Tages konnte zum Glück für die Menschheit noch einmal
erfolgreich abgewendet werden.
John ist heute nicht mehr der kleine rebellische Junge, dem der Druck und die Verantwortung manches Mal zuviel
werden. Ganz im Gegenteil ist er nun ein herangewachsener Mann, der bislang nicht so recht glauben will, dass die
Geschehnisse seiner Jugend einen wirklichen Schlussstrich unter die Gefahr durch die Maschinen gezogen haben. Aus
diesem Grund pilgert er nun ziellos und ohne Spuren zu hinterlassen durch die Lande - immer auf der Hut, um
für weitere ungebetene Besucher aus der Zukunft nicht auffindbar zu sein.
Eines Tages kommt jedoch tatsächlich, was er immer befürchtete: Die Maschinen aus der Zukunft schicken
mit dem T-X (Kristanna Loken) einen vollkommen neuartigen Killerroboter in die Vergangenheit - um endlich zu
vollenden, was der T-1000 seinerzeit nicht zustande brachte. Dieser Terminator in weiblicher Gestalt hat
außerdem den Auftrag, alle späteren Mitglieder von Connors Widerstandsbewegung zu
"terminieren". Insbesondere die Tierärztin und Connors zukünftige Ehefrau Kate Brewster
(Claire Danes) steht dabei ganz oben auf der Liste. Wie jedoch nicht anders zu erwarten, so wird auch in diesem
Film Verstärkung aus der Zukunft für unsere Helden auf den Weg gebracht: Der gute alte T-800 (Arnold
Schwarzenegger). Zu dritt flüchten die drei nun vor der übermächtigen Killermaschine. Soviel zur
Handlung!
Das Theater um den dritten Teil
Immerhin zwölf Jahre haben die Fans auf die Fortsetzung des höchst erfolgreichen Films
"Terminator 2: Judgement Day" ("Terminator 2: Tag der Abrechnung") warten
müssen, denn lange Zeit stand die Produktion einer möglichen Fortsetzung unter keinem guten Stern. Durch
den Film "Piratenbraut" im Jahre 1995 war das produzierende Studio "Carolco" in
die Pleite gerutscht. Das nun folgende Gezerre um die Rechte von "Terminator" sollte im Anschluss
einige Jahre andauern.
Zudem gab Schöpfer James Cameron gleich zu Beginn der Spekulationen um eine Fortsetzung bekannt, dass er
für eine Mitarbeit der Erfolgsgeschichte nicht mehr zur Verfügung stände. Vielleicht wollte er nach
dem riesigen Erfolg mit dem Film "Titanic" auch keinen unnötigen Flop mit einer
"Terminator"-Fortsetzung riskieren.
Kurze Zeit später gab - analog dazu - Camerons Ex-Frau und Hauptdarstellerin Linda Hamilton gleichlautende
Äußerungen zu Protokoll. Als zum schlechten Schluss auch noch Edward Furlong - John Connor aus dem
zweiten Teil - wegen angeblicher Drogenprobleme nicht mehr für eine weitere Mitarbeit in Frage kam, drohte
das Projekt endgültig zu scheitern.
Zu guter Letzt stellten sich die Verantwortlichen die Frage, ob eine Fortsetzung überhaupt einen Sinn macht,
da in Teil zwei mit der Vernichtung von Cyberdine bereits ein adäquates Ende der Handlung gefunden wurde.
Mit neuem Steuermann und ganz viel Geld ans Ziel
Vorwärts ging es nach diesen desaströsen Ereignissen erst wieder als Jonathan Mostow für das
Projekt verpflichtet werden konnte. Mit dem Film "Breakdown" hatte er bereits in der
Vergangenheit beeindruckend demonstriert, dass er sein Handwerk versteht und spannende Actionfilme zu produzieren
vermag. Zudem war ihm seit dem eher belanglos seichten und mit viel US-Patriotismus durchsetztem
"U-571" auch der sorgfältige Umgang mit größeren finanziellen Budgets zuzutrauen.
Während der zweite Film neben dem damaligen Rekordbudget von 90 Millionen US-Dollar insbesondere im Bereich
der Special Effects zu glänzen wusste und neue Maßstäbe setzten konnte, bewegt sich
"Terminator 3: Rise of the Machines" zumindest in Sachen Budgetierung auch im Superlativ. Ganze
170 Millionen Dollar soll der 100 Minuten lange Action-Spaß gekostet haben, wobei über die Gründe
für diese hohen Kosten einige Gerüchte im Umlauf sind. So setzte Schwarzenegger beispielsweise durch,
dass der Film komplett in Hollywood, Kalifornien, gedreht wurde. Zudem gibt es ausdauernde Gerüchte die
besagen, dass bei den Dreharbeiten noch Sequenzen eines vierten Teils heimlich mit angefertigt wurden.
Terminierungen, soweit das Auge reicht
Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis, was Regisseur Mostow dem Publikum seit kurzem präsentiert, eine tief
beeindruckende Materialschlacht. Gleich mehrere Straßenzüge werden bei wilden Verfolgungsjagden
demoliert und unter anderem eine komplette Militärbasis in seine Bestandteile zerlegt. Und auch wenn es ein
Film wie "Terminator 3" nicht schafft, gänzlich ohne CGI-Effekte zu existieren, so
können sich die Besucher sicher sein, kein Feuerwerk an tumber Computergrafik "bestaunen" zu
müssen. Die Fortsetzung ist dabei jedoch sehr viel weniger mythologisch und visionär angehaucht wie der
Vorgänger. Und auch ganz sicher keine Genre-Revolution.
Zwischen diesen obigen Highlights wird natürlich auch im Kleinen kräftig aufgemischt, geballert und
"terminiert", was die Waffensysteme hergeben. Insbesondere der äußerst attraktive weibliche
Terminator T-X geht hierbei kreativ kaltblütig und skrupellos zur Sache. Selbst Unbeteiligte und kleine
Kinder müssen so im Film als Opfer herhalten.
Jonathan Mostow vermag dabei zwar nicht in jeder Einzelheit mit den Leistungen und der Perfektion eines James
Cameron mitzuhalten, erschafft dem Publikum jedoch eine gelungene Mischung aus Action- und Charakter-Segmenten.
Gleichzeitig setzte er in Zusammenarbeit mit den Drehbuchautoren John Brancato und Michael Ferris einen sehr viel
schwärzeren Humor durch als dies in den ersten beiden Teilen von "Terminator" der Fall war. Der
Film bekommt so bereits nach kurzer Zeit eine vollkommen eigenständige Linie und ist nicht zuletzt auch aus
diesem Grund kein reiner Abklatsch der ersten Produktionen.
Überhaupt sind Story und Dialoge des Films nahezu als gelungen anzusehen. Letztere haben vielleicht nicht
besonders viel Tiefgang, was aber eigentlich auch nicht anders zu erwarten war. In punkto Handlung ist
allerdings störend, dass an wichtigen Stellen Handlungselemente einfach fehlen. Beispielsweise in der Szene,
wo der T-X plötzlich in Uniform innerhalb der Militärbasis auftaucht. Da stellt sich doch irgendwie die
Frage: Wie kommt der dahin? Die Antwort bleibt offen, die Frage jedoch auch nicht lange im Gedächtnis, da die
schnelle Handlung solche Ungereimtheiten direkt wieder vergessen lässt.
Erfrischend gute Hauptdarsteller
Als Darsteller des John Connor wurde nach intensiver Suche der Schauspieler Nick Stahl unter Vertrag genommen, der
trotz des ungewohnten Gesichts bereits nach wenigen Minuten das Publikum überzeugt. Stahl verleiht seinem
Charakter während des gesamten Films eine Authentizität und glaubhafte Tiefe, die sogar seinem Vorgänger
Edward Furlong in Teil zwei phasenweise fehlte.
Auch Schauspielerin Claire Danes weiß als anfangs vollkommen überforderte Kate Brewster zu
überzeugen und kämpft sich ab Mitte des Films wacker in die Herzen der Zuschauer. Sie übernimmt in
"Terminator 3" teilweise die Rolle, welche Linda Hamilton im ersten Teil zugekommen war. Sie wird
also aus ihrem normalen und zeitweise langweiligen Leben gerissen und muss lernen, in gewissen Situationen
über sich hinauszuwachsen, wenn sie denn noch eine Weile überleben möchte.
Stars in der Manege: Die Terminatoren
Ein Highlight dieses Filmes ist zweifellos Kristanna Loken, die als weiblicher Terminator - Fans sagen auch gerne
Terminatrix zu dieser Figur - keinen Zweifel daran lässt, für die Erfüllung ihrer Mission über
absolut jede Leiche zu gehen. Loken gelingt es während der kompletten Laufzeit des Filmes nahezu spielend,
die Terminatrix optimal zu verkörpern. So erlebt das Publikum eine Killermaschine, die unglaublich cool, sehr
überzeugend und stets hochmotiviert bei der Ausübung ihrer "Terminierungen" zu Felde zieht.
Last but not least ist immerhin unser Arnie als in die Jahre gekommener T-800 durch und durch auf die gute Seite programmiert.
Bestes Beispiel: Als er eine Polizeieinheit, welche ihn, John und Kate belagert, aufmischt, wird danach bewusst
noch einmal überprüft, dass keiner der Beamten von ihm getötet wurde. Überhaupt nimmt sich
Arnold Schwarzenegger in diesem Teil gerne selbst auf die Schippe und verströmt zum Teil sehr viel Komik, die
man im zweiten Teil nicht zu sehen bekam. Dabei sind gerade die ersten Minuten des Films eine einzige gelungene
Hommage an die Vorgänger. Ich möchte Ihnen hier die Freude an einem Kinobesuch nicht nehmen und daher
keine Einzelheiten verraten, kann Ihnen jedoch fast garantieren, dass Sie in vielen Szenen mit unserem knuffigen
Roboter aus dem Schmunzeln so leicht nicht mehr herauskommen.
Schauderliche Filmmusik
Einziges Manko dieses Actionkrachers ist, und dass darf in dieser Filmbesprechung einfach nicht fehlen, die durch
und durch gruselige musikalische Untermalung. Marco Beltrami hat es in nahezu dem gesamten Film nicht verstanden,
über die Musik einen epischen Rahmen zu bilden, der "Terminator 3" zu einem makellosen
Meisterwerk hätte werden lassen können. Schlimmstes Beispiel ist hier die unangebrachte Hip Hop-Lala in
einer Szene, die aber zum Glück nicht von langer Dauer ist. Immerhin hält sich Beltrami zumeist dezent
im Hintergrund und kann ab der Hälfte des Films auch mal den einen oder anderen atmosphärischen
Lichtblick setzen. Gegen Ende profitiert Beltrami davon, dass die Musik im schnellen Geschehen ohnehin beim
Publikum untergeht und daher für ihn kaum Möglichkeiten bestanden, ab diesem Punkt viel falsch zu
machen.
Fazit: Erwartungen erfüllt
Die Erwartungen an "Terminator 3: Rise of the Machines" waren bei mir im Vorfeld nicht besonders hoch
und daher war es zugegeben sehr schwer, mich zu enttäuschen. Eigentlich ist der Film ein B-Movie der
klassischen Art, was auch Regisseur Jonathan Mostow bei Interviews nie leugnete. Die Handlung ist jedoch durchsetzt
mit vielen positiven Überraschungen, die zum Beispiel unseren Helden Arnold Schwarzenegger betreffen. Sehr
erstaunlich ist der Schluss, der gerade für eine Hollywood-Produktion in dieser Dimension nicht zu
erwarten war. Genau dies ist allerdings auch ein Grund, der dem Werk eine besondere Größe und Sympathie
verleiht. "T3" ist ein Film ohne nennenswerte Schwächen geworden - exzellent gewählte
Schauspieler, ein solides Drehbuch, nahezu perfekte Technik und beeindruckende Stunts machen das Werk zu einem
Actionkracher, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Kleiner Tipp am Rande: Falls Sie der englischen Sprache mächtig sind, versäumen Sie keinesfalls die
Originalfassung. Schwarzeneggers steirischer Akzent ist absolut unvergesslich.
Link zum Thema:
http://www.terminator3-der-film.de/
Amazon-Links zum Thema:
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"Terminator 3 - Rise of the Machines für PlayStation 2 oder
Xbox" - Videospiel zum Preis von 54,99 EUR
(Zurück zum Inhalt)
Arnold Schwarzenegger in Berlin
Arnold Schwarzenegger gibt sich die Ehre. Montagmorgen im Hotel Four Seasons in Berlin. Gediegenes Ambiente. Der
Actionstar, in den letzten Jahren ein Flop-Garant, kehrt in sein Metier zurück. "Terminator
3" steht auf dem Programm. So hat er zur Pressekonferenz geladen. Und sie alle sind gekommen. Die
Zeitungsschreiber, die Hörfunkjournalisten, die Fernsehmacher.
Arnie erscheint und erhält Applaus. Ebenso seine Filmpartnerin Kristanna Loken. "Und wer ist der Typ da
rechts?" fragt ein Kollege hinter mir. "Der Regisseur", erhält er als Antwort. "Ach. Wie
heißt der denn?" Es geht eben nichts über eine gute Vorbereitung. Vorbereitet hat sich der erste
Fragensteller. Ein Journalist aus Österreich. Er stellt eine sehr lange, aber keinesfalls dumme Frage. Und
wird niedergebuht. Von den Fernsehmachern. Die brauchen knackige, kurze Antworten für ihre Boulevardmagazine.
Da geht es um Arnies Muskeln und vielleicht noch das charmante Lächeln der hübschen Norwegerin Kristanna
Loken. Aber bitte: Es geht hier um "Terminator 3" - da stellt man doch keine intelligenten
Fragen! Nachher kommt ein TV-Zuschauer noch auf die Idee, der Film könne mehr beinhalten als dumpfes
Geballere. Arnie antwortet nur kurz. Gut so. Und aufpassen, damit der Typ rechts nicht ins Bild rutscht.
Währenddessen werden die Radiomacher nervös - Arnie spricht Englisch. Aus Höflichkeit
gegenüber Kristanna und dem Typen rechts. "Geben Sie uns doch bitte eine Antwort auf Deutsch",
fleht schließlich ein Radiomacher. Arnie lächelt, kommt der Aufforderung nach. Und die Radiomacher
sind glücklich. Ein Antwort im Steiermark-Dialekt, das reicht für einen 90sekündiger. Nur die
Zeitungsmacher sind mal wieder unzufrieden. Die wollen mehr wissen. Zum Beispiel über Arnold Schwarzeneggers
politische Ambitionen und der Tatsache, dass er der nächste kalifornische Gouverneur werden könnte.
"Alles zu seiner Zeit", antwortet der Star kurzangebunden. "Heute bin ich hier, um über
Terminator zu sprechen." Charmant blockt er weitere Versuche ab. Die Mienen der Zeitungsmacher bleiben
finster. Bis ein Kollege eine Frage an den Typen rechts stellt. Unruhe macht sich unter den Fernsehmachern breit.
Nur zwei oder drei richten ihre Kameras auf den großen Unbekannten. Wahrscheinlich Mitarbeiter eines
Kulturmagazins im Dritten, das eh niemand schaut.
30 Minuten sind um, die ersten Kameraleute verlassen ihre Plätze auf der Kamerabühne auf der anderen
Seite des Saals: sie mischen sich unter die sitzenden Kollegen der schreibenden Presse und des Hörfunks. Sie
brauchen Material für ihre so genannte Zwischenschnitte. Dass die Pressekonferenz noch 20 Minuten läuft,
interessiert sie nicht. Unruhe macht sich breit und sie nimmt noch zu, als der österreichische Kollege eine
zweite Frage stellen will. Zum Glück für die TV-Macher aber kommt er nicht dazu. Dafür ergreift
schon wieder der Typ rechts das Wort. Die ersten Kameras werden ausgeschaltet.
Gegen 11.15 Uhr ist die Pressekonferenz zuende. Die Stars treten ab. Ein paar Kollegen unterhalten sich im Vorraum
über das Gehörte. Auch ich gehöre dazu. Da spüre ich einen Schmerz im Rücken, ein
Kameramann bahnt sich mit seiner Kamera als Rammbock rücksichtslos eine Gasse durch die Kollegenschar. Er
entschuldigt sich nicht. Wahrscheinlich ist er wütend, da er sein Objektiv aus Versehen die gesamte
Pressekonferenz über auf den Typen rechts gerichtet hat!
(Zurück zum Inhalt)
Arnold Schwarzenegger (56) bittet nur sehr selten zum Interview. Wenn jedoch ein Film wie "Terminator
3" ansteht, der, so seriöse Quellen, 170 Millionen Dollar gekostet haben soll, dann rührt auch
der Mann aus der Steiermark kräftig die Werbetrommel. (Unser Mitarbeiter) Christian Lukas war in Berlin, wo
Schwarzenegger zur Deutschlandpremiere lud.
Frage: Zurzeit wird Ihr Name in Zusammenhang mit sechs aktuellen Kinoprojekten genannt. Da bleibt für
eine politische Karriere keine Zeit.
Schwarzenegger: Zunächst steht das Remake des SciFi-Klassikers "Westworld" an, andere
Projekte befinden sich noch in der Planungsphase und sind noch nicht spruchreif.
Frage: Also hätten Sie Zeit um in die Politik zu gehen. Gesetzt den Fall, es gäbe Neuwahlen in
Kalifornien, was aufgrund der wirtschaftlich angeschlagenen Lage des Staates möglich wäre, würden
Sie sich für die Gouverneurswahl als Kandidat der Republikaner aufstellen lassen?
Schwarzenegger: Zurzeit bin ich weltweit unterwegs, um etwas Werbung für "Terminator 3" zu
machen. Das ist Entertainment, ich bin kein allzu politischer Mensch.
Frage: Nun, aber Sie haben amerikanische Soldaten im Irak besucht. Das klingt gewaltig nach Wahlkampf.
Schwarzenegger: Nein. Ich habe gelesen, dass viele Soldaten sich auf den dritten Teil gefreut haben und
habe mir gesagt: Lass sie nicht warten. Die Produzenten haben dann Grünes Licht gegeben und ich konnte mit
dem Film im Gepäck die Soldaten besuchen, die ich als echte Helden betrachte.
Frage: Also ein Freundschaftsbesuch und kein politisch ambitionierter?
Schwarzenegger: Wir sollten uns über Politik einfach noch einmal in ein paar Monaten unterhalten
(lacht, weitere Fragen zur Politik aber auch seiner Irakreise bleiben unbeantwortet, Anm. Red).
Frage: Zwischen "Terminator 2" und "Terminator 3" liegen zwölf Jahre. In dieser
Zeit ist ein vollkommen neues Kinopublikum herangewachsen. Niemand kann garantieren, dass Teil 3 ebenfalls ein
solch gigantischer Hit wird wie Teil 2, der in seiner Zeit etwas vollkommen Neues gewesen ist.
Schwarzenegger: Wenn ich in den USA Aktionen wie das Programm zur Förderung des Schulsports oder zur
Bekämpfung der Legasthenie unterstütze, gebe ich oft Interviews. Doch ich werde nie zuerst gefragt -
warum unterstützen Sie diese Aktion. Die erste Frage lautet ständig: Wann gibt es den nächsten
Terminator-Film? Dies ist doch der beste Beweis dafür, dass die Filme - und damit auch Teil 3 - ihr Publikum
haben. Ich mache mir keine Sorgen. Allerdings ist die Finanzierung erst durch deutsche Filmproduzenten
möglich geworden, die die Chancen höher eingestuft haben als die natürlich auch vorhandenen
Risiken.
Frage: Teil 3 schreit förmlich nach einem vierten Teil. Warum hat man beide Filme nicht in einem
Rutsch gedreht, wie zum Beispiel die "Matrix"-Filme?
Schwarzenegger: Weil mit diesem Film zunächst eine Trilogie abgeschlossen wird. Wie es weiter geht,
weiß ich nicht, aber ich würde für einen vierten Teil natürlich wieder zur Verfügung
stehen.
Frage: Aber Sie werden auch nicht jünger.
Schwarzenegger: Alt werden, das ist nichts für Angsthasen. Ich lebe heute viel bewusster als früher,
ich bin weitaus motivierter, eine Herausforderung anzunehmen als noch vor ein paar Jahren. Daher traue ich mir
weitere Filme zu, trotz der Strapazen. Natürlich könnte ich in einem Film nur noch mein Gesicht in die
Kamera halten und den Rest einen Stuntman erledigen lassen. Aber das Publikum will Schwarzenegger (lacht breit).
Und wenn es sich machen lässt, bekommt es den ganzen Kerl.
Frage: So wie in diesem Teil. Sie haben, wie in den ersten Filmen, eine Nacktszene. Ist dies nicht für
einen Herren im fortgeschrittenen Alter unangenehm?
Schwarzenegger: Erstens nimmt mir die Kamera ein paar Pfunde, zweitens: Unangenehm ist es nicht, aber es
ist auch kein Spaß. Ich bin ja nie frontal zu sehen und während der meisten Aufnahmen habe ich in
Wirklichkeit auch ein Hose angehabt. Aber es ist schon merkwürdig. Als diese Szenen gedreht wurden, waren
jedes Mal 200 Leute am Set, mehr als bei jeder anderen Szene. Warum wohl? (lacht).
Frage: In "Terminator 3" geht es um das Ende der Welt. Was würden Sie tun, wenn es morgen
anstünde? Würden Sie etwas in Ihrem Leben ändern?
Schwarzenegger: Nein, denn ich bin ein glücklicher Mensch.
Frage: Und wenn Sie ein Politiker wären?
Schwarzenegger: Als guter Politiker würde ich dafür arbeiten, dass alle Menschen in Frieden leben
können und am Ende an Altersschwäche und nichts anderem sterben.
(Zurück zum Inhalt)
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ENT: Braga blickt zurück auf zweite Staffel.
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[Achtung: Spoiler!]
Brannon Braga sprach im "Star Trek Communicator" über seine Einschätzungen zu verschiedenen
Episoden der zweiten Staffel von "Enterprise". Er kritisiert einige der Episoden und sprach
darüber, welche in der Serie am besten gewirkt haben. In dem Artikel sprach er auch darüber warum er
zuversichtlich ist, daß die Tholianer und die Tellariten zurückkehren werden, aber die Borg nicht.
"Carbon Creek", so Brannon Braga, "hat ein sehr klassisches und humanes Thema, daß auch heute noch
aktuell ist". Mit "First Flight" wurde beabsichtigt der NASA eine Nachricht zukommen zu lassen, nämlich
über die Wichtigkeit der bemannten Raumfahrt. Auf der anderen Seite hatte "Todesstation" (Orig.: Dead
Stop) mehr dieses "großartigen alten 'Star Trek' Gefühls", weil die Episode bestrebt war
unheimlich und unerwartet zu sein.
Obwohl er zugibt, daß die Handlung in "Vanishing Point" verdreht ist und insbesondere "Cease Fire"
vielleicht zu offensichtlich war, ist Braga stolz auf das temporale Rätsel in "Regeneration": "Was am
Ende rauskommt ist ein fabelhaftes kleines Paradoxon, welches das Ereignis gewesen sein könnte, durch
das die Borg auf uns aufmerksam wurden."
"Judgement", die klingonische Gerichts-Episode, war "einer der Fälle in denen alles zusammenkommt", sagt
Braga über das vermutliche Schicksal von Kolos, dem sympathischen klingonischen Aktivisten: "Es war eine
Gelegenheit sich darin zu vertiefen, wie die Klingonen in dieser Zeitperiode waren. Die Krieger-Klasse
hatte die Macht an sich gerissen und eine große Gesellschaft korrumpiert und sie in eine imperialistische
Richtung gedrängt. Es war ein interessanter Einblick in die klingonische Kultur. Die Tragödie ist
natürlich, daß - wie 'Star Trek' Fans wissen - der arme Kerl, Kolos, verdammt ist."
Braga beklagt, daß "Marauders" wirklich "nichts auszusagen hatte"; daß "Canamar" aus einem "hastig
geschriebenen Drehbuch entstanden ist und besser geworden ist, als die Episode es eigentlich verdient
hat" und daß "The Crossing" interessante Effekte hat, aber "nur keinen Inhalt".
Sein größtes Lob vergibt er aber an das Staffelfinale "The Expanse", in dem mysteriöse Aliens die Erde
angreifen. "Eines der coolsten Konzepte, die wir seit langer Zeit haben."
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"Fehler machten die Ferengi interessant".
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Armin Shimerman (ST:DS9 Quark) rechnet seine frühen Fehler auf die Entwicklung der Ferengis bei
"Deep Space Nine" an.
In einem langen Interview bei IGN FilmForce, erzählt
Shimerman wie seine klassische Theatererfahrung ihn auf seine Karriere als Schauspieler in Los Angeles
vorbereitet hat. Es führte ihn zu der Erkenntnis, daß man "bei Film und Fernsehen nicht die Möglichkeit
einer vier- oder fünfwöchigen Vorbereitungszeit hat, damit man einen Charakter wachsen lassen kann,
sich in ihn hineinversetzen kann damit man wirklich das Gefühl bekommt, daß er wirklich zu einem
gehört."
Wegen dem Zeitdruck, so berichtet der Schauspieler, musste er bei "The Next Generation" einige
schnelle Entscheidungen treffen, die ihn anschließend die sieben Jahre verfolgten. "Ich schaue zurück
auf meinen Auftritt und sage mir .... das war definitiv die falsche Entscheidung .... einschließlich
das erste Mal, wo ich einen Ferengi spielte," fügte er hinzu. "Alle Entscheidungen waren falsch.
Unglücklicherweise müssen seitdem alle Schauspieler, die nach mir Ferengis spielen, damit leben."
"Wenn man sich frühe Episoden von 'TNG' anschaut, wird von den Ferengi als eine Art bösartiger,
schrecklicher Kreaturen gesprochen. In dem Moment, in dem man sie das erste Mal sieht, mit mir im
Vordergrund, werden sie zu lächerlichen Idioten. Es war die Richtung, die der Regisseur gehen wollte und
die schlechten Entscheidungen - zugegeben - meine schlechten Entscheidungen.
Trotzdem waren seine Entscheidungen letztenendes positiv für Quarks Charakterentwicklung:
"Wenn man was im Leben lernen sollte, dann, daß Fehler einen stark machen, wenn man von ihnen lernt. Es
gab viele Dinge die durch die vielen Auftritte der Ferengi in 'The Next Generation' festgelegt
wurden und oft habe ich mir gewünscht diese zu ändern. Aber gleichzeitig, musste ich doppelt so hart
daran arbeiten, sie echt wirken zu lassen und ihnen ein gewisse Art der Dreidimensionalität zu geben.
Obwohl meine Arbeit etwas einfacher wäre, hätte ich diese früheren Entscheidungen nicht getroffen, denke
ich, daß mein Charakter in den sieben Jahren, stärker war. Und dies gerade wegen der Hindernisse aus der
vorhergehenden Serie."
Shimerman sprach auch über die Maske der Ferengi, die, wie er sagt, eine "unterschwellige
Klaustrophobie" erzeugt, aber gleichzeitig seine Erfahrungen vergrößerte. "Meine Frau gab mir eine
wertvolle und zugleich einfache Information, "Wenn du ein Ritter sein willst, musst du die Rüstung
tragen".
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ENT: Die Suche nach den Xindi.
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Die Mission der Enterprise, die Xindi aufzuspüren, bevor sie die Erde zerstören können, wird von Archer
einen Tribut verlangen.
Das britische SFX-Magazin veröffentlichte vor kurzem einige Spoiler über die ersten beiden
Episoden der dritten Staffel. "The Xindi" und "Anomaly" In ihrer Inhaltsangabe enthüllt das Magazin, daß
der kommandierende Offizier der NX-01 zu Beginn der dritten Staffel "sehr nervös" ist. Aber er ist nicht
der Einzige, der Probleme hat: Trip muss sich mit dem Tod seiner Schwester abfinden während Reed versucht
mit der Anwesenheit der MACOs klarzukommen.
In der Episode "The Xindi" besuchen Archer und Trip eine Minen-Kolonie, um ein dort arbeitendes Mitglied
der Xindi zu verhören. Als die Minenarbeitern nehmen das Außenteam als Geiseln und die Übernahme der
Enterprise planen ist es an Reed und den MACOs den Captain und seinen Ingenieur zu retten. Der humanoide
Xindi,der während des Rettungseinsatzes verwundet wird, verrät kurz vor seinem Tod noch den Standort der
Xindi-Heimatwelt.
Die Hilfe des verstorbenen Xindi scheint wertlos zu sein: als die Enterprise den Planeten erreicht,
findet sie ihn scheinbar verlassen vor. Aber die Xindi haben sich in den Untergrund zurückgezoegen und
sind nun gefährlicher als je zuvor. Sie planen die endgültige Vernichtung der Erde.
Vom Zeitrahmen her zwei Wochen später, dreht sich "Anomaly" um einen Angriff einer Gruppe von Aliens,
die unter dem Namen Ventaxianer bekannt sind. Die Enterprise-Crew folgt ihnen bis zu ihrer Basis, eine
gigantische Sphäre, die ihre eigene Tarnvorrichtung hat.
Als Xindi-Material in der Sphäre gefunden wird, ist Archer davon besessen weitere Informationen über die
mysteriöse Rasse herauszufinden. Davon überzeugt, daß die Ventaxianer wichtige Informationen in ihrer
Datenbank haben, benutzt Archer die Luftschleuse, um die Ventaxianer zu zwingen wichtige Codes
herauszurücken. Diese rücksichtslose Aktion lässt die Crew vermuten, daß die Delphic Ausdehungen ihren
Preis von ihrem Captain verlangt.
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"Voyager" kommt 2004 auf DVD.
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Nun ist es offiziell: "Star Trek: Voyager" kommt 2004 auf DVD!
Martin Blythe, Vize-Präsident für die Werbung bei Paramount Home Entertainment, reagierte nun auf die
Gerüchte der Video Software Dealers Association (VSDA) Convention, die behaupteten, daß "Voyager"
und die Original-Serie im nächsten Jahr auf DVD erscheinen sollen "Ich bestätige nur, daß 'Voyager'
nächstes Jahr dran ist," schrieb Blythe im
Theatre
Forum.
Quellen zufolge soll die erste Staffel von "Voyager" als Region 2-Version bereits im Februar 2004
erscheinen, nachfolgende Staffeln folgen dann alle zwei Monate, ähnlich den Erscheindaten bei "The
Next Generation" und "Deep Space Nine".
Der Bericht von VSDA, veröffentlicht bei IGN DVD, berichtet auch, daß Paramount plant, die Original-Star
Trek-Serie erst zu veröffentlichen, nachdem alle sieben "Voyager"-Staffeln in den Läden stehen.
Den Quellen bei TrekToday zufolge, könnte die
Original-Serie als Box-Sets frühestens im September 2004 in Europa erscheinen.
Die letztere Information bezieht sich nur auf die Region 2-DVDs (Europa), nicht auf die Region 1-DVDs
(Nordamerika) und ist bis jetzt noch nicht offiziell von Paramount Home Entertainment bestätigt worden.
Sie sollte bis dahin als Gerücht behandelt werden.
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"Star Trek"-Medizin in "Hollywood Hospital".
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Die Medizin von "Star Trek" wird in einer neuen us-amerikanischen Dokumentations-Serie mit dem
Titel "Hollywood Hospital" unter die Lupe genommen, welche sich mit der Medizin in Film und
Fernsehen beschäftigt.
Die Pilotfolge der Serie wird untersuchen, wie die verschiedenen "Star Trek"-Serien - mit
ihren Tricordern und Bio-Betten - den realen Fortschritt im medizinischen Bereich schon vorweggenommen
haben. Auch die wissenschaftlichen Fehltritte sowie die außerirdische Medizin werden natürlich nicht
unbeachtet bleiben.
Die "Star Trek"-Ärzte Robert Picardo (ST:VOY Holodoc) und John Billingsley (ENT Dr. Phlox) werden
ebenso wie Brannon Braga über ihre Gedanken sprechen. Außerdem beinhaltet die Episode einen Besuch in
der "Praxis" von Dr. Phlox auf dem "Enterprise"-Set.
Robert Picardo berichtet, wie er sich Anregungen und Ideen für seine Rolle in "Star Trek: Voyager"
von "Trek"-Legende DeForrest Kelley (ST:TOS Dr.Leonard McCoy) einholte, während John Billingsley
und Brannon Braga über Praxis und Moral von Dr. Phlox diskutieren. In einem leichtherzigen Interview
spricht Brannon Braga auch darüber, wie die Drehbuchautoren einen medizinischen Grund für den
Spandex-Anzug von Seven of Nine erfanden.
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Trinneer über Trip und T'Pol.
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Connor Trinneer (ENT Charles 'Trip' Tucker III) sprach am auf der Creation Entertainment's Convention
in Las Vegas mit Kristine Huntley über die Gerüchte über die Vertiefung der Beziehung zwischen Trip
und T'Pol in der neuen Staffel.
"Sie wurde vom Doktor gebeten, ihm mit vulkanischer Akupunktur beim Einschlafen zu helfen", sagt der
Schauspieler.
Die Schlaflosigkeit des Chefingenieurs hat natürlich mit dem Tod seiner Schwester bei der Attacke der
Xindi auf die Erde zu tun. Dennoch glaubt er nicht, dass er in T'Pols Arme landen wird. "Es kann sich
alles daraus ergeben. Falls es sich ergibt, werden wir uns besser kennen lernen."
Die Suche der Enterprise nach den Xindi wird in Trip auch das Verlangen nach Vergeltung hervorrufen.
"Ich denke, er wird nicht sehr glücklich darüber sein", meint Trinneer. "Er wird seine Emotionen für
sich behalten müssen, denn das Wichtigste für ihn wird immer noch das Schiff sein."
Das heißt aber noch lange nicht, dass Trip keine Konflikte mit seinem Freund und Vorgesetzten Captain
Jonathan Archer haben wird. "Ich hoffe Trip und er werden sich einige Wortgefechte liefern. Damit
finden sie die Tiefe Ihrer Freundschaft heraus."
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(Zurück zum Inhalt)
Ein Klassenstreber kämpft um Sympathie
Gefühllos, aber sympathisch
Bei Leonard Nimoy sah es so einfach aus, dabei ist es aus schauspielerischer Sicht fast die Quadratur des Kreises:
Wie soll man im Emotionslosen das Gefühlvolle ausdrücken? Genau das erfordert eine enorme Ausstrahlung,
sehr viel darstellerisches Feingefühl und natürlich sehr gute Drehbücher.
Dass die Zuschauer nicht automatisch an alle ihre Herz verlieren, die spitze Ohren haben, zeigten die Nachfolger;
spätestens da wurde deutlich, was Leonard Nimoy wirklich geleistet hatte. Immer wieder tauchten Vulkanier in
den "Star Trek"-Serien auf, und ihr Image purzelte mehr und mehr ins Negative. Und auch wenn
Leute wie zum Beispiel Tim Russ bei "Star Trek: Voyager" ihre Arbeit gut machten und ihre Rollen
sehr ernst nahm, von einer auch nur ansatzweise vergleichbaren Beliebtheit wie bei Spock konnte nie die Rede sein.
So beliebt wie Spock und so sexy wie "Seven of Nine"
Als wären die Schwierigkeiten, einen sympathischen Vulkanier darzustellen, nicht schon groß genug,
überlegten sich Rick Berman und Brannon Braga für die neueste "Star Trek"-Serie
"Enterprise" einen weiteren Clou: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Nicht nur
eine Vulkanierin sollte an Bord kommen, sie sollte auch ähnlich sexy sein wie "Seven of Nine", die
in "Star Trek: Voyager" sehr schnell zu einer der beliebtesten Figuren wurde. Nicht bedacht haben
dürften die Producer, dass es sicher nicht ganz einfach sein dürfte, ein würdevolles, an Spock
erinnerndes Auftreten zu haben, wenn man in einem Catsuit steckt. Doch das waren längst nicht alle
Hürden.
Alles ein wenig mehr Richtung Neandertaler
Da "Enterprise" als Sequel entwickelt ist, sind sowohl Menschen als auch Aliens in der Regel noch
nicht auf der Entwicklungsstufe, mit der sie uns im 23ten oder 24ten Jahrhundert vorgestellt wurden. Und damit ist
nicht nur der technische Stand gemeint, sondern vor allem auch der gesellschaftliche. Während also die
Menschen alle einen Tick naiver, aggressiver und amerikanischer gezeigt werden, mussten auch die Vulkanier einige
Abstriche hinnehmen, immerhin sollen sie sich ja irgendwie von den späteren Vulkaniern unterscheiden; und da
man ja nicht andeuten wollte, dass sich die Vulkanier im 23ten und 24ten Jahrhundert zu ihrem Nachteil entwickelt
hatten, müssen sie in "Enterprise" eine Prise vulkanische Rückständigkeit
mitbringen.
Nun wirkten die Spitzohren aber schon zuvor nicht immer sehr sympathisch. Im 22ten Jahrhundert aber wurden sie zu
eher hochnäsigen Störenfrieden, zu Feindbildern für Archer; in ihrer offensichtlichen Ablehnung
gegenüber den Menschen fast schon zum Sinnbild einer anti-amerikanischen Haltung. In dieser Version sind sie
kaum noch Ernst zu nehmen, wenn sie zugleich behaupten, ihre Emotionen im Griff zu haben. Schon in den ersten
Minuten des Pilotfilms durfte daher Archer einem Vulkanier vorwerfen, er hätte seine Stimme erhoben und sei
recht emotional.
Ein Außenseiter unter der Fuchtel des Captains
Unter dieser Prämisse betritt eine offensichtlich ablehnende T'Pol Archers Enterprise und pflegt brav ihre
skeptische Haltung. Um die Außenseiterposition von T'Pol zu verstärken, wurde sie nicht nur gegen den
Willen der Crew auf die Enterprise beordert, man erfand sogar einen besonders sensiblen Geruchssinn für
weibliche Vulkanier, der dazu führt, dass T'Pol ihre menschlichen Kollegen nicht riechen kann. So hat T'Pol
auch dann einen Grund, über ihre menschlichen Kollegen im wahrsten Sinne die Nase zu rümpfen, wenn sie
lediglich anwesend sind.
Der Einäugige unter Blinden
Zugleich wollten Rick Berman und Brannon Braga unter allen Umständen verhindern, dass der Captain der neuen
Serie als autoritätsschwach gelten könnte, ein Vorwurf, der - ob nun gerechtfertigt oder nicht - im
Zusammenhang mit Sisko und Janeway hin und wieder aufgetaucht war. Dabei war die offensichtliche
Überlegenheit von T'Pol natürlich ein Gefahrenpotenzial, das es auszuschalten gab.
Die Menschen von "Enterprise" sind bewusst so konzipiert, dass sie noch nicht so ruhig und
überlegt handeln wie Picard aus dem 24ten Jahrhundert. Das gilt natürlich auch für Archer, der auch
Fehler begehen und hin und wieder unbeherrscht oder aus dem Bauchgefühl heraus handeln soll. Zugleich soll er
aber nicht dümmer wirken als T'Pol oder gar der Rest der Crew.
Es gibt zwei Möglichkeiten, um einen Captain intelligenter zu machen als seine Crew. Entweder konzipiert man
den Captain als sehr schlau, gebildet und überlegt handelnd, oder man entwirft seine Untergebenen immer eine
Spur dümmer und eine Spur begriffsstutziger. Fatalerweise gehen bei sehr vielen Phantastik-Serien die Macher
nach der zweiten Methode vor. Die Befürchtung, die Hauptfiguren könnten durch ihre Fehlerlosigkeit
Identifikationsprobleme bei den Zuschauern hervorrufen, scheint die Angst zu überwiegen, dass sich der
Zuschauer deswegen von den Figuren abwendet, weil er meist überzeugt ist, er selbst hätte viel besser
und klüger gehandelt.
So leider auch bei "Enterprise". Hoshi ist sehr unsicher und braucht helfendes Zureden durch Archer, der
dem hilfebedürftigen Kindchen bei Außenmissionen fast schon das Händchen halten muss. Früher
hätte man das als sexistisch beschimpft, heute nennt man es "glaubwürdige Charakterisierung mit
Konfliktpotenzial". Trip ist aufbrausend-naiv und braucht strenge Führung, und Reed ist so verklemmt,
dass Archer mit väterlicher Einfühlsamkeit helfen muss. Sie alle sind für Archer also keine Gefahr.
Anders sieht es bei T'Pol aus.
Gedämpfte Frauenpower im Catsuit
T'Pol könnte durch ihr überlegenes Wissen und ihre Erfahrungen als Vulkanierin für Archer besonders
gefährlich werden. Daher wurde sie von den ersten Folgen an systematisch geschwächt, um Archer zu
stärken. Ihre besserwisserisch vorgetragenen Ratschläge wurden in jeder Folge ignoriert, dafür
musste sich T'Pol regelmäßig von Archer über menschliche Grundregeln belehren lassen. T'Pols
Gehorsam gegenüber dem vulkanischen Hohen Rat wurde immer wieder als Unselbständigkeit kritisiert, und
das, obwohl Archer ebenfalls in einer militärischen Organisation arbeitet, wo er genauso unhinterfragt die
Befehle von Admiral Forrest befolgt. Dennoch darf sich T'Pol in der Serie wiederholt eine Belehrung über
Selbstverwirklichungen anhören.
Last not least musste T'Pol auch mehrfach als Witzfigur herhalten, wenn sie zum Beispiel Knabbergebäck mit
Messer und Gabel ist oder sich einen Film ansieht. Das Problem ist nicht, dass diese Szenen nicht komisch sind,
nur gab es Vergleichbares bei Spock nie. Schließlich teilte T'Pol das Schicksal ihrer Vulkanierkollegen,
immer wieder bei Emotionen ertappt zu werden, im harmlosesten Fall Anlass für ein paar ironische Bemerkungen
von Seiten der menschlichen Crewmitglieder.
Im Verlauf der zweiten Staffel nahm T'Pols Unsicherheit zu, sie geriet mehrfach in eine Opferrolle, bis hin zum
sexuellen Missbrauch, für den sie dann auch noch angeklagt wird. Sie entwickelte dabei etwas fast
Weinerliches, wobei ihr Archer als starke und helfende Männerfigur stets selbstlos bereitstand.
Ein Klassenstreber als Sympathieträger
Bedenkt man all diese Voraussetzungen, muss man über Jolene Blalocks darstellerisches Können staunen.
Immerhin gelingt es ihr trotz allem, in ihrer Rolle der Klassenstreberin im Catsuit Würde und Sympathie
auszustrahlen. Dabei muss sie wagemutig erdulden, was vor ihr noch niemand in "Star Trek"
erdulden musste; von peinlichen Pseudo-Striptease-Szenen in dafür extra erfundenen Dekontaminationskammern
bis hin zu spätpubertären Träumen ihrer Kollegen.
Dabei hatte Jolene Blalock dreimal die Rolle ungelesen abgelehnt, aus der Befürchtung heraus, nur das neue
"Star Trek"-Girl zu werden. Schließlich ließ sie sich aber doch überzeugen. Als
letzte der neun Hauptdarsteller unterzeichnete sie den Vertrag. Ob sie ihre Entscheidung inzwischen bereut hat?
Immerhin bescherte ihr die Rolle die zweifelhafte Ehre, von der US-Zeitschrift "Maxim" in der Liste der
hundert heißesten Frauen aufgeführt zu werden. Das ideale Image, um eine ernstzunehmende Vulkanierin zu
verkörpern, ist das wohl kaum.
Jolene Blalock bleibt letztlich nur, trotz aller Hindernisse weiter gegen das Image "Star
Trek"-Girl anzugehen und mit so viel Würde wie es Outfit und Dialoge zulassen zu versuchen, T'Pol
als glaubwürdigen Vorfahren von Spock zu verkörpern. Genug Ausstrahlung besitzt sie, und so kommt es,
dass trotz aller Taktik der Autoren die Sympathien oft nicht bei Archer, sondern bei T'Pol liegen.
Filmografie:
Diamond Hunters (2001; Mini-TV-Serie)
Enterprise (2001 - heute)
On the Edge (2001)
Jason und der Kampf um das goldene Vlies (2001)
Queen for a Day (2000)
(Zurück zum Inhalt)
Das Sommerloch. Unendliche Weiten. Dies ist die Geschichte einer Redaktion, die mit ihrer vielen Mann starken
Besatzung bei 40 Grad im Schatten auf der Suche nach Inhalten ist, um ein Online-Mag zu füllen, das oft
kopiert, aber nie erreicht wurde. Die Redaktion des Corona Magazines dringt dabei in Archive vor, die nie ein
Mensch zuvor betreten hat.
Ende 2001 erschien in einer Ausgabe der Space View das folgende Interview, das Mike Hillenbrand mit dem Amerikaner
Richard Arnold auf der Federation Convention IX geführt hat. Mit der freundlichen Genehmigung der Space View
(www.space-view.de) können wir dieses Interview in der
aktuellen Ausgabe des Corona Magazines erneut veröffentlichen. Das machen wir nicht nur des Sommerlochs
wegen, sondern auch, weil wir dieses Interview für sehr interessant und Richard Arnold von vielen
Online-Kollegen für absolut unterschätzt halten. Viel Vergnügen!
"Was ich zu sagen hätte, würde viele Menschen verletzen."
Ein Interview mit Richard Arnold
von Mike Hillenbrand
Eine ganze Reihe von "Star Trek"-Fans träumen davon, aus ihrem Wissen über und ihrer
Leidenschaft zu "Star Trek" einmal einen Beruf zu machen. Nur wenige haben das geschafft und noch
weniger sind wirklich zufrieden damit.
Einer, der schon in der High School sein erstes Geld mit und durch "Star Trek" verdiente, war
Richard Arnold und das hat sich bis heute eigentlich nicht geändert. Arnold besucht rund 40 Conventions im
Jahr, ist quasi ständig unterwegs und hält allerorts Panels ab, in denen er seine Dias zeigt und Fragen
rund um "Star Trek" beantwortet. Er verkauft Sammelkarten und versteigert
Original-Drehbücher oder Seven of Nine-Implantate und hat im Fandom in den letzten Jahren mehr und mehr den
Status eines Maskottchens eingenommen, bzw. die Rolle das Igels in der Geschichte mit dem Hasen: Egal, wo der
gemeine "Star Trek"-Fan auch hingeht, - Richard Arnold ist schon da.
Das sich hinter dem Mann mit den Dias aber weit mehr verbirgt, als halbaktuelles Franchise-Wissen, lässt sich
erahnen, wirft man einen Blick auf die Biografie Arnolds: Händler in den 70ern, enger Vertrauter von Gene
Roddenberry in den 80ern und Opfer dessen Kämpfe mit dem Studio in den 90ern.
In seiner offiziellen Gene Roddenberry-Biografie schreibt der Autor David Alexander, dass mehr als ein
Studio-Mitarbeiter in den Jahren vor dem Tod Roddenberrys mutmaßte, Richard Arnold sei die graue Eminenz
hinter dessen Forderungen gewesen und er die eigentlichen Entscheidungen treffe.
Wir hatten die Gelegenheit, uns zu einem längeren Gespräch mit Richard Arnold zu treffen, in dem wir mit
ihm über eine Zeit plaudern konnten, in der "Deep Space Nine" nur ein Reiz im
Rückenmark von Rick Berman und "Voyager" noch nicht einmal das war. Eine Zeit, in der
"Star Trek" noch das "Star Trek" von Gene Roddenberry war. Und das von Richard
Arnold.
Mike Hillenbrand: Hallo Richard, schön Dich zu sehen. Seit wann bist Du eigentlich "Star
Trek"-Fan?
Richard Arnold: Hi Mike, vielen Dank. Ich bin ein Fan seit der Erstausstrahlung der originalen "Star
Trek"-Serie, - also seit 1966.
MH: Ist es wahr, dass Du schon 1972 mit "Star Trek"-Autoaufklebern gehandelt hast und die
Lizenz dafür für 25 US-Dollar die Lizenz von Paramount erworben hast?
RA: Nahe dran.. die Lizenz habe ich 1973 erhalten und gekostet hat sie mich 100 US-Dollar. Gehandelt habe
ich schon früher mit "Star Trek"-Aufklebern, Gläsern und auch Textilien. Und um 1973
herum habe ich dann einen nicht so netten Brief von den Paramount-Anwälten erhalten, in dem sie mir
schrieben, dass ich wirklichen Ärger zu erwarten hätte. Aber ich hatte wirklich nicht viel mit diesem
Handel verdient, also einigten wir uns auf 100 Dollar und jährlich 10% von meinem Gewinn.
MH: Du gingst damals noch zur Schule?
RA: Ich war noch auf der High-School, als ich den Brief erhielt. Als ich die Lizenz kaufte, war ich bereits
auf dem College.
MH: Und wie hast Du es geschafft, von einem kleinen Convention-Stand in Dein eigenes Büro bei
Paramount zu kommen?
RA: Händler war ich schon seit 1969, aber auf der großen "Star Trek"-Convention
1972 in New York habe ich zum ersten Mal Gene Roddenberry persönlich getroffen und mich nett mit ihm
unterhalten. Wir blieben daraufhin in Kontakt, schrieben uns Briefe und Postkarten und als ich schließlich
1974 nach Los Angeles zog, sahen wir uns auch wieder.
MH: Okay, aber wie wurdest Du sein Mitarbeiter?
RA: 1975 sprach das Studio Gene zum ersten Mal wegen der neuen Serie an, die heute als "Phase II"
bekannt ist und nie verwirklicht wurde. Gene arbeitete daran und erhielt 1976 auch eine Reihe kleinerer Büros
auf dem Paramount-Gelände. Bis dahin hatte ich Gene das ein oder andere Mal helfen können, wenn es um
irgendeine Szene, einen Satz oder eine Figur aus "Star Trek" ging. Ich war ein Fan und kannte
alles aus "Star Trek" und darum bekam ich auch einen Schreibtisch in irgendein Hinterzimmer
gestellt, als er seine neuen Büros bezog.
MH: Bezahlt wurdest Du aber nicht für Deine Hilfe?
RA: Anfangs nicht, das kam erst viel später. Ich hatte einige Jobs, mit denen ich mir den
Lebensunterhalt verdiente, um in meiner Freizeit für Gene arbeiten zu können. Ich war in verschiedenen
Krankenhäusern beschäftigt, habe für drei Hotels gearbeitet und sogar vier Jahre lang in einem Zoo.
All diese Jobs halfen mir, mich weiter mit "Star Trek" beschäftigen zu können.
MH: Wann wurdest Du für Deine Hilfe dann bezahlt?
RA: Da war erst Mitte der 80er. Gene hat sich damals sehr für mich eingesetzt. Das Studio war der
Ansicht: "Warum sollen wir die Kuh kaufen, wenn wir die Milch bisher immer umsonst bekommen haben?" Aber
Gene ließ nicht locker und so kam ich offiziell in sein Team.
MH: Wie war das damals beim ersten Film? Hast Du viel von dem Gezänk hinter den Kulissen mitbekommen?
RA: Als 1979 ""Star Trek": The Motion Picture" gedreht wurde, war ich quasi der
"Star Trek"-Fan vom Dienst. Ich konnte noch immer alle Fragen zu "Star Trek"
beantworten und plötzlich tauchten eine Menge dieser Fragen auf! Ich half dabei, Episoden für den
Regisseur Robert Wise auszusuchen, der vorher noch nie eine "Star Trek"-Folge gesehen hatte und
erklärte den Nebendarstellern, was "Star Trek" überhaupt war.
MH: Das hört sich ja richtig wichtig an!
RA: Ansonsten half ich auch, Fanpost zu beantworten und spielte den Botenjungen.. ehrlich gesagt war ich
damals nicht viel mehr. Ich half auch bei der Auswahl der Fans, die in der großen Szene auf dem
Freizeitdeck die Mannschaft der Enterprise spielen durften und war sonst immer da, wo man mich gerade brauchte.
MH: Das ist wirklich interessant, nur ist es keine Antwort auf meine Frage. Wie viel hast Du denn nun
mitbekommen? Die Streitereien zwischen Gene Roddenberry und Harold Livingston, der glaube ich viermal gefeuert
und ebenso oft zu verbesserten Bezügen wieder eingestellt wurde, sind ja inzwischen legendär...
RA: Ich mochte Harold Livingston. Er war ein netter Kerl, aber er war vom Studio eingestellt worden und
nicht von Gene. Und was das Studio und Gene anging, war es ein ständiger Kampf um die künstlerische
und finanzielle Vorherrschaft am Set. Es kommt immer zu Problemen, wenn Erbsenzähler und Kreative
zusammenarbeiten und der Konflikt zwischen Gene und Harold war nur ein Beispiel dafür.
MH: Inwiefern?
RA: Im Prinzip hatte Gene von Anfang an das Problem, dass das Studio ihm sagen wollte, wie er "Star
Trek" zu machen hatte. Gene wollte Qualität, aber für das Studio gab es nur einen einzigen
Grund, überhaupt mit "Star Trek" weiterzumachen: Profit. Und im Zentrum dieser
Auseinandersetzung zwischen Kunst und Kommerz stand unglücklicherweise Harold Livingston. Die Geschichte des
ersten Kinofilms war Genes Story. Sie stammte aus seinem Skript "The God Thing" und Harold Livingston
sollte nun aus seiner Geschichte ein Drehbuch für einen profitablen Kinofilm machen. Dabei kam es dann immer
zu Konflikten mit Genes Ansichten und er feuerte Livingston ein paar Mal, aber das Studio holte ihn immer wieder
zurück.
MH: Also war Gene Roddenberry gezwungen, mit einem fremden Autor zusammenzuarbeiten, der seine Geschichte
umschrieb.
RA: Und Harold Livingston war dabei nicht der erste: Gene musste mit 16 verschiedenen Autoren
zusammenarbeiten. Alan Dean Foster war hinterher derjenige, der die Credits für das Skript bekam, das aber
vollständig auf Genes Geschichte basierte. Gene gab sie ihm, weil er schon die Credits "Erfunden
von" und "Produziert von" hatte und obwohl es hätte heißen müssen "Basierend
auf einer Story von Gene Roddenberry" war er der Meinung, diese zwei Credits seien genug.
MH: Kann man sagen, dass das Team von Roddenberry und das Team des Studios gegeneinander arbeiteten?
RA: Das ist bei solchen Produktionen eigentlich immer so. Während das Studio immer nur das Geld vor
Augen und im Kopf hatte, ging es Gene vor allem um die Frage: Was ist das Beste für "Star
Trek"?
MH: Gibt es da konkrete Beispiele?
RA: Ich kann da etliche Beispiele aufzählen. Schon sehr früh, - ich glaube es war um 1976 -
arbeitete Gene mit dem Autor Harlan Ellison zusammen und sie stellten dem Studio eine Idee vor. Jemand sehr
Einflussreiches aus den oberen Etagen sagte daraufhin: "Oh fein, aber momentan sind doch die Mayas so
populär, aufgrund dieses Buches von Erich van Däniken. Wir sollten hier auf den Zug aufspringen und auch
die Mayas in die Geschichte mit einbringen!" Und Gene und Harlan schrien "NEIN, - das ist "Star
Trek" und nicht van Däniken! So funktioniert das nicht. Das wäre schlecht!"
MH: Die Paramount-Offiziellen wollten einen aktuellen Trend ausnutzen...
RA: Genau, aber das Problem zwischen Kunst und Kommerz ist nur eines, was unterschiedliche Lager entstehen
lässt." Bei Filmen ist es nun mal so, dass der Regisseur das letzte Wort hat und bei ""Star
Trek": The Motion Picture" war der Regisseur der Oscar-Preisträger Robert Wise. Also was konnte
Gene diesem Mann beibringen? Auf der anderen Seite war er der Mann, der "Star Trek" erfunden
hatte und mehr darüber wusste, als irgendjemand anderes auf der Welt. Und natürlich resultierten daraus
Probleme.
MH: Das hört sich nicht so dramatisch an.
RA: Vielleicht ein anderes Beispiel für unterschiedliche Lager: Als "Star Trek": The
Next Generation zu einer Serie wurde, gab es zwei Gebäude, in denen man an der Show arbeitete. Da war das
Haus, wo all die Studio-Leute arbeiteten, die die Nachbearbeitungen, die Musik und auch die Verwaltung erledigten,
- und es gab das andere Gebäude, in dem Gene mit den Autoren und den anderen Kreativen saß. Sehr
schnell sprach man auf dem Gelände und in den Gebäuden von "uns" und "ihnen" und
beide Gruppen schienen nicht zusammenzugehören, obwohl sie an einer Serie arbeiteten. Wenn ein Mitarbeiter
aus dem einen Gebäude eine Party machte, konnte man davon ausgehen, dass kein Mitarbeiter aus dem anderen
Gebäude dazu eingeladen wurde.
MH: Das hört sich tatsächlich dramatischer an.
RA: Und das ganze wurde noch schlimmer, als es mit "Deep Space Nine" losging! Denn
plötzlich gab es eine Produktion auf der einen Straßenseite und die andere Produktion auf der anderen
Straßenseite. Und die TNG-Crew und die DSNine-Crew wollten absolut nichts miteinander zu tun haben, denn
"Deep Space Nine" war das neue große Projekt und die TNG-Crew fühlte ihre Stellung
bedroht. Und das ja auch zurecht!
MH: Wieso? "The Next Generation" war doch zu der Zeit die erfolgreichste Syndication-Serie?
RA: Dennoch. Ich erinnere mich an eine Folge aus der sechsten Staffel, wo eine Szene in einer
bevölkerten Bar stattfinden sollte, - die TNG-Crew bekam dafür genau fünf Statisten bewilligt. Auf
dem DSNine-Set auf der anderen Straßenseite wurde zu der Zeit eine Szene auf der Promenade gedreht, die
ebenfalls bevölkert aussehen sollte. Und hierfür bewilligte das Studio über 200 Statisten!
MH: Das ist tatsächlich ein Unterschied.
RA: Man konnte klar erkennen, dass das Geld auf die andere Straßenseite gewechselt war. Das Essen auf
dem Set von "Deep Space Nine" war viel besser, als das auf dem TNG-Set und Marina Sirtis sagte
tatsächlich einmal, dass sich die Mitglieder der TNG-Crew wie die armen Verwandten fühlten, wenn sie
rüber auf die andere Straßenseite blickten.
Es gibt also immer diese Probleme mit den Lagern, - aus unterschiedlichsten Gründen. Das ist nicht so,
weil es irgendjemand darauf anlegt. Das ist so, weil es so funktioniert.
MH: Du weißt enorm viel über das Leben mit Gene Roddenberry und auch mit dem Studio.
Tatsächlich erscheint Dein Name in so gut wie jeder Danksagung eines Buches über "Star
Trek". Warum schreibst Du nicht mal selber eines?
RA: Ich erscheine in den Danksagungen, weil ich tatsächlich viel über "Star
Trek" weiß und schon lange dabei bin. Ich könnte auch sicher ein hochinteressantes Buch
schreiben.
MH: Warum tust Du es dann nicht?
RA: Es ist ein.. nennen wir es Gentlemen´s Agreement, das ich mit dem Studio eingegangen bin. Solange wie
die ganzen Beteiligten noch leben, werde ich kein Buch schreiben.
MH: Solange..bitte was?
RA: Ich hätte natürlich jedes Recht, ein Buch zu schreiben. Aber ich habe eine Abmachung
getroffen. Wenn ich all das schreiben würde, was ich zu sagen hätte, wären eine ganz Reihe von
Leuten sehr verletzt.
MH: Noch verletzter als bei der Lektüre der Bücher, deren Autoren Dich um Informationen gebeten
haben? David Alexander, William Shatner...
RA: Dazu kann ich nichts sagen, denn ich habe diese Bücher nie gelesen.
MH: Och bitte.. das kann ich nun nicht glauben!
RA: Wirklich, es ist so! Wenn ich diese Bücher lesen würde, würde mich jeder, der es
ebenfalls gelesen hat - und ganz sicher auch Du - danach fragen, ob dies oder jenes tatsächlich so und nicht
anders war. Das möchte ich mir nicht antun.
MH: Aber Du weißt schon, was Shatner über Dein Gehirn schreibt?
RA: Ja, dass ich ein Gehirn von thalosianischem Ausmaß hätte. Die Danksagungen lese ich..
schließlich habe ich all diese Bücher zu Hause. Alle Quellen kriegen sie zugeschickt, damit sie
sichergehen können, richtig zitiert worden zu sein.
MH: Nichelle Nichols behauptet gerade im Fall von William Shatner das Gegenteil: Das sie in
""Star Trek"-Erinnerungen" nicht nur falsch zitiert worden wäre, sondern auch
keine Gelegenheit zur Richtigstellung erhalten hätte.
RA: Ich kann mir nur vorstellen, dass sie die Korrekturen nicht rechtzeitig zurückgeschickt hat, denn
jeder hat seine Zitate vorher zugesandt bekommen. Vielleicht war sie unterwegs oder anderweitig nicht
verfügbar, - das kann ja sein.
MH: Das schreibt sie aber ein wenig anders in ihrem Buch "Nicht nur Uhura". Dort erzählt
sie, wie sie William Shatner gegenüber erwähnte, Gene Roddenberry sei ein Mann mit einem enormen Hunger
auf das Leben gewesen. Shatner schreibt aber in ""Star Trek" Erinnerungen", Nichols
hätte Roddenberry als einen Mann mit einem unersättlichen Sex-Hunger beschrieben.
RA: Nun, - den hatte Gene tatsächlich. (lacht)
MH: Das mag ja sein...
RA: Das einzige, was ich dazu sagen kann, ist: Ich weiß, dass Bill einen Rekorder für solche
Interviews benutzt hat.. und ich weiß auch, dass er ihn bedienen kann.
MH: Zurück zu Gene Roddenberry. Nach "Star Trek": The Motion Picture hatte er ja
einerseits einen gutbezahlten Job, andererseits aber nicht mehr viel Einfluss...
RA: Gene hat oft gesagt, dass er gerne weniger Geld verdient hätte, wenn er dafür mehr
künstlerische Kontrolle erhalten hätte. Die Einstellung des Studios war einfach die: "Ja, Du hast
die erfolgreichste Serie erfunden, die wir je hatten. Aber nun hau ab und lass uns so weitermachen, wie wir es
für richtig halten!" Aber Gene verschwand nicht einfach, sondern kämpfte. Und er kämpfte
andauernd. Er kämpfte bei der Serie, bei den Filmen, bei dem Merchandise...es war ein fortwährender
Kampf um Kontrolle und um Einfluss.
MH: Kann man das wirklich so leicht auf diesen Nenner bringen?
RA: Kann man. Es gab einen Moment, wo Gene recht offen gesagt wurde: "Wir könnten soviel mehr
Dollars mehr verdienen, wenn Du Dich nicht andauernd in unseren Weg stellen würdest!" Und daran konnte
man es wieder ganz deutlich erkennen: Dem Studio ging es um: "Wie viel Geld können wir machen?"
und Genes um "Wie können wir es richtig machen?".
MH: Wo wollte das Studio denn noch mehr Geld rausholen?
RA: Gene sagte immer, dass das Studio die Fans als Melkkühe ansah. Das Studio glaubte: Egal, was unter
dem Namen "Star Trek" auf den Markt kommen würde, die Fans würden es kaufen. Nun, Gene
- der die Fans sehr schätzte - sagte: Das ist falsch! Alles was auf den Markt kommt, muss unmittelbar mit
"Star Trek" zu tun haben. Mit der Philosophie "Star Trek"s, mit den Werten
"Star Trek"s... Er versuchte alles, die Studio-Strategie zu behindern und dieser Kampf endete
tatsächlich erst in dem Moment, als Gene starb.
MH: Dann hatte er ein großes Problem mit dem Merchandise?
RA: Vor allem mit den Büchern! Gene machten diese verdammten Bücher wirklich zu schaffen.
MH: Das war dann der Punkt, wo Du Dich offiziell mit den Büchern beschäftigt hast?
RA: Fast. Es gab einen Moment, in dem Paramount sich in den Kopf setzte, unbedingt 12 Romane in einem Jahr
auf dem Markt zu bringen. Also genau einen Roman pro Monat! Und Gene fragte sie: "Wo steht geschrieben, dass
Ihr diese Menge an Büchern produzieren müsst? Ihr habt schon Probleme, sechs gute Bücher pro Jahr
rauszubringen und jetzt wollt Ihr zwölf veröffentlichen!" Aber Simon & Shuster machte viel Geld
mit den Romanen, also zogen sie es durch.
[Anmerkung der Redaktion: Simon & Shuster bringt in Amerika die "Star Trek"-Romane auf den Markt und gehört Viacom,
der Muttergesellschaft von Paramount.]
MH: Aber Roddenberry hatte doch ein Mitspracherecht bei den Romanen?
RA: "Star Trek" war seine Schöpfung und das Mitspracherecht stand in seinem Vertrag.
Er nahm dieses Recht bei den Büchern am Anfang nicht so ernst, weil er annahm, "Star Trek"
sei am Ende. Als es dann mit dem ersten Film losging, hatte er zuviel zu tun und ließ die Autoren machen.
Bis Della van Hise mit "Zeit zu töten" auf den Markt kam.
MH: Gutes Buch, - wo ist das Problem?
RA: Nachdem die erste Auflage veröffentlicht wurde, erhielten wir einen Brief von einer Mutter, in der
sie sich bitterböse über die Pornografie im Buch beschwerte! Also nahmen wir eine Ausgabe des Buches in
die Hand und was sahen wir? Da waren homoerotische Szenen zwischen Kirk und Spock in der Gesichte. Du weißt
schon: "Spock liegt mitten auf Kirk", "Braune Augen, die sich in Schwarzen verloren" und all
so was.. die ganze Palette. Und Gene rief: "Oh mein Gott!" Niemand hatte es bemerkt, denn auch im
Verlag hatte es niemand richtig gelesen! Das war der Punkt, an dem Gene feststellte, dass er alle Roman-Inhalte
gegenchecken musste.
[Anmerkung der Redaktion: Die betreffenden Inhalte in "Zeit zu töten" wurden in der zweiten Auflage umgeschrieben.]
MH: Hat Roddenberry denn alle Romane kontrollieren können?
RA: Er hat sie noch nicht mal alle lesen können! Er und sein Team waren gerade dabei, "The Next
Generation" zu entwerfen und so wurde es mein Job, die ganzen Bücher zu lesen und darauf zu achten, dass
sie der Philosophie "Star Trek"s entsprachen und auch in die Kontinuität der Serie passten.
MH: War das viel Arbeit?
RA: Ich hatte in der Tat keine Ahnung, wie viel Arbeit da auf mich zukam. Es war gigantisch. Ich musste
mich durch die verschiedenen Manuskripte durcharbeiten, durch die Änderungen, die Anmerkungen, mit den
Autoren diskutieren...
MH: Waren die Autoren denn schwierig?
RA: Es gab einige Autoren, mit denen man wunderbar zusammenarbeiten konnte. Man gab ihnen einige Seiten mit
Anmerkungen, wie "Auf Seite 12 hat Captain Kirk die Hände in den Taschen. Das Problem ist nur, dass in
den Uniformen keine Taschen sind." und sie änderten das. Fein, kein Problem.
Dann gab es andere Autoren, wo es nicht so glatt lief. Da kam es mitunter zu regelrechten Kämpfen um
bestimmte Stellen und manche wurden Gene gegenüber sehr persönlich. Er hatte zwar "Star
Trek" erfunden, aber diese Autoren waren nun der Ansicht, sie würden das wahre "Star
Trek" schreiben.
MH: Hast Du da ein Beispiel in petto?
RA: Eines der ersten Manuskripte, das ich in meiner neuen Funktion lesen musste, war "Der Weg der
Romulaner" von Peter Morwood und Diane Duane. Was Gene am meisten aufregte, war der Titel des Buches. Er
lautete "Der Weg der Romulaner", aber schon im Vorwort schrieben die Autoren: "Lasst uns eines
klarstellen: Es gibt keine Romulaner! Eigentlich heißen sie Rihannsu!" Genes Antwort war: "Okay,
fein. Dann könnt Ihr aber auch leider kein "Star Trek"-Buch schreiben. Denn wenn Ihr eine
Geschichte schreiben wollt, die in meinem Universum spielt und von einer Rasse handelt, die ich erfunden habe,
dann könnt Ihr sie nicht einfach so nennen, wie Ihr wollt."
Die Antwort des Studios war: "Nun, - das Buch ist leider schon im Druck." Und damit fingen die
ganzen Probleme eigentlich an und ich saß genau in der Mitte.
MH: Gab es diese Probleme noch, als Du Deinen letzten "Star Trek"-Roman gelesen hast?
RA: Der letzte Roman, den ich las, war "Die Sonde" von Margret Wander-Bonnano. Und das Ganze
passierte, als Gene bereits zu Hause war und im Sterben lag. Margret hatte eine Figur in dem Roman geschaffen,
die eindeutig Gene verspotten sollte. Die Menschen um Gene herum waren darüber noch empörter, als er es
selbst war.
MH: Was für eine Figur war das?
RA: Ein Charakter namens Lord Rodney Harbinger. Er war ein Komponist, der nur ein einziges brillantes
Stück in seinem Leben geschrieben hatte und dieses seitdem nur variierte. Zu dem Zeitpunkt, wo er im Buch
auftaucht, ist er ein fetter, kranker Alkoholiker, der allen möglichen Frauen nachsteigt. Genes Freunde
waren darüber stinksauer.
[Anmerkung der Redaktion: "Rod" war Roddenberrys Spitzname und "Harbinger" bedeutet so viel wie
"Der mit allem begann".]
MH: Auch wenn es unmöglich klingt: Kann das Zufall gewesen sein?
RA: Es gab außerdem eine Zeile in dem Buch - ich erinnere mich noch genau an die Seite -, wo ein
romulanischer und ein vulkanischer Archäologe auf einem Planeten namens "Korf" stehen und
darüber diskutieren, wie das Volk heißt, das auf diesem Planeten gelebt hat. Der eine Archäologe
meint "Drahcir" und der andere "Dlonra". Die Romulanerin wird irgendwann ungeduldig und sagt:
"Korf, Drahcir, Dlonar - wen kümmerts?". Und ich stocke, schaue noch einmal zurück und da
steht tatsächlich rückwärts geschrieben: "Fork Richard Arnold". Und ich weiß
ziemlich genau, was Fork bedeutet. Fork ist eine Umschreibung für etwas, bei dem man den Finger benutzen
kann, wenn man in Eile ist....
MH: Ok, - kein Zufall.
RA: Ich konnte das kaum glauben und auch Gene konnte es kaum glauben. Sie benutzte Codes, um kleine
Beleidigungen im Text unterzubringen! Gene warf sie raus und ließ das Buch von Seite 1 an umschreiben.
MH: Ich kann mir vorstellen, dass Dir das Lesen nicht so viel Spaß machte.
RA: Es machte mir tatsächlich wenig Freude. Ich nahm die Bücher mit nach Hause und las sie, -
weil es meine Aufgabe war. Freiwillig hätte ich das nie getan.
MH: Nachvollziehbar: Versteckte Beleidigungen, homoerotische Szenen zwischen Spock und Kirk...
RA: Da gab es noch viel mehr. In "Ishmael" wurden copyright-geschützte Figuren von anderen
Studios verwendet. In "Das Schlachtschiff" und "Der Verräter" tauchen jede Menge
militärischer Begriffe auf, nachdem Gene dies Diane Carey explizit untersagt hatte! Sie schrieb sie trotzdem
rein und danach schrieb sie bis zu Genes Tod keinen einzigen "Star Trek"-Roman mehr. Auch die
romulanischen Lesben und die K/S-Stories fanden ein Ende. Spock und Kirk waren Freunde, aber nie Liebhaber! Gene
hat auch in seinem Roman zum ersten Film in einer Szene ganz eindeutig darauf hingewiesen.
MH: Da solltest Du wirklich nicht einen gewissen Teil der Fanfiction lesen...
RA: Der "Star Trek"-Autor Peter David - der übrigens ganz exzellente Romane schreibt
- hat in einem Comic die Crew der Enterprise auf einem Planeten voller Fans landen lassen. Und in einer Szene
bekommen Kirk und Spock einen Comic in die Hand, den einer ihrer Fans gezeichnet hat. Plötzlich schnellt
Spocks Augenbraue in die Höhe und Kirk stammelt nur noch: "Oh mein Gott, Spock! Das sind Sie. Und ich.
Und wir..... AAAH!" Und plötzlich reißt ihm ein Fan den Comic weg, entschuldigt sich hastig und
meint: "Das hätten Sie gar nicht sehen sollen, - wir werden es sofort vernichten!" Und Spock und
Kirk sagen: "Nein, tun Sie das nicht. Es trifft zwar nicht zu, aber wir würden niemals etwas
zensieren!"
David hat damit eine witzige Hommage an Gene und seine Einstellung verfasst.
MH: Kurz nach Roddenberrys Tod wurdest Du gefeuert.
RA: Das ist richtig. Keine zwei Wochen nach seiner Beerdigung brachte ich einige Sachen an das Set von
"The Next Generation" und als ich zurückkam, fing mich ein Wachmann ab und sagte mir, ich
dürfe nicht mehr in mein Büro und müsse das Gelände nun verlassen. Sie tauschten die
Schlösser an meiner Tür aus und reichten mir noch meine Jacke raus. Und das war es.
MH: Nicht ganz, - einige Tage später fragte Paramount Dich doch, ob Du nicht für eine spezielle
Veranstaltung Bilder beisteuern könntest, oder? Ist das eine spezielle Form der Ironie oder einfach nur
Hollywood?
RA: Es war nicht einige Tage später. Es war direkt am nächsten Tag. Und lass es mich so sagen:
Es gibt besseren Stil.
MH: Seitdem tingelst Du durch die Welt, besuchst rund 40 Cons im Jahr. Hast Du inzwischen auch wieder
Deinen Frieden mit dem Studio geschlossen?
RA: Ich darf zu bestimmten Anlässen ans Set, habe aber keine permanente Arbeitsbeziehung mit
Paramount. Es kommt vor, dass sie was wissen oder haben wollen und zumeist kann ich helfen. Ansonsten reise ich
viel, das stimmt.
MH: Ist das nicht sehr frustrierend? Du musst zusehen, wie sich "Star Trek" entwickelt
und weißt als einer von ganz wenigen sehr genau, wie Gene Roddenberry wohl darüber gedacht hätte.
Aber ändern kannst Du nichts mehr.. eigentlich bist Du doch ein Opfer dieses langen Kampfes. - Ein Verlierer,
oder?
RA: Ich sehe mich nicht als Verlierer, denn es war nicht mein Kampf. Es war Genes. Er hat ihn gut gefochten
und wir haben ihn immer unterstützt. Aber schlussendlich war es sein Kampf, nicht meiner. Natürlich
weiß ich, dass "Deep Space Nine", "Voyager" und die Kinofilme nicht
Genes "Star Trek" darstellen, aber das ist nicht weiter schlimm, denn Genes "Star
Trek" existiert ja noch. Und mit ihm die Fans. Manchmal klingeln "Star Trek"-Fans an
meiner Tür und wollen mit mir reden. Manchmal kommen sie dafür von weit her und das finde ich unheimlich
nett. Auch die Fans auf den Conventions, - mit vielen davon kann ich mich identifizieren. Ich bin einer von ihnen.
MH: Richard, vielen Dank für dieses Gespräch.?
Die neue Ausgabe des Printmagazins "Space View" erscheint am 27. August und beschäftigt sich mit
den Serien Enterprise", "Buffy" (Finale!), "Stargate", "Smallville",
"Farscape", "Roswell", "Angel", "Manga & Anime".
(Zurück zum Inhalt)
Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln
die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des
Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu:
kreuzfeuer@corona-magazine.de. Bitte
beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem
Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion
bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!
Corona Magazine #111
Leserbriefe zur Kolumne: Keine Pause für Star Trek
Hallo und guten Tag Thomas Höhl,
zu Deiner Frage: Gibt es noch irgendjemanden auf diesem Planeten, der nicht der Meinung ist, dass eine Pause
für "Star Trek" an der Zeit oder zumindest hilfreich wäre?
Ja, den gibt es. Nämlich MICH! Also sind wir schon zu zweit. Auch wenn die "alten" Serien seit
Jahren bei Sat1 und nun bei Kabel 1 herumdümpeln, schaue ich mir die Folgen immer wieder gerne an. Es macht
zwar nicht mehr so viel Spaß wie früher, da die Senderlogos immer größer werden und die
Werbeeinblendungen, meiner Meinung nach, häufiger nerven. Auch die ewigen Einblendungen während der
Sendung finde ich echt übel. Auf Video kann man bald nichts mehr aufnehmen. Ich glaube die Sender haben
andere Ambitionen warum "Star Trek" überhaupt noch gesendet wird. Die Serien sind bezahlt
und halbwegs erfolgreich. Auf die Fangemeinde wird nicht geachtet.
Als im Internet die Gerüchteküche über "Star Trek: Nemesis" brodelte, habe ich
mir einen Drehbuchentwurf besorgt, um mehr über die neue Geschichte zu erfahren. Das Drehbuch war toll und
spannend wie ein Krimi. Und was haben die Idioten von Paramount daraus gemacht? Einen öden, grottenschlechten
Film. Ich war mit 4 Leuten in einem recht großen Kino, als ich den Film gesehen habe. Das sagt ja wohl
alles. Und das es ein mit relativ bescheidenem Budget produzierter SF-Film war, kann nicht sein wenn man
überlegt wie hoch die Gage von Patrick Stewart war. Mit "Pause" hat das alles nichts zu tun. Der
blanke Kommerz und Leute wie Rick Berman produzieren "schnelle" Filme in kurzer Drehzeit und kurzer
Filmlänge. Das man darauf geachtet hat, dass der Film weit unter 2 Stunden bleibt, ist blödsinnig. Wenn
ein Film gut ist, möchte ich, dass er gar nicht wieder aufhört. Ich erinnere an den "Herr der
Ringe". Was waren das für gute, lange, spannende Filme.
Tja, was soll ich noch sagen! Ich bin immer noch ein "Star Trek"-Fan. Aber ich glaube es
wäre besser, wenn sich in Zukunft andere Leute um die Fortsetzung dieser tollen Idee von Gene Roddenberry
kümmern würden.
- Hans-Joachim Teiwes
Hallo Thomas,
das ist eine interessante Meinung, die Du im neuen Corona Magazine schreibst. Ich glaube aber, dass es einen
Unterschied zwischen dem "Enterprise"- oder "Voyager"-Fan und dem "Star
Trek"-Fan gibt. Ich bin nämlich schon sehr lange "Star Trek"-Fan (aber mag
Enterprise nicht so doll!) und habe dieses Universum lieb gewonnen, aber momentan sind die Geschichten alle
verbraucht. Ich schlage darum vor, eine Pause zu machen, in dem alte ST-Serien wiederholt werden, aber nichts
Neues produziert wird. Paramount verkauft trotzdem Merchandise und braucht nicht Pleite zu gehen.
Wenn in ein paar Jahren neue Serien neue Inspirationen und vielleicht auch neue Mitarbeiter bei "Star
Trek" gebracht haben, können sie wieder anfangen.
Es mag sein, dass ich hier zu optimistisch bin, aber ich fände eine Pause nicht schlecht. Sonst schau ich
mir halt wieder TNG auf DVD an. :-)
- Bernd Hiltrop
Guten Tag!
Gerade habe ich die Kolumne mit Genuss gelesen!
Ich stimme Ihnen zu, voll und ganz! Und deshalb einen herzlichen Dank, das jemand den Mut findet diese Position
zu vertreten! Mir macht "Star Trek" Spaß, ich mag die meisten Filme und auch solche wie
ST7 die nicht so viele Anhänger haben. Ich liebe TOS, TNG, VOY, ENT und vor allem DS9.
Aber ich bin sicher niemand, der "Star Trek" konsumiert, weil es "Star Trek"
gibt. Ich habe keine Uniform, keine Tasse, keine Poster (OK, eines, aber das habe ich geschenkt bekommen), keine
Autogramme, gehe zu keinem "Trek"-Dinner oder zu irgendwelchen Conventions. Ich bin zwar im
Offiziellen Club, aber eigentlich auch nur, um die Zeitung mit der Post zu bekommen.
Das einzige was ich kaufe, sind die Sammelboxen mit den DVDs und früher Videos und Laserdiscs. Mir würde
in einer Pause etwas fehlen. Wenn ich eine Pause will, nehme ich die Fernbedienung zu Hilfe!
- Bernd Thomas
(Zurück zum Inhalt)
Da in den USA noch immer Sommerpause ist, werde ich mich in dieser Ausgabe des Rating Reports ganz auf Serien in
Deutschland konzentrieren.
Zurzeit laufen hier fünf Genreserien in Erstausstrahlung in der Primetime von Sat.1, Pro Sieben und RTL 2.
"Special Unit 2" ist dagegen gerade zu Ende gegangen und bescherte Pro Sieben recht gute Quoten.
Die Serie wurde nach nur zwei Staffeln vom amerikanischen Network UPN eingestellt, da die Serie nicht genug
Zuschauer finden konnte. In Deutschland dagegen war sie aber ein richtiger Hit. Nicht so recht in Fahrt kommen
konnten dagegen "Buffy" und "Angel" am Mittwochabend. Die Quoten pendeln bei
beiden Joss Whedon-Kreationen immer um die 10% Marke bei den 14-49jährigen (auch gerne schlicht "die
Zielgruppe" genannt). Wenn man bedenkt wie erfolgreich die Serie vor einigen Jahren am Samstagnachmittag
gelaufen ist, so muss man sich schon fragen ob der Sendeplatz ungeeignet für das Format, oder die Serie
inzwischen einfach "out" ist.
Schuld am eher schlechten Abschneiden dürfte auch die zeitgleiche Konkurrenz durch die sechste Staffel von
"Stargate" bei RTL 2 sein. Die SF-Serie erzielt praktisch immer bessere Quoten als das
Horrorformat auf Pro Sieben. Im Anschluss an "Buffy" läuft auf Pro Sieben
"Angel", bei RTL 2 folgt auf "Stargate" die dritte Staffel von
"Andromeda". Hier sieht es schon wieder ganz anders aus. Während die Zuschauer nach
"Buffy" in der Regel dranbleiben - die Zuschauerzahlen und Marktanteile von
"Angel" schwanken nur minimal zur jeweils zuvor gesendeten "Buffy"-Episode -
verliert "Andromeda" viele Zuschauer gegenüber "Stargate". Im Schnitt
erreicht die Serie an die 8% Marktanteil in der Zielgruppe, was für RTL 2 aber immer noch ein recht
ordentlicher Wert ist.
Die fünfte Genre-Primetime-Serie ist schließlich der jüngste "Star
Trek"-Spin-Off "Enterprise". Auf Grund der "Star Search"-Show ist die
Serie erst seit rund einer Woche wieder auf den deutschen Bildschirmen zu sehen. Neu ist nun auch, dass die Serie
jetzt zusätzlich auch am Samstag gegen 19:15 Uhr gezeigt wird. Leider kehrte die Serie auch noch an diesem
neuen Samstagstermin aus der Pause zurück - die Quoten waren dementsprechend schlecht. Dagegen erreichte die
erste neue Folge am Freitagabend gleich auf Anhieb 12,1% Marktanteil in der Zielgruppe. Die zweite
Samstagsausstrahlung war dafür nur geringfügig besser als das Debütfiasko. Sat.1 hat der Serie mit
dieser Doppelprogrammierung offensichtlich keinen guten Dienst erwiesen.
Abseits der Primetime läuft zurzeit "Roswell" am Samstagnachmittag auf Pro Sieben. Aber wie
in den USA ist auch in Deutschland das Zuschauerinteresse recht schwach.
Freuen kann sich aber Kabel 1 über seine "Star Trek: The Next Generation"-Wiederholungen.
Letzte Woche erreichte eine Folge sogar über 10% Marktanteil in der Zielgruppe. Für Kabel 1 ist das ein
exzellentes Ergebnis, zumal die Serie generell deutlich über dem Senderschnitt liegt.
(Zurück zum Inhalt)
Während über die deutschen Fernsehbildschirme noch die dritte Staffel von "Angel - Jäger
der Fisternis" flimmert, brodelt in Amerika schon die Gerüchteküche in Sachen fünfter
Staffel. Zeit genug, die Ereignisse der vierten Staffel Revue passieren zu lassen. Nachdem die letzte Staffel in
einen höchst dramatischen Cliffhanger gipfelte - Angel (David Boreanaz) liegt gefangen auf dem Grund des
Meeres und Cordelia (Charisma Carpenter) weilt als höheres Wesen in einer anderen Dimension -, sieht der
Auftakt der vierten Staffel den spärlichen Rest von Angel Investigations relativ ratlos. Wesley (Alexis
Denisof), der mit sich seiner Beziehung zu Lilah (Stephanie Romanov) auf gefährliche Pfade begeben hat,
scheint als Einziger auf Angels Spur zu sein. Fred (Amy Acker) und Gunn (J. August Richards) vertreten
gezwungermaßen die Elternrolle Connor (Vincent Kartheiser) gegenüber - nichts ahnend, welche Rolle
Angels Sohn bei dessen Verschwinden gespielt hat. Dabei sehen sie nicht immer ganz so glücklich aus. Eine
Gefühlslage, die sie eindeutig mit Wesley - und so ziemlich jedem anderen Charakter der Serie, ausgenommen
Lorne vielleicht, - teilen. Wesley gibt jedoch im Gegensatz zu ihnen als düsterer Einzelkämpfer eine
äußerst interessante, da zwiespältige Figur ab. Der Schritt zur dunklen Seite, sein Techtelmechtel
mit Wolfram & Hart, verleiht Wesleys Charakter ganz neue Nuancen und gibt ihm mehr Tiefe. Doch die drei verbindet
noch mehr als nur eine gewisse unglückliche Grundstimmung. Das Dreiecks-Verhältnis Gunn, Fred und Wesley
überzeugt definitiv als gelungene Charakterstudie und spart dabei nicht an Eifersüchteleien und
schmerzhaften Emotionen.
Weniger ist manchmal mehr
Die Ereignisse kommen richtig ins Rollen, als Cordelia zurückkehrt und sich an nichts erinnern kann. Doch so
dramatisch auch ein Gedächtnisverlust ist - je länger er dauert, desto ermüdender gestalten sich
die Versuche, die Erinnerung zurück zu gewinnen, für die Zuschauer, die ihr Gedächtnis
schließlich nicht verloren haben. Einzig die Episode "Spin the Bottle", zu der Joss Whedon
höchstpersönlich Regie und Drehbuch ablieferte, bietet ein gelungenes Intermezzo. Durch ein magisches
Ritual, dass Cordelia ihre Erinnerung zurückgeben sollen, werden alle in ihr ihr 17. Lebensjahr
zurückversetzt. Ein dämonischer Spaß, der sogar zum Erfolg führt. Doch nun wird Cordelia von
schrecklichen Visionen gequält: Die Apokalypse steht kurz bevor. Allerdings lässt sie sich doch noch
etwas Zeit: Um das kommende Unheil für die Zuschauer immer noch bedrohlicher zu machen, zögern die
Drehbuchautoren den weiteren Handlungsverlauf hinaus. So wüsste Lorne, der Cordelia gelesen hat, was
passieren wird, wenn Wolfram & Hart ihm dieses Wissen nicht buchstäblich aus dem Gehirn gesaugt hätten.
Was zunächst ein geschickter Schachzug ist, um die Spannung zu steigern, wirkt schließlich wie eine
Verlegenheitslösung, als ob der Superbösewicht erst noch gesucht werden müsste. Als erster
scheinbar allmächtiger Gegner tritt Angel und seiner Crew das Biest (Vladimir Kulich) gegenüber. Da es
erstmals an der Stelle in Erscheinung tritt, an der Connor geboren wurde, glaubt dieser an eine Verbindung
zwischen ihm und dem teuflischen Untier. Als er von Lilah Auskunft begehrt, wird er Zeuge, wie das Biest alle
Wolfram & Hart-Mitarbeiter massakriert. Alle Mitarbeiter? Natürlich nicht, denn Lilah gelingt die Flucht. Sie
ist ein viel zu guter Charakter, als dass sie einfach so geopfert werden könnte. Zumal die vierte Staffel
nicht gerade viele gute Charaktere aufzuweisen hat und die meisten Figuren - Angel und Team inklusive - relativ
eindimensional bleiben. Dabei war es bislang der besondere Charme der Serie, dass die Charaktere nicht einfach
schwarz oder weiß sind, sondern grau in vielen Schattierungen und auch einmal die Grenzen
überschreiten. In der vierten Staffel findet jedoch keine nennenswerte Charakterentwicklung statt. Statt
innerer Spannung setzen die Episoden auf äußere Action.
Zu viele Köche verderben den Brei
In Los Angeles bricht buchstäblich die Hölle los, als es Angel und seiner Gang nicht gelingt, das Biest
zu stoppen. Erstaunlicherweise scheint es Angelus zu kennen, obwohl Angel keine Erinnerungen an das Biest hat.
Für sich genommen sind sowohl die Actionszenen als auch der Spannungsaufbau gelungen. Doch offenbar hatten
die Macher der Serie zu wenig Vertrauen in ihre eigenen Geschichten. Anstatt die Ideen auszuspielen, setzen sie in
immer schnellerer Abfolge auf neue Handlungsstränge und noch unbesiegbarere Supergegner. Seien es diverse
Ein- und Ausbrüche bei Wolfram & Hart, die fünf Totems, die die Welt vor Schaden bewahren sollen - oder
Angelus. Keine Frage, dass Angelus einer der härtesten Gegner ist, die man sich denken kann. Aber die
Umstände seiner Wiederkehr sind etwas seltsam, so dass der leise Verdacht aufkeimt, dass Angelus als Trumpf
aus dem Ärmel gezogen wurde, um endlich einen guten Bösewicht vorweisen zu können. Sei es drum -
dafür entschädigen die bitterbösen Duelle, die Angelus sich mit Wesley & Co. liefert.
Nichts gegen eine gute Verzögerungstaktik, die geschickt die Spannung bis zum großen Finale aufbaut,
aber irgendwie funktioniert das in der vierten Staffel nicht richtig. Jede neue Handlungswende wirkt eher, als
hätten die Drehbuchautoren vergeblich versucht, den richtigen Weg zu finden. Einen durchgehenden roten Faden
lässt die Staffel jedenfalls schmerzlich vermissen. Ein großer Schwachpunkt ist zudem, dass das
große Böse, das von Folge zu Folge mehr aufgebauscht wird, schließlich den Erwartungen nicht
entspricht. Da die Zuschauer weder von Jasmins (Gina Torres) Schönheit geblendet sind, noch ihren anderen
manipulierenden Künsten verfallen, wirkt das Verhalten von Angel & Co. ziemlich lächerlich und wenig
glaubhaft. Zwar hat dieser Teil der Staffel auch witzige Momente - so singen Angel und Connor z. B. im Duett ein
Loblied auf Jasmin zu der Melodie von Barry Manilows Schnulze "Mandy" -, doch über die Dauer von
sechs Episoden wirkt das Ganze recht langatmig. Cordelias Verstrickung in diesen Handlungsstrang lässt sich
wohl nur mit Charisma Carpenters Schwangerschaft im wirklichen Leben erklären. Cordelia als durchtriebene
Übermutter im Lack-und-Leder-Outfit wirkt mehr als befremdlich. Vor allem die zum Teil reichlich abstrusen
Argumente, mit denen sie sich den ihr vollkommen ergebenen Connor gefügig macht, ziehen die Figur ins
Lächerliche. Connor soll offenbar - so wie Dawn (Michelle Trachtenberg) in "Buffy - Im Bann der
Dämonen" - die Teenager-Fraktion stellen, aber der Charakter bleibt wirr und gerät zusehends
ins Abseits.
Doch zum Glück hat der Glaube "Angel" nicht verlassen! Für ein kurzes Gastspiel mischt
Faith (Eliza Dushku) im Kampf gegen Angelus die Szenerie ordentlich auf, bevor sie zur siebten und letzten Staffel
von "Buffy" wechselt, in der sie ab der Folge "Dirty Girls" schlagkräftige
Unterstützung leistet. Auch Willow (Alyson Hannigan), der es bislang als einzige gelungen ist, Angel seine
Seele wiederzugeben (siehe "Spiel mit dem Feuer", "Buffy", 2. Staffel) glänzt in
der Episode "Orpheus" mit einem Gastauftritt. Die Episode "Long Day's Journey" ist
übrigens Glenn Quinn (Francis Doyle aus der ersten Staffel) gewidmet, der am 3. Dezember 2002 an einer
Überdosis Drogen gestorben ist. Bei der Episode "Soulless" führte Sean Astin Regie, inzwischen
besser bekannt als Hobbit Sam aus Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Verfilmung.
Der Cliffhanger zur fünften Staffel macht auf jeden Fall den Mund wässrig auf neue Folgen: Wolfram &
Hart sind wieder auferstanden - das komplette Gebäude samt Mitarbeitern, deren Verträge
schließlich bis über den Tod hinaus gelten. Sie bieten Angel und seinem Team an, die Leitung ihres
Büros in Los Angeles zu übernehmen. Ob diese sich von diesem Angebot korrumpieren lassen? Auf die
Beantwortung dieser Frage darf man ebenso gespannt sein wie auf Harmony (Mercedes McNab) und Spike (James
Marsters), die, Berichten von Ain't-it-cool-News zufolge, als Sekretärin bei Wolfram & Hart bzw. als Geist in
Erscheinung treten sollen.
Links zum Thema:
http://www.thewb.com/ - Offizielle Angel-Seite
http://us.imdb.com/ - Allgemeine Informationen zur Serie
Amazon-Links zum Thema:
"Angel - Jäger der Finsternis: Season 2.1 Collection" - DVD Box Set zum Preis von 54,00 EUR
"Angel - Jäger der Finsternis: Season 2.2 Collection" - DVD Box Set zum Preis von 54,00 EUR
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"Matrix", "Herr der Ringe", vielleicht sogar "Harry Potter":
Große Produktionen sind hoch im Kurs. Action darf sein, aber wenn, bitte mit Anspruch. Das zieht beim
Kinopublikum und könnte den Trend stoppen, der im Moment nur nach unten zeigt. Die Einnahmen gehen
zurück, hier und da machen die Kinos dicht, denn die Spaßgesellschaft ist zermürbt vom 11.
September, von der Rezession, von Irak-Krieg und vom Teuro. Ein Abend im Kino kostet mehr als ein Familieneinkauf
bei Aldi für die nächste Woche.
Doch Hollywood stellt sich den Kinosommer anders vor: Wuchtige, "krawummeske" und teure Neuauflagen
füllen die Kinos und nehmen den guten Filmen die Säle weg. "2 fast 2 furious",
"Bad boys 2", "3 Engel für Charlie 2" und nun das: der zweite Teil der
Computerspiele-Verfilmung "Tomb Raider": "Die Wiege des Lebens".
Da verspricht ein alter, sagenumwobener Schatz, die legendäre Büchse der Pandora, die Herrschaft
über die ganze Welt und unerschöpflichen Reichtum. Doch wie das so ist mit Gegenständen, die Macht
versprechen, lassen sich diese auch missbrauchen. Gut, dass es da die vollbusige Diplomarchäologin Lara Croft
gibt, die sich lieber in Latexanzügen durch die Gegend hangelt und sich ohne Hintergedanken für fremde
Belange einsetzt statt in staubtrockenen Bibliotheken verstaubte Wälzer durchzuackern. Croft ist so ein
herzensguter Mensch, dass sie das Schicksal der Welt in ihre Hand nimmt, um die Menschheit vor dem Verderben zu
retten. Sie macht sich auf zu einem riskanten, diabolischen Wettlauf durch Hongkong, Kenia, Wales und Griechenland.
"Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" ist der zweite Film, für den sich eine
Oscar-Preisträgerin, nämlich Angelina Jolie, jeglichem Anspruch verwehrt und dafür zur Actionheldin
wird. Scharfe Waffen, knallharte Action, stylische Bilder und heiße Kurven sollen vor allem die Männer
in die Kinos holen. Dass die Story dabei zurückbleibt, scheint die Macher hier nicht zu stören.
In den USA haben sich die Hoffnungen schon mal nicht erfüllt, dem großen Franchise zum Trotz, das
Action-, Frauen- und Computerspielefans unter einem Dach vereint. In ihrer ersten Woche hat es die
Spiele-Verfilmung nur auf Platz 4 der US-amerikanischen Kinocharts geschafft - welch ein Hieb, den der Film da
verpasst bekommen hat. Am ersten Wochenende spielte er gerade mal 21,7 Millionen US-Dollar ein. Der Vorgänger
schaffte dagegen mehr als doppelt so viel, nämlich 47,7 Millionen.
Auf den drei Plätzen davor lagen Filme, von denen man allesamt nicht gedacht hätte, dass sie ein
Franchise wie "Tomb Raider" so bombardieren könnten: Der recht lau betrailerte
"Bad boys 2", die Piratenparodie "Fluch der Karibik" und auf Platz 1 ein mit
nur 39 Millionen US-Dollar recht preiswert produzierter und überbordender Kinderfilm aus dem Hause Robert
Rodriguez: "SpyKids 3D". Der Film hat mit 32,5 Millionen US-Dollar am ersten Wochenende fast
schon die Produktionskosten wieder reingeholt. Dagegen erscheinen die Einspielergebnisse des teuren "Lara
Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" geradezu lächerlich.
Aber wo liegt die Schuld? Der Vertriebschef von Paramount meint, das zu wissen. Im Reuters-Interview gab Wayne
Lewellen den Kollegen bei Eidos von der Computerspiele-Front die Schuld: Die schlechte sechste Auflage der
kurvigen Archäologin zum Daddeln, "Tomb Raider: Angel of darkness", sei unter anderem
für den Flop an den Kinokassen verantwortlich.
Das Spiel ist zwar ganz okay, verkauft sich aber tatsächlich so schlecht, dass Eidos nun dem Studio Core
Design die Marke "Tomb Raider" entzogen hat und Nummer 7 nun wohl aus dem Hause Crystal Dynamics
kommen wird. Kennen wir das irgendwoher? Ja. Es ist sozusagen dieselbe Geschichte, die wir von "Star
Trek" kennen - nur andersherum, denn da hat sich die Spielefirma Activision über
"Nemesis" beschwert, der an den Kinokassen so schlecht daherkam.
Und die Gemeinsamkeiten gehen noch weiter: Sowohl "Star Trek" als auch "Lara
Croft" scheinen ausgelutscht zu sein, das Franchise am Ende. Die Produktionskosten könnte
"Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" zwar wieder reinholen, aber vielleicht lernt
Hollywood gerade in diesem Jahr aus dem ein oder anderen Flop, den die Neuauflagen heraufbeschwören. Zu
wünschen wäre es jedenfalls, nicht zuletzt uns arg gebeutelten Zuschauern.
Links zum Thema:
http://www.tombraider.de/
Amazon-Links zum Thema:
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PC (39,95 EUR)"
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(Zurück zum Inhalt)
Superhelden haben's nicht leicht. Manchmal hört man lange Zeit gar nichts von ihnen, dann tauchen sie
plötzlich und erfolgreich wieder auf - etwa im Kino. Prompt folgen dann ein paar Mitstreiter aus dem
Vorruhestand auf die Leinwände, von denen man zumindest hierzulande nicht unbedingt viel gehört hat. Die
Kinos klagen, die Filme floppen, die Studios lernen: Zuviel Held tut keinem gut.
In der Welt der gedruckten Comics ist das ähnlich. Interessanterweise treten die mächtigen
Übermenschen dort für gewöhnlich im Rudel auf: Das war in den 40er Jahren so, dann wieder in den
70ern und mit Abstrichen auch in den 80ern und 90ern. Einige Medienexperten führen das auf die Weltlage
zurück: Bei etlichen globalen Krisen, seien es der Zweite Weltkrieg, das Wettrüsten oder das Ende des
kalten Krieges mit seinen Folgen, waren die Superhelden zur Stelle, um die Menschen von ihren Sorgen abzulenken.
Die aktuellen Kino-Auftritte von Spider-Man, den X-Men oder des Hulk wären demnach ein Gegenpart zur
andauernden Bedrohung durch nebulöse Terroristen und Diktatoren.
Da kommt "Astro City" gerade recht: eine Stadt, in der gleich mehrere Dutzend Superhelden ihrem
Tagewerk nachgehen. Wer nun denkt, in Kurt Busieks genialer Comic-Reihe würden nach dem Motto "viel
hilft viel" gleich serienweise böse Buben dingfest gemacht und eingelocht, täuscht sich. Doch zu
einer Enttäuschung kommt es nicht: Busieks Welt fasziniert auf eine ganz andere Art. Hier stehen die
Heldengeschichten fast im Hintergrund - es geht stattdessen um die Erlebnisse des "Mannes von der
Straße", über die fast nebenbei einmal ein Streiter für Recht und Ordnung hinweg segelt.
Die seit 1995 in den USA veröffentlichte und inzwischen eingestellte Serie ist glücklicherweise in
bislang vier dicken Sammelbänden neu aufgelegt worden. Wir werfen einen Blick in den ersten, "Life in
the Big City" mit den ersten sechs in sich abgeschlossenen Heften, den Ihnen jeder gute Buchhändler
bestellen sollen könnte - ansonsten hilft wie immer Freund Amazon.
Los geht es mit der Geschichte "In Dreams", die einen ganz normalen Tag im Leben des Samaritan
erzählt. Brillant erzählt Busiek, welchen Stress es bedeutet, Superkräfte zu besitzen und nebenbei
noch seinem Beruf nachgehen zu müssen. Nein, keine platte Clark-Kent-Variante, auch wenn der Samaritan bei
einer Zeitung als Lektor arbeitet und gerne die Tür zu seinem Büro abschließt, um in Ruhe die Welt
retten zu können. Wenn der Samaritan nachts um eins todmüde ins Bett fällt und davon träumt,
einmal ungestört durch Wolken zu fliegen, freut man sich regelrecht, selbst keine Superkräfte zu
besitzen.
"The Scoop" beginnt im Büro von Elliot Mills, Chefredakteur des Astro City Rocket. Ein
Nachwuchsreporter entdeckt einen gerahmten Artikel an Mills' Bürowand, der so gar nicht zum Rocket passen
will - weil darin von einem Haifisch in einem U-Bahn-Tunnel die Rede ist. Was wirklich passiert ist, erzählt
Mills seinem zukünftigen Mitarbeiter noch vor dem Mittagessen. Nur soviel: Ein seltsamer Kult von
Haifisch-Menschen und natürlich etliche Superhelden spielen darin eine nicht unbedeutende Rolle. Eine ebenso
schräge wie spannende Geschichte.
"A little Knowledge" berichtet vom Kleinganoven Andrew Eisenstein, der nach einem missglückten
Einbruch zufällig Zeuge wird, wie Held Jack-in-the-Box die Maske vom Gesicht zieht und in seine
bürgerliche Identität wechselt. Hm, wenn Eisenstein ihn enttarnen könnte, würden ihm seine
Bosse viel Geld zahlen - denn Jack-in-the-Box ist beim organisierten Verbrechen ein gehasster Mann. Andererseits:
Vielleicht hat Jack-in-the-Box Eisenstein ebenfalls gesehen und ist ihm schon auf der Fährte?
"Safeguards": Marta ist eine Büroangestellte aus Shadow Hills, einem Vorort von Astro City, auf den
die Städter abfällig und gleichzeitig ängstlich herab sehen: Leben hier doch mindestens genau so
viele Monster und Unholde wie Helden. Selbst der Busfahrer, der Marta jeden Morgen zur Arbeit chauffiert, wischt
sich regelmäßig den Schweiß von der Stirn, wenn er die Stadtgrenze passiert hat. Martas Eltern
sähen es dennoch nur zu gern, dass ihre Tochter in Shadow Hills bliebe und der in ihren Augen nicht minder
gefährlichen Großstadt den Rücken kehrte. Als jedoch eines Tages die Gaunertruppe der
"unheiligen Allianz" die Innenstadt von Astro City in Schutt und Asche legt, wird Marta klar, dass die
Monster nicht an der Stadtgrenze halt machen. "Safeguards" lässt den Leser nachdenklich zurück.
Deutlich witziger ist "Reconnaissance": Den Inhalt dieser Geschichte zu verraten hieße, ihr alle
Spannung zu nehmen. Daher nur soviel: Zwei Bewohner eines leicht heruntergekommenen Mietshauses, ein alter Mann
und ein aspirierender Schauspieler, sind bei weitem nicht das, was sie zu sein vorgeben - und das Schicksal der
Erde steht auf dem Spiel!
Mit "Dinner at Eight" schließt der erste Astro-City-Sammelband: Wir treffen wieder auf den
Samaritan, der von seinen heldenhaften Kollegen einen freien Abend verordnet bekommt. Mit Winged Victory, der
schönsten und stärksten Superheldin der Stadt. Weil die beiden in ihrer Dienstkleidung schon beim
Bestellen ihres Essens keine Ruhe haben, wechseln sie in ihre bürgerlichen Identitäten und tauschen das
Nobel-Restaurant mit einem lauten Diner. Hier erzählen sie sich ganz nebenbei ihre Herkunftsgeschichten und
geraten über ihre unterschiedlichen Einstellungen, was das Retten von Menschen angeht, fies aneinander.
Die sechs Erzählungen sind nicht nur inhaltlich herausragend: Auch die "technische Umsetzung" ist
erstklassig. Zeichner Brent E. Anderson und sowie Cover-/Charakter-Designer Alex Ross mixen Astro City aus
Elementen einer moderner Großstadt, den Gassen und verrauchten Kneipen eines Film Noir und einem Schuss
Futurismus ganz großartig zusammen. Von überproportionalen Muskeln oder seitenfüllenden
Explosionen oder dumpfen Kämpfen keine Spur. Bei aller Wirklichkeitsnähe soll "Astro City"
dennoch keine Stadt aus unserer näheren Umgebung sein. So schreibt Autor Kurt Busiek in seinem Vorwort:
"Mir geht es nicht darum, Superheldengeschichten 'realistisch' darzustellen oder zu zeigen, wie es wäre,
wenn sich Superhelden in unserer Welt aufhielten. Ich will erzählen, wie es sich anfühlen würde,
wenn wir durch die Welt der Superhelden gehen könnten - das ist nicht realistisch, aber sehr
faszinierend." Dieses Ziel haben Busiek, Anderson und Ross absolut erreicht: "Life in the Big City"
ist nostalgisch, futuristisch, unterhaltsam und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Von welchem
Superhelden-Kinofilm unserer Zeit kann man das schon sagen?
Link zum Thema:
"
Kurt Busiek's Astro City: Life in the Big City" im Amazon Antiquariat
(Zurück zum Inhalt)
Was blieb mir nach der letzten Ausgabe des Corona Magazines anderes übrig als der überaus freundlichen
Einladung zum "ThuMB"-Meeting zu folgen und am 2.8.2003 auf den Rheinauen in Düsseldorf zu
erscheinen. Was mich erwartete war eine extrem lustige und agile Truppe, die mich sofort freudig
begrüßte und mir den ersten Drink (Romulan Ale) anbot. (mind. 50%!!) "ThuMB" ist der
Marc B. Lee Fanclub, der ausnahmsweise mal nicht einem Pop- oder Filmstar huldigt, sondern dem Moderator oder
"Master of Ceremonies" der alljährlich stattfindenden "FedCon". Hier wird aber
nicht streng nach Rangordnung und in Uniform gefeiert sondern völlig zwanglos in den Bekleidungsstücken
die bei 35 Grad Celsius im Schatten durchaus angebracht sind.
Das Treffen fand in Düsseldorf mit internationaler Beteiligung statt. Eine Dame reiste sogar aus der Schweiz
an und hat es wahrscheinlich keine Minute bereut. Der Fanclub setzt sich ohnehin aus Mitgliedern aus ganz
Deutschland zusammen. Das verlängerte Wochenende begann am Freitag mit einem Treff in einer Düsseldorfer
Szene-Kneipe. Dieser Tag endete auch in dieser Düsseldorfer Szene-Kneipe mit einer knapp 500 Euro Rechnung.
Weiter ging's am Samstag mit "Grillen am Rhein". Ausgelassen mit Würstchen und diversen
Getränken wurden übers Laptop "Star Trek" und "Fedcon"-DVDs
abgespielt. Das muss wohl den Unmut Düsseldorfer Ordnungshüter auf sich gezogen haben. Die fanden dann
tatsächlich, dass die 0.3 Watt eines Laptops zu laut für die ca. 300 m entfernten Anwohner sind. (Ok,
den Stromgenerator erwähne ich jetzt nicht) Außerdem stand die Frage im Raum, ob wir denn auch die, zu
hauf vorhandenen, Mülltüten benutzen würden? NEIN, natürlich nicht...die ziehen wir uns
über den Kopf und rennen durch die Gegend. Was glaubt eigentlich das Düsseldorfer Ordnungsamt? Na ja.
Alles in allem war es ein sehr lustiger Abend mit "Star Trek"-Fans, die sich und das Fandom
nicht wirklich ernst nehmen. Und das ist gut so.
Und wenn sie mich jetzt fragen, wie man mit zehn Personen in einer Düsseldorfer
Szene-Kneipe kapp 500 Euro auf dem Deckel haben kann.........ich weiß es nicht.
Das nächste Treffen ist schon für den diesjährigen November angesetzt... und dann vielleicht sogar
mit dem angebeteten Marc B. Lee.
Link zum Thema:
http://www.thumb-fc.org
(Zurück zum Inhalt)
Eine Supernova gehört wahrscheinlich zu den spektakulärsten Himmelserscheinungen, die man in der
Astronomie untersucht und die man gelegentlich sogar mit bloßem Auge beobachten kann.
Man schätzt, dass in unserer Milchstraße etwa fünf Supernovae im Jahrhundert vorkommen, von denen
allerdings längst nicht alle von der Erde aus beobachtet werden können, weil sie am anderen Ende der
Galaxis stattfinden oder sich hinter einer Staub- und Gaswolke verstecken. Und die Supernovae, die von der Erde
aus beobachtbar sind, werden leicht übersehen, weil ihr Ausbruch nur einige Tage anhält - da heutzutage
aber ständig Teleskope in den Weltraum gerichtet sind, entgehen sie den Astronomen nicht mehr.
Zu einer Supernovae kann es kommen, wenn ein Stern mit mehr als 1,4 Sonnenmassen am Ende seines Lebens einen
großen Teil seiner Materie mit einer heftigen Explosion in den Weltraum bläst. Bei diesen
Ausbrüchen steigt die Helligkeit innerhalb von Stunden auf das bis zu Zehnmilliardenfache unserer Sonne, so
dass in der Vergangenheit einige Supernovae sogar tagsüber mit bloßem Auge zu sehen waren.
Neben der Supernova gibt es auch die Nova und Zwergnovae. Man klassifiziert diese Himmelserscheinungen anhand der
Charakteristik, wie sich ihre Helligkeit im Lauf der Zeit verändert.
Bei der Nova handelt es um ein Doppelsternsystem aus einem Roten Riesen und einem Weißen Zwerg. Der Rote
Riese verliert hier Materie an den Weißen Zwerg, auf dem es dann zu einer Explosion kommen kann, wenn Dichte
und Temperatur des aufgesaugten Gases einen kritischen Wert übersteigen.
Bei der Zwergnova beobachtet man nur schwache Helligkeitsschwankungen, auf die plötzlich Ausbrüche von
einigen Tagen Dauer folgen. Danach geht die Helligkeit wieder auf den ursprünglichen Weg zurück. Auch
hier handelt es sich um ein Doppelsternsystem aus einem Weißen Zwerg und einem unentwickelten Zwergstern,
der wasserstoffreiche Materie an seinen Partner abgibt. Beide Sterne verfügen über eine gemeinsame
Gashülle.
Bei der Supernova schließlich unterscheidet man wiederum zwei Typen. Bei beiden erfolgt der Anstieg der
Helligkeit langsamer als bei der Nova. Bei der Supernova vom Typ I fällt die Helligkeit zunächst steil
ab und geht nach 25 bis 40 Tagen in einen langsameren exponentiellen Verlauf über. Bei Typ-II-Supernovae
fällt die Helligkeit etwas weniger steil und dann unregelmäßig bis etwa 90 Tage nach dem Maximum,
danach wieder ähnlich wie Typ I.
Die Typ-II-Supernova geht vermutlich auf den Gravitationskollaps eines Eisen-Nickel-Kerns zurück. Im Laufe
des Sternenlebens sammelt sich das Eisen, das bei der Fusion leichterer Elemente entsteht, im Kern an.
Überschreitet der Kern eine kritische Masse - die Chandrasekhar-Masse - dann können die Atome dem
Gravitationsdruck nicht mehr standhalten und die Elektronen werden in den Atomkern gedrückt, wo sie mit den
Protonen unter Aussendung von Neutrinos zu Neutronen verschmelzen.
Die sich ausbreitende Druckwelle zerreißt dann den Stern in einer Supernovaexplosion vom Typ II. Der Stern
verliert dabei bis zu fünf Sonnenmassen an Materie. Was dann schließlich von dem Stern übrig
bleibt, ist wieder von der Restmasse abhängig, in der Regel wird es sich um einen Neutronenstern handeln -
quasi ein einziger Atomkern von einigen Kilometern Größe - und eine Hülle aus Gas, die sich mit
etwa 15.000km/s ausbreitet.
Diese Neutronensterne machen sich häufig als Radioquellen an der Stelle bemerkbar, wo zuvor der Stern war,
oder sogar als Pulsar, der durch seine Rotation ein Funkfeuer aus Röntgen- oder Radiostrahlung in den
Weltraum schickt. Wenn die Masse des Restes zwei bis drei Sonnemassen übersteigt, kollabiert der Sternenrest
zu einem Schwarzen Loch.
Die entstehenden Nebel, die noch nach vielen tausend Jahren auf das gewaltsame Ende eines Sterns hindeuten
können Ausdehnungen von einigen hundert Lichtjahren erreichen, wie zum Beispiel Cassiopeia A oder der
Krebsnebel - der Rest einer Supernovae aus dem Jahr 1054 - und beeinflussen den umgebenden Weltraum auf
vielfältige Weise.
Sterne mit so großer Masse haben eine relativ kurze Lebenserwartung von "nur" zehn Millionen
Jahren, so kommt es, dass junge Sternhaufen, in denen sich diese Riesen bilden, sehr reich an Supernovae sein
können.
Wird hingegen ein Weißer Zwerg in einer thermonuklearen Reaktion zerstört, kann man eine Supernovae vom
Typ I beobachten. Zu der Reaktion kommt es, wenn in dem Zwergstern Kohlenstoff oder Helium explosionsartig durch
den ganzen Stern hindurch plötzlich entzündet werden und bei der Kernverschmelzung gewaltige
Energiemengen freisetzen, die den Stern zerreißen. Es wird unter Astrophysikern allerdings auch die
Möglichkeit diskutiert, dass es sich bei diesem Typ um den Zusammenstoß zweier weißer Zwerge
handelt.
Abgesehen von den spektakulären Himmelsereignissen spielen Supernovae aber auch eine bedeutende Rolle in der
Entwicklung von Sternen und bilden die Grundlage für Leben im Universum. Die gewaltigen Energien, die bei
einer Supernova frei werden, können Wasserstoffwolken in der Umgebung komprimieren, so dass in diesen
Bereichen die Sternbildung angeregt wird.
Darüber hinaus reichern Supernovae den umgebenden Weltraum mit schweren Elementen an, die nur in einer
Supernovaexplosion entstehen können. Schwere Metalle wie Zink, Gold oder Platin und radioaktive Elemente wie
Uran - im Grunde alles was schwerer ist als Eisen - können nur unter den extremen Bedingungen einer Supernova
entstehen, wenn die gewaltigen Energien ausreichen, die Vorläuferelemente zu den schweren Elementen zu
verschmelzen.
Diese neuen Elemente kann man in Sternen der zweiten Generation finden und ohne sie wäre die Entwicklung von
Leben nicht möglich, da es genau diese Spurenelemente sind, die das Leben braucht, um sich entwickeln zu
können. Anhand des Lichts, das uns von den Sternen erreicht, kann man die für die einzelnen Elemente
charakteristischen Spektrallinien identifizieren.
Sehr alte Sternensysteme enthalten diese Elemente nicht, weshalb sich auf ihnen wahrscheinlich kein Leben
entwickelt hat, erst wenn vor der Entstehung des Sterns eine Supernova den umgebenden Raum mit den neuen Elementen
geimpft hat, ist Leben möglich.
Aber eine Supernova spendet nicht nur Leben, sie kann es auch vernichten, wie Narciso Benítez und Jesús
Maíz-Apellániz an der Johns Hopkins University, und die Biologin Matilde Cañelles am National Institutes of Health
behaupten.
Sollte eine Supernova in weniger als 25 Lichtjahren Entfernung von der Erde explodieren, würde sie alles
Leben auf der Erde vernichten. Glücklicherweise befinden sich nur wenige gefährdete Sterne so nahe an
der Erde. Aber im 300 Lichtjahre entferntem Sternhaufen Scorpius-Centaurus fanden in den letzten 10 Millionen
Jahren etwa 20 Supernovae statt. Der Scorpius-Centaurus ist eine besonders aktive Quelle für Supernovae, weil
hier viele junge Sterne entstehen.
Vor etwa zwei Millionen Jahren war Scorpius-Centaurus näher an der Erde - vielleicht 120 Lichtjahre. So nahe,
dass Klaus Knie von der Technischen Universität München Eisenisotope in Ozeansedimenten nachweisen
konnte, die möglicherweise auf Supernovaexplosionen aus diesem Sternhaufen zurückzuführen sind.
Diese Supernovae könnten die Ozonschicht der Erde schwer beschädigt haben und damit für das eine
oder andere plötzliche Artensterben auf der Erde verantwortlich sein.
Links zum Thema:
http://astron.berkeley.edu/ - Type II Supernova
http://chandra.harvard.edu/ - Supernovae and Supernova Remnants
http://www.astro.psu.edu/ - Supernova Remnants
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"Harry Potter 4": Mike Newell führt Regie.
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Das vierte Abenteuer von Zauberschüler Harry Potter soll unter der Regie von Mike Newell in die Kinos
kommen. Der britische Regisseur beginnt im April 2004 mit den Dreharbeiten zu "Harry Potter und der
Feuerkelch". Der 61-jährige Newell drehte unter anderem die Erfolgskomödie "Vier Hochzeiten und
ein Todesfall".
Zudem schloss Newell kürzlich die Arbeiten zu "Mona Lisas Lächeln" mit Julia Roberts ab. Die
ersten beiden Bände der Bestsellerserie von Joanne K. Rowling um den Zauberer Harry waren von Chris
Columbus für die Leinwand umgesetzt worden, den dritten Teil "Harry Potter und der Gefangene von
Askaban" bringt Alfonso Cuaron in die Kinos. Weil die Produktion von Teil drei und vier sich
überschneide, habe Cuaron den "Feuerkelch" nicht übernehmen können, erklärte das Filmunternehmen
Warner Bros.
Starttermin für "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" in den US-Kinos ist der 03. Juni 2004.
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"Matrix Reloaded": Details zur DVD.
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Warner Home Video hat die letzten Details zur geplanten DVD-Veröffentlichung des Blockbusters
"Matrix 2 - Reloaded" bekannt gegeben. Das für den 10. Oktober angekündigte 2 DVD-Set wird über
umfangreiches Bonus-Material verfügen und damit sicherlich auch anspruchsvolle Fans der Trilogie
ansprechen.
Bereits am 06. November wird der dritte und vorerst letzte Teil der Serie, mit dem Namen "Matrix
Revolutions", in den deutschen Kinos anlaufen. Erst mit dieser Fortsetzung ist die Handlung von
"Matrix Reloaded" abgeschlossen, denn die Handlung endet einfach mit einem typischen
Cliffhanger-Ende, das man von TV-Serien gewöhnt ist, die in eine neue Staffel überleiten wollen.
Die Seite DVD-Inside.de hat bereits eine komplette
Auflistung des Inhalts und der technischen Daten veröffentlicht. Diese möchten wir ihnen natürlich auch
nicht vorenthalten.
Und hier nun die Daten zum 2er-DVD-Set:
Erscheinungstermin: 10. Oktober 2003
Anzahl DVDs: 2 DVDs
Genre: Action, Science Fiction, Fantasy
Laufzeit: ca. 133 Minuten
Freigabe: ab 16 Jahren
Bildformat(e): Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Tonformat(e): Dolby Digital 6.1 EX in Deutsch, Dolby Digital 6.1 EX in Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Isländisch
Extras:
- Making-Of Bericht
- Dokumentation der Autobahnszene
- Einblick in die Welt von Animatrix
- Making-Of zum Computerspiel
- Rückblick auf die Matrix-Pop-Kultur
- Parodie auf Matrix Reloaded bei der Verleihung der MTB Movie Awards 2003
- Werbung die von Matrix inspiriert
- Internet-Links zur offiziellen Internet-Seite
Amazon-Link zum Thema:
"Matrix Reloaded" - 2 DVDs zum Preis von 21,99 EUR
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"Babylon 5": Season 3 DVDs am 10. November.
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Laut Play.com liegt der europäische Erscheinungstermin der
dritten DVD-Box von "Babylon 5", die diesesmal in grün daherkommt, am 10. November 2003.
Neben allen Episoden der dritten Staffel der Serie wird es voraussichtlich folgende Extras auf den DVDs
geben:
- Einleitung von Series Creator J. Michael Straczynski
- Kommentare zu 3 Schlüssel-Episodes von J.M.S. und den Stars
- Dokumentation: Behind the Mask: Creating the Aliens of Babylon 5
- Dokumentation: Designing a Better Narn
- Dokumentation: Designing Tomorrow: The Look of Babylon 5
- Data and Personnel Files
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Schwarzenegger kandidiert in Kalifornien.
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Arnold Schwarzenegger ("Terminator") hat sich doch für eine Kandidatur entschieden: In der
Tonight-Show "Late-Night-TV" verkündete er seine Entscheidung am Mittwoch auf NBC.
Bis zuletzt hatten die Zeitungen an seiner Kandidautur gezweifelt. Erwartet wurde ein Einspruch seiner
Frau Maria Shriver, John F. Kennedys Nichte. Sie fürchtete angeblich einen Schmutzwahlkampf.
Schwarzenegger tritt gegen den kalifornischen Gouverneur Gray Davis an, der für das drohende
Haushaltsdefizit des Bundesstaates in Höhe von 38 Milliarden Dollar verantwortlich gemacht wird. Mit
einer spektukalären Unterschriftenaktion hatte die Opposition Neuwahlen im Land möglich gemacht.
"Wahlkampf made in Hollywood" - Arnold Schwarzenegger versucht, pünktlich zum Start von "Terminator
III", Stimmen durch seine Symphatie zu gewinnen. Erinnerungen an Schauspieler Ronald Reagan, der vor
seiner Präsidentschaft Gouverneur in Kalifornien war. Die Wahlen finden am 7. Oktober statt.
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"Episode III": Dreharbeiten zur Hälfte abgeschlossen.
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Laut der offiziellen "Star Wars"-Seite sind die
Dreharbeiten an "Episode 3" derzeit zur Hälfte abgeschlossen.
Zahlreiche Nebendarsteller hätten ihre Arbeit bereits erledigt und seien aus Sydney abgereist. Samuel L.
Jackson hat seine Dreharbeiten als "Mace Windu" abgeschlossen, auch Ahmed Best alias "Jar Jar Binks" sei
mit seiner Arbeit fertig. Fertig seien auch Jimmy Smits ("Bail Organa"), Christopher Lee ("Count Dooku"),
Kee Chan, Rena Owen, Genevieve O'Reilly, Christopher Kirby Warren Owens (Senatoren) und andere. Kommende
Woche werden u.a. Natalie Portman, Anthony Daniels und Jay Laga'aia ihre Arbeit an "Episode 3"
abschliessen.
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"Herr der Ringe 3": Rekord im Vorverkauf.
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Schon jetzt ein Kinohit ist "Herr der Ringe 3" in Japan - dort wurden rekordverdächtig viele
Kinokarten im Kartenvorverkauf verkauft.
Laut Sci Fi Wire startet der Film dort nicht vor
Frühjahr 2004, aber alleine am 02. August 2003 wurden fast 14.000 Karten verkauft - damit übertraf der
Film bisherige Rekordzahlen von "Harry Potter 2".
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"Grausame Städte" erschienen.
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Der erste Band der neuen Blitz-Buchreihe "Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek" ist erschienen.
Es handelt sich dabei um die Konzept-Anthologie "Grausame Städte" von Markus K. Korb. Enthalten
sind acht Erzählungen, wovon jeweils vier einem Stadt-Zyklus (Venedig oder Berlin) zugeteilt sind. Das
Cover-Artwork erstellte Mark Freier, die Innenillustrationen wurden von dem Künstler Gustav Wölkl
beigesteuert. Ein Nachwort von Eddie M. Angerhuber rundet den Band ab. Die Paperback-Ausgabe ist nun für 9.90
Euro erhältlich und kann über die Homepage des BLITZ-Verlages
bezogen werden.
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"Outpost": Grusel in der Nordsee.
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Der britische Regisseur Neil Marshall ("Dog Soldiers") bereitet derzeit einen Gruselstreifen namens
"Outpost" vor, darin soll eine Ölplattform in der Nordsee Ort grauenhafter Mutationen werden.
Laut Z Review soll auf besagter Ölplattform ein geheimes Genetik-Experiment stattfinden, welches
ausser Kontrolle gerät. Nachdem man zwei Tage nichts mehr von der Plattform hört, wird das Militär
geschickt, welches gruselige Entdeckungen macht... Wann der Film in die Kinos kommt und wer darin mitwirken
wird ist derzeit noch unklar.
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"Riddick": "Pitch Black" war Prequel für Trilogie.
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Drei Filme sollen um die Figur des "Riddick" aus "Pitch Black" noch in die Kinos kommen - "Pitch
Black" soll eine Art Prequel zu dieser kommenden Film-Trilogie sein.
Laut der Site Chud spielt der zur Zeit im Dreh befindliche Film "Riddick" fünf Jahre nach
"Pitch Black", Vin Diesel sowie Keith David sind die einzigen Darsteller, die aus dem Originalfilm
wieder zu sehen sein werden. Die Figur der "Jack" wird diesesmal durch Alexa Davalos ("Angel")
dargestellt. Obwohl eine Trilogie geplant sei, werde allerdings zunächst nur ein Film gedreht, dieser
werde auch für sich alleine stehen können und auf einen Cliffhanger verzichten. "Riddick" werde
weniger Horror, als vielmehr "epische SF" bieten.
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