30. April 2008 - Ausgabe 200 - "Mount Rushmore" (ein langes Vorwort)
Dies ist die 200. Ausgabe eines Projekts, das seinerzeit – und “seinerzeit“ war Januar 1997! – in der Schweiz als reiner „Star Trek“-Newsletter begann. Philipp Ruch hieß damals der Chefredakteur, der im Januar 2007 den ersten „Star Trek in Bern, Schweiz!“-Newsletter versandte. Ich habe Philipp Ruch nie kennen gelernt, habe den Corona auch erst gelesen, als er bereits so hieß, und obwohl das Magazin heute kaum noch etwas mit der ersten Ausgabe von damals gemein hat, nicke ich ihm im Geiste respektvoll zu. – Ironie der Parallele: Auch ich habe seinerzeit – wobei „seinerzeit“ bei mir 1999 war – ein „Star Trek“-Projekt gegründet, das ebenfalls in andere Hände übergegangen ist, und sich ebenfalls sehr von seinen Wurzeln entfernt hat. (Liebe kollegiale Grüße ans SF-Radio! ;-)) Vielleicht kann ich ein wenig erahnen, wie Philipp sich heute fühlt, wenn er den Corona liest.
Nach Philipp kam Dennis Horn. Dennis war der zweite Chefredakteur in der Geschichte und seine Amtszeit startete offiziell fast zeitgleich mit dem Start des o.g. SF-Radios, in dem er ebenfalls eine wichtige Rolle spielte. Hier und dort brachte er frischen Wind in die Projekte und es erstaunt mich nicht, dass er inzwischen Berufsjournalist und –moderator beim Radio ist.
Zum 1. August 2000 beerbte ihn Klaus Michels als Chefredakteur des Corona Magazines. Mein Freund Klaus. Damals war er übrigens noch gar nicht mein Freund. Kurz zuvor war ich in die Redaktion gekommen (mit einem aus heutiger Sicht nahezu prophetischem Artikel über die Einführung der Daten-Flatrate und ihre Folgen) und bei einem Treffen in Dormagen im Hause Horn lernten wir uns eigentlich erst richtig kennen: Mit der Folge, dass SF-Radio und Corona Magazine von nun an unter einem Dach wohnen sollten. Als Klaus und ich die Leitung des SF-Radios in die Hände unserer Nachfolger gaben, zog Klaus mit der Ausgabe 106 des Corona Magazines in das heutige Domizil, wo er bis zur Ausgabe 150 im Jahr 2005 verweilte, ehe er sich entschloss, Hobby Hobby sein zu lassen und sich (sehr erfolgreich) auf Beruf und Familie konzentrierte.
Seine Nachfolger waren Simon Pypke und ich. Es war keine Frage, dass bei Simon Pypke, der seit Jahren konstant gute Arbeit geleistet – und Dutzende Ausgaben des kleinen Bruders vom Magazine, den Corona Newsletter, veröffentlicht – hatte, der Aufstieg vom Stellvertreter zum Chefredakteur mehr als fällig war. Seine konstant gute Arbeit setzte er fort – bis ihn der Ruf der regulären Arbeit ebenfalls ereilte und mit Ausgabe 185 offiziell aus dem Projekt ausschied.
Nun sind es 200 Ausgaben. Meine 94. als Chefredakteur und ich kann mir nicht helfen, aber wann immer ich in den letzten Wochen an diese Ausgabe und dieses Vorwort dachte, habe ich vor meinem geistigen Auge den Mount Rushmore gesehen, in den die Gesichter der bisherigen fünf Chefredakteure des Corona Magazines (und seiner Vorgänger) eingehauen sind. Ich frage mich, wer das sechste Gesicht sein wird – das Bergmassiv jedenfalls, so scheint es mir, ist noch lange nicht zu Ende.
Mit diesem Vorwort, dem damit einhergehenden Dank an Philipp Ruch, Dennis Horn, Klaus Michels, Simon Pypke und Dutzende von ungenannten Redakteuren in über 11 Jahren redaktioneller Arbeit, belassen wir es nun mit der Selbstbeweihräucherung. Auch diese Ausgabe des Corona Magazines ist wie gewohnt mit thematisch sehr unterschiedlichen, aber vor allem interessanten Inhalten gefüllt.
Neben einer Retrospektive auf die jüngst beendete Federation Convention in Bonn, einem Aufruf zur Mithilfe an dem Nachfolgeband zu „40 Jahre Star Trek“ von Thomas Höhl und mir, einer Kurzgeschichte aus der Feder unseres Redaktionsleiters und erfolgreichem Autor Armin Rößler, die Besprechung der Anatomie der „Star Wars“-Saga von Birgit Schwenger, weist Andreas Dannhauer auf die Rätsel im Sonnensystem hin, und beweist Matthias Pohlmann sehr nachdrücklich, dass bei unserem Projekt nun wirklich nicht alle Redakteure die Meinung des Chefredakteurs teilen müssen. Hat der Hillenbrand nicht unlängst über die deutsche Serie gemeckert? Und das auch noch im Vorwort? Na, warte! – Seine Antwort finden Sie direkt nach der gewohnt informativen TV-Vorschau von Klaus Schapp.
Zur 200. Ausgabe wollen wir natürlich auch etwas verschenken und was genau es ist, erfahren Sie im Spotlight dieser Ausgabe, das sich fast unmittelbar diesem elendig langen Vorwort anschließt. Aber wissen Sie was? Einmal in 94 Ausgaben darf man ja wohl.
Auf die nächsten 200. Bleiben Sie uns gewogen.
Herzlichst Ihr Mike Hillenbrand Chefredaktion (v.i.S.d.P.)
Zum Ersten: „Star Trek“ in DeutschlandDie 200. Ausgabe des Corona Magazines stellt ein ganz besonderes Jubiläum dar. Vielleicht nicht komplett, aber zumindest ein wenig mit dem 40. Geburtstag von „Star Trek“ vergleichbar, der 2006 gefeiert wurde. Dieser Vergleich mag wie gesagt hinken, aber zum einen ist das genre-umfassende Corona Magazine seinerzeit aus einem reinen „Star Trek“-Newsletter hervorgegangen – an diesem Punkt empfehle ich jedem von Ihnen einen ausführlichen Blick in unser Archiv auf www.corona-magazine.de – und zum anderen wurde das Buch, das zum 40. Geburtstag von „Star Trek“ entstanden ist, nicht nur von zwei Corona-Redakteuren (uns) geschrieben, sondern auch von den darin abgedruckten Glückwünschen zahlreicher Corona-Leser an das „Star Trek“-Franchise veredelt. Doch, irgendwie, so ein kleines bisschen, kann man sagen, dass das Corona Magazine etwas mit „Star Trek“ zu tun hat. Das wird auch so bleiben.Wenn also zum 40. Geburtstag von „Star Trek“ ein Buch mithilfe der Redakteure und Leser des Corona Magazines entstanden ist, dann sollte doch zur 200. Ausgabe des Corona Magazines ein Buch über … äh … von … naja. Gut, das hinkt jetzt doch ein wenig. Wer mag schon ein Buch zur 200. Ausgabe des Corona Magazines, geschrieben von „Star Trek“-Redakteuren, lesen? Aber – vielleicht wird doch noch ein Schuh draus. Denn als wir so überlegten, was genau wir zur 200. Ausgabe machen könnten, fiel uns ein Stapel Blätter in die Hände. Darauf waren Texte, Ideen und Recherchen geschrieben, die alle eines gemeinsam hatten: Für sie war in dem Buch „Dies sind die Abenteuer – 40 Jahre Star Trek“ kein Platz mehr. Sie hatten aber noch etwas gemeinsam: Fast alle Ideen und Texte hatten etwas mit „Star Trek“ in Deutschland zu tun. Die Website startrek.com schrieb über den doch recht messbaren Erfolg des Buches, es handele sich um einen Blick auf „Star Trek“ aus der deutschen Perspektive und nun hielten wir die ganzen unveröffentlichten Texte und Konzepte in der Hand, die nicht nur aus einer deutschen Perspektive geschrieben waren, sondern sich auch mit „Star Trek in Deutschland“ befassten. Thomas und ich unterhielten uns und befanden uns – schwups - in einem Brainstorming ähnlich dem vor zwei Jahren. Immer mehr Ideen schrieben wir nieder, immer stärker nahm ein neues Buch in unseren Köpfen Gestalt an. „Star Trek in Deutschland“.Was wir schrieben, war plötzlich keine Artikelreihe für das Corona Magazine mehr, sondern ein Exposé, das wir an den Verlag schickten. Unsere damalige Ansprechpartnerin Juliane Wimmer, geborene Waltke, ist inzwischen in der verdienten und hoffentlich sehr glücklichen Elternzeit, aber auch ihr Nachfolger Markus Rohde war Thomas und mir natürlich kein Unbekannter. Er unterstützte den Gedanken und die Idee, dem Verlag gefiel sie auch, und wir sind guter Hoffnung, das im Herbst 2008 das Buch „Star Trek in Deutschland“ erscheinen wird. Dennoch spielte in unseren Überlegungen das Corona Magazine immer noch eine wichtige Rolle. Es ist zwei Jahre her, dass Thomas und ich die Corona-Leser dazu aufriefen, uns ihre Glückwünsche an „Star Trek“ zu schicken, damit sie im Buch zum 40. Geburtstag ihren verdienten Platz finden würden. Die Resonanz war gewaltig. Die vielen Fan-Zitate in „Dies sind die Abenteuer – 40 Jahre Star Trek“ haben uns schlichtweg umgehauen und darum war uns eines klar: Nicht ohne die Fans! Auch dieses Mal wollen wir die Corona-Leser um ihre aktive Mithilfe bitten. Natürlich wird es im Buch um die Serien, die Kinofilme, die Schauspieler und ihre Rollen gehen, aber wer das 40-Jahre-Buch gelesen hat, weiß, dass wir uns damit nicht zufrieden geben. So manches Zwischenspiel, manch eine Anekdote fand im Buch ihren Platz, die uns mit „Star Trek“, mit -Schauspielern, mit -Fernsehmarathons und anderen Dingen passiert sind. Natürlich haben wir davon noch einige in petto, aber andererseits: Wahrscheinlich nicht nur wir! Darum bitten wir dieses Mal die „Star Trek“-Fans unter den Lesern des Corona Magazines, uns ihre eigenen kleinen Geschichten, Erlebnisse und Anekdoten zuzuschicken. Eine Geschichte, wie sie uns zum Beispiel der Autor des „Star Trek-Universums“, Ralph Sander erzählte, der seinerzeit in einem Spielzeugwarenladen einen Modellbausatz der Enterprise bestellte, um dann eine Woche später verdutzt ein Modell eines Flugzeugträgers überreicht zu bekommen. Wir sind sicher, jeder „Star Trek“-Fan hat Geschichten dieser und/oder anderer Art schon erlebt – und wir würden sie zu gerne lesen! Vielleicht haben Sie einst einen Leserbrief an eine Zeitschrift oder einen TV-Sender geschrieben und eine seltsame Antwort erhalten? Oder Sie hatten Kontakt zu einem Schauspieler, mit dem Sie über Deutschland geredet haben? Ganz besonders würde uns interessieren, wie das Thema „Star Trek“ in der ehemaligen DDR erlebt wurde! Wir wollen die interessanten Geschichten im Buch veröffentlichen, wobei wir versuchen werden, so viele wie nur irgend möglich hinein zu bringen. Denn genau das ist es doch, was „Star Trek“ ausmacht: Unzählige Geschichten in endlosen Kombinationen! Um aber ein Buch über „Star Trek in Deutschland“ zu schreiben, das die deutschen/österreichischen/schweizerischen Aktivitäten seit dem erstmaligen Erklingen der „Star Trek“-Fanfare 1972 im ZDF würdigt, brauchen wir mehr als zuvor Ihre Hilfe! Verfügen Sie über kuriose Artikel, Leserbriefe und Veröffentlichungen zum Thema „Star Trek“? Dann scannen Sie sie uns bitte ein und schicken sie uns als Datei! Je mehr wir bekommen, umso reichhaltiger wird das Buch werden! Bis zum 30. Juni haben wir Zeit. Schicken Sie uns alles, was Sie haben – sei es im Bücherschrank, im Keller, auf dem Dachboden, auf der Festplatte oder auf dem Herzen! Die E-Mail-Adresse, an die Sie das alles senden können, lautet: stoff@ich-mag-star-trek.deWeil wir es sagen müssen: Wir können kein Honorar zahlen, dürfen oder können vielleicht aus einer Vielzahl von Gründen nicht alles veröffentlichen, was wir erhalten, aber wir treiben Preise auf, die wir unter allen Einsendern verlosen – und wir sind fest entschlossen, jeden Helfer gebührend im Buch zu erwähnen! Wir würden uns über Ihre Hilfe freuen. Es wäre kein Buch über die 200. Ausgabe des Corona Magazines, aber eines, das aufgrund der 200. Ausgabe mit-entstanden ist. Und das, das ist doch auch schon was. Herzliche Grüße Mike Hillenbrand & Thomas Höhl Zum Zweiten: Star Trek auf der KonsoleVerlosung im Corona Magazine Seit etwas über einem Monat ist ein neues Spiel auf dem Markt, das endlich wieder den Namen „Star Trek“ trägt. "Star Trek: Conquest" gibt es für die PlayStation®2 und die Wii™ und spielt in der "Next Generation"-Ära. Die Verbindung von Strategie und Action verspricht Koch Media mit „Star Trek: Conquest“ und schreibt in seinem Pressetext: Übernehmen Sie das Kommando über die Streitkräfte der Föderation, der Klingonen, Romulaner, Cardassianer, des Dominions oder der Breen, und erobern Sie Planet für Planet die gesamte Galaxie.Im rundenbasierten Übersichtsmodus baut der Spieler in „Star Trek: Conquest“ gewaltige Flotten und plant den nächsten Zug, danach werden in Echtzeit die Kämpfe um die Vorherrschaft in der Galaxis ausgefochten. Neben dem Bau von Flotten und gigantischen Raumstationen gilt es zudem neue Technologien zu erforschen oder den Abbau von Ressourcen voranzutreiben. Die Spieler übernehmen das Kommando über die Sternenflotte, die mächtigen Romulaner, oder die kriegerischen Klingonen und bestimmen das Schicksal einer ganzen Galaxis! Alle Schiffe entsprechen dabei ihren Vorbildern aus der Serie! Darüber hinaus stehen sechs original „Star Trek“-Rassen den Spielern zur Verfügung, um die Galaxis zu erobern. Von der noblen Föderation mit ihrer mächtigen Sternenflotte, über die verschlagenen Romulaner, bis hin zu den kriegerischen Klingonen sind alle altbekannten Rassen mit an Bord. Auch das hinterhältige Dominion, die mysteriösen Breen und die brutalen Cardassianer hören auf jedes Kommando. Die 200. Ausgabe des Corona Magazines ist für Koch Media Anlass genug, jeweils 3 Spiele für die PlayStation®2 und die Wii™ zu verlosen. Die Frage, die es zu beantworten gilt, lässt sich für jeden langjährigen Corona-Leser leicht beantworten: Wie hießen die fünf Chefredakteure, die das Corona Magazine (auch unter seinen früheren Namen) bislang hatte?Senden Sie Ihre Antwort bitte bis zum 14. Mai an gewinnspiel@corona-magazine.de und wenn Sie es nicht wissen, interessieren Sie sich vielleicht nicht für Vorworte. :-) Viel Erfolg!
| Corona Magazine – Das Treffen in echt! | Gut, wir beweihräuchern uns nicht im Magazin, aber außerhalb lassen wir die Fetzen fliegen! Am 31. Mai 2008 findet die Feier zur 200. Ausgabe des Corona Magazines in Mülheim an der Ruhr statt. Von 16 bis mindestens 23 Uhr ist an diesem Samstag Spaß, Programm und gute Laune angesagt. Nur der Himmel ist die Grenze, so heißt es beim Corona Magazine und diesem Leitspruch wollen wir am 31. Mai in Mülheim an der Ruhr Tribut zollen!
Neben zahlreichen Gästen wie Space View-Chefredakteur Markus Rohde, Phantastik-News.de-Herausgeber Guido Latz, SF-Autor H.D. Klein und zahlreichen Männer und Frauen, Mädchen und Jungen aus der Redaktion des Corona Magazines, werden die Autoren des Buches „Dies sind die Abenteuer… - 40 Jahr Star Trek“, Thomas Höhl und Mike Hillenbrand, mit den Anwesenden über ihr neues Buch „Star Trek in Deutschland“ reden.
AM: 31. Mai 2008 AB: 16 Uhr BIS: Programm und Gespräch bis ca. 23 Uhr, danach nur noch Gespräch. :-) WO: Max-Hallbach-Straße 65, 45472 Mülheim an der Ruhr
Der Eintritt ist frei für Jedermann und Jederfrau. Willkommen sind Alle, ob Schreiber, Ex-Schreiber, Leser, Ex-Leser oder schlichter Genrefreund. Speisen und Getränke können in einem äußert moderaten Preisrahmen erworben werden. Der Saal umfasst zudem eine kleine Bühne, die wir zu nutzen gedenken. An Details arbeiten wir noch: Wir legen dafür eine Extraseite auf www.corona-magazine.de/coronafeier an, auf dem Sie mit regelmäßigen Infos versorgt werden!
Kommen Sie doch vorbei. Am 31. Mai. In Mülheim an der Ruhr.
Wir freuen uns auf Sie! |
| Cover-Voting für Mark-Brandis-Neuauflage | | In seinem Mark Brandis Werkstattblog hat Verleger Ernst Wurdack, der ab Oktober die Mark-Brandis-Serie neu auflegt, ein Cover-Voting gestartet. Er hat von dem bekannten SF-Illustrator Franz Miklis eine Auwahl an möglichen Covermotiven erhalten, die im Blog zu sehen sind. Ernst Wurdacks große Bitte an alle Mark-Brandis-Fans: "Schreibt mir, welches Covermotiv eventuell zu welchem Band passen würde (und wenn es geht, auch kurz warum). Mailadresse: ernst.wurdack@t-online.de. Damit will der Verleger der Fangemeinde die Möglichkeit geben, mitzubestimmen, wie die Cover aussehen sollen. |
| Veröffentlichung englischer "Star Trek"-Romane | Auf der New Yorker Comic Convention wurden vor kurzem die Pläne für den englischen Buchmarkt im Zeitraum von Januar bis Mai 2009 vorgestellt. In den Planungen von Pocket Books befindet sich u. a. der erste "Voyager"-Roman seit Februar 2006. Das Buch mit dem Titel "Full Circle" wird im April nächsten Jahres erscheinen. Es wird nicht wie ein Großteil von Christie Golden, sondern von Kirsten Beyer geschrieben sein.
Die "Star Trek: Titan"-Serie erhält im März 09 ihren bereits fünften Teil. Für "Over a Torrent Sea" zeichnet sich wieder Christopher L. Bennett verantwortlich, der bereits den dritten Band "Orion's Hounds" geschrieben hat.
Dazu wird im Mai 09 auch ein viertes Buch zur "Star Trek: Vanguard"-Reihe kommen, welche bekanntlich gerade auf deutsch erscheint.
Ob und wann ein Roman zum neuen Kinofilm von J. J. Abrams veröffentlicht wird, ist momentan noch Gegenstand von Diskussionen. |
| Kurznachrichten aus der "Star Trek"-Welt | Gemäss der Webseite Screengeeks.com wird Nana Visitor (ST: DS9 Kira Nerys) in einer neuen Ausgabe des Filmes „Friday the 13th“ die Mutter des Protagonisten Jason spielen, Pamela Voorhees. Laut ihrer eigenen Aussage wird das aber keine besonders große Rolle sein. Eigenen Aussagen nach ist sie gerade einmal lange genug in diesem Film zu sehen, damit er ihr den Kopf abschlagen und mit sich rumtragen kann.
Auch Colm Meaney (ST: DS9 Miles O'Brien) ist in einem neuen Film zu sehen, in „Three and Out“. Er spielt darin einen Charakter namens Tommy, der sich durch den Sturz von einer Brücke das Leben will. Ein U-Bahn-Fahrer namens Paul hält ihn davon ab. Da Paul in der letzten Zeit zwei Personen vor die Bahn gelaufen sind, hat man ihm die Rente angeboten, falls sich noch ein dritter Kandidat mit Hilfe seiner U-Bahn das Leben nimmt. Er bietet deswegen Meaneys Charakter einen Deal an.
Walter Koenig (ST: TOS Pavel Chekov) hat seinen Perfektionismus einmal wieder unter Beweis gestellt. Bei der Premiere des Films „InAlienable“ ließ er kurzerhand die Vorführung stoppen, da das unscharfe und viel zu dunkle Bild diesem Film seiner Ansicht nach unangemessen war. Man sollte hierbei auch erwähnen, dass Koenig fast ein Jahrzehnt mit diesem Film beschäftigt war. |
| "CSI: Two and a half Men": Crossover-Details | Über den Inhalt der „Two and a Half Men“-Episode, die am 5. Mai ausgestrahlt werden wird, sind recht wenige Informationen zu erhalten. „Ein CSI-Team untersucht einen mysteriösen Todesfall in Charlie Harpers Haus“, heißt es knapp. Und der Titel der Episode ist bekannt: „Fish in a Drawer“.
Hintergrundinformationen sind da schon ein bisschen breiter gestreut. Die Story zur Episode stammt von Carol Mendelsohn („Melrose Place“) und Naren Shankar („Star Trek“, „SeaQuest DSV“, „Farscape“) - beide mittlerweile Produzenten von „CSI: Crime Scene Investigation“. Daraus machten die „CSI: Crime Scene Investigation“-Autoren Sarah Goldfinger und Evan Dunsky ein Drehbuch, das unter der Regie von Jeff Melman verfilmt wurde (Melman ist ein Regieveteran, der weder zu „CSI: Crime Scene Investigation“ noch „Two And A Half Men“ eine besondere Beziehung hat.)
In der Episode haben neben den „üblichen Verdächtigen“ aus dem Harper-Haus auch Mutter Evelyn (Holland Taylor), ihr Verlobter Teddy (Robert Wagner, „Austin Powers“-Serie, „Hart aber Herzlich“) und dessen umtriebige Tochter Cortney (Jenny McCarthy, „Scary Movie 3“) Auftritte. Hinzu kommt ein Cameo von „CSI: Crime Scene Investigation“-Ermittler George Eads, der aber nicht als Nick Stokes (sein Charakter aus „CSI: Crime Scene Investigation“) auftreten wird. |
| Nicole de Boer besucht "Atlantis" | In der kommenden fünften Staffel von „Stargate Atlantis“ wird Nicole de Boer, bekannt aus „Dead Zone“ oder „Star Trek - Deep Space Nine“, eine Gast-Rolle in der siebten Episode "Whispers" übernehmen. Dort spielt sie eine Wissenschaftlerin namens Dr. Alison Porter und gehört einem Atlantis-Team an, dass nur aus weiblichen Mitgliedern besteht. In der Episode erforschen Colonel Sheppard und Carson Beckett mit dem Team um Dr. Porter einen Planeten in der Pegasus-Galaxie. Zwischen Beckett und Porter entwickelt sich eine Freundschaft. |
| Season 6 DVD Box von "24" erst im Oktober | Amazon.de hat es bereits auf ihrer Webseite: FOX Home Entertainment Deutschland erklärte, dass die DVD-Box zur sechsten Staffel von August auf Oktober verschoben wurde. Einen Grund wurde leider nicht genannt.
Von daher lässt sich leider auch nicht sagen, ob dies nun im Umkehrschluss auch bedeutet, dass die 6. Season auf Pro7 auch später ausgestrahlt wird. |
| "Ashes to Ashes" bekommt zweite Staffel | Die BBC One Serie „Ashes to Ashes“ wird, wie bestätigt wurde, für eine zweite Staffel zurückkehren.
Die Serie, obwohl sie nicht ganz die Popularität ihres Vorgänger „Life on Mars“ hat, erreichte die beachtliche Zahl von durchschnittlich 6,5 Millionen Zuschauern. Die letzte Episode der ersten Staffel wurde am 27. März ausgestrahlt.
Simon Crawford-Collins, ausführender Produzent und Chefproduzent des Studio Kudos, sagte: "Die 80er haben ein richtiges Revival über die letzten Monate erlebt. 'Ashes to Ashes' scheint die Vision des Landes just eingefangen zu haben."
"Ich bin mir sicher, dass sich die Zuschauer sehnlichst wünschen zu erfahren, wer in der zweiten Staffel zurückkehrt, zunächst müssen sie einfach nur sich in die letzte Episode der Staffel vertiefen, um es herauszufinden."
Julie Gardner, ausführende Produzentin der BBC und Chefproduzentin von BBC Wales, sagte, dass sie von den Nachrichten "entzückt" sei.
"Mit der dichten, souveränen Erzählweise und den großartigen Figuren verkörpert die Serie alles, was an einem BBC Dramen großartig ist." Und sie fügt hinzu: "Ich kann es kaum erwarten, mehr blaue Eyeliner, Quattro Autos und 80er-Jahre Musik 2009 auf unsere TV-Schirme preschen zu sehen."
Die Aufnahmen werden im Sommer beginnen, damit die Serie nächstes Jahr wiederkehren kann. |
| "Sarah Connor Chronicles" verlängert | Bislang waren es lediglich Spekulationen, doch nun ist es offiziell: FOX bestellt eine zweite Staffel „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“, wenn auch vorerst nur als Halbstaffel.
Die Quoten der ersten Staffel mit einem Rating von 4.4/10 haben die Verantwortlichen beim Sender FOX anscheinend überzeugt: Vor kurzem verkündete der Sender offiziell, dass man 13 Episoden einer zweiten Staffel der Serie in Auftrag gab. Trotz der jetzt getätigten Bestellung einer halben Staffel wird die Serie vermutlich bereits im Herbst zurückkommen.
Ändern wird sich vermutlich der Timeslot der Serie, da NBC auf dem bisherigen Sendeplatz mit „Heroes“ zurückkehren wird - stärkere gleichartige Konkurrenz, der man bei FOX aus dem Weg gehen will.
In Deutschland wird es die Serie zuerst beim Pay-TV-Sender Premiere Serie zu sehen geben. Die Rechte für die Zweitverwertung für das Free-TV hat sich die ProSiebenSat.1 Media AG gesichert. Noch ist offiziell nicht entschieden, auf welchem Sender die Serie zu sehen sein wird, jedoch wird davon ausgegangen, dass ProSieben den Zuschlag erhält.
Die Hauptrollen spielen in der Serie spielen Lena Headey, Thomas Dekker („Heroes“), Summer Glau („Angel“, „Firefly“) und Richard T. Jones („Für alle Fälle Amy“). |
| "Stargate: Continuum"-Trailer nun in besserer Qualität ... | Kürzlich konnte man bereits einen ersten, zugegebenermaßen etwas "unscharfen" Blick auf den ersten Teaser-Trailer zum kommenden „SG1“-Filmhighlight „Stargate: Continuum“ sehen. Die kompletten Ausmaße des Filmes konnten aufgrund der bescheidenen Qualität des Videos bisher allerdings höchstens erahnt werden.
Das hat sich jetzt geändert, denn seit kurzem präsentiert das US-amerikanische Stargateportal "Gateworld" weltexklusiv den Trailer zum Film in gehobener Qualität.
Das Video zeigt, in welche Richtung sich der Film bewegen wird, mit ausführlichen Beispielen der in dem Film zu sehenden Luftkampfszenen und der Gaststars, welche dem Film das gewisse Etwas geben sollen: allen voran Richard Dean Anderson, der für den Film wieder in die Rolle des Gen. Jack O`Neill schlüpfen wird, aber auch Cliff Simon, der als Ba`al dem Team ordentlich einheizen will, und nicht zuletzt auch William Devane (bekannt als Präsident Hayes aus "The Lost City") sowie natürlich Don S. Davis.
„Stargate: Continuum“ ist gegenwärtig für einen Release am 29. Juli in den Vereinigten Staaten vorgesehen. Es wird sowohl eine Version in normaler DVD-Qualität geben als auch, zum ersten Mal in der „Stargate“-Historie, in hochauflösender Qualität auf Blu-Ray. Ein deutscher Verkaufsstart ist gegenwärtig noch nicht bekannt. |
| "Die Simpsons" bekommen 20. Staffel | Laut der Internetseite TV.com bekommen die Simpsons eine 20. Staffel. Offiziell wurde diese Meldung vom Sender FOX allerdings noch nicht bestätigt. Doch schaut man sich die guten Einschaltquoten (sowohl in den USA als auch in Deutschland) an, steht dies von offizieller Seite nichts entgegen. Eine schlechte Nachricht gibt es aber auch. Die 19. Staffel wird statt 22 nur 20 Episoden haben und endet in den USA am 18. Mai mit der Folge "All About Lisa". Ob die 20. Staffel dann 24 Folgen haben wird, ist nicht bekannt. Auch die ersten zwei Titel steht schon fest: 20x01 heißt „Double, Double, Boy in Trouble“ und 20x02 „Lost Verizon“. Voraussichtlicher Starttermin ist September 2008 auf FOX. |
| "Doctor Who": Bessere Quote auf neuem Sendeplatz | Nach den schwachen Zuschauerzahlen am Samstagnachmittag verlegte der Sender ProSieben die Ausstrahlung der Serie „Doctor Who“ auf den Sonntag. Die Zahlen scheinen dem Münchner Sender Recht zu geben. Die 7. Episode der 1. Staffel „Langzeitsterategie“ erreichte mit 760.000 Zuschauern in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 10,4 Prozent. Da die Episoden der zweiten Hälfte dieser Staffel allgemein als die besseren angesehen werden, darf man zumindest ein wenig Hoffnung schöpfen, dass sich diese Zahlen etablieren und auch die 2. Staffel im direkten Anschluss ausgestrahlt wird. |
| "Damages" auf kabel eins | Echt skrupellos! Große kabel eins-Kampagne zur deutschen Erstausstrahlung von „Damages – Im Netz der Macht“ mit Glenn Close. Sie ist charismatisch, scharfzüngig und skrupellos – und sie ist New Yorks gefürchtetste Top-Anwältin: Petty Hewes. Für ihre beeindruckende Darstellung der knallharten Advokatin in „Damages – Im Netz der Macht“ erhielt Glenn Close in diesem Jahr den Golden Globe. Kabel eins zeigt die 13-teilige Thriller-Serie ab 28. April 2008 immer montags um 21.10 Uhr in deutscher Erstausstrahlung und setzt den US-Star als Eyecatcher einer großangelegten On- und Off-Air-Kampagne ein. Die bundesweite Plakat- und Citylights-Kampagne, die die Hauptdarstellerin unter dem Slogan "Echt skrupellos" zeigt, startet am 22. April; bereits ab 11. April 2008 wird das Motiv als Anzeige in zahlreichen Programmzeitungen (u. a. tv 14, TV Movie, TV direkt, TV Spielfilm plus) und Zeitschriften (u. a. Stern, Der Spiegel, Für Sie, freundin, Brigitte) die Blicke auf sich ziehen. On Air werden bereits seit 7. April 2008 mit 20- bis 40-sekündigen Trailern gezeigt, Cross-Promotion-Trailer sind seit 14. April 2008 auf ProSieben, in Sat.1 und auf N24 zu sehen. Seit 21. April stellen zusätzlich 60- und 90-Sekünder bei kabel eins die Hauptcharaktere der Serie vor. |
| Neuer Pilotfilm von Ron Moore | Wie der Hollywood Reporter berichtet, hat der amerikanische Sender FOX grünes Licht für die Produktion von „Virtuality“ gegeben, einem zweistündigen Pilotfilm von „Battlestar Galactica“-Produzent Ronald D. Moore.
Das Sci-Fi-Projekt aus den Universal Media Studios von den Produzenten Gail Berman und Lloyd Braun spielt an Bord der Phaeton, dem ersten Raumschiff der Erde. Es dreht sich um deren Besatzung, bestehend aus zwölf Astronauten, auf einer zehnjährigen Reise zur Erforschung eines entfernten Sonnensystems. Um ihnen die lange Reise etwas zu erleichtern und ihre Köpfe zu beschäftigen, hat die NASA das Schiff mit fortschrittlichen Virtual-Reality-Modulen ausgestattet. Diese erlauben den Besatzungsmitgliedern, abenteuerliche Identitäten anzunehmen und jeden Ort zu besuchen, den sie möchten. Der Plan funktioniert problemlos, bis ein mysteriöser "Bug" im System gefunden wird.
Moore hat als Verstärkung den „Battlestar Galactica“-Autoren und -Produzenten Michael Taylor mitgebracht. Die beiden haben das Drehbuch geschrieben und produzieren gemeinsam mit Berman und Braun. Der Produktionsbeginn ist im Juli geplant. |
| Titel zum zweiten "Akte X"-Film bekannt | Vor wenigen Wochen konnte Serienschöpfer Chris Carter den Fans noch nicht sagen, wie der anstehende zweite Film der Kultserie „Akte X“ heißen soll. Jetzt, gut drei Monate bevor der Film in die Kinos kommt, konnte das Geheimnis endlichen gelüftet werden: „The X-Files: I Want to Believe“ wird der Name des Film sein. Bei einem Panel auf dem Paley Festival, bei dem die Veteranen von „Akte X“ zusammengekommen waren, war der Schöpfer des „Akte X“-Universums - Produzent, Autor und Regisseur Chris Carter - bereits mit Fragen nach dem Titel des mittlerweile abgedrehten zweiten Kinofilms zur erfolgreichen Mystery-Serie konfrontiert worden. Das könne er noch nicht sagen, denn die Vorstellung des Produktionsstudios seien mit seinen noch nicht deckungsgleich. Mittlerweile haben sich beide Parteien geeinigt: „I Want To Believe“ lautet der Untertitel des Films. Dem Anschein nach würde man eher vermuten, dass Carter sich da mit seinem Titelwunsch durchgesetzt hat. Denn bekanntlich ist „I Want To Believe“ die Unterschrift eines Posters, das in der Serie prominent in Agent Fox Mulders Büro hing. Zudem ist der Slogan auch eines der durchgehenden Themen der Serie gewesen - der Wunsch, zwischen Skeptizismus und Wissenschaftlichkeit einen Ausgleich zu finden. Der erste Kinofilm zu „Akte X“, der 1998 weltweit in die Kinos kam, lief unter dem Titel „The X-Files: Fight the Future“ und spielte 190 Millionen USD ein. |
| Die Pläne der Network-Bosse | Kürzlich sprachen die Programmchefs der großen US-Networks (mit Ausnahme von NBC, welches seine Upfronts bereits hinter sich hat) mit dem Branchenblatt The Hollywood Reporter über ihre jeweiligen Pläne und Strategien vor den anstehenden Upfronts. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse:
Zu den großen Themen in der US-amerikanischen Fernsehbranche gehören nach wie vor die Auswirkungen des Autorenstreiks auf die gewohnten Zeitabläufe der Serienentwicklung und -produktion. Dabei betonten die TV-Bosse durchweg den positiven Aspekt, dass durch die streikbedingten Verschiebungen und die Hinwendung zu einem ganzjährigen Entwicklungszyklus das sonst so gedrängte Prozedere in der Vorbereitung neuer Serien entzerrt worden sei. So wird z. B. ABC seine Piloten erst komplett nach den Upfronts in Produktion geben. The CW hat bislang erst drei Pilotfolgen im Kasten und wird den Rest im Nachhinein herstellen. FOX dagegen hat bereits im Vorfeld für mehrere Projekte direkt Serienbestellungen aufgegeben.
Stephen McPherson, Unterhaltungschef von ABC, erklärte jedoch, dass er damit rechne, dass bereits zur Season 2009/2010 die Pilot-Season wieder ihren gewohnten Lauf nehmen werde. Ein weiteres Thema, welches die Senderverantwortlichen durch die Bank weg beschäftigt, ist die Frage nach der Zukunft der Comedy. Dabei fällt die Einschätzung der jeweiligen Programmmacher sehr unterschiedlich aus: Auf die Schließung der Comedy-Abteilung von CW angesprochen, erklärte Senderchefin Dawn Ostroff, dass CW weiterhin eine begrenzte Zahl von Comedy-Projekten entwickeln werde, die allerdings genau auf die Zielgruppe der Sender (junge Frauen bis Mitte 30) zugeschnitten sein würden. Im Augenblick würde CW vor allem versuchen, Serien zu entwickeln, mit denen man ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erzielen wolle (daher z. B. auch die Idee, einen Spin-Off von „Beverly Hills, 90210“ zu produzieren) - und das sei mit Comedy derzeit nur schwierig zu erreichen. Eher optimistisch, was die Zukunft von Comedy-Serien angeht, zeigte sich dagegen Ostroffs Kollegin Nina Tassler von CBS: Vor dem Streik habe z. B. „The Big Bang Theory“ deutliches Hitpotential gezeigt, so dass Tassler erklärte, dass sie sich langfristig sogar einen zweiten Comedy-Abend auf CBS vorstellen könne. Eine Verlängerung von „How I Met Your Mother“ und „The New Adventures of Old Christine“ wollte sie in diesem Zusammenhang noch nicht bestätigen, gab jedoch kund, dass ihr die Quotenentwicklung beider Serien in den letzten Wochen gefallen habe: „Es sieht für beide Serien gut aus.“ Auch Kevin Reilly, Programmchef von FOX, hob, gefragt nach seinen Zielen bei der Serienentwicklung, hervor, dass er auf der Suche nach dem nächsten „Malcolm in the Middle“ oder „That '70s Show“ sei - und dass er auf jeden Fall das junge Comedypublikum zurück zum Sender holen wolle. |
Es gibt nichts, was es im Zusammenhang mit „Star Wars“ nicht gibt. George Lucas milliardenschweres Sternenimperium hat einer ganzen Merchandising-Industrie sowie einer völlig neuen Vermarktungsstrategie den Stempel aufgedrückt. Ob es sich um das Buch zum Film, Comics, Computerspiele, Action-Figuren, Bettwäsche oder eine neue TV-Serie handelt – die Flut an begleitenden Produkten ist schier unüberschaubar geworden und längst Standard bei einem Hollywood-Blockbuster. Ganze Romanzyklen und Comicserien erzählen im so genannten „Erweiterten Universum“ die Geschichte der Filme weiter, berichten aus der Vergangenheit des „Star Wars“-Universums, führen Parallelhandlungen aus oder erzählen sogar, was passiert wäre, wenn Luke Skywalker den Todesstern nicht zerstört hätte. An Büchern zum Thema „Star Wars“ besteht also wahrlich kein Mangel.
Auch Sekundärliteratur, die sich mit den verschiedenen Welten und Bewohnern des „Star Wars“-Universums, den Waffen und Raumschiffen u. a. beschäftigt oder von der Entstehung der Saga berichtet, gibt es in Hülle und Fülle. Jeder Spezialeffekt wird detailliert unter die Lupe genommen, jeder Aspekt der Saga minutiös beleuchtet. Manchmal hat man als Leser das Gefühl, dass der eine oder andere Autor einfach nur auf das schnelle Geld aus ist und - in der Hoffnung, dass es die Fans schon kaufen werden - schnell ein paar lustige Anekdoten zusammenschreibt oder über den finanziellen Erfolg der Filme philosophiert. Die besten Zitate, das obligatorische Quiz-Buch, skurrile Geschichten aus dem Fandom – es gibt wie gesagt im Zusammenhang mit „Star Wars“ nicht viel, das es nicht gibt. Einzig und allein die ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema war lange Zeit eine absolute Seltenheit. Nahm sich doch einmal ein Autor der Saga an, geschah es häufig nur, um Lucas’ Filme als kommerzielle Machwerke abzuurteilen, denen es jegliche tiefere Bedeutung abzusprechen galt.
Mehr als nur ein Film
Der Franzose Laurent Jullier, Filmkritiker und Professor an der Sorbonne in Paris, hat nun mit seiner umfangreichen, wissenschaftlich fundierten „Anatomie einer Saga“ ein äußerst lesenswertes Buch über das Phänomen „Star Wars“ vorgelegt, dem zu wünschen ist, dass tatsächlich jeder Fan es kaufen möge.
Völlig zu Recht schreibt Jullier in seiner Einleitung, dass „Star Wars“ längst mehr als nur ein Film ist. Es ist ein frei verfügbares Objekt, das vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und Interpretationsansätze bietet, zu immer neuen Betrachtungsweisen einlädt und auch nach Jahren noch überraschende Einblicke hervorbringt. Wer allerdings sein Urteil von vornherein gefällt hat und „Star Wars“ als einfältiges Comic-Spektakel und reines Effektfeuerwerk abtut, dem werden sich die vielschichtigen Qualitäten der Saga gar nicht erst erschließen. Jullier dagegen will sehen, „was ‚Star Wars’ bedeuten kann, nicht, was es bedeuten soll.“
Frei von jeglicher Wertung nimmt der Filmwissenschaftler daher zunächst eine interne Analyse vor. Ausführlich beschäftigt sich Jullier in zwei Kapiteln mit der Geschichte der Saga sowie ihrem filmischen Stil und fördert auch für Fans der ersten Stunde interessante Einblicke zu Tage. Grundlegende Handlungsmotive und wiederkehrende (visuelle) Elemente werden ausgemacht und in allen sechs Filmen verortet, die Bedeutung von Zufall und Notwendigkeit wird untersucht und sogar in Bezug auf die Dominotheorie wird „Star Wars“ einer eingehenden Analyse unterzogen: Welche Elemente bleiben bestehen, wenn alle Abschweifungen und kleineren Episoden ausgeklammert würden? So ließe sich beispielsweise eine auf das Wesentliche beschränkte Schnittfassung oder auch eine Neuauflage von „Star Wars in One Hour“ erstellen.
Klassische Erzählmuster und digitale Technologie
Sehr interessant ist das zweite Kapitel, in dem die Erzählweise der Filme detailliert untersucht sowie die Bedeutung und Funktion von bestimmten Stilmitteln erklärt wird. Alle, die schon immer der Meinung waren, „Star Wars“ sei äußerst simpel und rein linear erzählt, können sich hier eines Besseren belehren lassen. Wer hätte gedacht, dass in „Star Wars“ Stilmittel der klassischen Erzählung zum Einsatz kommen?! Letztendlich dreht sich bei „Star Wars“ alles darum, wie das Wissen verteilt ist, um daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Ein höchst spannendes Spiel, an dem sich Fans und Gelegenheitsseher gleichermaßen auch nach 30 Jahren immer noch rege beteiligen.
Auch die audiovisuelle Sprache der Saga ist natürlich ein wichtiger Aspekt: Wie sieht die Bildgestaltung aus? Wie gestaltet sich die Art der Montage? Welche Schnitttechniken kommen zum Einsatz und welchen Effekt rufen sie hervor? Jullier erklärt sehr anschaulich und mit vielen Beispielen, so dass sich die Analyse sehr unterhaltsam lesen lässt. So genau und detailliert hat sich, was die Machart der Filme betrifft, bislang kaum jemand „Star Wars“ angeschaut. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass selbstverständlich auch John Williams’ Soundtrack, Ben Burtts Tonspur und der revolutionäre Einsatz der digitalen Technik entsprechend gewürdigt werden. Erwähnenswert sind außerdem noch ein ausführlicher Vergleich der Lichtschwertduelle mit dem legendären Fechtkampf aus dem Hollywood-Klassiker „Scaramouche“ sowie eine Gegenüberstellung des Wagenrennens aus „Ben Hur“ mit dem Podrace aus „Episode 1“.
„Star Wars“ und die Verbindung zur Welt
Die zweite Hälfte des Buches beschäftigt sich mit der externen Analyse. Diese behandelt die Verbindung zwischen „Star Wars“ und der Welt, in der die Filme entstanden sind, und die wiederum durch die Filme beeinflusst worden ist. Jullier untersucht, welche fiktionalen oder religiösen Erzählungen und welche historischen Ereignisse in der „Star Wars“-Saga anklingen und welche Reaktionen die Filme bei den Menschen hervorrufen. Das mag auf den ersten Blick etwas abgehoben erscheinen, liest sich aber sehr amüsant. Konkret gesagt geht es z. B. darum, welche Anspielungen auf andere Filme oder Erzählungen in der Saga verarbeitet worden sind. Eine wahre Fundgrube für Fans, die sich von der Kapitelüberschrift „Intertextualität“ nicht abschrecken lassen sollten.
Jullier gelingt es sehr gut, mit dem wissenschaftlichen Vokabular einer anspruchsvollen filmischen Analyse, interessante Ergebnisse zu Tage zu fördern und dabei auch noch gut zu unterhalten. Ob „Singing in the Rain“, „Tarzan“ oder „Die Muppet-Show“ – Jullier spürt alles auf, was im Zusammenhang mit „Star Wars“ eine Rolle spielen könnte. Man muss nicht unbedingt jedem Punkt zustimmen, aber interessant zu lesen ist es allemal. Eine Einordnung in den Kontext des Genres darf natürlich nicht fehlen. Ein Vergleich mit „Flash Gordon“ sowie Ritter- und Samurai-Filmen liegt nahe. Auch die Bücher von Carlos Castaneda und Joseph Campbell, die Lucas bekanntermaßen stark beeinflusst haben, unterwirft Jullier einer näheren Betrachtung.
„Star Wars“ vs. Adorno und Horkheimer
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den „Weltanschauungen und Ideologien“, die in der „Star Wars“-Saga zum Ausdruck kommen. Auch wenn das alles zu Beginn furchtbar wissenschaftlich klingt, will Jullier letztlich nur herausfinden, „was ‚Star Wars’ bedeuten soll“. Er will die Filme nicht werten oder in eine bestimmte Schublade stecken, sondern mögliche ideologische Einflüsse und Auswirkungen aufzeigen. Dabei stellt er „Star Wars“ weder als reaktionär an den Pranger, noch verklärt er die Saga aufgrund ihres immensen Erfolges. Warum machen die Filme auch bei wiederholtem Sehen immer noch Spaß, warum regen sie dazu an, „eigene Geschichten zu entwerfen oder sich philosophische Fragen zu stellen.“
Allein die Tatsache, dass „Star Wars“ all dies bewirkt, ist für Jullier Beweis genug, dass die Saga keine seelenlose Vermarktungsmaschinerie ist. Er klopft eine Vielzahl von Interpretationen der Saga ab und bleibt dabei immer wertfrei und objektiv. Eine höchst spannende Lektüre! Für Eltern dürfte auch der Abschnitt, der erklärt, warum gerade Kinder „Star Wars“ besonders faszinierend finden, sehr aufschlussreich sein. Ob Adorno, Horkheimer oder Ralph Waldo Emerson , die Bedeutung der Massenkunst, mythische und religiöse Aspekte, politische Weltanschauungen oder die Außerkraftsetzung von Naturgesetzen – Jullier schreckt in seiner „Anatomie einer Saga“ vor absolut gar nichts zurück, und die Leser sollten es auch nicht, da ihnen ansonsten ein äußerst unterhaltsames Lesevergnügen entgeht.
30 Jahre „Star Wars“ – Alles ist möglich
Das fünfte und letzte Kapitel widmet sich schließlich den Kritikern – professionellen wie Fans gleichermaßen – sowie der Rolle des Internets und ist allein schon die Lektüre des Buches wert. Was alles seit 1977 über „Star Wars“ geschrieben wurde, ist wirklich unglaublich. Da wird „Star Wars“ mit einem Led-Zeppelin-Konzert verglichen oder bemängelt, dass es keinen Sex in den Filmen gibt. Viele dieser Kritiker schreiben einfach 30 Jahre lang dasselbe – oder plötzlich das genaue Gegenteil. Den meisten ist gemein, dass sie sich nicht besonders für die Filme interessieren und schon gar nicht für ihren Inhalt.
Das kann man von Laurent Julliers „Star Wars - Anatomie einer Saga“ nicht behaupten. Der französische Filmwissenschaftler hat ein höchst lesenswertes Buch geschrieben, das allen Filminteressierten im Allgemeinen und „Star Wars“-Fans im Besonderen uneingeschränkt zu empfehlen ist. Es ist keine akademische Vorbildung von Nöten, um Julliers Analyse folgen zu können, auch wenn das eine oder andere Fremdwort auf den ersten Blick genauso Furcht einflössend wirkt wie Darth Vader, der das Buchcover ziert. Davon sollte sich aber bitte niemand abschrecken lassen! Jullier erklärt sehr genau und anschaulich, was er meint, und eröffnet neue Denkweisen, und Perspektiven, das Phänomen „Star Wars“ einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten.
Abgerundet wird das Ganze durch einen Überblick über das so genannte „Erweiterte Universum“, die tabellarische Auflistung der Erzählstruktur der Filme, ein Literaturverzeichnis und weiterführende Internet-Links. Bitte lesen!
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Corona Magazine
Den fiesen Plan, das Erscheinen der Nummer 199 zu nutzen, um eine Gratulation pünktlich zum nächsten Erscheinen abzusetzen, habt Ihr ja mit der großen Ankündigung untergraben. So ein Mist. Egal. Etwas über drei Viertel Eures digitalen Lebens habe ich nun bereits mitgelesen (und sogar mal einen Smile Fiction-Artikel beigesteuert) und bin froh, den Corona Newsletter damals gefunden zu haben. Euch habe ich ziemlich viele gute Stunden Serien- und Buchkonsum zu verdanken, weil Ihr so schön in den Genres den Blick schweifen lasst. Dafür schon einmal ein verschmitztes Lächeln. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar leider nicht so groß, es Euch persönlich zu übermitteln, aber man weiß ja nie. In diesem Sinne: Bitte macht weiter so!
Andreas Richter
Corona Magazine 199 Stargate SG-1-Pilotfilm wird neu aufgelegtHallo Den Pilotfilm neuzuschneiden, um etwas Geschwindigkeit hereinzubringen mag ja ok sein. Auch könnten sie ja mal erklären, wie Apophis eigentlich wieder von der Erde weggekommen ist, schließlich schien er nie im Kontrollraum gewesen zu sein. Meine Hauptkritik an der Argumentation ist aber, dass "Full Frontal Nudity" angeblich ungeeignet für eine "Familienserie" ist, die unzähligen Kämpfe, Tötungen und Folterungen aber offensichtlich nicht. Versteht mich nicht falsch, ich mag die Serie (mein SG-1 Marathon: http://doena-journal.net/category/dvd/dvd-marathon/sg-1-marathon/), aber das halte ich dann doch für etwas verlogen. In den englischsprachigen Blogs haben sich auch viele dafür ausgesprochen, gleich noch Carters "Reproduktionsorgan-Spruch" rauszunehmen. Das würde dann aber auch die Pointe im Staffel-8-Finale zerstören. Offensichtlich hat der Pilotfilm unzählige Menschen dazu animiert, die Serie zu gucken. Warum man den jetzt neu herausbringen muss (von den monetären Gründen mal abgesehen) ist mir persönlich nicht klar. Gruß Karsten "DJ Doena"
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| Samstag, 10. Mai 2008 | | 00:45 Uhr | Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster Riesige mutierte Killerspinnen greifen ein Wüstenkaff an. Zum Glück gibt es im Einkaufszentrum einen Waffenladen. | US 2002 | ORF1 | Wdh. | | 11:05 Uhr | Star Trek: Deep Space Nine Die Illusion | 2x16 | Sci Fi | Wdh. | | 12:15 Uhr | Relic Hunter - Die Schatzjägerin Der Gürtel der Hippolyte | 3x15 | Kabel1 | Wdh. | | 12:20 Uhr | Relic Hunter - Die Schatzjägerin Der Gürtel der Hippolyte | 3x15 | Kabel1 | Wdh. | | 13:15 Uhr | Sliders - Das Tor in eine fremde Dimension Blick in die Zukunft | 4x21 | Kabel1 | Wdh. | | 13:20 Uhr | Relic Hunter - Die Schatzjägerin Das Licht der Wahrheit | 3x04 | ATVplus | Wdh. | | 14:10 Uhr | Star Trek: Raumschiff Voyager Das Wagnis | 3x13 | Kabel1 | Wdh. | | 14:20 Uhr | Relic Hunter - Die Schatzjägerin Die Schatzinsel | 3x05 | ATVplus | Wdh. | | 15:20 Uhr | Smallville Beschützerinstinkt | 6x14 | ORF1 | Wdh. | | 16:00 Uhr | Star Trek: Deep Space Nine Die Illusion | 2x16 | Sci Fi | Wdh. | | 17:45 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Die Damen Troi | 3x24 | Sci Fi | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Wer ist John? | 3x25 | Sci Fi | Wdh. | | 20:15 Uhr | Zurück in die Zukunft Dank einer in einem Auto eingebauten Zeitmaschine verhindert Michael J. Fox zuerst das seine Eltern sich verlieben, und danach versucht er verzweifelt sie wieder zusammenzubringen. | US 1985 | Das Vierte | Wdh. | | 20:15 Uhr | Vertrauter Feind Harrison Ford steht als Familenvater Brad Pitt als IRA-Terorrist gegenüber. | US 1997 | Kabel1 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 1 | 1st | | 21:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 2 | Wdh. | | 22:05 Uhr | Lock up - Überleben ist alles Sylvester Stallone wird im Gefängnis vom sadistischen Leiter fertig gemacht. | US 1989 | 13th Street | Wdh. | | 23:00 Uhr | Terminator Arnold Schwarzenegger wird als Terminator aus der Zukunft geschickt, um die Mutter des ungeborenen Widerstandsanführers Connor zu töten. | US 1995 | ATVplus | Wdh. | | 23:55 Uhr | Alien Intruder Ein paar Gefangene werden dazu gebracht mit auf eine Selbstmord-Rettungsmission zu kommen. Und auf dem zu rettenden Raumschiff wartet schon ein Killercomputervirus auf sie... | US 1993 | Sci Fi | Wdh. |
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| Sonntag, 11. Mai 2008 | | 00:30 Uhr | Der Staatsfeind Nr. 1 Will Smith gerät aus Versehen in eine Verschwörung, in der es um Die Macht der Geheimdienste geht. Bald darauf wird er mit dem gesamten Überwachungsapparat der NSA gejagt. | US 1998 | ORF1 | Wdh. | | 09:35 Uhr | Star Trek: Deep Space Nine Der Trill-Kandidat | 2x17 | Sci Fi | Wdh. | | 10:15 Uhr | Hercules Armageddon (1/2) | 4x13 | RTL2 | Wdh. | | 11:10 Uhr | Xena Dirty Dancing | 4x06 | RTL2 | Wdh. | | 11:30 Uhr | Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten Schriftstellerin reist nach Kolumbien, um ihre Schwester mit einer Schatzkarte freizukaufen. Dazu kommt noch ein Abenteurer, und schon geht es rund. | MX/US 1984 | Pro7 | Wdh. | | 11:35 Uhr | Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten Schriftstellerin reist nach Kolumbien, um ihre Schwester mit einer Schatzkarte freizukaufen. Dazu kommt noch ein Abenteurer, und schon geht es rund. | MX/US 1984 | Pro7 | Wdh. | | 13:50 Uhr | Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil Schriftstellerin reist in den Nahen Osten, um die Biographie eines Machthabers zu schreiben. Und zusammen mit ihrem Abenteurer-Freund ein Juwel zu finden. | MX/US 1985 | Pro7 | Wdh. | | 16:00 Uhr | Star Trek: Deep Space Nine Der Trill-Kandidat | 2x17 | Sci Fi | Wdh. | | 16:10 Uhr | Star Trek: Nemesis Picard und Co. wollen Friedensverhandlungen mit den Romulanern beginnen. Doch die Remaner und ein Picard-Klon sind dagegen. | US 2002 | ORF1 | Wdh. | | 16:20 Uhr | Die verlorene Welt Die Stadt der Sklaven | 1x03 | Tele 5 | Wdh. | | 17:45 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert In den Händen der Borg (1/2) | 3x26 | Sci Fi | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Angriffsziel Erde (2/2) | 4x01 | Sci Fi | Wdh. | | 20:15 Uhr | Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock Kirk und Co. suchen die sterblichen Überreste von Mr. Spock. Und müssen sich dabei mit Klingonen auseinandersetzen. | US 1984 | Sci Fi | Wdh. | | 20:15 Uhr | Jäger des verlorenen Schatzes Indiana Jones, Professor der Archäologie und Abenteurer, auf der Suche nach der Bundeslade. Und die Nazis wollen sie auch für ihre diesen bösen Absichten haben. Da ist sie doch in einem Museum besser aufgehoben. | US 1981 | Pro7 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 3 | Wdh. | | 20:15 Uhr | I, Robot Lose auf den Geschichten von Asimov basierend. Will Smith als Cop der den neuen Hilfsrobotern nicht. Und das trotz der Drei Gesetze. | US 2004 | RTL | Wdh. | | 21:15 Uhr | Numb3rs - Die Logik des Verbrechens Primacy | 4x07 | Sat1 | 1st | | 22:10 Uhr | Terminator 2: Tag der Abrechnung Schwarzenegger ist, wie versprochen, zurück. Dieses Mal will er als Terminator den jungen Connor beschützen. Sein Gegenspieler ist ein Flüssigmetalterminator. | US/FR 1991 | ATVplus | Wdh. | | 22:15 Uhr | Alarmstufe: Rot Terroristen kapern ein mit Nuklearwaffen bestücktes Schiff der US-Navy. Dabei haben sie aber nicht mit dem Koch gerechnet. | FR/US 1992 | Sat1 | Wdh. | | 22:25 Uhr | Roter Drache Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter und Edward Norton als FBI-Agent der ihn gefangen hat. Nun braucht er die Hilfe des genialen Kannibalen, um einen anderen Serienmörder zu fassen. Prequel zu 'Schweigen der Lämmer' | US/DE 2002 | ORF1 | Wdh. | | 22:45 Uhr | True Lies - Wahre Lügen Arnold Schwarzenegger als Geheimagent. So geheim, dass selbst seine Familie nichts von seiner Arbeit weiß. Dann kommen Terroristen, Möchtegernlover und Atombomben ins Spiel. | US/DE 1994 | Pro7 | Wdh. | | 23:20 Uhr | The Replacement Killers Ein Killer bringt es nicht übers Herz einen Auftrag auszuführen. Deswegen werden ihm ein paar Ersatzkiller auf den Hals gehetzt. | US 1998 | Kabel1 | Wdh. |
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| Montag, 12. Mai 2008 | | 00:05 Uhr | Profiler Der Leichensammler | 3x07 | VOX | Wdh. | | 00:30 Uhr | Waterworld Kevin Costner in einer postapokalyptischen Wasserwelt auf der Suche nach Land. Und der Frage: In einer Welt fast nur aus Wasser, wie wasche ich mich da? | US 1995 | RTL | Wdh. | | 01:00 Uhr | Profiler Der Blutsbruder | 3x08 | VOX | Wdh. | | 03:30 Uhr | Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock Kirk und Co. suchen die sterblichen Überreste von Mr. Spock. Und müssen sich dabei mit Klingonen auseinandersetzen. | US 1984 | Sci Fi | Wdh. | | 10:15 Uhr | Charmed - Zauberhafte Hexen Hexenjagd | 2x02 | SF2 | Wdh. | | 14:15 Uhr | E.T. - Der Außerirdische Ein friedliches Alien strandet in LA. Es hat einen Leuchtfinger, Teleskophals und will nach Hause telefonieren. Ausserdem kann es BMX-Fahrräder vor dem Mond vorbeifliegen lassen. | US 1982 | ARD | Wdh. | | 15:45 Uhr | Jäger des verlorenen Schatzes Indiana Jones, Professor der Archäologie und Abenteurer, auf der Suche nach der Bundeslade. Und die Nazis wollen sie auch für ihre diesen bösen Absichten haben. Da ist sie doch in einem Museum besser aufgehoben. | US 1981 | Pro7 | Wdh. | | 17:05 Uhr | Die Piratenbraut Piratin versucht Piratenschatz zu finden. Andere wollen das auch. | US/FR 1995 | ZDF | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Das Letzte seiner Art | 1x01 | Sci Fi | Wdh. | | 20:15 Uhr | CSI:NY Verwechslungsopfer | 3x09 | VOX | Wdh. | | 20:15 Uhr | Indiana Jones und der Tempel des Todes Zweiter Indy Teil mit Harrison Ford. Dieses Mal auf der Suche nach heiligen Steinen, um einen Kult zu zerstören und ein Dorf zu retten. | US 1984 | Pro7 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Jumanji Robin Williams wird in einem magischen Spiel festgehalten. | US 1995 | Sat1 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Das Mercury Puzzle Ein kleiner autistischer Junge knackt durch Zufall einen Militärcode. Das ist sein Todesurteil, doch Bruce Willis beschützt ihn. | US 1998 | RTL | Wdh. | | 20:45 Uhr | CSI: Miami Leidensgeschichte | 4x04 | SF2 | Wdh. | | 21:55 Uhr | Terminator 2: Tag der Abrechnung Schwarzenegger ist, wie versprochen, zurück. Dieses Mal will er als Terminator den jungen Connor beschützen. Sein Gegenspieler ist ein Flüssigmetalterminator. | US/FR 1991 | ATVplus | Wdh. | | 22:25 Uhr | I, Robot Lose auf den Geschichten von Asimov basierend. Will Smith als Cop der den neuen Hilfsrobotern nicht. Und das trotz der Drei Gesetze. | US 2004 | RTL | Wdh. | | 22:25 Uhr | Alarmstufe: Rot 2 Terroristen entführen dieses Mal einen Zug. Doch wieder ist der Ex-Koch an Bord. Mit Stephen Seagal | US 1995 | Sat1 | Wdh. | | 23:00 Uhr | Buffy - Im Bann der Dämonen Tabula Rasa | 6x08 | Kabel1 | Wdh. | | 23:30 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Familienbegegnung | 4x02 | Sci Fi | Wdh. |
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| Dienstag, 13. Mai 2008 | | 00:00 Uhr | Poltergeist II - Die andere Seite Die Familie Freeling ist in ein anderes Haus gezogen. Die Untermieter sind geblieben. | US 1986 | Kabel1 | Wdh. | | 00:35 Uhr | Das Mercury Puzzle Ein kleiner autistischer Junge knackt durch Zufall einen Militärcode. Das ist sein Todesurteil, doch Bruce Willis beschützt ihn. | US 1998 | RTL | Wdh. | | 02:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Das Letzte seiner Art | 1x01 | Sci Fi | Wdh. | | 15:30 Uhr | The Pretender Fata Morgana | 1x09 | ATVplus | Wdh. | | 17:20 Uhr | Stargate Ein Übermächtiger Feind | 6x07 | Tele 5 | Wdh. | | 18:20 Uhr | Andromeda Der Heilige Gral | 1x13 | Tele 5 | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Der Fall Charlie | 1x02 | Sci Fi | Wdh. | | 18:45 Uhr | Veronica Mars Das Experiment | 3x02 | SF2 | Wdh. | | 19:15 Uhr | Stargate Wahre Helden | 6x08 | Tele 5 | Wdh. | | 20:15 Uhr | CSI: Miami Wunschmörder | 4x08 | RTL | Wdh. | | 20:15 Uhr | Congo Ein Team sucht im Kongo nach Diamanten. Nachdem das Team von Tieren angegriffen wird, wird ein zweites losgeschickt. | US 1995 | Kabel1 | Wdh. | | 21:15 Uhr | Dr. House Ferndiagnose | 2x10 | RTL | Wdh. | | 22:00 Uhr | Alone in the Dark Ein Detektiv für übernatürliche Phönomene kommt einer dämonischen Verschwörung auf die Spur. | CA/US 2003 | Sci Fi | Wdh. | | 23:40 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Die ungleichen Brüder | 4x03 | Sci Fi | Wdh. |
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| Mittwoch, 14. Mai 2008 | | 00:20 Uhr | Alarmstufe: Rot 2 Terroristen entführen dieses Mal einen Zug. Doch wieder ist der Ex-Koch an Bord. Mit Stephen Seagal | US 1995 | Sat1 | Wdh. | | 00:30 Uhr | CSI:NY Verwechslungsopfer | 3x09 | VOX | Wdh. | | 00:35 Uhr | Die Piratenbraut Piratin versucht Piratenschatz zu finden. Andere wollen das auch. | US/FR 1995 | ZDF | Wdh. | | 00:35 Uhr | Dr. House Ferndiagnose | 2x10 | RTL | Wdh. | | 02:50 Uhr | Raumschiff Enterprise Der Fall Charlie | 1x02 | Sci Fi | Wdh. | | 11:00 Uhr | Charmed - Zauberhafte Hexen Babyalarm | 5x16 | Pro7 | Wdh. | | 15:30 Uhr | The Pretender Spiel mit dem Feuer | 1x10 | ATVplus | Wdh. | | 17:20 Uhr | Stargate Wahre Helden | 6x08 | Tele 5 | Wdh. | | 18:20 Uhr | Andromeda Genie an Bord | 1x14 | Tele 5 | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Spitze des Eisbergs | 1x03 | Sci Fi | Wdh. | | 18:45 Uhr | Veronica Mars Das verräterische Herz | 3x03 | SF2 | Wdh. | | 19:15 Uhr | Stargate Das Bündnis | 6x09 | Tele 5 | Wdh. | | 20:13 Uhr | Der Schakal Bruce Willis als Top-Attentäter, der von Richard Gere als Ex-IRA Mitglied verfolgt wird, um ihn von seinem Attentat abzuhalten. | US/UK 1997 | 13th Street | Wdh. | | 20:15 Uhr | Stargate Möbius (1/2) | 8x19 | RTL2 | Wdh. | | 20:15 Uhr | C.S.I. NY Kopflos | 2x04 | ORF1 | Wdh. | | 21:00 Uhr | C.S.I. NY Gondel in den Tod | 2x05 | ORF1 | Wdh. | | 21:10 Uhr | Stargate Möbius (2/2) | 8x20 | RTL2 | Wdh. | | 22:00 Uhr | Fahrenheit 451 In der Zukunft sind Bücher verboten. Feuerwehrmann Montag hat den Auftrag, alle Bücher zu verbrennen. Als er die Lehrerin Clarisse kennen lernt, überdenkt er seine Überzeugungen. | UK 1966 | Sci Fi | Wdh. | | 22:05 Uhr | Stargate Atlantis 38 Minuten | 1x04 | RTL2 | Wdh. | | 23:00 Uhr | Andromeda Die perfekte Maschine | 4x19 | RTL2 | Wdh. | | 23:50 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Endars Sohn | 4x04 | Sci Fi | Wdh. |
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| Donnerstag, 15. Mai 2008 | | 00:05 Uhr | Stargate Möbius (1/2) | 8x19 | RTL2 | Wdh. | | 00:50 Uhr | Im Auftrag des Teufels Keanu Reeves arbeitet in der Anwaltskanzlei von Al Pacino. Dieser entpuppt sich, wer hätte das von einem Rechtsanwalt gedacht, als der Leibhaftige Teufel. | US/DE 1997 | ORF1 | Wdh. | | 01:00 Uhr | Stargate Möbius (2/2) | 8x20 | RTL2 | Wdh. | | 03:00 Uhr | Raumschiff Enterprise Spitze des Eisbergs | 1x03 | Sci Fi | Wdh. | | 11:00 Uhr | Charmed - Zauberhafte Hexen Glücksbringer | 5x17 | Pro7 | Wdh. | | 15:30 Uhr | The Pretender Das Bombenkommando | 1x11 | ATVplus | Wdh. | | 17:20 Uhr | Stargate Das Bündnis | 6x09 | Tele 5 | Wdh. | | 18:20 Uhr | Andromeda Erzwungene Einsichten | 1x15 | Tele 5 | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Implosion in der Spirale | 1x04 | Sci Fi | Wdh. | | 18:45 Uhr | Veronica Mars Charlie surft nicht | 3x04 | SF2 | Wdh. | | 19:15 Uhr | Stargate Heilung | 6x10 | Tele 5 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Dr. House Ferndiagnose | 2x10 | ORF1 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 1 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Bones - Die Knochenjägerin Die Frau im Tunnel | 1x16 | ATVplus | Wdh. | | 21:05 Uhr | C.S.I. - Den Tätern auf der Spur Verschwörung der Reptilien | 7x22 | ORF1 | 1st | | 21:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 2 | Wdh. | | 21:15 Uhr | CSI: Den Tätern auf der Spur Verschwörung der Reptilien | 7x22 | RTL | Wdh. | | 22:10 Uhr | Blood Ties Arena der Toten | 1x10 | ATVplus | 1st | | 22:10 Uhr | Bram Stoker: Dark World Nach einem Ritual läuft der damit beschworene Dämon Amok und will einen Jungen töten, damit er alle seine Freunde zum Schlachtfest auf die Erde einladen kann. Wie gut das der ortsansässige Priester zwei 9mm Wummen unter dem Talar hat... | US/CA 1998 | Tele 5 | Wdh. | | 22:15 Uhr | Bones - Die Knochenjägerin Die Frau im Garten | 1x13 | RTL | Wdh. | | 22:35 Uhr | The Cell Jennifer Lopez als Psychologin, die in das Gehirn eines Psychopaten eindringt. | US/DE 2000 | VOX | Wdh. | | 22:45 Uhr | 24 - Twenty Four VI Tag 6: 00:00 - 01:00 Uhr | 6x19 | SF2 | 1st | | 23:30 Uhr | 24 - Twenty Four VI Tag 6: 01:00 - 02:00 Uhr | 6x20 | SF2 | Wdh. | | 23:35 Uhr | Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Das Experiment | 4x05 | Sci Fi | Wdh. | | 23:55 Uhr | Der Schakal Bruce Willis als Top-Attentäter, der von Richard Gere als Ex-IRA Mitglied verfolgt wird, um ihn von seinem Attentat abzuhalten. | US/UK 1997 | 13th Street | Wdh. |
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| Freitag, 16. Mai 2008 | | 00:10 Uhr | 24 Tag 4: 04:00 - 05:00 Uhr | 4x22 | ATVplus | Wdh. | | 00:45 Uhr | CSI: Den Tätern auf der Spur Verschwörung der Reptilien | 7x22 | RTL | Wdh. | | 02:45 Uhr | Raumschiff Enterprise Implosion in der Spirale | 1x04 | Sci Fi | Wdh. | | 10:20 Uhr | Evolution Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und bringt eine sich schnell entwickelnde Lebensform mit. Genau das richtige für eine Alienjagd. Und Product-Placing. | US 2001 | ORF1 | Wdh. | | 11:00 Uhr | Charmed - Zauberhafte Hexen Katzenjammer | 5x18 | Pro7 | Wdh. | | 15:30 Uhr | The Pretender In der Todeszelle | 1x12 | ATVplus | Wdh. | | 17:20 Uhr | Stargate Heilung | 6x10 | Tele 5 | Wdh. | | 18:20 Uhr | Andromeda Die Summe aller Teile | 1x16 | Tele 5 | Wdh. | | 18:35 Uhr | Raumschiff Enterprise Kirk: 2 = ? | 1x05 | Sci Fi | Wdh. | | 18:40 Uhr | Veronica Mars Ein teuflischer Plan | 3x05 | SF2 | Wdh. | | 19:15 Uhr | Stargate Die Unsichtbaren | 6x13 | Tele 5 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Prestige - Die Meister der Magie Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr. | US/UK 2006 | Premiere 3 | Wdh. | | 20:15 Uhr | Ghost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits Todesengel | 3x12 | Kabel1 | 1st | | 20:15 Uhr | Im Auftrag des Teufels Keanu Reeves arbeitet in der Anwaltskanzlei von Al Pacino. Dieser entpuppt sich, wer hätte das von einem Rechtsanwalt gedacht, als der Leibhaftige Teufel. | US/DE 1997 | Pro7 | Wdh. | | 21:05 Uhr | Solar Attack Durch eine Solareruption steigen die Temperaturen auf der Erde. Um die Menschheit zu retten müssen die Pole geschmolzen werden. Macht keinen Sinn, aber wenigstens hat man sowas wie einen Plot. | CA 2005 | Sci Fi | Wdh. | | 21:15 Uhr | Medium - Nichts bleibt verborgen Das Dreamteam | 3x07 | Kabel1 | Wdh. | | 22:05 Uhr | Total Recall Arnold Schwarzenegger bucht eine virtuelle Reise zum Mars. Und dabei findet er heraus, dass er nicht der ist, der er denkt zu sein. Und wird daraufhin verfolgt. | US 1990 | RTL2 | Wdh. |
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| Samstag, 17. Mai 2008 | | 00:20 Uhr | Total Recall Arnold Schwarzenegger bucht eine virtuelle Reise zum Mars. Und dabei findet er heraus, dass er nicht der ist, der er denkt zu sein. Und wird daraufhin verfolgt. | US 1990 | RTL2 | Wdh. | | 02:50 Uhr | Raumschiff Enterprise Kirk: 2 = ? | 1x05 | Sci Fi | Wdh. |
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Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde unterstellt, es gebe ein Herstellungsproblem bei deutschen Serien. Schaut man sich die deutsche Serienlandschaft des aktuellen Jahrtausends an, so kann das Urteil eigentlich nicht gehalten werden. Denn abgesehen von „Alarm für Cobra 11“ (das aber anscheinend nach vielen Erfolgsjahren so langsam auch am Ende seines Lebenszyklus ankommt) und „Im Namen des Gesetzes“, einem sehr lange, sehr erfolgreichen US-Rip-Off kann man nur ein Akzeptanzproblem feststellen, nicht aber ein Herstellungs- oder Qualitätsproblem. Man nehme beispielsweise die Sat 1-Serie „Mit Herz und Handschellen“. 2002 mit einem Pilotfilm als Versuchsballon gestartet, folgten zwei Staffeln, die einfach richtig Spaß machten – unter anderem der FAZ. Gut erzählte Krimis, gut gespielte Szenen eines Ermittlerpaares, zwischen dem die (kreativen!) Funken flogen. Gottlob gibt es die öffentlich-rechtlichen Sender, namentlich das ZDF, und so konnte die Producerin dieser Serie, Kathrin Breininger, mit „KDD - Kriminaldauerdienst“ seit März 2007 zeigen, was sie so drauf hat. Eine fantastische Serie, deren zweite Staffel gerade im ZDF (Freitags, 21:15 Uhr – ebenfalls in der ZDF-Mediathek zu sehen) ausgestrahlt wurde. Von „bahnbrechend“ bis „fantastisch“ reichten zu Recht die Kritiken zu „KDD – Kriminaldauerdienst“ - die Quoten hingegen waren erneut nicht sonderlich berauschend. Ein Akzeptanzproblem, dem in diesem Fall zum Glück zunächst keine Absetzung folgte, da das ZDF nicht so sehr auf die Quoten achten muss wie private Sender.
Wer nun glaubt, das seien zwei Ausnahmen in einer trostlosen Umgebung, dem sei als nächstes „Der Elefant“ vorgehalten. Mit dem Untertitel „Mord verjährt nie“ wurde hier – wiederum auf Sat 1 – eine (ebenso wie „Cold Case“) der britischen Serie „Waking The Dead“ verwandte Serie. Allerdings keineswegs abgekupfert, sondern eine Serie eigener Prägung. Allen „US-Rip-Off“-Nörglern sei hier von vorneherein entgegen gehalten, dass „Der Elefant“ älter ist als „Cold Case“. Und dass nach deren Aussage den Produzenten von „Cold Case“ das deutsche Konzept bei der Entwicklung ihrer Serie bekannt war – nicht umgekehrt. Wiederum die FAZ konnte sich übrigens auch hier nicht vor Begeisterung halten und bezeichnete „Der Elefant“ als die „beste Serie seit langem“. Man beachte hier bitte die Auslassung ... Nicht etwa „beste deutsche Serie“, sondern „beste Serie“. Insgesamt. Und im Übrigen zu Recht: schauspielerisch, dramaturgisch und storyseitig ist das Fernsehen auf absolutem Höchstniveau. Oder besser „war“, denn wiederum erlaubten die Quoten nicht, mehr als zwei Staffeln dieser Serie zu produzieren. Allen, die das verpasst haben, sei ans Herz gelegt, die Serie (ebenso wie „Mit Herz und Handschellen“) bei maxdome nachzuholen (drei Monate kostenlos). Teamworx stand als Produktionsfirma hinter dem Elefanten – und Teamworx machte dieser Tage wieder von sich reden. „Unschuldig“ startete auf ProSieben. In der Hauptrolle Alexandra Neldel – bis dahin vor allem bekannt als Lisa Plenske aus der Telenovela „Verliebt in Berlin“. Was aus Sicht eines Fernsehgourmets zwar nicht unbedingt die pure Werbung ist – allerdings muss man Alexandra Neldel zugestehen, dass sie auch schon in „VIB“ eine blitzsaubere darstellerische Leistung gezeigt hatte.
Jetzt also „Unschuldig“ - eine Serie rund um eine Anwältin und ihr Team aus einem Ermittler und einem Onkologen, die sich um die Wiederaufnahme von Fehlurteilen kümmern. Im Vorfeld wurde auch diese Serie hochgelobt. Denn – im Unterschied zu den (ebenfalls jeweils nach zwei (!) Staffeln eingestellten „R.I.S.“ oder „Post Mortem“) stand hier keine US-Serie Pate (Die hier oft genannte Serie „In Justice“ funktioniert doch zu deutlich anders als „Unschuldig“). Wohl aber die USA und das dort im realen Leben existente Studentenprojekt „Innocence Project“, das sich um die Behebung realer Justizirrtümer kümmert. Was in einem Land mit Todesstrafe natürlich noch eine ganz andere Dramatik hat – aber das ist eine andere Geschichte.
Nach dem Pilotfilm um einen zu Unrecht verurteilten Vater war allerdings keineswegs deutlich, warum man dieser Serie nun so viele Vorschusslorbeeren hatte angedeihen lassen. Extrem langatmig war der Plot – dem geübten Krimizuschauer war schon nach wenigen Minuten klar, dass das Ermittlerteam auf dem falschen Dampfer war. Dramaturgisch extrem unrund kam die Folge daher – eine Geschichte, die immer wieder versuchte, Fahrt aufzunehmen, dann aber mit einer Vollbremsung liegen blieb. Um dann ganz zum Schluss vollkommen unnötig (und zu dieser Zeit auch unmotiviert) noch schnell das Geheimnis um die Motivation des Hauptcharakters aufzulösen. Nach dieser Episode hatte man das Gefühl, es gebe in der Medienlandschaft eine gewisse Sehnsucht nach einer erfolgreichen deutschen Serie – und deshalb würde nun eine wirklich nette, aber keineswegs herausragende Serie in den siebten Himmel gehoben.
Doch die zweite Folge zeigte dann, was für ein Potenzial in der Serie steckt. Diese Folge hat einen schönen dramaturgischen Rhythmus, eine interessante und geheimnisvolle Geschichte – und liegt vom schauspielerischen Niveau aller Beteiligten eine ganze Ecke über dem Pilotfilm. Insbesondere Iris Böhm hinterlässt in ihrer Gastrolle einen sehr nachhaltigen Eindruck. So macht Fernsehen Spaß, so fühlt sich erstklassige Unterhaltung an – und so hat die Serie ihre Lorbeeren dann auch verdient. Bleibt nur zu hoffen, dass die (zahlreichen) Zuschauer der ersten Folge auch die zweite Folge sehen – und dann am Ball bleiben.
„Unschuldig“ besticht – insbesondere ab Folge zwei – durch eine zwar junge, doch sehr charismatische Hauptdarstellerin, durch ein stimmiges Team interessanter Charaktere, über die man mehr erfahren will – und bis dato auch durch exzellente Gastdarsteller, die die Serie durch ihr Spiel auf das Niveau eines Elefanten heben. Der Serie ist ein langes Leben zu wünschen – allein, es wird am Zuschauer liegen, ob dem so sein wird.
Die deutsche Serie lebt also – derzeit mit „Unschuldig“ und „KDD - Kriminaldauerdienst“. Von „Türkisch für Anfänger“ oder „Ein starkes Team“ war dabei noch gar nicht die Rede. Aber ein Herstellungsproblem besteht gewiss nicht. Einfach mal einschalten!
Nein, betrunken gehe ich heute wohl nicht ins Bett. Eigentlich eine Schande, wenn man bedenkt, dass ein namhafter Likörhersteller diese Veranstaltung sponsert … Es ist nach Mitternacht an einem Samstagabend, und ich bekomme kein Bier mehr. Seit Stunden sitzen wir schon hier an der Theke der schummrig beleuchteten Pianobar, dem inoffiziellen Nebenveranstaltungsort der FedCon im Bonner Maritim Hotel, und allmählich wird die Getränkelage zum Problem. Auch wenn die Convention – dieses Mal 18 Stargäste, unzählige Serienfranchises, massenhaft Besucher – ihr Tagesprogramm bereits in den mittleren Abendstunden zu den Akten gelegt hat, denkt hier noch niemand daran, nach Hause zu gehen. Im Gegenteil: Während wir hier saßen und ein Hefeweizenglas nach dem anderen leerten, füllte sich der Raum zusehends, wie auch die durch die Fenster zu erkennende Tanzfläche im Foyer des Hotels. Schade nur, dass proportional nicht noch mehr Kellner erschienen sind, denn irgendwie muss man es doch überstehen können, wenn der DJ schon zum zweiten Mal an diesem Abend „YMCA“ von den Village People auflegt.
FedCon, mal wieder. Meine dreizehnte – oh, sorry: nach convention-interner Zählweise natürlich die vierzehnte. In Folge. Die Säle und Gänge des Maritims waren voll heute, voll von Menschen, Klingonen, Bajoranern, Stormtroopers und allen anderen Dingen, die in den unterschiedlichsten Universen des multimedialen Phantastikgenres so kreuchen und fleuchen. Und voll von Bratenduft, weil die hauseigene Gastronomie … aber jetzt bin ich ja schon wieder beim Essen und Trinken gelandet. So was.
Ich will von etwas anderem berichten, etwas, womit so vermutlich niemand gerechnet hat. Von einer Convention, die ein Eigenleben entwickelt hat, das die Veranstaltung selbst längst überragt. Eigentlich müsste ich hier nämlich nahezu alleine sein. Eigentlich sollte ich mein Bier problemlos bestellen können, ohne ewig auf die nette junge Dame von jenseits des Tresens zu warten. Eigentlich … ist Patrick Stewart doch gar nicht gekommen. Dachte ich zumindest.
Klar, die FedCon 2008 hat auch andere Genregrößen zu bieten: Marina Sirtis, LeVar Burton, Brent Spiner, René Auberjonois (danke für das Autogramm), John de Lancie, Kevin Sorbo, Bruce Boxleitner … Doch der beliebte Darsteller des Jean-Luc Picards aus „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ ist so etwas wie der heilige Gral für diese Veranstaltung. Seit Jahren versucht man, ihn an Land zu ziehen, ihn für eines der Con-Wochenenden zu buchen – und diesmal hatte es geklappt. „Stewart kommt“, verbreitete sich die Meldung in den Genremedien, und Stewart zog! Schon im Vorfeld der Veranstaltung war von Anmelderekorden zu hören. Sie sollten sich bewahrheiten, doch Stewart sagte wieder ab. Spielte lieber Theater, und blieb in den USA.
Erstaunlicherweise störte das niemanden. Und ich meine das wörtlich: niemanden! Keine bedrohlichen Rücktrittsgesuche von einmal getätigten Ticketkäufen, keine leeren Gänge oder eben Pianobars. Stattdessen Party überall, drei Tage lang, nahezu nonstop. Nicht wenige hier sind seit Jahren erstmalig wieder in Bonn dabei und fragen sich gerade, warum sie eigentlich so lange ausgesetzt haben.
Am Programm dürfte es nicht gelegen haben, das ist auch 2008 so gut (und voll) wie eh und je: Schauspielerpanels, wohin das Auge blickt. Hubert Zitt hielt heute Morgen einen wunderbar ironischen Vortrag über sachliche Fehler in „Star Trek“ und begeisterte einen mehr als übervollen Saal. Klaus Bollhöfener und Christian Montillon freuten sich über großen Andrang beim „Perry Rhodan"-Panel. Robert Vogel schuf ein paar weitere Fans von „Doctor Who“. Ein Tanzworkshop führte in die … ähem … Moves von „Raumpatrouille“ ein, und das Linguisten-Dreamteam Velten und Nagel hat sich wieder mal ein paar herrliche Themen überlegt. Ach ja, Brent Spiner (alias Mr Data) heißt ab sofort Keck, wir dürfen ihn aber Thomas nennen. Nein, fragen Sie besser nicht. Selbst die Verleihung des NEMO-Awards, die ich als Redakteur der Zeitschrift SpaceView gemeinsam mit David Meiländer von SF-Radio und Michael Bartl von „Stargate“-Project moderieren durfte, war cool.
Es ist eine gute Convention, eine fröhliche. Die Menschen sind vergnügt, und die Aliens auch. Vielleicht am Vormittag ein wenig verkatert, aber hey: So ist FedCon. Dirk Bartholomä und sein Team wissen, was sie tun – und die Fans wissen, was sie von einer FedCon zu erwarten haben: größtmöglichen Spaß. Das beobachte ich, wenn ich am CrossCult-Stand sitze, wo die deutschen „Star Trek“-Romane verkauft werden, und das Fanvolk vorbeipilgern sehe. Das beobachte ich im Hauptsaal, wo die großen Panels abgehalten werden. Und überall sonst auf dem Gelände. Ich bin jetzt seit über einem Tag hier, und es werden noch mal knapp 24 Stunden vergehen, bis mich der Bonner Hauptbahnhof (oder überhaupt der Rest der Welt) wieder sieht. Der kann warten. Gerade ist Niki Clyne an mir vorbeigezogen. Die Darstellerin aus „Battlestar Galactica“ ist also auch noch auf und feiert fleißig mit. Das freut den Fan – aber mal ehrlich, liebe Fankollegen: Geht es uns überhaupt noch um die Schauspieler allein? Die Tatsache, dass die FedCon 2008 trotz der Absage Patrick Stewarts einen so großen Zulauf genießt, beweist für mich, dass dem nicht so ist. Ich weiß für meinen Teil, dass ich jedes Jahr wiederkomme – egal, wer auf der Gästeliste steht. Die Leute, die ich primär sehen möchte, sind hier genauso zahlende Kundschaft wie ich. Wir kommen, um unser Fansein zu feiern, nicht um Schauspieler X zu sehen. Klar nehmen wir das gerne auch noch mit, aber es ist nicht unser alleiniger Grund, nach Bonn zu reisen.
Ich habe irgendwo mal geschrieben, dass die FedCon für mich eine Art Urlaub ist. Besser kann ich das vermutlich nicht ausdrücken. Und damit meine ich noch nicht einmal, dass sie mich mit Reise-, Verpflegungs- und Unterkunftsgebühren in etwa so viel kostet wie ein kleiner Erholungsausflug. Nein, sie entspannt. Wo sonst kann ich nachts um drei noch über cardassianische Grenzpolitik diskutieren, ohne negativ aufzufallen? Wo sonst kann ich meiner unsozialen Gewohnheit frönen, ständig irgendwelche Filmzitate anbringen zu müssen – und werde damit sogar verstanden? Wo, wenn nicht hier, wo ich längst nicht der einzige Verrückte bin?
Ja, richtig gelesen: Ich bin verrückt. Warum sonst schossen mir schon in den letzten Tagen vor dieser Veranstaltung ständig die Worte „On the balcony“ in den Kopf und brachten mich zum Lachen? Warum? Na, aus Heimweh. Der langjährige FedCon-Moderator Marc B. Lee begrüßt in seinem Vorwort zum diesjährigen Conheft (übrigens muss dieses Heft DRINGEND mal lektoriert werden, holla die Waldfee…) die Fans aus weit über 20 Nationen in Bonn und endet mit dem Satz: „You’re home now.“ Willkommen daheim. Das trifft’s.
Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken: Alles furchtbar pathetisch, alles nur Schleimsch…erei. Nun, das können Sie gerne so sehen. Aber ich weiß, was ich weiß. Und ich weiß, wie ich mich fühle, wenn ich hier auf der FedCon bin. Wenn ein Wochenende plötzlich wieder so voll ist, als wären es vierzehn Tage. Und glauben Sie mir: Für jemanden wie mich, der es an seinen Wochenenden sonst nicht selten maximal bis zum Supermarkt um die Ecke und zurück schafft, ist das ein Riesenunterschied. Und wenn ich mich hier so umsehe, habe ich so das Gefühl, damit nicht ganz allein dazustehen. Diese Veranstaltung hat mittlerweile einen so guten Ruf, das selbst US-Schauspieler ihren Arbeitgebern gegenüber dafür eintreten, sie besuchen zu können! Das muss schon was heißen.
Von daher: Gebt mir die pickepackevolle Pianobar mit ihren irren DJs. Gebt mir die „Mainbridge“, deren Klimaanlage alljährlich vor uns Massen kapituliert. Gebt mir Schauspieler, die Anekdoten erzählen, die ich in all den Jahren schon dreimal gehört habe. Schnurzegal. Denn wenn Peter Jurasik, Darsteller des Londo Mollari aus der großartigen TV-Serie „Babylon 5“ auf der Bühne einen Nachruf auf seinen verstorbenen Kollegen Andreas Katsulas vorlesen kann und dafür eine minutenlange Standing Ovation bekommt, dann weiß ich, dass ich auf der richtigen Veranstaltung bin. Ich habe mich schon am Freitag wieder für das nächste Jahr angemeldet. Einmal in zwölf Monaten muss ich einfach mal zuhause vorbeischneien.
| "Perry Rhodan"-Autor Ernst Vlcek gestorben | Ernst Vlcek war einer der beliebtesten österreichischen Schriftsteller. Er verfasste Dutzende von Romanen und gehörte zu den erfolgreichsten Unterhaltungsschriftstellern des deutschsprachigen Raumes. Am Dienstagmorgen, 22. April 2008, starb der Autor Ernst Vlcek in seiner Wohnung in Brunn, einer Kleinstadt außerhalb von Wien, an einem plötzlichen Herzversagen. Bekannt wurde der Schriftsteller vor allem durch seine Romane für „Perry Rhodan“, die größte Science-Fiction-Serie der Welt.
Ernst Vlcek, geboren am 9. Januar 1941 in Wien, Österreich, erlernte einen kaufmännischen Beruf, in dem er jahrelang tätig war. Bereits in seiner Jugend las er Science-Fiction-Romane, verfasste Kurzgeschichten und zeichnete Illustrationen. Ab Mitte der 60er Jahre veröffentlichte er Heftromane und Kurzgeschichtensammlungen.
Seit den frühen 70er Jahren war Ernst Vlcek, damals schon freiberuflich tätig, einer der beliebtesten und produktivsten Autoren der „Perry Rhodan“-Serie. Für den deutschsprachigen Science-Fiction-Welterfolg verfasste er prägende Romane: Seine Vorliebe waren skurrile Figuren und schräge Helden, die er in teils komische, teils traurige Abenteuer schickte.
Der originelle Autor mit einem Sinn für exotische Handlungsträger gehört zu jenen, die das Genre des Fantasy-Romans im deutschsprachigen Raum bekannt machten. Lange vor dem gigantischen Erfolg des »Herrn der Ringe« konzipierte er die Reihe »Mythor«, die es auf fast 200 Romane brachte. Populär wurden zudem seine Geschichten um den »Dämonenkiller«, die in den 70er Jahren Hunderttausende von Lesern begeisterten.
Seine wichtigste Arbeit leistete er für „Perry Rhodan“. Von 1984 bis 1999 steuerte er als Chefautor das Team der größten Science-Fiction-Serie der Welt, indem er die Handlungsvorgaben für ein Dutzend weiterer Schriftsteller erstellte. 2004 verfasste er seinen letzten „Perry Rhodan“-Roman; Ernst Vlcek zog sich zurück und schrieb eigenständige Kurzgeschichten voller Phantasie und Sprachspielereien.
Ernst Vlcek verblüffte seine Leser stets mit ungewöhnlichen Betrachtungen und seltsamen Charakteren. Zuletzt erschien im Fabylon-Verlag die »Sternensaga«, eine verträumte Science-Fiction-Reihe. |
| Movie & Comic Con Bottrop | Am 10. & 11. Mai findet in Bottrop die Movie & Comic mit interessanten Stargästen statt.
Angekündigt sind:
Dave Prowse (Darth Vader in der ersten „Star Wars“-Trilogie) Lorenzo Lamas (“Falcon Crest”, “Renegade”) Caroline Munroe („Captain Kronos“, „Der Spion, der mich liebte“, „Sindbads gefährliche Abenteuer“ u. a.) Mike Christopher (“Dawn of the Dead”) Chris Durand (Stuntman in vielen Filmen, Michael Myers in “Halloween H20”) Sandra Taylor (Playmate, diverse Filme und Serien) Catherine Munroe (“Star Wars”) Vernon Wells („Mad Max 2“, „Phantom-Kommando“) Zach Galligan („Gremlins“, „Waxwork“) Robert Knepper (T-Bag in „Prison Break“) Dürfte ein interessanter Event werden und wahrscheinlich eine der letzten Möglichkeiten, Dave Prowse live zu erleben. |
| Ranulf O'Hale - Artefakte der Apokalypse | Was verbindet die Orte Münster, Hamm in Westfalen, Venedig und Bollywood? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf dem zweiten Blick jedoch wird man feststellen, dass es Stationen sind, die Ranulf O'Hale in Band 11 der Reihe aus dem Hary-Pro-Verlag besuchen wird. Das neueste Abenteuer beginnt in Münster: Dort taucht auf einer Auktion ein Moosberg-Ei auf. Moosberg, der geniale Erfinder aus dem 18. Jahrhundert, stellte kunstvolle verzierte Schmückstücke her, mit denen grauenhafte Mächte heraufbeschwören werden können, Mächte jenseits von Zeit und Raum, Mächte, gegen die die Hölle machtlos ist: Die AllGewaltigen. Mit seinen Forschungen berührte Moosberg Dinge, die kein Mensch je erfahren sollte – seitdem ist der Erfinder in den Zahnrädern der Weltmaschine verschollen. Doch die Moosberg-Eier sind geblieben und Ranulf stellt bald fest, dass jemand diese Artefakte gezielt sammelt um die Purpurnen Zeremonien durchführen zu können. Das Ende der Welt steht bevor – und Ranulf braucht alle Verstärkung, die er bekommen kann. Doch wird er den Orden der Wächter des Lichts davon überzeugen können, dass Gefahr droht? Und was soll er davon halten, dass auf einmal der verschollene Erfinder Moosberg mehr oder weniger leibhaftig ihm zur Seite stehen will? Wer ist Freund, wer ist Feind? Das Finale in Bombay wird zumindest die letzte Frage eindeutig klären...
Ranul O'Hale hat schon etliche Male die Medienform gewechselt. Comic, Heftroman, Buch und Hörbuch – der Exorzist des Vatikans, erfunden von Thorsten Grewe, ist schon etwas Besonderes. Vor allem eins ist Ranulf: Anders. Ranulf O'Hale ist der "Dr. House" der Geisterjäger: Zigarillos paffend, mit Ecken und Kanten, unwirsch und unhöflich und vor allem gar nicht darüber begeistert, dass sein Vorgesetzter Kardinal Malpertuis ihm immer wieder Aufträge aufbrummt, zu denen er so gar keine Lust hat.
Aber gerade deswegen war er für Christian "Prospero" Spließ so interessant, erklärte der Autor: "Ehrlich gesagt ist Ranulf ein ziemlicher Unsympath. Aufgrund seiner Hintergrundgeschichte ist das durchaus verständlich, aber eigentlich möchte ich persönlich nicht mit ihm zusammenarbeiten müssen. Aber als Figur an sich steht mir Ranulf durchaus näher als der junge, dynamische Geisterjäger bei Scotland Yard."
Wenn einen die AllGewaltigen an einen gewissen Autor aus dem Staate Providence erinnern so ist das durchaus gewollt. "Wenn man schon in jungen Jahren eine Fanfictiongeschichte zu Lovecraft schreibt, dann ist das natürlich schon bezeichnend. Die AllGewaltigen sind aber nicht meine Erfindung, die gab es schon vorher, ebenso wie die Figur des Moosberg, die durchaus faustische Züge hat. Wobei der Roman ja auf die Räder, die hinter der Welt arbeiten und sie in Gang halten – genauer gesagt das Universum – anspielt. Also nicht auf das, was die Welt im Innersten zusammenhält, aber da sind sich Faust und Moosberg durchaus ähnlich. Beide schießen sozusagen über das Ziel hinaus."
Die persönliche Faszination für die Filmmetropole Bollywood spiegelt sich im Finale wieder und in einem ganz bestimmten Charakter. Doch Vorwürfe, der Autor wolle nur auf den aktuellen Bollywood-Zug aufspringen gehen ins Leere: "Als ich den Roman geschrieben habe, war die ganze Geschichte um Bollywood und Co. eigentlich nur wenigen Insidern hier in Deutschland bekannt. Das hat sich in den letzten Jahren geändert und Bollywood ist mittlerweile etabliert. Was ich nicht ahnen konnte als der Roman damals entstand. Wer sich ein wenig mit den Stars aus diesem Bereich auskennt wird bestimmt leicht erkennen, welcher Charakter da für die Romanfigur des Bollywoodstars Pate gestanden hat."
Einige Szenen spielen in der Heimatstadt des Autors, Hamm in Westfalen. Die spannende Frage ist natürlich, ob es diese Orte und Plätze gibt. "Die Szenen, die in Hamm selbst spielen sind etwas modifiziert, haben aber tatsächlich reale Orte als Grundlage", gesteht der Autor, der damit einen langgehegten Wunsch verwirklicht hat. "Warum sollten Gruselgeschichten eigentlich immer im finsteren, nebeldurchwirkten England spielen, wenn das Grauen eigentlich täglich vor der Haustür lauert. Man braucht sich ja nur die Tagesschau anzuschauen..."
Christian Spließ, 32, hat für die Online-Serie "Frank MacLachlan" geschrieben, die später in überarbeiteter Form im Paperback neu beim Atlantis-Verlag aufgelegt wurde. Desweiteren schrieb er Sachartikel für die Telepolis über Podcasting, arbeitet zur Zeit an einem Jugendroman im Stile von Neil Gaiman und bloggt unter www.nurmeinstandpunkt.wordpress.com, den Podcast des Autors findet man unter: www.christianspliess.de.
Der Roman wird EUR 9,80 kosten und kann bei Hary-Production vorbestellt werden, auch wenn er noch nicht gelistet ist: http://www.shop.hary.li/rohbrliste001.htm |
| Schwerpunkt Science Fiction im Aurora Magazin | Verhaltensbiologen wissen ein Lied davon zu singen: Dem scheinbar Bekannten hört man oft gar nicht mehr zu. So ist es Publikum wie Presse entgangen, dass die berühmtesten Rock-Opas der Welt auf ihrer Europa-Tour 2007 mit gewohnter Vehemenz die Rückkehr eines in den Untergrund abgetauchten Genres einforderten. "I can't get no satisfaction", sang Mick Jagger und ergänzte es um eindringliche "I can't get no satisfiction"-Rufe.
Die hellhörige Aurora-Redaktion hat daraufhin für den engagierten Leadsinger ein kleines, der Allgemeinheit nun offenes Dossier zusammengestellt. In diesem nennt Science-Fiction-Experte Franz Rottensteiner Gründe für die nachlassende Produktion und die sinkenden Verkaufszahlen von Science-Fiction. Doch Egyd Gstättner, Ingrid Cella, Johannes Kaufmann, Martin Hainz und Bartholomäus Figatowski beweisen: Die Science-Fiction ist nicht tot! In kundigen Essays, theoretischen Beiträgen und Rezensionen äußern sie sich zu diesem vorschnell abgeschrie(b)enen Thema. |
| Army Racer | Im neuen PC-Spiel "Army Racer" steht dem Spieler eine rasante Karriere als Rennfahrer bei der Army in Aussicht, die er auf Militärstützpunkten mit coolen Rennschlitten und angesagter Tuning-Ausrüstung ausführt!
Auf abgefahrenen Sand- oder Asphaltpisten geht es gleich ordentlich zur Sache. Ziel des Spiels ist das hart umkämpfte Siegerpodest, und wer als Letzter ankommt, macht hundert Liegestützen. Mit jedem erfolgreichen Rennen steigt die Rennkarriere und das Renngeschoss bekommt ein Tuning verpasst. Was das Tuning gebracht hat, kann man gleich im nächsten Rennen auf die Probe stellen. Es stehen insgesamt 20 Autos zur Wahl, die sich auch optisch aufmotzen lassen.
Doch Vorsicht: Mit jedem neuen Rennen entwickeln sich alle Fahrer, auch die Konkurrenz: Jeder der insgesamt 30 Fahrer-Charaktere hat seinen ganz eigenen Stil, der von Rennen zu Rennen besser wird. Wer seine Gegner schon kennt und weiß, wie sie sich im Ernstfall verhalten, hat vielleicht schon einen Fuß auf dem Podium. Ein nervenaufreibendes Rennen nimmt seinen Lauf. Dem Spieler stehen drei Spielmodi zur Auswahl, so kann er auch gegen die Zeit fahren oder seine Gegner zum Rennduell auffordern.
Das rasante Purple Hills-Spiel "Army Racer" ist ab sofort zum Preis von 7,99 Euro im Handel erhältlich.
ISBN: 9783940202970 EAN: 4017404013495 Artikelnr.: 01349 empf.VK: 7,99 Euro |
| Drei preisgekrönte Ubisoft-Spiele jetzt bei Purple Hills Black | Ulm, 30.04.2008 - Purple Hills "Black" veröffentlicht drei PC-Klassiker des Herstellers Ubisoft. Die von Fachredaktionen ausgezeichneten und Kunden gefeierten Titel "Tom Clancy's Splinter Cell", "Tom Clancy's Raven Shield Gold" und "Prince of Persia - The Sands of Time" sind im Handel erschienen.
Tom Clancy's Splinter Cell
Für auswegslose Missionen hat die Anti-Terror-Einheit "Third-Echelon" einen speziellen Mann: Sam Fisher, ausgebildet um alleine in den Krieg zu ziehen, wird beauftragt, das Verschwinden zweier Agenten aufzuklären. In dem Egoshooter "Tom Clancy´s Splinter Cell" ist geheimes Vorgehen Pflicht!
Sam Fisher ist mit den besten High-Tech-Waffen ausgestattet und somit perfekt darauf vorbereitet, sich Feinden zu nähern und diese auszuschalten - und damit die Mission nicht aufgedeckt wird, darf er keine Spuren hinterlassen!
Short-Facts: ISBN: 9783868230123 EAN: 4017404013631 Artikelnr.: 01363 empf.VK: 7,99 Euro Weitere Informationen: http://www.my-sad.com/sad/product_detail.php?prodID=1162
Tom Clancy's Rainbow Six 3 Raven Shield Gold
Wenn Terroristen in unsere Welt eindringen, beschwören sie damit den Zorn der besten Anti-Terror-Elitetruppe herauf: Team Rainbow. Diese streng geheime Organisation wurde aus den besten Anti-Terror-Experten zusammengestellt, die die Vereinten Nationen zu bieten haben. Rainbow ist die mächtigste Waffe der Welt. Mit modernster Technologie ausgestattet und bis an die Grenzen des menschlich machbaren trainiert, ist Rainbow die einzige Hoffnung im Kampf gegen den Terror.
Mit Teamwork und neuester Waffentechnologie führt der Spieler das Team Rainbow in weltweite Missionen, die lauten: Das neofaschistischen Terrornetzwerk ausschalten! Ob in einer venezolanischen Öl-Raffinerie, einer Gasse in Mailand oder in einer Bank in London, der Terror lauert überall.
Short-Facts: ISBN: 9783868230260 EAN: 4017404013778 Artikelnr.: 01377 empf.VK: 7,99 Euro Weitere Informationen: http://www.my-sad.com/sad/product_detail.php?prodID=1169
Prince of Persia - The Sands of Time
Unter dem machtvollen Einfluss eines magischen Dolches bringt ein junger Prinz schreckliches Unheil über das Königreich seines Vaters. Ausgestattet mit dem Sand der Zeit und unterstützt von einer verführerischen Prinzessin macht er sich auf dem Weg, das von ihm ausgelöste Unheil wieder rückgängig zu machen.
Um im alten Persien zu überleben, kann sich der Prinz seiner akrobatischen Bewegungen und hervorragenden Kampftechniken zu Nutze machen. Setzt er den Sand der Zeit ein, kann er sogar die Zeit zurücksetzen in die Zukunft sehen und die Gegenwart erstarren lassen!
Short-Facts: ISBN: 9783868230116 EAN: 4017404013624 Artikelnr.: 01362 empf.VK: 7,99 Euro Weitere Informationen: http://www.my-sad.com/sad/product_detail.php?prodID=1161
Die neuen PC-Spiele aus der Reihe Purple Hills Black sind ab sofort für jeweils 7,99 Euro im Handel erhältlich. |
| Corona Magazine – Das Treffen in echt! | Gut, wir beweihräuchern uns nicht im Magazin, aber außerhalb lassen wir die Fetzen fliegen! Am 31. Mai 2008 findet die Feier zur 200. Ausgabe des Corona Magazines in Mülheim an der Ruhr statt. Von 16 bis mindestens 23 Uhr ist an diesem Samstag Spaß, Programm und gute Laune angesagt. Nur der Himmel ist die Grenze, so heißt es beim Corona Magazine und diesem Leitspruch wollen wir am 31. Mai in Mülheim an der Ruhr Tribut zollen!
Neben zahlreichen Gästen wie Space View-Chefredakteur Markus Rohde, Phantastik-News.de-Herausgeber Guido Latz, SF-Autor H.D. Klein und zahlreichen Männer und Frauen, Mädchen und Jungen aus der Redaktion des Corona Magazines, werden die Autoren des Buches „Dies sind die Abenteuer… - 40 Jahr Star Trek“, Thomas Höhl und Mike Hillenbrand, mit den Anwesenden über ihr neues Buch „Star Trek in Deutschland“ reden.
AM: 31. Mai 2008 AB: 16 Uhr BIS: Programm und Gespräch bis ca. 23 Uhr, danach nur noch Gespräch. :-) WO: Max-Hallbach-Straße 65, 45472 Mülheim an der Ruhr
Der Eintritt ist frei für Jedermann und Jederfrau. Willkommen sind Alle, ob Schreiber, Ex-Schreiber, Leser, Ex-Leser oder schlichter Genrefreund. Speisen und Getränke können in einem äußert moderaten Preisrahmen erworben werden. Der Saal umfasst zudem eine kleine Bühne, die wir zu nutzen gedenken. An Details arbeiten wir noch: Wir legen dafür eine Extraseite auf www.corona-magazine.de/coronafeier an, auf dem Sie mit regelmäßigen Infos versorgt werden!
Kommen Sie doch vorbei. Am 31. Mai. In Mülheim an der Ruhr.
Wir freuen uns auf Sie! |
Raumsonden haben in knapp 60 Jahren Raumfahrt jeden Planeten des Sonnensystems mindestens ein Mal besucht, sind durch Kometenschweife geflogen und haben Asteroiden fotografiert. Eigentlich sollte man meinen, hier seien höchstens noch Details zu klären. Doch weit gefehlt.
Die Pioneeranomalie
Die Pioneeranomalie ist nach den NASA-Raumsonden Pioneer 10 und 11 benannt, bei denen sie das erste Mal beobachtet wurde. Die Aufgabe dieser Sonden war es, das äußere Sonnensystem und die Planeten Jupiter und Saturn im Vorbeiflug zu untersuchen. Die Sonden haben jedoch eine so hohe Geschwindigkeit, dass sie das Sonnensystem verlassen werden und dank der Energieerzeugung durch radioaktiven Zerfall, arbeiteten sie unabhängig vom Sonnenlicht und konnten so noch lange nach ihrer eigentlichen Missionszeit funktionieren. Durch Messung der Laufzeit und Dopplerverschiebung des Funksignals, konnte man ihre Positionen noch verfolgen, bis Pioneer 10 im Jahr 2002 nicht mehr antwortete. Zur Überraschung aller stellte sich heraus, dass die Sonden stärker abgebremst wurden, als man erwartete, wenn man den Gravitationseinfluss der Sonne und Planeten und alle Strahlungsdrücke und Reibungsterme berechnete. Was verursacht also die zusätzliche Abbremsung der Sonden?
Nicht auszuschließen sind systembedingte Fehler, die auf die Konstruktion der Sonden zurückzuführen sind. So könnte durch ein Leck Restgas aus den Treibstofftanks in Flugrichtung ausströmen oder sich doch Oberflächenalterung die Wärmeabstrahlung gegenüber dem bekannten Neuzustand der Sonde geändert haben. Die Sonden könnten elektrisch geladen sein, z. B. durch den Einsatz der Triebwerke, und so eine Kraft durch das solare und interstellare Magnetfeld erfahren. Solche sondenspezifischen Fehler ließen sich ausschließen, wenn man den gleichen Effekt bei anderen Sonden messen würde, was sich zwar andeutet, aber nicht sicher ist.
Als nächstes kämen unerwartete Eigenschaften des Sonnensystems in Betracht. Wenn sich im Bereich des Kuipergürtels, jenseits der Neptunbahn, mehr Masse befindet, als man heute annimmt, z. B. als Staub oder einer großen Zahl plutoähnlicher Objekte, dann würde diese eine abbremsende Wirkung auf die Sonden erzielen, von der man im inneren Sonnensystem nichts bemerkt. Auch könnte die Dichte des interstellaren Mediums größer sein als gedacht. Einfache Überschlagsrechnungen zeigen jedoch, dass die Dichte des interstellaren Mediums und die Masse im Kuipergürtel schon um einige Größenordnungen von dem abweichen müssten, was man heute annimmt. Schlussendlich könnte sich im Sonnensystem, vor allem in dessen Außenbereichen Dunkle Materie versteckt halten, wie man sie auch von Galaxien her kennt.
Die etwas abgehobeneren Erklärungsversuche haben mit Einsteins Gravitationstheorie zu tun oder vielmehr mit deren Widerlegung. Angenommen, es gibt keine sondenspezifischen Gründe und keine unbekannten Massen im Sonnensystem, dann hat man bei der Berechnung der Sondenbahn einen Fehler gemacht, die zugehörige Theorie der Gravitation muss dann fehlerhaft oder zumindest nicht allgemein gültig sein. Da sich die Allgemeine Relativitätstheorie aber in unzähligen Experimenten als richtig bis an der Rand der Messgenauigkeit erwiesen hat, tut man sich auch mangels Alternativen schwer damit, diese Theorie über den Haufen zu werfen, nur wegen der Bewegungsdaten zweier Raumsonden, die sich auch anders erklären lassen. Eine noch einigermaßen plausible Alternative wäre die MOND-Theorie, was für MOdifizierte Newtonsche Mechanik steht. Diese Theorie besagt, dass die Beschleunigung, die ein Körper erfährt, bei sehr kleinen Beschleunigungen, was auf die Pioneersonden definitiv zutrifft, nicht mehr proportional zur einwirkenden Kraft, sondern etwas größer ist. Die genaue Abhängigkeit ist jedoch unbekannt und die ganze Theorie wirkt wie ein mathematischer Trick, um mittels einer unbegründeten Annahme ein physikalisches Problem wegzurechnen, so dass man sich die Suche nach der realen Ursache sparen kann.
Fly-by-Anomalie
Eine bei Raumsondenmissionen beliebte Methode, um Treibstoff zu sparen, sind Fly-bys, auch gravity assist oder Slingshotmanöver genannt. Man lässt die Sonde sich auf der Flugbahn eines Planeten von hinten mit geringer Relativgeschwindigkeit annähern, um sich dann vom Planeten zur Seite ablenken zu lassen. Auf diese Weise befand sich die Sonde längere Zeit im Anziehungsbereich des Planeten, während sie von ihm abgebremst wurde. Dadurch hat die Sonde Bewegungsenergie auf Kosten des Planeten gewonnen und gleichzeitig eine Bahnänderung ohne Einsatz der Triebwerke vollführt.
Das Ganze funktioniert natürlich auch, um die Sonden abzubremsen, was bei Missionen zu den erdinneren Planeten Venus und Merkur nötig ist. Bei diesen Manövern an der Erde verfolgt man die Bahn der Sonden genau und anhand der Dopplerverschiebung des Sondensignals wurde die genaue Relativgeschwindigkeit Sonde-Erde bestimmt. Im Jahre 1990 wurde bei der Jupitersonde Galileo zum ersten Mal eine Abweichung von der vorausberechneten Bahn entdeckt: die Sonde war schneller geworden als erwartet, und zwar um 3,92 mm/s. Bei dem zweiten Vorbeiflug zwei Jahre später konnte die erwartete Bahn nicht genau genug vorhergesagt werden, um die Abweichung erneut zu vermessen, da Galileo schon die Ionosphäre der Erde streifte und deren Dichte nicht genau bekannt ist.
Eine einmalige Messung ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, bis sie sich wiederholt. In diesem Fall bei der Asteroidensonde NEAR im Jahre 1998, die ebenfalls eine anomale Geschwindigkeitszunahme in der gleichen Größenordnung zeigte. Bei einem Vorbeiflug der Kometensonde Rosetta 2005 wurde wieder eine Anomalie gemessen, bei der Merkursonde Messenger im gleichen Jahr jedoch nicht. Aus den bis dahin gemessenen Daten stellten nun Wissenschaftler vom Jet Propulsion Laboratory eine empirische Formel auf, die die Fly-by-Anomalie in Abhängigkeit vom Anflugwinkel der Sonde an die Erde in Bezug auf deren Äquator berechnen sollte. Die Generalprobe für die Formel misslang jedoch gründlich beim 2007er Vorbeiflug von Rosetta an der Erde, bei der keine Anomalie gemessen wurde. Für 2009 steht der zweite Test mittels Rosetta an. Was könnte nun der Grund für die Anomalie sein, außer Mess- und Berechnungsfehlern?
Da kommt ein Effekt der allgemeinen Relativitätstheorie in Frage, der Lense-Thirring-Effekt. Nach diesem verzerren rotierende Objekte die Raumzeit nicht nur auf Grund ihrer Masse, sondern auch auf Grund ihrer Rotation, die Raumzeit wird bildlich gesprochen mitgezerrt. Natürlich ist dieser Effekt winzig und dessen Nachweis liegt am Rand der heute erreichbaren Messgenauigkeit, er kann also nicht die Fly-by-Anomalie auslösen.
Ändert sich die Astronomische Einheit?
Die Astronomische Einheit ist definiert als der Abstand eines Testteilchens zur Sonne, welches diese auf einer kreisförmigen Umlaufbahn in einem Erdjahr umrundet. In dieser Definition ist die Astronomische Einheit nur von der Masse der Sonne und der Gravitationskonstanten abhängig. Bestimmt wird sie durch Messung der Umlaufzeit von Planeten und deren absoluter Abstände, z. B. Erde und Mars, was während der vielen Raumsondenmissionen zu unserem Nachbarplaneten schon oft mit hoher Präzision geschehen ist. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Astronomische Einheit im Laufe der Zeit größer wird und zwar um zehn Meter pro Jahrhundert.
Nach der Definition bleiben nur zwei Möglichkeiten, die Gravitationskonstante nimmt ab oder die Masse der Sonne. Doch leider ist beides ausgeschlossen. Eine genügend große Verringerung der Gravitationskonstanten hätte man an der Mondbahn bereits feststellen müssen und der Masseverlust der Sonne durch Sonnenwind und Strahlung ist um den Faktor 30 zu klein.
Man sieht also, selbst vor unserer kosmischen Haustür gibt es noch Rätsel zu knacken, sind doch alle drei genannten Beispiel noch vollkommen ungeklärt.
Liebe Kurzgeschichten-Freunde,
im Vorfeld der 200. Ausgabe des Corona Magazines schickte Mike Hillenbrand eine Rundmail an die Redaktion und wünschte sich, dass sich möglichst viele Redakteure aktiv an der Jubiläumsnummer beteiligen. Und wenn man so nett gebeten wird, bleibt einem ja eigentlich nichts anderes übrig, als gehorsam einen Beitrag zu basteln. Im Fall des Story-Redakteurs liegt es nahe, dass er einfach selbst einmal eine Geschichte zum Corona beisteuert, statt immer nur andere Autoren schreiben zu lassen: brandneu, exklusiv und trotz etwas Überlänge pünktlich zum Redaktionsschluss fertig geworden.
„Martys Weg“, die vorliegende Geschichte, spielt vor dem Hintergrund meines Argona-Universums, in dem bereits die beiden Romane „Entheete“ und „Andrade“ und einige weitere Kurzgeschichten angesiedelt sind. Die Hauptperson der Erzählung spielt in „Andrade“ (aktuell als „bester deutschsprachiger Science-Fiction-Roman“ sowohl für den Deutschen Science Fiction Preis 2008 als auch für den Kurd Laßwitz Preis 2008 nominiert) eine nicht unwichtige Rolle. Vorkenntnisse braucht der Leser zum Verständnis der Erzählung aber trotzdem nicht. Denn in „Martys Weg“ wird die Vorgeschichte dieser Figur, die der Autor liebgewonnen hat, erzählt. Hoffentlich auch zum Vergnügen der Leser – Autor und Redaktion freuen sich dieses Mal in Personalunion über Rückmeldungen zur Story, sei es im Forum oder als Leserbrief per E-Mail.
Die nächsten Themen des Corona-Kurzgeschichtenwettbewerbs, mit dem es hier dann auch in der kommenden Ausgabe weitergeht: „Wilde Kreaturen“ (Einsendeschluss 1. Juni 2008) und „Besuch“ (Einsendeschluss 1. November 2008). Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist. Die nach Meinung der Jury drei besten Geschichten werden wie immer im Corona Magazine veröffentlicht.
Armin Rößler Martys Weg von Armin Rößler „Ich geh da nicht rauf“, sagte Lin. In ihrer Stimme lag Trotz, keine Furcht. „Du bist ein Feigling.“ Marty wusste, dass seine Schwester keine Angst hatte. Dennoch ließ er keine Gelegenheit aus, sie für ihre Vorsicht zu verspotten. Es war Herbst, die Zeit der Stürme. Heute kam es Lin noch um einiges schlimmer vor als an den meisten anderen Tagen. Vielleicht lag das daran, dass heute ihr Geburtstag war. Sie hatte sich gewünscht, an diesem Tag die Sonne zu sehen. Wenigstens für ein paar Minuten. Marty dagegen hatte gesagt: „Ich will nach draußen. Lass uns ein bisschen nach oben gehen.“ Sie erfüllte ihm seinen Wunsch. Der Himmel blieb trotzdem wolkenverhangen. Nach oben. Rings um das kleine Tal, in dem sich die Menschen auf dieser Welt angesiedelt hatten, ragten die Felswände steil empor. Ein Schutz, der notwendig war, wie ihr Vater ihnen erklärt hatte. Außerhalb des Tals erreichten die Stürme eine Kraft, der die Menschen nicht gewachsen waren. Wenn Lin Bilder und Holos von anderen Welten sah, auf denen es die Natur besser mit den dort lebenden Menschen meinte, fragte sie sich jedes Mal, warum es ihre Eltern ausgerechnet nach Mylo-5 verschlagen hatte. Doch auf diese Frage erhielt sie niemals eine Antwort. Für manche Dinge gibt es keine Erklärung, hatte ihre Mutter einmal gesagt. Lin verstand den Satz bis heute nicht. Marty, ihr Zwillingsbruder, war nicht nur auf dieser Welt geboren, er schien auch für sie geboren zu sein. Während Lin sich am liebsten im Schutz der massiven Häuser aufhielt, zog es Marty unablässig nach draußen. Nur dort fühlte er sich wohl, sagte er. Lin folgte ihm auf seine Ausflüge, wann immer es ihr möglich war. Aber nicht weil seine Begeisterung ansteckend gewesen wäre, sondern aus einem ganz anderen Grund. Ich habe doch Angst, gestand sie sich ein. Sie fürchtete, dass Marty in seinem Übermut, in seiner Begeisterung, die ihn beinahe jeden Tag in die Berge trieb, irgendwann einmal unvorsichtig sein würde. Unvorsichtiger als er es ohnehin schon war. Weil er die Gefahren nicht mehr sah, die ihn hier auf Schritt und Tritt umgaben. Weil er zu ignorieren schien, dass Mylo-5 eine lebensbedrohliche Welt war, die für ihn keine Ausnahme machen würde. Und dann gab es da natürlich auch noch ihre Träume, die immer wiederkehrten und sie warnten: Lin sah in ihnen wieder und wieder Martys zerschmetterten Körper am Fuß eines hohen Berges liegen. Oder sie sah ihn fallen, unendlich tief, und den Aufprall, der unweigerlich folgte. Oder noch Schlimmeres. Also begleitete sie ihn, obwohl ihre Eltern ihnen strikt verboten hatten, zu dieser Zeit nach draußen zu gehen. Der Herbst ist die Zeit der Stürme. Als wäre damit alles gesagt. Sie standen unterhalb einer Felswand, die steil vor ihnen aufragte. Mit geübtem Blick entdeckte Lin sofort die einzige Möglichkeit, den Weg, den sie nehmen musste, um sicher nach oben zu kommen. „Wir sollten umkehren“, sagte sie dennoch. Der Wind rüttelte an dem Overall, der sie vor der Kälte schützen sollte. Die Herbststürme brachten die eiskalte Luft auch tagsüber mit sich. Ohne feste Kleidung hielt sich dann niemand draußen auf. „Mach dir nicht in die Hose“, spottete Marty. Er grinste fröhlich, das konnte Lin trotz der fellbesetzten Kapuze sehen, die er sich tief ins Gesicht gezogen hatte. Sie wusste, dass er es nicht böse meinte. Trotzdem fühlte sie sich getroffen. Danach sagte Marty nichts mehr, sondern machte sich auf den Weg nach oben. Er war ein besserer Kletterer als seine Schwester. Obwohl sie ihm sofort folgte, arbeitete er sich einen kleinen Vorsprung heraus und erreichte das Plateau über der steilen Wand als Erster. Um sie noch mehr zu ärgern, stieß Marty seine Faust in die Luft und stimmte ein lautes Triumphgeheul an. Bis Lin endlich ebenfalls oben war, hatte er sich schon ein paar Schritte entfernt. „Genau so habe ich mir meinen Geburtstag vorgestellt“, sagte Marty. Lin wäre es natürlich lieber gewesen, wenn der Tag, an dem sie elf Jahre alt wurde, ganz anders verlaufen wäre. Sie hatte gehofft, dass ihre Eltern heute wenigstens ein paar Stunden mit ihnen verbringen würden. Dass etwas Besonderes geschah, eine spürbare Veränderung gegenüber der täglichen Routine. Doch dafür war wieder einmal keine Zeit geblieben. Im Herbst kamen nicht nur die Stürme, sondern auch die Ernte stand an. Am Morgen hatten auch die Kinder auf dem Feld arbeiten müssen. Harishi. Lin hasste die kleinen Knollen, die in dem harten Boden wuchsen. Sie auszugraben, war alles andere als ein Fest. Trotzdem hatte sie sich gehorsam an der Plackerei beteiligt. Erst jetzt, wo die Erwachsenen sich daran machten, die Früchte eines ganzen Jahres einzulagern und teilweise gleich weiterzuverarbeiten, gab es die Möglichkeit, ihren Geburtstag zu feiern. Feiern. Oder das, was Marty darunter verstand. „Vorsichtig“, sagte Lin, als sie sah, was ihr Bruder vorhatte. Doch er hörte nicht auf sie. Natürlich nicht. Er hörte nie auf sie. Warum sollte er das ausgerechnet jetzt ändern? Marty kletterte um einen zerklüfteten Pfeiler herum. Als sie ihn nicht mehr sehen konnte, fühlte Lin Panik, ohne wirklich sagen zu können, weshalb. Sie folgte ihm eilig über den schmalen Pfad. Doch es war bereits zu spät. Sie war zu langsam gewesen, um ihn noch zurückhalten zu können. Das wusste sie, war aber unfähig, einzugreifen und ihm zu helfen. Ihr Bruder stand plötzlich ohne jeglichen Schutz da. Der Sturm packte ihn mit seiner harten Faust. „Lin“, schrie er. Sie befand sich nur einige wenige Schritte von ihm entfernt, aber sie sah, dass sie ihn nicht mehr retten konnte. Direkt neben Marty klaffte der Abgrund. Es ging tief hinab. Diesen Sturz würde er nicht überleben. Konnte er nicht überleben. Bleib weg. Es war sinnlos. Aber trotzdem hörte Lin nicht auf die Stimme der Vernunft. So schnell sie konnte, rannte sie zu ihrem Bruder. „Marty“, schrie Lin. Sie streckte die Hände nach ihm aus, konnte ihn fast schon berühren … Doch dann … Es war, als schaue sie in einen Spiegel. Das Gesicht ihres Bruders, vor Entsetzen verzerrt, glich ihrem eigenen in diesem Moment wie niemals zuvor. Marty hatte die Augen weit aufgerissen, den Mund erschrocken geöffnet. Dennoch kam kein Laut mehr über seine Lippen. Lin sah ihn fallen. Es war zu spät, sie hatte nicht gut genug auf ihn aufgepasst. Ihre Hände griffen ins Leere. Marty stürzte in die Tiefe. Verlassen stand sie da, schaute ihrem Bruder hinterher, den sie nicht retten konnte. Er fiel und verschwand, ließ nicht einmal einen Schrei zurück. Zu spät.Ihr blieb keine Zeit, dem Gedanken nachzuhängen oder zu begreifen, was geschehen war. Denn der Sturm griff nun auch nach ihr. Er trieb sie mit Macht über den schmalen Pfad, Zentimeter um Zentimeter, auf den Abgrund zu. Lin schrie erneut voller Verzweiflung. Jetzt erst hatte sie Angst um sich selbst. Gleich würde sie Marty in die Tiefe folgen und sein Grab dort unten teilen. Marty, dachte sie. In diesem Augenblick geschah es: In Lin rührte sich etwas. Eine Kraft, die sie dort bislang noch nicht bemerkt hatte. Eine Kraft, von der sie, ohne zu wissen, warum, spontan glaubte, dass sie vielleicht auch den Stürmen trotzen konnte. Eine Kraft, die sie bis heute nicht gebraucht hatte, die ihr aber jetzt vielleicht das Leben retten konnte. Lin fühlte die Trauer um ihren toten Bruder und gleichzeitig neue Zuversicht. Die Elfjährige schützte sich instinktiv gegen den unbarmherzigen Wind. Das Ergebnis, das sie keinerlei Anstrengungen kostete, erstaunte sie selbst. Der Sturm tobte an ihr vorbei, traf sie aber nicht mehr. Der eine Fuß, der eben noch über dem Abgrund geschwebt und verzweifelt nach Halt gesucht hatte, stand jetzt schon wieder auf sicherem Grund. Als Lin nach unten schaute, konnte sie allerdings nicht erkennen, auf was. Aber sie kümmerte sich auch nicht lange darum. Sie genoss das Gefühl der Stärke, das die Verzweiflung längst verdrängt hatte, und brachte sich schließlich, nachdem sie dem Sturm noch einige Momente trotzig die Stirn geboten hatte, in Sicherheit. Rückwärts ging sie zu der schützenden Felswand, den Blick fest auf den Abgrund gerichtet, der ihren Bruder verschlungen hatte. Als der tosende Wind endlich abflaute, kehrten die Gedanken an Marty zurück. Zunächst zögerlich. Dann schmerzhaft. Grausam. Sie hatte sich selbst gerettet. Doch ihr Bruder war in die Tiefe gestürzt und gestorben. Lin hatte die merkwürdige Kraft, die in ihr wohnte, einen Moment zu spät entdeckt. Erst, als ihr eigenes Leben bedroht war. Marty hatte sie damit nicht retten können. Hat er mir so wenig bedeutet?, fragte sie sich. Sie schüttelte zitternd den Kopf. Aber sie traute sich selbst nicht. Die Kraft machte ihr Angst. Der Schmerz ließ sie zusammenbrechen. Die nächsten Wochen waren noch viel grausamer als der eine Augenblick, in dem Marty gestorben war. Fast wäre sie daran zerbrochen. „Ich will Marty genannt werden“, wiederholte sie trotzig, wenn jemand sie mit ihrem Geburtsnamen ansprach. Sie fühlte, dass sie das ihrem toten Bruder schuldig war. Wenn es ihn auch nicht mehr lebendig machen würde. Aber es redete ohnehin kaum noch jemand mit ihr. Selbst ihre Eltern starrten sie an, als sei ihre Tochter ein Ungeheuer. Als sie irgendwann später in der Siedlung wieder zu sich gekommen war, hatte sie sich alles berichten lassen. Ihre Eltern hatten die Zwillinge erst vermisst, als es zu dunkeln begonnen hatte. Das war keine günstige Zeit, um durch die Berge zu klettern. Trotzdem war es ihrem Vater gelungen, einen kleinen Suchtrupp zusammenzustellen. Nach mehreren Stunden, in denen einige der anderen Männer die Suche schon abbrechen wollten, hatte man sie schließlich doch noch gefunden und zur Siedlung zurückgebracht. Der leblose Körper ihres Bruders wurde erst am folgenden Tag, während sie noch erschöpft schlief, aus der Tiefe geborgen. Als sie erzählte, was geschehen war, wollte ihr niemand glauben. Doch in ihr brannte die Schuld. Sie fühlte sich für Martys Tod verantwortlich. Wenn du gewollt hättest, wäre er nicht gestorben, redete sie sich ein. Zunächst hatte sich die Kraft nicht wieder geregt. Womöglich war sie sogar ganz verschwunden. Lin, die jetzt Marty heißen wollte, hoffte das, auch wenn sie spürte, dass ein anderer Teil von ihr sich nach der Kraft sehnte, die sie in diesem einen kurzen Moment beherrscht hatte. Dann, eines Nachts, wachte sie schweißgebadet auf. Sie erinnerte sich nur in Bruchstücken an den Alptraum, der sie gequält hatte. Aber einige der Bilder waren noch da. Sie schaffte es nicht, wieder einzuschlafen. Am anderen Morgen schwieg sie zunächst, weil sie nicht wusste, wie sie das, was sie gesehen hatte, in Worte fassen sollte. Doch schließlich packte sie ihren Vater, der gerade das Haus verlassen wollte, entschlossen am Ärmel seiner Jacke. „Geh nicht“, sagte Marty. Sie wusste, dass sie besser still geblieben wäre. „Was soll das, Lin?“, fragte er. Sie hörte den Ärger in seiner Stimme und verzichtete deshalb darauf, ihm zu sagen, dass er sie Marty nennen solle. „Ich habe es gesehen“, erklärte sie stattdessen. „Steine, die von den Bergen herabkommen. Eine ganze Menge. Genau an der Stelle … Bitte, geh nicht. Ich bekomme diese Bilder nicht mehr aus meinem Kopf.“ Ihr Vater war ein großer, starker Mann, wie geschaffen für diese Welt. Marty sah, wie es in ihm arbeitete, wie seine Fäuste sich ballten. In diesem Moment fürchtete sie sich vor ihm. Natürlich. Es erinnert ihn an das, was ich über Martys Tod und mein Überleben erzählt habe. Das schmerzt. „Bitte“, wiederholte sie trotzdem. Draußen tobte der Sturm. „Du …“ Er verstummte, aber sie sah, dass es immer noch in ihm arbeitete. Martys Mutter mischte sich ein. „Mark.“ Sie musste nicht mehr sagen. Er beruhigte sich fast augenblicklich. Marty hatte sich schon oft gefragt, warum ihre Mutter ausgerechnet ihren Vater geheiratet hatte, schienen sie doch rein äußerlich überhaupt nicht zueinander zu passen. Doch dann zeigte sich wieder, dass sie sich sehr gut ergänzten. Zum Beispiel genau jetzt, als ihr Sanftmut einmal mehr seinen Zorn bremste. Und das war gut. Gut für Marty, gut für ihn. „Ja, Liz“, sagte Martys Vater. Die Wut war aus ihm gewichen. Er schaute nicht zu Marty hin. Nur zu ihrer Mutter. „Bitte“, sagte auch sie. Er zuckte hilflos mit den Schultern. Marty wusste, dass es besser war, wenn sie jetzt keinen Ton mehr von sich gab. Sie durfte ihn nicht reizen, keinen neuerlichen Widerspruch provozieren. „Es gibt doch auch noch andere Stellen, an denen ihr …“ „Natürlich“, sagte er. „Aber wie soll ich das den anderen erklären?“ Ihre Mutter lächelte. „Dir wird schon etwas einfallen, nicht wahr? Dir fällt immer etwas ein.“ Nun schlich sich auch auf das Gesicht von Martys Vater zumindest die Andeutung eines Lächelns. „Sicher …“, sagte er, wirkte aber noch nicht ganz überzeugt. „Lin, ich …“ Martys Mutter ließ ihn wieder nicht ausreden. „Bitte, Mark. Du weißt, was sie durchgemacht hat. Erfüll ihr diesen Wunsch.“ Er nickte, dann ging er. Als er am Abend zurückkehrte, später als sonst, starrte er Marty an, als sei sie ihm völlig fremd. „Geh ins Bett, Lin“, sagte er nur. Sie gehorchte, auch ihre Mutter widersprach nicht. Aber natürlich lauschte Marty, als ihr Vater nachher alles erzählte. „… dann noch an die Stelle gegangen, die wir uns eigentlich vornehmen wollten. Eigentlich habe ich geglaubt, sie wäre einfach nur verrückt geworden. Aber als ich es dann mit eigenen Augen gesehen habe, dachte ich, dass ich es bin, der hier durchdreht.“ Ihre Mutter murmelte ein paar Worte, die Marty nicht verstand. „Das Feld war völlig verschwunden. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Nicht einmal auf dieser Welt. Als habe jemand den Berg gesprengt. Alles war mit Steinen und Geröll bedeckt. Auch ringsum. Ich frage mich, was eine derart große Lawine ausgelöst haben kann. Normal ist das auf keinen Fall.“ Er schwieg für einen Augenblick. Dann fuhr er fort: „Ich habe gedacht, sie spinnt. Aber ich glaube nicht, dass die Zeit gereicht hätte, uns in Sicherheit zu bringen. Wahrscheinlich wären wir alle draufgegangen. Es waren so viele Brocken, sie waren so groß … Ich …“ Die Stimme von Martys Vater erstarb. Dafür sagte ihre Mutter: „Sie hat recht gehabt. Sie hat dir das Leben gerettet. Und allen anderen auch.“ Marty erschauerte, als sie den Sinn hinter diesen Worten begriff. Dieses Mal hatte sie richtig gehandelt. Sie war nicht zu spät gekommen. Nur ihr Bruder hatte sterben müssen. Ihn würde auch diese Tat nicht wieder lebendig machen. „Sie macht mir Angst“, sagte ihr Vater. Ihre Mutter blieb still. Marty zog sich in ihr Zimmer zurück. Auch in dieser Nacht konnte sie beinahe nicht schlafen. Aber nicht, weil sie Alpträume plagten. Das Schweigen ihrer Mutter machte ihr zu schaffen. In den nächsten Wochen wiederholten sich die unerklärlichen, unheimlichen Vorfälle. Für Marty waren es Kleinigkeiten. Sie wusste, dass sie besser den Mund gehalten hätte. Doch sie konnte es nicht. Sie musste immerzu an ihren Bruder denken, den es das Leben gekostet hatte, dass sie die Kraft, die in ihr wohnte, zu spät entdeckte. Und deshalb offenbarte sie sich jetzt schonungslos. Selbst, als es nur darum ging, dass der tosende Sturm drohte, den alten Baum vor ihrem Haus zu brechen. Marty griff ein, ohne zu wissen oder zu verstehen, wie sie das wirklich tat. Der Baum knickte nicht. Aber aus dem Misstrauen, das ihr die Leute ohnehin schon seit einiger Zeit entgegenbrachten, wurde Furcht. Sogar ihren Eltern schien sie Angst zu machen. Als ein anderes Kind, mit dem sie noch vor wenigen Wochen wie mit allen anderen Kindern auch fröhlich gespielt hatte, einen Stein nach ihr warf, fing Marty endlich an zu begreifen, was um sie herum geschah. Unter den Menschen entstand Hass. Das Misstrauen war zu Angst geworden, zur Angst hatte sich Hass gesellt. Sie war widernatürlich, unheimlich, fremd. Man mied sie, ging ihr aus dem Weg, wollte sie am liebsten überhaupt nicht sehen. Selbst ihre Eltern grenzten sich von ihr ab. Ihr Vater hatte seit einem Monat nicht mehr mit ihr gesprochen. Die großen Augen ihrer Mutter strahlten nicht mehr sanft. Marty fragte sich, wo das hinführen würde. Gereift durch die Ereignisse, machte sie sich nichts vor. Doch ein Zufall rettete ihr das Leben. Marty hatte noch keines der Raumschiffe mit eigenen Augen gesehen; der Schiffe, die von den Sternen kamen, von denen ihre Eltern früher immer erzählt hatten. Damals, als ihr Bruder noch lebte. Natürlich kannte sie die Aufzeichnungen, die aber durch die Wirklichkeit weit übertroffen wurden. Und das, obwohl sie hörte, dass es sich bei dem Objekt, das jetzt gelandet war, nur um ein Beiboot handeln sollte, während das eigentliche Raumschiff noch im Orbit um Mylo-5 kreiste. Marty empfand auch dieses Beiboot in seinen Ausmaßen als sehr beeindruckend. Sie sah das Schiff zunächst nur aus der Ferne. Es war der Morgen, nachdem die Landung stattgefunden hatte. Ihre Eltern sprachen über die Raumfahrer. Wenig später hatte Marty Gelegenheit, vor das Haus zu gehen. Zu ihrem Glück war es einer der wenigen schönen Tage auf Mylo-5. Am Himmel standen nur vereinzelte Wolken, die Sonne schien heute schwach und Marty konnte ausnahmsweise bis zum Ende des Tals sehen. Dort entdeckte sie das Schiff. Selbst aus der großen Entfernung wirkte es mächtig. Ein großer, eckiger Kasten mit einer spitzen Schnauze, die genau auf das Mädchen zu zielen schien. Seine Oberfläche glitzerte silbrig-metallen. Marty starrte ehrfurchtsvoll auf das Objekt, das inmitten der kargen Felsenlandschaft genau wie der Fremdkörper wirkte, der es auch war. „Geh da weg“, sagte Martys Vater in ihrem Rücken. Sie gehorchte ohne Widerspruch. Die letzten Tage und Wochen, die Feindseligkeit und der Hass, die ihr entgegengeschlagen waren, hatten sie gelehrt zu tun, was man ihr sagte. Eine Rebellion gegen die Autorität ihrer Eltern würde ihr nicht helfen, wusste Marty. Besser sie blieb still. Sie ging wieder ins Haus. Aber das Bild des Raumschiffs nahm sie in ihrem Inneren mit sich. Der Tag verging, gefüllt mit kleinen, lästigen Aufgaben, die ihr die Mutter auftrug, und dem Gefühl, hier nicht mehr erwünscht zu sein. Ich sollte tot sein, dachte Marty. Seltsamerweise war es die Erinnerung an das Schiff, das von so weit her nach Mylo-5 gekommen war, die ihr neuen Antrieb gab. In diesem Moment begriff Marty, wonach sie sich sehnte. Doch mit dem Gedanken stellten sich die quälenden Fragen ein. Warum sollten sie mich mitnehmen?Wie wird es da draußen sein?Wird man mich dort ebenfalls hassen?Marty schüttelte den Kopf, um wieder Klarheit in ihren Geist zu bringen. Es half nichts. Wie kannst du sie auf dich aufmerksam machen?Die Frage ließ sich nicht verdrängen. Als Marty später im Bett lag und wieder einmal nicht einschlafen konnte, rief sie sich das Bild in Erinnerung, das sie am Morgen gesehen hatte. Ein Anblick, der sie auch jetzt noch erschauern ließ. Wie groß mochte das Schiff sein? Wie viele Menschen lebten darin? Und: Wann würde es wieder abfliegen? Nur mit mir an Bord, auf keinen Fall vorher, dachte Marty verzweifelt. Sie müssen erfahren, dass es mich gibt. Dann nehmen sie mich mit. Ihnen bleibt keine andere Wahl.Das Bild stand ihr so plastisch vor Augen wie heute Morgen, als sie das Schiff tatsächlich gesehen hatte. Und in diesem Moment spürte das Mädchen, wie sich die Kraft in ihr zu Wort meldete. Sie war wieder da, genau im rechten Augenblick. Marty überlegte nicht lange, sondern handelte instinktiv. Ich bin hier, rief sie lautlos und gleichzeitig mit aller Macht, zu der ihre Gedanken fähig waren. Sie wusste nicht, ob die Raumfahrer sie gehört hatten. Sie dachte auch nicht lange darüber nach. Die Anstrengung forderte ihren Tribut. Marty, die sich eben noch energisch aufgerichtet hatte, sank erschöpft zurück. Kaum berührte ihr Kopf das Kissen, schlief sie auch schon ein. Sie erwachte mit einem Brummen in ihrem Schädel, das beinahe jeden klaren Gedanken verhinderte. Marty fasste sich aufstöhnend an die Schläfen. Doch das Pochen ließ nur langsam nach. Das Mädchen begriff. Sie hatte sich zu viel zugemutet, die Schmerzen waren die Quittung dafür. Blieb ihr nur zu hoffen, dass sie die Qual nicht vergebens erdulden musste. Es wurde später Nachmittag, bis ihr Vater mit zwei fremden Männern ins Haus kam. Marty sah sofort, dass die beiden nicht von Mylo-5 stammten. Das verrieten ihre ungewöhnliche Kleidung und ein Blick in ihre Gesichter. Raumfahrer, durchzuckte es sie. Sie sind gekommen. Sie sind tatsächlich gekommen. Sie werden mich mitnehmen.„Das ist sie“, brummte ihr Vater. Obwohl er sie nicht einmal ansah, spürte Marty eine seltsame Zerrissenheit an ihm. Emotionen, die er nur mühsam verbergen konnte. Furcht, Zorn … Hoffnung? Marty war verwirrt. Der größere der beiden Männer richtete einen schmalen schwarzen Stab auf das Mädchen. Marty zuckte erst erschrocken zurück, beruhigte sich dann aber schnell. Sie spürte nichts. Was tat der Fremde? Er erklärte es ihr nicht. „Erstaunlich“, sagte er stattdessen. „Das sind sehr ungewöhnliche Werte.“ Der Mann trat näher an sie heran und betrachtete sie neugierig. „Ich muss das melden“, ergänzte er. „Was ist los?“, traute sich Marty zu fragen. Niemand ging darauf ein. „Tun Sie das“, sagte ihr Vater hastig zu dem Raumfahrer. „Tun Sie es rasch“, fügte er leise an, so leise, dass es vermutlich nur Marty hörte. „Geh zurück an deine Arbeit“, wies er sie zurecht, als er bemerkte, dass sie ihn anstarrte. Marty gehorchte schweigend. Nach einer schlaflosen Nacht kamen die Männer am nächsten Morgen wieder. „Wir nehmen sie mit“, sagte der eine. Martys Vater nickte. In den Augen ihrer Mutter glitzerten Tränen. Aber sie widersprach nicht. Marty wollte zu ihr gehen. Doch sie sah, dass die Tränen verschwunden waren und das Gesicht ihrer Mutter jetzt schon wieder der starren Maske glich, die sie in den letzten Monaten kennengelernt hatte. „Am besten packst du gleich deine Sachen“, sagte der Raumfahrer. Marty nickte. Sie verließ das Haus ohne ein Wort des Abschieds. Auf dem langen Weg zu dem Schiff, das sie zu den Sternen bringen würde, blickte sie nicht ein einziges Mal zurück. Hinter ihr lag die Vergangenheit. „Mylo-5“, sagte der Mann. Er hatte graues Haar, ein von Falten übersätes Gesicht, aber wache Augen, mit denen er Marty scharf musterte. Ihr fiel auf, dass er wenig gekrümmt im Sessel saß, was ihn noch älter wirken ließ, als er vermutlich war. Vielleicht ist er krank, dachte Marty, von der Situation verwirrt. Der Mann hatte sich ihr nicht mit Namen vorgestellt. Doch das war nicht das Schlimmste. Neben dem Sessel stand eine Gestalt, bei deren Anblick Marty im ersten Moment erschrocken zusammengezuckt war. Das ist kein Mensch. Der Körper des seltsamen Wesens war lang und dünn wie ein spitzer Stock. Diesen Eindruck konnte die Kleidung, ein schmutzig-graues Stück Stoff, das nirgends richtig Halt zu finden schien, nur notdürftig kaschieren. Die Beine, auf denen dieser Körper ruhte, wirkten wie die Überbleibsel einer missglückten Amputation; sie mochten höchstens zwanzig Zentimeter lang sein. Unter ihnen schauten zwei nackte Füße hervor, die Marty zwangen, ihren allzu neugierigen Blick schnell wieder abzuwenden. Grünliche, unförmige Klumpen, aus denen drei Zehen ragten, die das Mädchen an verkümmerte Vogelklauen erinnerten. Es sah abstoßend aus. Marty schaute hinauf, dorthin, wo der Kopf sein musste. Doch der dürre Stock endete praktisch im Nichts. Etwas, das an eine alte Mütze – ebenfalls grün – erinnerte, verdeckte das obere Ende. Ein Fremdwesen. So etwas kannte sie nur aus Erzählungen und alten Holos, die gelegentlich in der kleinen Kolonie gezeigt worden waren, in der sie ihr gesamtes Leben verbracht hatte. Es regte sich nicht, sondern stand einfach nur bewegungslos da. Aber es machte nicht den Eindruck, als sei es tot. „Mylo-5“, wiederholte der Mann im Sessel und tat, als habe er ihr Entsetzen nicht bemerkt. „Ich habe das untersuchen lassen. Die Strahlung eurer Sonne weist tatsächlich eine absonderliche Komponente auf, die für deinen Fall verantwortlich sein dürfte.“ Marty hörte, was er sagte, verstand ihn aber nicht. Es war noch keine vier Wochen her, dass sie gemeinsam mit den fremden Raumfahrern ihre Heimatwelt verlassen hatte. Zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben. Und während dieser Reise, die sie nach ihrer Vorstellung durch das halbe Universum geführt und ihr einen Großteil seiner Wunder offenbart hatte, wollte dieser Mann schon herausgefunden haben, was Marty von zu Hause vertrieben hatte? Das konnte nicht sein. Er lügt. Doch eigentlich erweckte er nicht den Anschein, als habe er wirklich vor, sie zu täuschen. „Wir haben dort nach weiteren Talenten Ausschau gehalten“, sagte er. Talente?Er lächelte. „Tatsächlich gibt es eine Handvoll Menschen, die über kleinere Fähigkeiten verfügen. Unsere Geräte arbeiten in dieser Hinsicht sehr exakt. Aber sie konnten niemanden entdecken, der den Aufwand lohnen würde, ihn hierherzubringen. Du bist die große Ausnahme. Ein Glück, dass wir rechtzeitig gekommen sind.“ Er starrte sie prüfend an. „Und dass es dir gelungen ist, auf dich aufmerksam zu machen.“ Marty hatte immer mehr Mühe, seinen Worten zu folgen. Ihr schwindelte. Sie schaute zu dem Mann und zu dem Fremdwesen hinüber, das noch nicht hatte erkennen lassen, dass es sich überhaupt um das kümmerte, was hier geschah. „Langsam“, sagte sie. Mit Erschrecken stellte sie fest, dass ihr gleich die Tränen kommen würden. Das war alles zu viel für sie. „Bitte“, fügte sie an. „Langsam.“ Das Lächeln verschwand vom Gesicht des Mannes. Marty entdeckte dort zwar keine echte Besorgnis oder gar die Wärme, die sie früher, vor dem Tod ihres Bruders, bei ihrer Mutter gesehen hatte, aber zumindest eine leichte Unruhe. Der Mann zuckte unschlüssig mit den Schultern. „Wo bin ich?“, fragte Marty. Es gab ihr ein gutes Gefühl, als sie bemerkte, dass ihre Stimme mit jedem Wort fester wurde. „Wer sind Sie?“ Sie atmete tief durch. „Und was wollen Sie von mir?“ Jetzt gab der dürre Stock in der blauen Kleidung seinen ersten Laut von sich. Es klang, als ringe er röchelnd nach Atem. Marty fuhr zusammen. Der Mann lachte ohne Herzlichkeit. „Tri meint, dass ich unhöflich bin. Ich fürchte, ich muss mich dafür entschuldigen.“ Marty fragte sich, ob mit Tri das Fremdwesen gemeint war. Natürlich, schalt sie sich selbst. Aber sie sagte nichts, sondern starrte den Mann nur an. Der hob entwaffnend die Hände. „Es tut mir leid. Mein Name ist Rahning. Ich nehme innerhalb der Flotte den Rang eines Inspektors ein. Vielleicht hast du davon gehört, dass wir uns im Krieg befinden. Das mag meine fehlende Höflichkeit etwas verzeihlicher erscheinen lassen.“ Rahning. Inspektor. Krieg.„Ein Krieg?“ Davon wusste Marty nichts. Der Inspektor nickte. „Deshalb bist du hier“, sagte er. „Es gehört zu meiner Aufgabe, Menschen mit deiner Begabung ausfindig zu machen. Ich lasse sie ausbilden. Immer in der Hoffnung, dass sie uns helfen können, diesen Krieg zu gewinnen.“ Marty fühlte, dass sie ihm widersprechen musste. „Ich bin noch nicht einmal zwölf Jahre alt“, stellte sie fest. Rahning konnte doch nicht wirklich von ihr erwarten, dass sie in einem Krieg kämpfen würde. Zumal sie nicht die geringste Ahnung hatte, worum es dabei ging. „Natürlich“, sagte er, und zum ersten Mal meinte sie, eine Müdigkeit an ihm zu bemerken, die zu seiner äußerlichen Gebrechlichkeit passte. „Deine Kräfte müssen noch geschult werden. Je eher wir damit beginnen, desto besser. Es dauert Jahre – und manche schaffen es nie.“ Inspektor Rahning schien nicht ernsthaft mit einem erneuten Widerspruch zu rechnen. Plötzlich hob sich der massive Sessel, in dem er die ganze Zeit gesessen hatte, eine Handbreit über den Boden in die Luft. „Tri wird sich um dich kümmern“, rief er ihr zu, während der Sessel sich schon rasch entfernte. Ich soll hier bleiben? Marty hatte es auf dem Schiff, das sie von Mylo-5 hierhergebracht hatte, bruchstückhaft mitbekommen. Sie befand sich nicht auf einem Planeten, sondern auf einer Raumstation, die irgendwo mitten im Weltall schwebte. Der Anblick hatte sie vollkommen verblüfft, denn in ihren Ausmaßen war die Station riesig und mit nichts zu vergleichen, das Marty in ihrem bisherigen Leben gesehen hatte. Unwillkürlich hatte sie trotzdem vermutet, dass hier nur ein Halt eingelegt wurde, dass man sie anschließend an einen anderen Ort bringen würde – natürlich auf einen Planeten. Erst jetzt begriff sie, dass sie sich getäuscht hatte. Schon der Flug mit dem Raumschiff war ihr unheimlich gewesen. Der Gedanke, für eine längere Zeit im All bleiben zu müssen, jagte ihr Furcht ein. Sie wünschte sich, so schnell wie möglich wieder ihren Fuß auf einen echte Welt setzen zu dürfen. Solange es nicht ausgerechnet Mylo-5 war. Dorthin würde sie, wenn es nach ihr ging, niemals zurückkehren. Das Fremdwesen lenkte mit einem weiteren Röcheln ihre Aufmerksamkeit auf sich. Dann sagte es: „Folg mir.“ Marty wunderte sich einen Moment, dass sie die Worte so gut verstehen konnte. Dann gehorchte sie wie selbstverständlich. Obwohl ihr graute, als sie sah, wie sich die Stummelbeine Tris in Bewegung setzten. Das Wesen ging nicht wie ein Mensch, weil es keine Gelenke in seinen Beinen zu haben schien und wohl auch keine Knochen. Die kurzen Stücke zwischen dem stockförmigen Körper und den unförmigen Klumpenfüßen schoben sich erst fast vollständig zusammen und dehnten sich dann plötzlich wieder ruckartig aus. Der Vorgang wiederholte sich. Und wiederholte sich. Marty musste die Augen schließen, damit ihr nicht übel wurde. Aber sie ging Tri hinterher. Tri redete niemals mehr als drei Worte am Stück. Dennoch nahm er sich die Zeit, ihr seinen wahren Namen zu verraten, den Rahning ihr nur verkürzt mitgeteilt hatte. Trirotcesarene. Das schien ihm wichtig zu sein, aber Marty beschloss, es bei Tri zu belassen. Das Fremdwesen zeigte mit keiner Regung an, dass es sich daran störte. Tri brachte sie in den Bereich der Raumstation, in der sie – so erklärte er ihr – die nächste Zeit verbringen würde. Marty wollte nicht genauer darüber nachdenken, was diese sehr unbestimmte Angabe bedeuten mochte. Tage? Wochen? Monate? Oder gar … Sie wischte den Gedanken beiseite. Lieber hielt sie die Augen offen und staunte über vieles, was sie sah. Der gut halbstündige Marsch durch die Gänge eröffnete ihr einen ersten Eindruck von den wahren Dimensionen der Station. Diese war zweifelsohne noch riesiger, als sie beim Anflug auf den Schirmen des Schiffes gewirkt hatte. Schließlich erreichten sie ihr Ziel, ein Schott schloss sich hinter ihnen, und Marty sah in einen spartanisch eingerichteten Raum hinein. Dort stellte ihr Tri auch die anderen vor, die ihr Schicksal teilten – oder ihr Talent, je nach Sichtweise. Elf Jungen und Mädchen, einige schon junge Erwachsene. Sie alle sollten eine ähnliche Begabung wie Marty haben. Ein Talent, das sie selbst bislang hauptsächlich als Fluch erlebt hatte. Bald erfuhr Marty, dass es nicht nur ihr so ergangen war. „Sie hätten mich am liebsten getötet“, sagte Lhurene, das Mädchen, das nur ein Jahr älter als Marty war. Es hatte lustige Sommersprossen in einem pausbäckigen Gesicht. Aber Lhurene schien keineswegs so fröhlich zu sein, wie sie auf den ersten Blick wirkte. Vielmehr steckte in all ihren Worten ein tiefer Ernst. „Warum haben sie es nicht getan?“ Marty bereute ihre unbedachte Frage fast sofort, als sie den Schmerz in Lhurenes Augen entdeckte. Trotzdem erzählte ihr das Mädchen, nachdem es sich wieder gesammelt hatte, in dürren Worten von seiner Heimat. Pattermann, die Welt, auf der Lhurene aufgewachsen war, musste zwar ein weitaus angenehmeres Klima als Mylo-5 aufweisen, aber das Leben schien dort trotzdem nur in wenigen Kleinigkeiten leichter zu sein. Denn anstelle der rauen Umwelt gab es auf Pattermann Bedrohungen, von denen die Siedler in Martys Heimat unberührt geblieben waren: wilde Tiere, gefährliche Pflanzen, heftige seismische Aktivitäten und anderes mehr. Marty verkniff sich Fragen nach Lhurenes Eltern, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob sie den Schmerz des Mädchens vorhin wirklich richtig interpretiert hatte. Sie berichtete selbst ein wenig über Mylo-5, ehe sie die Sprache auf Rahning und Tri lenkte. Einigen der anderen hatte sie den Wunsch nach Zurückhaltung gleich angemerkt. Doch Lhurene schien froh zu sein, jemanden zum Reden zu haben. Sie gab bereitwillig über alles Auskunft, was sie wusste. Von Tri konnte sie immerhin berichten, dass er einem Volk angehörte, das Timelen genannt wurde. Marty hatte davon nie zuvor gehört, Lhurene allerdings auch nicht, bevor sie hierhergekommen war, wie sie zugab. „Ich weiß nicht viel über diesen Krieg“, sagte Lhurene. „Die Angreifer werden Kotmun genannt, mehr habe ich auch noch nicht mitbekommen. Es soll vielleicht zehn oder fünfzehn Jahre her sein, dass sie zum ersten Mal aufgetaucht sind. Seither attackieren sie alle Welten, egal, ob bewohnt oder unbewohnt. Niemand weiß, was sie antreibt. Jegliche Kommunikationsversuche sind fehlgeschlagen.“ Marty hatte inzwischen über Rahnings Worte nachgedacht. „Es kann nicht gut stehen“, sagte sie. „Wie meinst du das?“, fragte Lhurene. „Sie dir uns doch an“, sagte Marty nur. Jetzt lachte Lhurene. „Du hast keine Vorstellung von dem, was hier passiert. Aber du kannst das ja auch nicht wissen. Klar, dass du uns unterschätzt. Und dich selbst wahrscheinlich auch.“ Marty fühlte sich auf den Arm genommen. Sie bat Lhurene, ihr das zu erklären. „Warte, bis Tri wieder auftaucht“, sagte Lhurene nur. Der Timele kam wenig später. Er gab Marty einen ersten Einblick in das, was sie hier erwartete. Tri gelang es, ihren Geist zu öffnen. Zuerst fiel es Marty schwer, die Kraft, die in ihr wohnte, bewusst zu beherrschen, sie zu lenken – doch es wurde mit jedem Tag besser. Am Anfang war es ein noch ein blindes Tasten, hinein in eine absolut dunkle Sphäre. Tri führte sie in einen schmucklosen Raum, wo er ihr bedeutete, sich auf einer einfachen Liege niederzulassen. „Schließ die Augen“, sagte er beim ersten Mal, später wusste sie immer gleich, was der Timele von ihr erwartete. „Höre“, forderte Tri dann. Doch außer seinem gelegentlichen Röcheln hörte Marty nichts. Bis sie begriff: Das Fremdwesen wollte, dass sie in sich selbst hinein lauschte. Und als sie das endlich versuchte, bemerkte sie, wie der Timele sie anleitete, ihre Gedanken führte, dorthin, wo sich die Kraft verbarg. „Siehst du“, sagte er, und es war keine Frage. Marty nickte, auch wenn sie keine Ahnung hatte, wo an Tris stockförmigen Körper sich die Sehorgane befinden mochten. „Ja“, hauchte sie deshalb zur Bestätigung. „Nimm es.“ Sie stellte sich zunächst äußerst ungeschickt an. Eine erste Annäherung endete mit einem Gefühl, das dem glich, als sie sich vor vielen Jahren, noch als kleines Kind, am heimischen Herd ihrer Mutter die Finger verbrannt hatte. Marty unterdrückte den Schmerzensschrei tapfer, spürte aber, wie ihr die Tränen in die Augen schossen. Tri lenkte sie jetzt behutsam. Marty glaubte, dass er das gleich hätte tun können. Sie fragte sich, warum er ihr nicht sofort geholfen hatte. Er wollte mir zeigen, wie gefährlich es ist. Eine Warnung. Trotzdem war sie in diesem Moment zornig auf den Timelen. Sie beschloss, dass sie möglichst bald von ihm unabhängig sein wollte. Er weckte ihren Trotz. Du wirst schon sehen, Tri. Du wirst dich wundern.Es funktionierte natürlich nicht gleich perfekt. Tri half ihr, aber Marty merkte selbst, dass es ihr vor allem an Übung fehlte. Sie spürte die Kraft, sah sie, griff nach ihr – aber es gelang ihr nicht, sie auch wirklich fest zu packen und in den Griff zu bekommen. Immer wieder entglitt ihr das Etwas, das in ihr war. Sie konnte es nicht kontrollieren, konnte es nicht dazu bringen, das zu tun, was sie wollte. Es ist störrisch, dachte Marty. Sie machte sich daran, das zu ändern. Und sie schaffte es. Auch wenn das lange dauerte. „Bald“, sagte Tri eines Tages. Und Marty wusste, was er damit meinte. Bald werde ich bereit sein. Nur ahnte sie noch nicht, für was sie ihre anscheinend nunmehr ausgebildete Gabe dann einsetzen würde. Natürlich war sie nicht die Einzige. Um sie herum waren auch die anderen älter und reifer geworden. So mancher hatte sich bereits mit unbekanntem Ziel verabschiedet, weitere standen kurz davor. Lhurene aber war noch da. „Zwei Jahre“, sagte sie einmal bitter. „Ich bin schon ganze zwei Jahre länger hier als du, Marty, und trotzdem habe ich das Gefühl, als hättest du mich längst überflügelt.“ Sie schaute dann traurig auf den Boden. „Ich bin eine Versagerin.“ Marty tröstete das andere Mädchen. Zwar wusste sie längst selbst, dass ihre eigene Kraft weitaus größer als die Lhurenes war. Trotzdem schaffte es die Ältere immer wieder, auch Marty in Erstaunen zu versetzen. Sie war bei Weitem nicht so schwach, wie sie in diesen Momenten der Verzweiflung tat. So kam es vielleicht für Lhurene, aber nicht für Marty überraschend, dass der Inspektor schließlich sie beide gleichzeitig zu sich rufen ließ. Rahning hatte sich in den beinahe fünf Jahren, die vergangen waren, nicht verändert. Und auch die Szene ähnelte jener, als Marty damals hierhergekommen war. Der Inspektor saß in seinem Sessel, Tri stand regungslos neben ihm. „Die Lage ist mehr als ernst“, sagte Rahning, verzog dabei aber keine Miene. Der Timele schwieg, wie er es meistens tat. Die Kotmun. Marty hatte inzwischen genug von den unheimlichen Angreifern gehört, viele Gerüchte, aber auch zahlreiche unumstößliche Fakten. Sie wusste, dass die Welten der Menschen und vieler anderer Lebewesen vor einer kaum greibaren Bedrohung standen. Weil niemand verstehen konnte, was die Kotmun eigentlich wollten. Weil nur eines sicher war: Dass die Menschen sich gegen ihre Angriffe wehren mussten. Mit allen Mitteln, über die sie verfügten. Deshalb bin ich hier.„Die Zeit ist reif“, fuhr Rahning nüchtern fort. „Ihr werdet mich in den Krieg begleiten. Ihr seid so weit.“ Tri gab ein kurzes Röcheln von sich. „Wir fliegen morgen“, sagte der Inspektor. Rahning sah jetzt nur Marty an: „Du bist ein Ausnahmetalent“, erklärte er. Sie fühlte sich davon nicht geschmeichelt. „Der Krieg ist grausam“, fuhr Rahning fort. „Wir müssen ihn gewinnen. Die Kotmun bedeuten das Ende unserer Zivilisation. Und das liegt nicht mehr weit entfernt.“ Marty hätte gerne einige aufmunternde Worte gehört. Ich vertraue eurer Stärke. Seid unbesorgt. Wir werden siegen. Stattdessen steuerte Rahning seinen schwebenden Sessel wortlos aus dem Raum. Es war das erste Mal, dass Marty den Flug mit einem Raumschiff wirklich bewusst wahrnahm. Während der Reise von Mylo-5 zur Station war sie zwar furchtbar neugierig gewesen – schließlich hatte sie den Planeten niemals zuvor verlassen –, doch die Besatzung hatte auch nicht sonderlich viel Zeit gehabt, sich um sie kümmern. Wenn Marty heute daran zurückdachte, dass sie den Flug trotzdem als furchtbar aufregend empfunden hatte, musse sie beinahe lachen. Nichts, dachte sie. Sie hatte nichts erlebt. Aber das war ihr erst später klar geworden. Der Weg durch das Wurmloch, dem sie mit besonderer Spannung entgegengefiebert hatte, war prompt eine einzige Enttäuschung, vielleicht die größte überhaupt: Wie fast alle anderen Menschen an Bord war Marty in Tiefschlaf versetzt worden. Lediglich der Pilot des Schiffes bildete eine Ausnahme – und das auch nur dank der Drogen, die es ihm ermöglichten, bei klarem Verstand zu bleiben. Ihr wurde gesagt, dass der menschliche Geist nicht dafür geschaffen sei, den Flug durch ein Wurmloch gesund zu überstehen. Das hatte Marty damals akzeptieren müssen. Heute war die Situation eine andere. Sie hatte in den vergangenen Jahren viel gelernt, und sie fühlte sich „normalen“ Menschen zumindest in dieser Hinsicht überlegen. Wer weiß, dachte sie . Vielleicht ist es meine erste und letzte Chance, das zu erleben. Der Ernst, mit dem Inspektor Rahning auf die Brisanz der Situation hingewiesen hatte, ließ sie das Schlimmste befürchten. Vielleicht sind wir morgen alle tot.Marty nahm all ihren Mut zusammen und wagte es, dem Roboter zu widersprechen. „Nein“, lehnte sie entschlossen ab, als die Maschine ihr die Injektion verpassen wollte. „Ich bleibe wach.“ Sie wurde davon überrascht, wie leicht es funktionierte. Der Roboter wandte sich wortlos ab und ging zu Lhurene hinüber, die an Bord eine Kabine mit Marty teilte. „Das wird Rahning nicht gefallen“, sagte Lhurene, während sie sich die Injektion in den Oberarm geben ließ. „Und mir gefällt es auch nicht.“ Ihre Sommersprossen waren in der langen Zeit auf der Raumstation beinahe vollständig verblasst. Die offensichtliche Sorge um Marty ließ sie in diesem Augenblick noch ein bisschen kränklicher aussehen, als sie ohnehin schon wirkte. „Was Rahning denkt, kümmert mich nicht“, sagte Marty. Es war merkwürdig: Einerseits fühlte sie sich dem Inspektor zu Dank verpflichtet, weil es letztlich er gewesen war, der dafür gesorgt hatte, dass sie dauerhaft von Mylo-5 weggekommen war. Auf der anderen Seite quälte sie der Eindruck, dass Rahning sie nur als Mittel zum Zweck benutzte. Trotz dieser inneren Zerrissenheit hatte sie, was Lhurene nicht wissen konnte, dem Inspektor ihren Wunsch anvertraut, den Flug durch das Wurmloch im Wachzustand erleben zu wollen. Er hatte heftig reagiert und war zum ersten Mal, seit ihn Marty kannte, richtig laut geworden. Sie hatte jedoch ruhig und beherrscht auf ihrem Standpunkt beharrt. „Mir wird nichts geschehen“, sagte sie. Rahning hatte sich schließlich ebenfalls beruhigt. Er erteilte ihr zwar keine ausdrückliche Erlaubnis, schien aber – so kam es Marty vor – selbst neugierig zu sein, ob sie dank ihrer inzwischen geschulten geistigen Kräfte wirklich in der Lage sein würde, den Durchgang unbeschadet zu überstehen. „Aber …“ Lhurene verstummte, ohne den Satz beenden zu können. Die Injektion wirkte bereits. Sie würde erst wieder aufwachen, wenn das Wurmloch längst passiert war. Auch Marty schloss jetzt die Augen und streckte ihre geistigen Fühler aus. Sie war neugierig darauf, was sie erwartete. Sie erkannte, dass der Ereignishorizont des Schwarzen Lochs unmittelbar vor dem Schiff lag. Dann überschritt es ihn. Marty hatte sich erklären lassen, dass die Maschinen die ungeheuren Gezeitenkräfte neutralisierten, die nach dem Schiff griffen. Dazu kamen die beiden Lotsen, die kurz vor dem Einflug ins Wurmloch an Bord gekommen waren. Marty hatte die Vogelwesen nicht gesehen, aber ihre Aura gespürt. Instinktiv hatte sie beschlossen, den Lotsen lieber fern zu bleiben, auch wenn sie dafür keinen schlüssigen Grund hätte nennen können. Marty konzentrierte sich und sah den Tunnel, in den das Schiff eintrat. Er stellte die Abkürzung von einem Punkt des Universums zu einem anderen dar, der beliebig weit entfernt liegen konnte. Im Vergleich zu der gigantischen Entfernung, die das Schiff in ihm zurücklegte, kam er Marty winzig klein vor. Auch das Ziel, ein ihr fremdes Sonnensystem, war an seinem Ende schon zu erkennen. Die Wände des Tunnels bestanden aus reiner Energie oder wirkten zumindest so. Rund um das Schiff herum leuchtete es irisierend auf. Und natürlich war dieses Wurmloch nicht die einzige Verbindung, die von den Lotsen im Inneren des Schwarzen Loches geschaffen worden war. Marty konnte weitere Tunnel entdecken, deren Bahnen kreuz und quer verliefen. In manchen befanden sich andere Schiffe, einige waren aber auch völlig leer. Dann folgte schon der Austritt, ehe Marty richtig beginnen konnte, diesen ihr bislang fremden Bereich zu erkunden. Das würde warten müssen. Marty zuckte zusammen. Nicht wegen des Übergangs in den normalen Weltraum. Sondern weil etwas, das sie als eine alles andere überlagernde Präsenz wahrnahm, regelrecht über sie hereinbrach. Das müssen die Kotmun sein, dachte sie. Marty öffnete die Augen. Es wurde Zeit, zu Rahning in die Zentrale zu gehen. Neben ihr erwachte Lhurene. „Dir geht es gut“, sagte sie überrascht. Marty nickte. „Komm.“ Lhurene folgte ihr. In der Zentrale herrschte hektische Betriebsamkeit. Marty begriff sofort, warum. Die Holos zeigten, dass in diesem Sonnensystem eine erbitterte Raumschlacht tobte. Die Kotmun – es konnten nur sie sein – griffen eine zahlenmäßig weit unterlegene Flotte der Menschen an. Marty hatte niemals zuvor etwas Vergleichbares gesehen. Dennoch wusste sie sofort, wie dieser ungleiche Kampf enden würde. Mit der totalen Vernichtung. Die Kotmun würden siegen. Sie schaute den Inspektor fragend an, der, Tri an seiner Seite, die Holos aufmerksam studierte. Natürlich hatte er längst bemerkt, dass Lhurene und sie gekommen waren. „Ich möchte, dass du eingreifst“, sagte er. Sie verstand nicht sofort, was Rahning von ihr wollte. „Konzentrier dich auf eins der Schiffe. Zerstöre es.“ Ihr schauderte. „Das kann ich nicht“, sagte sie. „Du musst.“ Der Inspektor wandte sich an Lhurene. „Tri wird auch dich einweisen. Dann werdet ihr alle drei gegen die Kotmun kämpfen. Mit euren geistigen Kräften. Das ist unsere letzte Hoffnung. Sonst fällt auch diese Bastion.“ Marty gab ihren Widerstand auf. Sie gehorchte. Tri erklärte Marty, was sie zu tun hatte. Sie spürte, dass die Worte an ihr vorbeirauschten, ohne tiefer in ihren Verstand zu dringen. Trotzdem fühlte sie sich mit jeder Sekunde sicherer. Ich werde das Richtige tun, dachte sie. Dann gab der Timele ihr das Signal. Und Marty griff in die Raumschlacht ein. Sie tastete mit ihren geistigen Kräften nach einem beliebigen Schiff. Was sie dort fühlte, war unsagbar fremd. Sie erschauerte bei dem Gedanken daran, von welcher Art die Wesen sein mochten, die in diesen Schiffen lebten. Doch Marty zuckte nur ein einziges Mal kurz zurück, dann wagte sie sich sofort wieder vor. Sie tat, was Rahning ihr befohlen hatte. Die Lebewesen ließ sie unangetastet, da sie nicht wusste, was sie mit ihnen anfangen sollte. Aber sie brachte das Schiff zur Explosion. Mit etwas, das ihr in diesem Augenblick wie ein lächerlich einfaches geistiges Fingerschnippen vorkam. Das Schiff explodierte ebenso wie beinahe zeitgleich zwei weitere. Das musste das Werk von Tri und Lhurene sein. Marty hörte noch, wie irgendjemand in der Zentrale jubelte. Dann wurde ihr schwarz vor Augen. Mit der Explosion des Schiffes, das sie zerstört hatte, starb auch die Besatzung. Und Marty schaffte es nicht, sich rechtzeitig vom Geschehen zu lösen. Sie hörte den kollektiven Todesschrei. Er erklang, tausendfach verstärkt, in ihrem eigenen Geist. Sie versuchte verzweifelt, dagegen anzukämpfen. Dann brach sie zusammen. Einen Moment lang dachte sie, neben sich einen weiteren Schrei gehört zu haben. Lhurene. Doch sie konnte dem Gedanken nicht weiter nachgehen. Sie verlor das Bewusstsein. Marty erwachte. Obwohl ihr Kopf schmerzhaft dröhnte, begriff sie sofort, dass sie sich nicht mehr in der Zentrale des Raumschiffs befand, sondern in einem Bett lag. Die Krankenstation, dachte Marty. Sie fühlte tiefe Erschöpfung und einen schlechten Geschmack im Mund. Als sie probierte, den Oberkörper zu heben, um besser in den Raum hineinsehen zu können, brach sie den Versuch sofort wieder ab. Sie zitterte so stark, dass sie sich keine Illusionen machte: Schnell würde sie dieses Bett nicht verlassen können. Marty erinnerte sich an das, was geschehen war. Sie fühlte den Schmerz der sterbenden Lebewesen noch einmal, hörte ihren Schrei, der lange in ihr nachhallte. Sie schwor sich, das nie wieder zu tun. Rahning kam wenig später. Natürlich war ihm unverzüglich gemeldet worden, dass Marty wieder bei Bewusstsein war. „Wie geht es Lhurene? Wo ist Tri?“, brach es aus ihr hervor. „Wie …“ Sie wagte kaum, daran zu denken. „Wie ist die Schlacht verlaufen?“ Das Gesicht des Inspektors war maskenhaft starr. Er zeigte keine Emotionen, schüttelte nur leicht den Kopf. „Wir haben uns zurückgezogen“, sagte er. Marty verstand, was das bedeutete. Und sie ahnte die Antwort auf ihre nächste Frage. „Lhurene?“, hauchte sie. „Sie war nicht stark genug“, sagte Rahning nur. Als Marty die ersten Tränen spürte, die sich aus ihren Augen lösten, zog er sich schon zurück. Sie blickte ihm nicht nach, sondern dachte nur noch an Lhurene, das Mädchen, das jetzt tot war. Ihre Freundin, gestorben wie damals ihr Bruder. „Ich werde das nicht wieder tun“, flüsterte Marty vor sich hin. Doch inmitten des Schmerzes um Lhurenes Verlust keimte in ihr der unangenehme Gedanke, welche Alternativen sie hatte. Zurück nach Mylo-5? Niemals. Aber was blieb ihr sonst? Sie fühlte sich wie betäubt. Der Inspektor gönnte ihr nach dem letztlich gescheiterten ersten Versuch – trotz des vernichteten Kotmun-Schiffes dachte auch Marty selbst inzwischen, dass sie versagt hatte – eine Pause von einigen Wochen. Sie waren längst wieder auf die Station zurückgekehrt, wo die anderen, die das Talent besaßen, noch ausgebildet wurden. Marty redete nicht über das, was geschehen war. Sie kapselte sich ab. Dann fing Rahning an, sie zu drängen. Marty weigerte sich zunächst. „Du stehst in Diensten der Streitkräfte“, sagte er. Er verkniff sich jeden Hinweis, was passieren würde, wenn sie seinen Befehlen nicht gehorchte. Der Inspektor ließ sie zunächst nur trainieren, was Marty widerwillig geschehen ließ. Beim nächsten Mal würde es weit weniger schlimm werden, sagte er. Alle sagten das, die zu Marty kamen, um ihre Fähigkeit weiter zu schulen. Selbst Tri, auch wenn er nicht viele Worte darum machte. Marty dachte an Lhurene. Wer hatte sie getötet? Die Kotmun – oder Rahning? Die permanenten Übungen halfen. Sie bekam ihre Gabe mit der Zeit noch besser in den Griff, als das schon zuvor der Fall gewesen war. Marty horchte in sich hinein. War sie wirklich stärker geworden? War der erste Einsatz einfach zu früh gekommen? Würde sie den Schmerz der Sterbenden jetzt ertragen können? Sie fühlte eine Neugier, die sie abstoßend fand. Sie hasste Rahning, und sie hasste sich selbst. Zu ihrer Überraschung war es Tri, der die Entscheidung fällte. „Jetzt“, sagte er. „Mehr geht nicht.“ Marty verstand. Der Timele hatte sie gelehrt, was er sie lehren konnte. Entweder sie schaffte jetzt, was von ihr verlangt wurde, oder sie war schlicht zu schwach dafür. Sie erinnerte sich an Rahnings Worte. Du bist ein Ausnahmetalent, hatte er gesagt. Vielleicht hatte er sie belogen. Oder vielleicht hatte sich der Inspektor auch nur getäuscht. Womöglich war die Kraft in ihr stark genug – aber sie selbst zu schwach. Dass das Signal für ihren neuerlichen Einsatz von Tri kam, machte es ihr unmöglich, ihre Mitwirkung abzulehnen. Auch wenn sie wusste, dass er nur tat, was ihm von Rahning befohlen wurde, fühlte sie sich dem Timelen doch auf eine seltsame Art und Weise verpflichtet. Er hatte in den vergangenen Jahren so viel Zeit mit ihr verbracht, so viele Mühen aufgewendet, ihr seine vielfältigen Kenntnisse zu vermitteln … Ihn konnte, ihn durfte sie nicht enttäuschen. Marty nickte deshalb nur stumm, als Rahning sie wieder zu sich rufen ließ und ihr mitteilte, dass ein weiterer Flug mitten in eine Schlacht bevorstand, an eine der vielen Fronten des Krieges. Ich werde es tun, dachte sie. Ich will nicht, aber ich werde es wieder tun.Der Flug durchs Wurmloch war kurz, und Marty fühlte sich viel zu müde, um der faszinierenden Umgebung die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Beim nächsten Mal. Die Zweifel, ob es wirklich ein nächstes Mal geben würde, ließen sich nicht verdrängen. Der Anblick, den ihr die Holos in der Zentrale zeigten, unterschied sich kaum von jenem der letzten Schlacht. Schiffe überall, deutlich erkennbar eine kleine Minderheit auf der einen Seite, die einen Verlust nach dem anderen hinnehmen musste, dezimiert durch eine riesige Flotte, die in diesem Augenblick unbesiegbar wirkte. Tri gab ihr das Zeichen. Marty musste sich zwingen, den Blick von ihm lösen. Der Gedanke, den Timelen genau jetzt zum letzten Mal in ihrem Leben zu sehen, wurde übermächtig. „Es tut mir leid“, sagte sie, und sie wusste nicht, ob Tri verstand, was sie damit meinte. Marty schloss endlich die Augen und tastete nach einem der fremden Schiffe. Dieses Mal zuckte sie nicht zurück. Sterbt, dachte sie. Auch Lhurene war gestorben. Das Schiff explodierte. Und mit seiner Vernichtung kam der Todesschrei der Besatzung über sie. Falls das überhaupt möglich war, erklang er heute noch lauter und intensiver als beim letzten Mal. Es dauerte weitaus länger, bis sie wieder zu sich kam. Erst vier Tage später konnte Marty wieder ohne Hilfe aufstehen. Den Schrei der Sterbenden hörte sie immer noch in sich. „Nie wieder“, flüsterte sie. Das Boot hatte sie wieder auf Mylo-5 abgesetzt, an genau derselben Stelle, von der aus Marty den Planeten vor exakt fünf Jahren verlassen hatte. Es ist dein Geburtstag, dachte sie. Wie damals, nach dem Tod ihres Bruders, war sie auch heute ganz allein. Niemand kam, um sie abzuholen. In der kleinen Siedlung rührte sich nichts, soweit Marty das von hier aus erkennen konnte. Sie wusste, dass ihre Ankunft per Funk angekündigt worden war. Natürlich hatte sie nicht mit einem herzlichen Empfang gerechnet. Dass die Ablehnung so offensichtlich ausfiel, hatte sie allerdings nicht erwartet. Sie lenkte ihre Schritte in Richtung der Gebäude. Es war seltsam, wieder zu Hause zu sein. Zumal es sich so überhaupt nicht nach Heimat anfühlte. Und das, obwohl der Wind heute so stark wie damals wehte. Es war wieder Herbst, die Zeit der Stürme. Marty trotzte dem Wind, ging zum Haus ihrer Eltern und öffnete die Tür, die wie früher nicht verschlossen war. „Du bist wieder da“, sagte ihr Vater und bremste damit ihre Mutter, die aufgesprungen war und einen Schritt in Martys Richtung gemacht hatte. Beide hatten sich nicht verändert. Nein, korrigierte sich Marty. Mutter ist älter geworden. Sie konnte es deutlich sehen. Ein paar graue Haare mehr, hier und dort eine Falte, ein müder, resignierter Ausdruck im Gesicht. Ihrem Vater dagegen waren die Jahre nicht anzumerken. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, stand nur hilflos da. „Ich …“ Du wirst dich nicht entschuldigen. Wofür auch? „Ich … habe das nicht gewollt“, brachte sie schließlich hervor. Das konnte die beiden verstehen, wie sie wollten. Marty meinte ausschließlich ihre Rückkehr. Sie hatte niemals nach Mylo-5 zurückkommen wollen. Davon wurde ihr Bruder so wenig wieder lebendig wie Lhurene. Ihr Vater nickte, und ihre Mutter wendete sich ab. Marty meinte, ein Schluchzen zu hören. „Dein Zimmer ist noch, wie es war“, sagte ihr Vater. Marty verstand und ließ die beiden allein. In der Nacht quälten sie die Schreie der Sterbenden. Aber es war nicht wie früher: Sie hatte ihre Kraft jetzt im Griff, und es würde keine unerklärlichen Vorkommnisse mehr geben, wenn sie es nicht wollte. Und sie wusste, dass sie genau das nicht wollte. Sie versuchte in den folgenden Tagen und Wochen, sich in die kleine Gemeinschaft einzufügen. Der Hass, den sie gespürt hatte, bevor sie von hier weggegangen war, schien verschwunden zu sein. Aber manchmal kam es ihr auch so vor, dass die Menschen sich nur mühsam beherrschten, ihr nicht ihre wahren Gefühle zu offenbaren. Hat Rahning …? Sie fand keine Antwort auf diese Frage, da sie sich Disziplin auferlegt hatte und ihre Kraft nicht für ihre persönliche Neugier einsetzte. Eine Art Kodex, dem sie gehorchen musste. Du musst sein wie sie, hämmerte sich Marty ein. Doch es funktionierte nicht. Sie blieb isoliert. Selbst ihre Mutter zeigte ihr gegenüber keinerlei Herzlichkeit. Auch wenn Marty glaubte, dass sich die Frau, die jeden Tag ein Stück müder aussah, dazu zwingen musste, so teilnahmslos, so ablehnend zu sein, raubte ihr doch genau diese Gleichgültigkeit, die ihr entgegenschlug, das letzte bisschen Hoffnung. Es wird für immer so bleiben, dachte Marty. Sie verfluchte Rahning, der dafür gesorgt hatte, dass sie hierher zurückgebracht worden war. Nach einer Nacht, in der die Schreie der Sterbenden besonders laut gewesen waren, traf sie ihren Entschluss. Sie ging in die Berge. Zu der Stelle, an der ihr Bruder gestorben war. Der Sturm griff nach ihr, packte sie mit Macht. Zum ersten Mal seit ihrer Rückkehr – zum ersten Mal seit Jahren – machte sich ihre Kraft selbständig und ließ den tosenden Wind plötzlich nicht mehr an ihren Körper heran. Marty sah zum Abgrund hinüber und wehrte sich gegen das, was in ihr war. Sie sah das Bild ihres Bruders vor sich, der in die Tiefe stürzte. Lhurene, kurz bevor der Angriff auf die Kotmun begann. Sich selbst – mit zerschmetterten Gliedern und leerem Geist. Marty schrie. Sie brach ihre eigene Kraft. Plötzlich war sie wieder der Naturgewalt überlassen. Schritt um Schritt trieb diese sie auf den Abgrund zu. Marty fühlte keine Trauer. In diesem Moment wünschte sie sich nichts sehnlicher als endlich zu sterben. „Du solltest das nicht tun.“ Die Stimme riss Marty aus dem eigenartigen Zustand, der dem nahenden Tod schon so vertraut gewesen war. Sofort war alles wieder wie zuvor. Der Sturm hatte keine Macht mehr über sie. Rahning. War er ihr gefolgt? Hatte er sie etwa die ganze Zeit beobachtet? Warum? „Überleg es dir“, sagte er. Marty machte einen Schritt von ihm weg, nach vorne, auf den Abgrund zu. Jetzt könnte sie hinabschauen. Es ging sehr weit nach unten. Sie erinnerte sich an den langen Fall ihres Bruders. „Ich kann hier nicht leben“, sagte sie. Sie spürte, dass der Inspektor zustimmend nickte. „Du solltest wieder mit mir kommen“, sagte er. „Sie haben mich auf diese Welt zurückgebracht.“ „Weil du dich deiner Aufgabe verweigert hast.“ „Ich kann es nicht“, sagte Marty. „Die Schreie … Ich kann sie nicht ertragen.“ Trotzdem machte sie einen Schritt zurück, weg vom tödlichen Abgrund, hin zu Rahning. Er schwieg lange, während sie dort stand und sich nicht mehr rührte. „Wenn du den Willen hättest …“, sagte er. „Aber ich kann dich nicht zwingen. Das ist der falsche Weg. Du musst selbst wissen, was du zu tun hast.“ Er unterbrach sich und hustete leise, was Marty an Tris Röcheln erinnerte. Das brachte die Bilder Lhurenes und ihres Bruders mit sich. Trotzdem ging sie jetzt noch weiter von dem Abgrund weg. Sie konnte sehen, dass Rahning wie immer in seinem Sessel saß. „Begleite mich trotzdem“, sagte er. Sie hatte ihren ursprünglichen Entschluss längst verworfen und folgte ihm ohne Widerspruch. Rahning versprach ihr, sie nicht mehr zur Vernichtung von Kotmun-Schiffen einzusetzen. Trotzdem, so sagte er, solle sie bei ihm bleiben. Marty fragte nach Tri. Aber sie bekam keine Antwort, weder vom Inspektor noch später auf dem Schiff von sonst jemandem. Marty fragte sich, wofür Rahning ihre Kräfte noch verwenden wollte, wenn sie so offensichtlich unfähig war, ihm im Kampf gegen die Kotmun zu helfen. Er sprach die Alternative nicht aus, trotzdem wusste sie, sobald das Schiff einmal abgehoben hatte, dass sie nun endgültig nicht wieder nach Mylo-5 zurückkehren würde. Es bereitete ihr keinen Schmerz, dass sie sich nicht von ihren Eltern verabschiedet hatte. „Keine Kotmun mehr“, bekräftigte Marty noch einmal. Sie hätte in diesem Moment Erleichterung verspüren sollen. Aber sie hatte alles andere als ein gutes Gefühl. Sie fürchtete sich vor dem, was die Zukunft bringen würde. Armin Rößler, Jahrgang 1972, Journalist, lebt mit seiner Familie in Rauenberg am Rande der Weinberge. Er ist beim Corona-Kurzgeschichtenwettbewerb seit dessen Anfängen im Jahr 2003 dabei. Anfangs als Gastjuror, ab 2004 als Teil der Redaktion. Daneben ist er Kurzgeschichten-Redakteur der Zeitschrift "phantastisch!" und Herausgeber der Science-Fiction-Reihe des Wurdack Verlags, in der er gemeinsam mit Heidrun Jänchen und Dieter Schmitt bis heute acht Anthologien mit Science-Fiction-Erzählungen deutschsprachiger Autoren veröffentlicht hat (zuletzt "Lotus-Effekt", 2008). Seine bislang drei Romane sind ebenfalls im Wurdack Verlag erschienen: "Das vergessene Portal" (Fantasy, 2004), "Entheete" (Science-Fiction, 2006) und "Andrade" (Science-Fiction, 2007). "Entheete" und "Andrade" sind vor dem Hintergrund von Rößlers Argona-Universum angesiedelt, zu dem auch die hier vorliegende Erzählung "Martys Weg" gehört. Ein weiterer Roman mit dem Titel Argona ist für Herbst 2008 in Vorbereitung. Als Autor und Herausgeber wurde Armin Rößler mehrfach für den Deutschen Science Fiction Preis, den Kurd Laßwitz Preis und den Deutschen Phantastik Preis nominiert.
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