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10. November 2000 - Ausgabe 74 - "Retrospective"
Schlaflose Nächte
...durchlebte das Team von SF-Radio mit seinen sieben Mitarbeitern auf der Galileo7-IV
Convention, die am vergangenen Wochenende im Maritim Hotel in Bremen statt fand. Da
wurde aufmerksam zugeschaut, mitgeschrieben, interviewt, ge- und versprochen,
geschnitten und nicht zuletzt auch geschrieben.
Wir haben uns bemüht, für Sie so viel Convention-Atmosphäre wie
möglich einzufangen und eine interessante Nachbetrachtung zu einem gelungenen
Wochenende zu liefern. Vielleicht ist ja auch für Besucher der Convention noch
manch interessanter Kommentar und eventuell sogar noch die eine oder andere Neuigkeit
dabei.
Seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe hat sich aber auch in unseren Reihen etwas
verändert: Nach langer Zusammenarbeit trennen sich nun die Wege von SF-Radio
und WARP-online. Wir möchten diese Zeilen nutzen, uns für die letzten Monate
zu bedanken und dem aufstrebenden Projekt unsere besten Wünsche mit auf den Weg
geben.
Noch einmal hinweisen möchten wir an dieser Stelle auch auf unsere Umfrage-Aktion
in Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg. Sie können den Fragebogen
immer noch unter www.sf-radio.de/umfrage abrufen und nehmen
damit auch an unserer Verlosung teil.
Aber nun viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe!
Sebastian Feiler
Stellvertretender Chefredakteur
Pfadfinder
1. Das war die Galileo7-IV
2. Stars und Sternchen auf der Galileo7-IV
3. Star Trek: trekBEAT
4. Im Gespräch mit Dwight Schultz
5. Meinungen und Kritiken aus dem Publikum
6. Im Gespräch mit Larry Nemecek
7. Man kann sich irren
Das Bremer Maritim Hotel war am vergangenen Wochenende Schauplatz einer der wohl umstrittensten
und verrufensten Veranstaltungen des Jahres. Wie das Corona Magazine berichtete, gab es um diese
Convention nicht nur einige kleine Reibereien. Genau das schien die Besucher Galileo7-IV
auch zu beschäftigen, die am letzten Freitag vor dem Congress Centrum direkt hinter
dem Bremer Bahnhof darauf warteten, eingelassen zu werden. Man vernahm Stimmen von "Das
kann ja heiter werden..." über neutralere Aussagen bis zu Bemerkungen wie "Das
wird bestimmt eine Pleite wie letztes Jahr - das war ja auch katastrophal!" Ob diese
etwas vergraulten Fans am Ende des Wochenendes aber immer noch der Meinung waren, eine
schlechte Con besucht zu haben, darf bezweifelt werden.
Wer sich an die Galileo7-III erinnert, die im Vorjahr ihre Pforten im Berliner Estrel
Convention Center öffnete, wird von der Neuauflage nämlich sicherlich überrascht
worden sein: Dass Star Trek-Veteranen wie William Shatner (ST:TOS Kirk) oder Avery Brooks
(ST:DS9 Sisko) nicht dabei waren, wurde durch die Stimmung der etwa 650 Fans und die vielen
kleineren Stars, die es bei weitem besser verstanden, das Publikum in Atem zu halten,
wieder wett gemacht.
So sah man nicht gerade selten kleinere Grüppchen von Fans, die sich mit Max Grodenchik
(ST:DS9 Rom) oder seinem Seriensohn Aron Eisenberg herzlich unterhielten. Oder hier und da mal
wieder einen Pulk Klingonen, der sich um J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok) oder Robert O'Reilly
(ST:TNG Gowron) scharte. Marina Sirtis (ST:TNG Troi), die bei einigen der Fans aufgrund ihrer
progressiveren Art - sie lässt auch gerne mal den Star raushängen - nicht
hundertprozentig gewinnen konnte, war wie Dwight Schultz (ST:TNG Barclay) eher seltener
zu sehen. Letzterer machte mit seiner Schüchternheit seiner Star Trek-Rolle zwar alle
Ehre, überraschte aber dadurch, dass er unerwartet introvertiert, sehr zurückhaltend
und nachdenklich schien. Nicht gerade so, wie man den äußerst lebendigen Murdoc aus
dem "A-Team" in Erinnerung hat.
Die Höhepunkte der Convention wurden mit Sicherheit durch die gemeinsamen Auftritte
von J.G. Hertzler, Robert O'Reilly und Weißbier-Fan Dwight Schultz gebildet. Die
stellten als Kollektiv ein eher explosives Gemisch dar, konnten die Fans aber auch in ihren
Einzelpanels stark erheitern. Alle drei waren übrigens wie die anderen Gaststars am
Samstag abend auch auf der Conparty anwesend. Stars und Fans tanzten zu Musik von
Britney Spears über Karel Gott und Queen bis zu Steppenwolf. Und wer nur mit den Stars
plaudern wollte, konnte das abseits tun - mit Weißbier an der Bar.
Das ist vielleicht die eher bessere Mischung von Gaststars: Die, die interessante, lustige
und schnelle Panels präsentieren. Die Galileo7-IV konnte weniger durch die großen Namen
als durch die großen Entertainer locken. Umso trauriger, dass nach den Ereignissen um die
StarEvents GmbH im letzten Jahr die Besucherzahl auf das Minimum von etwa 650 Fans sackte.
Das Congress Centrum hätte mehr geschluckt, der Hauptsaal hätte mehr geschluckt -
und trotzdem hätte all das der Stimmung im Maritim keinen Abbruch getan. Bis zum
Gedränge, das einen an die Fedcon erinnert, wäre es noch weit gewesen, und die
Weitläufigkeit, die man von der Nexus Convention aus diesem Jahr gewohnt war, war
im Maritim bei weitem nicht gegeben.
Alles in allem hatten sich die Veranstalter diesmal die Mühe gegeben, die die Convention
benötigt hat, um aus ihrem Image einer "Con der vielen Zweifel" herauswachsen
zu können: Interessante Gaststars, reibungsloser Ablauf in Sachen Autogrammstunden und
Eintrittskarten und nirgendwo Beschwerden über die Organisation. Die Galileo7-IV als
aufgegebene Convention? Weit verfehlt: Sie wuchs zum persönlichen und fan-nahen Ereignis
heran. Natürlich steht die finanzielle Lage der StarEvents GmbH auf einem anderen Blatt -
was jedoch die Convention angeht, ist Lob in diesem Jahr durchaus angebracht. Bis zum 28.
September 2001, an dem die fünfte Galileo7 - wieder im Bremer Maritim - stattfinden soll,
ist zwar noch viel Zeit, aber auf diesem Jahr lässt sich aufbauen.
Links zum Thema:
http://www.sf-radio.de
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Wie jede gängige Convention bot auch die diesjährige Galileo Con
vor allem eins: Auf den sogenannten Panels hatten die Fans Gelegenheit, ihren
Stars Fragen zu stellen, Geschichten zu hören oder (wie z.B. im Fall
von Aron Eisenberg oder J.G. Hetzler & Robert O'Reilly) einfach eine unterhaltsame
und lustige Show auf der Bühne mit zu erleben.
Im Panel von Larry und Janet Nemecek konnte man die beiden Persönlichkeiten
hinter den Star Trek-Kulissen kennen lernen. Larry Nemecek ist ein bekannter Journalist
aus dem Star Trek-Bereich, der unter anderem für die beiden Auflagen des
"TNG Compendium" und die "Star Trek FAQ Files" verantwortlich zeichnet.
Durch diese Werke hat er sein Fachwissen eindeutig demonstriert und wurde daraufhin als
fachlicher Berater für verschiedenste Projekte hinzugezogen. Derzeit ist er beim
offiziellen Clubmagazin des Star Trek-Fanclubs in den USA tätig, dem "Star Trek
Communicator". Seine Frau Janet war lange Zeit Teil des kreativen Teams bei den Studios,
und zusammen haben die beiden ein Drehbuch verkauft, das derzeit als Voyager-Episode verfilmt
wird.
Der Star Trek-Experte führte seine Panelbesucher in einer interessanten Diashow
über das Gelände der Paramount Studios und zeigte einige Dias aus den
Requisitenkammern der Serie. Die teils sehr originellen und manchmal etwas skurrilen Bilder
beinhalteten beispielsweise Ablichtungen von DS9-Schiffsmodellen, die nach
Paramount-Mitarbeitern benannt waren (z.B. die USS Currey nach Dan Currey), einen Teil einer
Kulisse, auf der sich Wortspiele mit dem Begriff 'Borg' fanden ("Humphrey BORGart"
etc.), oder die Ablichtung eines nach ihm benannten Buttons auf einer Konsole mit der
Aufschifft "LA NEM".
Die Zuschauer durften auch einige alte Hintergrundgrafiken (sog. Map Paintings) und
Requisiten wie die legendären Puppen des 'Captain Picard-Day' bestaunen. Ein
Höhepunkt war aber mit Sicherheit neben nicht verwandten Szenen aus ST IX: INSURRECTION
das äußerst knapp bemessene risianische Hochzeitskleid, das Dax und Worf bei ihrer
Hochzeit zur Auswahl hatten.
Während des Panels trat dann auch Richard Arnold auf die Bühne. Der bekannte
Trek-Experte, der mittlerweile auch zu jeder europäischen Con wie selbstverstänlich
dazu gehört, bildete im dann folgenden "Behind The Scenes-Panel" mit den
Nemeceks ein Experten-Trio, das mit seinem geballten Fachwissen jede Menge Informationen auf
die Fans regnen ließ.
Und die waren teilweise auch recht frisch und zumindest für den Teil der Besucher, die
nicht täglich im Internet ihre Dosis an Trek-News bekommen, sicherlich sehr interessant.
Man erfuhr hier einiges über die siebte Voyager-Staffel. Einige Handlungsfäden wie
die Hirogen oder den Marquee wolle man wieder aufgreifen, dafür von auf Seven of Nine
fokussierten Stories abkommen.
Richard Arnold machte die Besucher der Convention auch auf einige der bekannteren Fehler bei
Voyager aufmerksam: Das mit sechs Shuttles ausgestattete Schiff habe bereits derer
dreiundzwanzig verloren, und in Anbetracht der vielen Hyperraumsprünge und
Katapultationen durch Anomalien müsste die Voyager sowieso bereits zu Hause angekommen
sein.
Laut den Star Trek-Experten kann man mit einer Rückkehr der Voyager kurz vor dem Ende der
Serie rechnen, die aber durch einen bereits früher beginnenden Storybogen vorbereitet wird.
Interessant war auch eine Bemerkung Arnolds, in der er klarmachte: Was der Voyager jetzt
zustößt, wirkt sich dauerhaft aus. Das Schiff sei schon viel zu oft halb
zerstört und wieder repariert worden.
Abgerundet wurde dieses kombinierte Panel durch einige interessante Geschichten vom Alltag
hinter den Kulissen. So erzählte Janet Nemecek beispielsweise, wie sie versucht hatte, die
Anzahl der noch vorhandenen Photonentorpedos mit zu verfolgen. Für Fans, die weniger an
der Persönlichkeit der drei Akteure als an Informationen über die Serie und den
Alltag an den Sets interessiert waren, bot diese Veranstaltung sicherlich sehr viel.
Auch Lolita Fatjo gab in ihrem Panel einen Einblick in die Produktion von Voyager.
Sie befragte die Fans nach ihren Vorlieben. Demzufolge ist Deep Space Nine die Lieblingsserie
der meisten Con-Besucher, gefolgt von TNG, Voyager und TOS. Der beliebteste Captain ist
Jean-Luc Picard - wer hätte das gedacht.
Als Fans sie nach ihrem Stück "Ferengi Family Hour" befragten, blühte
Fatjo förmlich auf. Zusammen mit anderen Darstellern der Händlerrasse bei Star
Trek hat sie ein einstündiges Bühnenstück geschrieben, dass die
alltägliche Situation in einer Ferengi-Familie darstellt. Am liebsten hätte sie
diese Rasse in allen vier Serien gesehen, erzählte sie. Sie würden Abwechslung und
eine Menge Humor in die Handlung bringen.
Schon nach kurzer Zeit kam Max Grodenchik in das Panel und sorgte mit seiner
lockeren-humorvollen Art für Unterhaltung. Er war wohl einer der Stars, die sich im
Lauf der Convention zum Publikumsliebling entwickelt haben.
So holte Max einen Glasbehälter aus dem Backstagebereich, welcher die Aufschrift
"I am Rom´s teeth" trug. Wie von den meisten Anwesenden vermutet nahm er sich die
Zähne und befestigte sie an den seinigen. Und wie sollte es anders sein gab er einige
typische Zitate von sich, die das Publikum zum lachen brachte."Ich habe meinen Gürtel
vergessen," stellte Max in beinahe aktzentfreiem Deutsch fest, worauf er aus dem
Publikum ein grünes Shirt sowie weiße "Duff"-Socken geschenkt bekam.
Trotz Lolita Fatjo´s Einwurf, es wäre die falsche Serie, ließ er es sich nicht
nehmen, beide Kleidungsstücke anzulegen - hinter der Bühne versteht sich - und
meinte bei dieser Gelegenheit, dass er bei seinem nächsten Besuch in Deutschland kein
Gepäck mehr brauche. Dass Max neben der deutschen Sprache auch das Singen beherrscht,
bewies er, als er mit Lolita und 'Chase Masterson Light' (eine Jennifer Lien Pappfigur
mit Mastersons Bild) ein Ständchen zum besten gab.
Auf die Frage, was er als erstes tun wird, wenn er wieder zu Hause ist, entgegnete er:
"I am gonna cook some Spätzle," welche er kurz zuvor von einem Fan geschenkt
bekam.
Wie auch sein TV-Vater hielt Aron Eisenberg, der das erste Mal in Deutschland zu Gast war,
zwei Stunden später sein Panel. Der 31-jährige litt in seiner Kindheit an einer
Wachstumsstörung, was ihm seiner eigenen Aussage nach den Sprung nach Hollywood
verschaffte. "Sie haben jetzt endlich jemanden, der Kinderrollen spielen und sich legal
tot-arbeiten kann," kommentierte er die Situation. Der Anfang seines Panels war
sozio-philosophisch angehaucht, als er von seinem Kind erzählte und ergänzte, wie
wichtig es sei, Kindern ein gutes Zu Hause zu geben und für sich und seine Träume
einzustehen.
Nach diesem Exkurs kam er auch gleich auf das Thema Star Trek im Allgeimeinen und Deep Space
Nine im Besonderen zu sprechen: "Was gefällt Euch nicht an DS9?" lautete
seine Frage an das Publikum. "Der Krieg!" war die aussagekräftige Antwort
eines Fans, die allerdings nicht vom restlichen Publikum und Aron geteilt wurde. Seiner
Meinung nach haben sich die Autoren sehr um die Show bemüht und gekümmert und
darüber hinaus dem Star Trek-Universum eine neue Perspektive gegeben.
Natürlich mußte auch Eisenberg sich Fanfragen stellen, wie z.B. folgender:
"Welche Maske fanden Sie umständlicher zu tragen, die der Kazon oder
Ferengi?" - "Definitiv die Kazonmaske. Ich hatte ja einen riesigen Haarschopf
zu tragen, der aussah, wie ein Vogelnest."
Dass Aron seine lustige Seite nicht nur spielt, merkte man, als er begann, zusammen mit
einigen Fans seinen "Ferengi Love"-Tanz aufzuführen. Diese beiden Panels
gehören wohl zu den lustigsten und unterhaltsamsten der Convention waren. Man
merkte, dass es den Schauspielern eine Menge Spass gemacht hat - vom Publikum ganz zu
schweigen.
Eugene Roddenberry jr., der 1974 geborene Sohn von Gene und Majel Barrett Roddenberry,
hatte sein Panel am Samstag Nachmittag vor sehr interessiertem Publikum. Er trat -
gekleidet in Kaki-Hosen und buntgemustertem Hemd - locker vor das Publikum und hatte eine
kleine Kamera dabei, um von der Bühne aus Fotos vom Publikum zu machen "damit zuhause
überhaupt jemand glaubt, dass so viele Leute gekommen sind, um mich zu sehen".
Die Fans erfuhren, dass dies seine erste Convention in Deutschland und Europa ist, er aber in
den USA schon an ähnlichen Veranstaltungen teilgenommen hat. Er betonte immer wieder,
dass er selbst - obwohl er der Sohn des Star Trek-Erfinders ist - eigentlich nicht so viel
über Star Trek weiß. Er würde den Kontakt zu den Trekkern deshalb sehr gerne
haben, da er sehr viel von ihnen lernen könnte. "Was für ein besonderer Mann
mein Vater war, habe ich besonders von den Star Trek-Fans erfahren. Für mich war er
immer nur 'Dad'".
Star Trek-Classic hat vor seiner Zeit gelegen, und als Gene und Majel Barrett-Roddenberry an
TNG arbeiteten, hat er sich mehr für Cartoon-Shows interessiert. Die Serie war weder
für ihn, noch für die meisten seiner Schulkameraden ein Thema.
Er tritt nun aber doch seit einiger Zeit in die Fußstapfen seines Vaters: Seit vier
Jahren ist er fest angestellter Berater der Roddenberry-Serie "Earth: Final Conflict"
und achtet hier auf die technologische Konsistenz der Serie. Er sagte, er habe durch den
Namen Roddenberry das Glück, dass sich für ihn im TV- und Filmgeschäft einige
Türen leichter öffnen und er fühle sich zunächst schon bevorzugt behandelt.
Andererseits wäre es als Sohn solch berühmter Eltern danach dann aber viel schwerer
in der Branche. Es wäre nicht leicht, mehr zu sein als nur 'der Sohn', und viele Kollegen
hätten vor ihm Angst, er könne ihnen die Butter vom Brot nehmen, zumal seine
Mutter Majel Barrett auch noch in der Branche Einfluss hat. Außerdem wäre es gerade
bei 'Earth: Final Conflict' so, dass er selbst sehr stark versucht, die Visionen seinen
Vaters zu vertreten: Eine Show muss unterhalten, aber auf jeden Fall auch eine Botschaft
haben, etwas, worüber man nachdenken muss! Es sollte mehr Dialoge und weniger Action
geben. Da sei er selbst sehr kritisch und müsse vielleicht mehr Abstand bekommen, um
auch andere Ideen zuzulassen.
Eugene Roddenberry jr. berichtete außerdem über die Serie ´Andromeda`, und
erzählte abschließend von seiner eigenen Auffassung von Religion und Wissenschaft
im Fernsehen. Man solle niemanden eine Botschaft aufdrängen, wohl aber
Gedankenansätze liefern. Er selbst ist sehr froh, dass Star Trek sich nicht einseitig
verhält und Wissenschaft und Gott gegeneinander ausspielt. Jeder könne über
das Universum doch glauben, was er wolle.
In dem von SF-Radio mit ihm geführten Interview erzählte er noch etwas über
seine Familie, die eine ´typische, nicht funktionierende Hollywoodfamilie´ sei. Zu seiner
Schwester hat er keinen Kontakt und sei auch sonst ausschließlich mit seiner Mutter
verbunden, die aber auch schwierig sei (privat oft so wie Lwaxana Troi...).
Die Auftritte von Schauspieler und Stuntman Jeff Rector begannen am Samstag und Sonntag
jeweils mit einem Info-Video mit Ausschnitten aus der einzigen TNG-Folge, in der er bislang
bei Star Trek zu sehen war ("Allegiance" - "Versuchskaninchen") und aus
der "Sliders"-Folge "State of the Art", in der er zusammen mit seinem
Zwillingsbruder brutale Cops einer diktatorischen Klonwelt spielt.
Er berichtete vor wenig Publikum von den Einzelheiten seines Make-ups bei "Allegiance",
wo er ein Alien spielt, das Lebewesen fängt um mit ihnen Experimente zu treiben und dabei
auch Picard kidnappt, bis dieser den Spieß umdreht. Er sei außerdem Komparse und
Beam-Stand-In (Schablonen-Vorlage zum Auffüllen mit dem ´Flimmereffekt´) in zwei
weiteren Star Trek-Folgen gewesen.
Danach erzählte er von zahlreichen Projekten, bei denen er mitmacht, u.a. z.B. bei der im
Januar in den USA anlaufenden Fantasy-Action-Serie "Black Scorpion" und dem
Militärfilm "Firestorm rising" der ebenfalls nächstes Jahr in die Kinos
kommt. Früher hatte er die Hoffnung, einmal berühmt zu werden. Heute ist er ziemlich
verbittert über die Gebaren der Filmwelt und ihre Brutalität. Nur etwa 6% der
Schauspieler könnten von ihrer Arbeit in der Filmstadt leben. Er selbst gehört
leider nicht dazu und muss neben seinen Kleinrollen allerlei Jobs betreiben (PC-Game-Videos,
kellnern etc).
Man merkte Jeff Rector deutlich an, dass er sich auf der Convention unwohl und deplaziert
fühlte. Das Publikum mied ihn, und als Eugene Roddenberry jr. ihn beim zweiten Panel
netterweise unterstützen wollte, gingen alle Fragen nur noch an ihn. Schade, denn Jeff
Rector hätte bestimmt einige - wenn auch nicht nur charmante - Einblicke in die Filmwelt
liefern können.
Die Szenen im Intro-Film von Marina Sirtis (ST:TNG Troi) waren mit dem Song 'Barbie
Girl' von 'Aqua' unterlegt. Dann kam sie voller Energie in schwarzen Plastik-Hosen und
ärmellosen Top auf die Bühne gefegt und absolvierte ihre schon bekannte Marotte:
Sie posierte einige Minuten für die Kameras, und verbat sich danach jegliche Blitzlichter
im Saal.
Sie erzählte ihre Lieblingsstory über ihr Hündchen Skilagi (griechisch
für ´kleiner Hund`), der am Set von Brent Spiner, Jonathan Frakes und Michael Dorn
nicht gerade wirklich nett behandelt wurde (Brent Spiner soll ihn aus Spaß einmal in
die kalte Microwelle gesperrt haben). Ein Hündchen würde wohl auf ´Machos´
lächerlich wirken. Dabei könne Marina Sirtis nur allen Jungs, die ein Mädchen
suchen raten, sich einen kleinen Hund anzuschaffen. Mädchen würden den kleinen Hund
extrem süß finden und auf jeden Fall ankommen, um ihn zu streicheln. Dann
könnte man sie fragen: "Hey, wie ist dein Name, deine Telefonnummer?` Jungs
müssten noch viel über Mädchen lernen!
Sie selbst hat stets versucht mit der Rolle der Deanna Troi zu beweisen, dass es möglich
ist als Frau gleichzeitig stark, intelligent und feminin zu sein. Das seien keine
Widersprüche, und sie sei stolz darauf, dass sie gelegentlich von Müttern gesagt
bekommt, Deanna Troi sei ein fantastisches Vorbild für ihre Töchter. Leider aber
seien die TNG-Drehbücher häufig nicht auf ihr Potential eingegangen und hätten
sich lange Zeit nur damit beschäftigt, ständig ihre Uniform zu ändern.
Über die Evolutionsgeschichte ihre Kostüme, die mit dem 'Cosmic-Cheerleader'-Teil
aus dem TNG-Pilotfilm begann, erzählte Marina Sirtis ausgiebige Details und sprühte
dabei vor Sarkasmus und Selbstironie. Auch amüsierte sie sich über so manch
albernen Dialog, den die Autoren ihrer Rolle in den Mund gelegt haben (z.B. wenn sie
plötzlich mit Technobabbel ausgerechnet Data belehren musste).
Von ihrem Leben außerhalb Star Trek erfuhren die Fans eher wenig. Sie würde ihre
Freunde in Griechenland sehr vermissen, englisches Essen ebenso und eine "vernünftige
Großstadt" herbei sehnen. Los Angeles sei nur eine Ansammlung von Dörfern
und wäre nichts für sie. Allerdings wäre sie sehr froh, ab und zu bei
"Voyager" mit spielen zu können. Es sei ein Gefühl wie Nach-Hause-Kommen,
wenn sie plötzlich auf den selben Soundstages wieder mit dem selben technischen Team wie
zu TNG-Zeiten zusammen arbeiten könne.
Für Star Trek 10 wünscht sie der TNG-Crew einen starken, epischen und heroischen
Abgang. "Schließlich waren wir die beste Crew von allen!" sagte sie, um
dann augenzwinkernd hinzuzufügen: "Aber das sagt natürlich jedes Team von
sich!"
Es wurde als ein grandioses Ereignis angekündigt - und das war es auch:
Das Dreier-Panel von Dwight Schultz, J.G. Hertzler & Robert O'Reilly
steigerte sich von den Simpsons bis hin zu Shakespeare. Zu Beginn erschienen Bart und
Homer Simpson auf der Bühne. Unverkennbar verbarg sich aber darunter das
unschlagbare Zweierteam J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok) und Robert O'Reilly (ST:TNG Gowron).
Die meisten Fragen gingen erstaunlicher Weise an den Darsteller des beliebten Charakters
Barclay bzw. auch des Murdocs vom legendären A-Team. Während der eher ruhige
Schultz ausgiebig von alten A-Team-Zeiten plauderte, bot Hertzler einem Fan 10 Mark, falls
dieser die A-Team-Titelmelodie summen würde. Der Besucher nahm an und kurz darauf sang der
halbe Saal inklusive Schultz das altbekannte Lied. Schultz bezeichnete sich
übrigens als Mensch, der eher wie Barcley ist und lieber so wie Murdoc sein möchte.
Hertzler und O'Reilly, ohne deren Mithilfe die ganze Convention wahrscheinlich gar nicht erst
statt gefunden hätte, langweilten sich derweil im Hintergrund der Bühne und
begannen mit amüsanten Schattenspielen - das freute die Fans und deren Lacher wiederum
den ahnungslosen Schultz. Aber auch den beiden Klingonendarstellern wurden dann doch noch
einige Fragen gestellt. J.G. erzählte zum Beispiel, dass er immer dachte, das Schlimmste
Make-up in Star Trek sei das der Klingonen: "Bis ich einmal eine Hirogen-Maske getragen
hatte!" Diesen spielte er in einer Voyager-Folge, wobei er in der Maske rund 90 Minuten
länger benötigte als sonst. Robert O'Reilly wurde dann gebeten Shakespeare zu
zitieren, was er auch in einer großartigen Art und Weise vorführte.
Hertzler und O'Reilly gaben noch ein zweites Panel, das ebenfalls wie eine Bombe im Saal
einschlug. Das dynamische Duo führte kleine Sketche vor und das Publikum jubelte. Ohne
diese beiden Schauspieler, die übrigens immer wieder ganz zwanglos durch das Hotel
liefen, wäre die Galilio 7 garantiert nicht, das was sie ist: Ein Fest für alle
Star Trek und besonders alle Klingonen-Fans.
Links zum Thema:
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Gaststars von FedCon 9 und NexusCon.
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Mit René Auberjonois (ST:DS9 Odo) und Alice Krige (ST:VIII Borg Queen)
haben die Veranstalter der NexusCon für das kommende Jahr bereits die ersten
Schauspieler unter Vertrag nehmen können.
Auch die Leitung der FedCon teilte ihre Gästeliste mit:
Levar Burton (ST:TNG LaForge)
Robert Beltran (ST:VOY Chakotay)
Jennifer Lien (ST:VOY Kes)
Nicole de Boer (ST:DS9 Ezri Dax)
Terry Farrell (ST:DS9 Jadzia Dax)
Ted Raimi (Joxer aus Xena)
Von Flores (Sandoval aus Earth Final Conflict)
Richard Arnold
Die Federation Con 9 wird vom 6. - 8. April 2001 im Maritim Hotel in Bonn
stattfinden.
Links zum Thema:
http://www.nexuscon.de
http://www.fedcon.de
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DS9 in Buchform.
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Es wird eine neue Serie von Romanen geben, die die "Star Trek: Deep
Space Nine" - Saga fortsetzen werden. Beginnen wird die Reihe mit dem
im Mai 2001 erscheinenden Zweiteiler "Avatar". Die Serie ist drei Monate
nach dem Ende von DS9 angesiedelt und wird vorrangig von der neuen Crew der
Raumstation handeln.
Buch Drei und Vier sind auch schon angekündigt und mit dem Namen "Abyss"
versehen worden. Dort soll es unter anderem ein Wiedersehen mit Sektion 31
geben. Ein weiterer Zweiteiler von J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok) ist geplant,
welcher sich mit den Problemen im klingonischen Reich nach dem
Dominion-Krieg beschäftigt. Hertzler gab auf der Galilieo 7 Convention allerdings
bekannt, dass er leider noch kein einziges Wort geschrieben hätte, versprach aber,
er würde sich "bald daransetzen".
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Spock vs. Q, Teil II.
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Botschafter Spock und Q werden wieder aufeinander treffen - zumindest in
einem weiteren Audiobook, das von den Leonard Nimoy und John De Lancie
produziert und gesprochen werden wird. "Spock vs. Q : Did I Say That
?", so der Titel des Projektes, ist als Fortsetzung des recht erfolgreichen
ersten Audiobooks der beiden gedacht, welches unter dem Titel "Spock Vs
Q : Armageddon Tonight" bekannt ist.
Als Erscheinungstermin für dieses neue Projekt wurde Dezember 2000
genannt. Produziert wird das Ganze von der Firma "Alien Voices" in
Zusammenarbeit mit Simon and Schuster AudioWorks.
Links zum Thema:
http://www.alienvoices.com
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Tim Russ im Interview.
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ACHTUNG: Die folgende trekBEAT-Meldung enthält Informationen über eine
bisher nicht ausgestrahlte Voyager-Episode. Bitte klicken Sie hier,
um zur nächsten Meldung zu gelangen.
Während eines Interviews mit Benjamin Winn vom "Trekker Newsletter" sprach
Tim Russ (ST:VOY Tuvok) über seine neue CD und seine Arbeit bei "Star
Trek: Voyager", und er enthüllte auch den Titel einer neuen Episode,
"Repentance". In "Repentance" transportiert die
Voyager einen gefährlichen Kriminellen, für den sich Seven of Nine zu
interessieren beginnt. Gemäß Russ soll die Episode zeitgemäße
Themen wie beispielsweise die Todesstrafe aufgreifen - aber lesen Sie doch einfach selbst.
Benjamin Winn: Kannst du uns etwas über den angekündigten
Veröffentlichungstermin deiner neuen CD sagen?
Tim Russ: Die CD wurde am 01.Mai 2000 veröffentlicht und wird unter dem
Label von "Crescendo Records" vertrieben. Ich mache das Projekt
zusammen mit Neil Norman, der ein Miteigentümer dieser Firma ist. Ich habe
fast ein Jahr an der CD gearbeitet, die komplett live aufgenommen wurde. Die
Musiker sind J. Palmer - Bass, Dave Carr - Keyboard, Kevin Karamitros -
Drums, Bill Burchel - Keyboards, Bruce Geary - Drums, und Neil Norman an der
Gitarre. Ich selbst spiele die Rhytmusgitarre und singe.
BW: Wo können Fans diese CD kaufen? Online?
TR: Die Fans können die CD auf meiner Webseite
www.timrusswebpage.com oder bei GNP
(www.crescendo.com) bekommen, und auch bei
verschiedenen Musikgeschäften.
BW: Wie war es, sieben Jahre lang ein Teil der Voyagerbesatzung
zu sein? Bist du froh darüber, dass die Star Trek-Saga so viele Jahre
weiterging und du ein Teil davon sein konntest?
TR: Es war eine ziemliche Erfahrung, ein Teil von Star Trek zu sein.
Ich erkannte irgendwann, dass ich ein Erbe angetreten hatte, bei dem ich eine
dreißigjährige Tradition fortsetzen musste.
BW: Ist es für dich momentan inspirierend, einmal anders
handeln zu können als es dein Charakter normalerweise macht? Beispiele sind
diesbezüglich die Episoden "Riddles" und "Repression".
Wird es auch noch weitere Episoden geben, bei denen Tuvok im Mittelpunkt steht?
Tim Russ: Ich habe es genossen, mit dem Filmteam und der Crew an der Serie
zu arbeiten; sie sind alle sehr talentierte und spaßige Leute. Die
Dreharbeiten an einem einstündigen Drama können aber irgendwie ermüdend
und auch erschöpfend sein. Es ist schwer, etwas außerhalb der Serie zu
planen, da man seinen Drehplan erst eine Woche vor den Dreharbeiten bekommt und er
sich in der letzten Minute auch wieder ändern kann. Als Schauspieler muss ich den
selben Charakter Jahr ein, Jahr aus spielen, was die Kreativität doch sehr
hemmen kann.
Als Durchbruch für meine Karriere ist es unschätzbar, und ich hatte die
Möglichkeit, auch in anderen Bereichen der Produktion zu arbeiten, vom
Regieführen bis hin zum 'Voice-over', was ein Resultat davon ist, dass ich eben an
der Serie beteiligt bin.
Es ist immer eine interessantere, um nicht zu sagen brutalere Woche, wenn
mein Charakter in einer Folge im Mittelpunkt steht. Ich mag die Möglichkeit,
aus dem normalen Charakterprofil von Tuvok zu flüchten, wann immer ich auch
dazu in der Lage bin. Doch ich denke nicht, dass es sehr klug ist, dies zu
oft zu machen. Und ja, es wird weitere Tuvok-Episoden geben, bevor die Staffel
zu Ende ist.
BW: In einem anderen Interview enthüllte jemand, dass du bei
den Dreharbeiten Slipper trägst, wenn du hinter einer Konsole stehst. Wie ist
es eigentlich, diese Sternenflottenstiefel zu tragen?
TR: Eigentlich sind die Stiefel, die ich momentan trage, sehr
bequem. Manchmal muss ich mich aber sehr schnell umziehen, und da geht es mit den
Slippern einfach schneller. Ich kann das ja wirklich nur machen, wenn ich an
einer Konsole arbeite. Manchmal geschieht es auch, dass niemand von uns
Schuhe bei den Dreharbeiten trägt, da sie Einfluss auf unsere Größe bei den
Dreharbeiten haben.
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Mulgrew redet Tacheles.
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In der Dezemberausgabe des "Starlog Magazine" findet sich ein Gespräch
zwischen Ian Spelling und Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway), in dem die
Schauspielerin über ihren Einfluss auf den Charakter Janeway, über den Mangel
an echten Janeway-Folgen im ersten Teil der neusten Staffel und über einige andere
Voyager-Schauspieler spricht.
Am vielleicht interessantesten ist wohl Mulgrews Antwort auf eine Frage
nach Robert Beltran (ST:VOY Chakotay) und seiner öffentlichen Kritik an der
Serie.
"Im Verlauf einer siebenjährigen Laufzeit", so Mulgrew, "ist es extrem
schwierig, alles die ganze Zeit über wahnsinnig spannend zu halten. Deshalb
wird es zur persönlichen Chance der Schauspieler, die Begrenzung, die Schranke
anzuheben. Wenn gewisse Schauspieler sich dazu entschließen, das nicht zu
tun, dann ist das ihr Problem, würde ich sagen. Man kann jede Zeile, jeden
Augenblick nehmen und ihn vergolden. Das ist eine Entscheidung. Es ist einfach,
in eine Art Lethargie zu fallen. Ich selbst habe das nie getan. [...] So
wie wir bezahlt werden, verstehe ich ein solches Verhalten nicht."
Auch über Jeri Ryan (ST:VOY Seven) und das unwichtiger werdende Verhältnis
zwischen Janeway und Seven hat Mulgrew einige Worte verloren:
"Ich denke, sie machen das immer weniger über mich. Sie versuchen, Wege zu
finden, wie sie Sevens Menschlichkeit ausdrücken können. Sie ist eine Art
Ein-Noten-Charakter, Seven of Nine, und mit nur dieser einen Note würde jeder
Schwierigkeiten haben, eine Symphonie zu schreiben. Die ganze Sache mit
Seven of Nine ist immer eine ganz klare Marketing-Entscheidung gewesen und
zwar, wie man sieht, eine erfolgreiche."
Wie Mulgrew auch erwähnt, nimmt nicht nur die Präsenz des
Seven-Janeway-Verhältnisses in der siebten Staffel ab. Es sind auch keine reinen
Janeway-Folgen in naher Zukunft zu finden.
"Ich werde jetzt nur noch selten stark in den Vordergrund gerückt. [...]
Das ist etwas, das tatsächlich über die letzten zwei oder drei Staffeln
hinweg geschehen ist. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber es gibt nicht viele
Janeway-Episoden, die man vorzeigen könnte. Ich bin nun ganz klar der Captain
geworden, der das Schiff am Laufen hält. Weil der Charakter offensichtlich der
Anker des Schiffes ist, muss sich nicht jede Folge um ihn drehen, und ich
mag das sogar lieber, um ehrlich zu sein. Ich kann mich nicht zu sehr an das
erinnern, was ich letztes Jahr gemacht habe, ohne nachzuschauen."
Darüber hinaus meinte Mulgrew, dass ihr die zwei Folgen, die in der Fair
Haven-Siedlung angesiedelt sind, nicht sonderlich wichtig sind, aber sie
mochte sowohl "Equinox" als auch "Repression". Sie war sichtlich
nicht besonders glücklich mit "Fury", die Folge in der Jennifer Lien
(ST:VOY Kes) einen erneuten Gastauftritt hatte. Zumindest ist es schwierig für sie,
darüber zu reden. Mulgrew zufolge schien Lien sich beim Drehen unwohl zu fühlen,
und Mulgrew selbst sagte, sie wisse nicht, warum Lien sich entschieden habe
zurückzukommen, oder warum die Produzenten das wollten. Dennoch schätzt
Mulgrew die sechste Staffel als ziemlich gut ein:
"[Vom kreativen Aspekt her] war ich sehr zufrieden mit Staffel sechs. Ich
fühlte eine Art von kreativer Entspannung, die zuvor nicht da war. Meine
Kontrolle über Janeway ist jetzt vollständig. Ich habe eine echte Freiheit von den
Beschränkungen, die ich vorher gefühlt habe und die mir die Arbeit sehr
schwierig machten. Ich denke da an den Versuch, Janeway durch die Autoren zu
definieren oder das Vermächtnis zu begreifen, ein Star Trek-Captain zu sein.
Das alles ist nun vorbei, und ich kann einfach Kathryn Janeway portraitieren."
Sie fährt fort: "Der beste Teil daran ist, dass ich Voyager als einen
Workshop für mich betrachten kann. Ich kann die Möglichkeiten ausschöpfen und
das tue ich auch freimütig, denn ich bin eine Schauspielerin, die kurz davor
steht, wieder auf die Bühnen der Welt losgelassen zu werden. Deshalb nehme
ich Risiken auf mich, wenn auch feinsinnig, und benutze jeden Tag als eine
Chance, mich einem Neuanfang zu nähern. Während vieler Jahre bei Voyager war
ich streng an den Schreibstil [der Autoren] gebunden, bis hin zu den Pausen,
den Augenblicken. Das habe ich über Bord geworfen. Ich versuche, Janeway so
zweckmäßig und wahrheitsgetreu wie möglich zu machen. Das ist meine Art, dem
Charakter am Ende entgegenzutreten."
Mulgrew schließt das Thema mit der Bemerkung ab, dass sie immer dann
innehält, wenn sie bemerkt, dass sie Janeway auf alte Art und Weise spielt, und
dass sie in der Tat die Action minimiert hat, um Janeway wesentlich mehr wie
Mulgrew selbst werden zu lassen.
"Macht das Kate Mulgrew zu Kathryn Janeway oder Kathryn Janeway zu Kate
Mulgrew? Letztlich ist es eine perfekte Ehe zwischen beiden."
Im Rest des englischsprachigen Interviews, das auf
http://trekbbs.com/ubb/Forum19/HTML/001289.html
zu finden ist, redet Mulgrew auch darüber, was sie tun
würde, wenn die Genevieve Bujold treffen würde - die Schauspielerin, die
die Janeway-Rolle innehatte, bis sie sich während der Dreharbeiten zu "Der
Fürsorger" entschloss, dass das nicht der richtige Job für sie sei.
Außerdem blickt Mulgrew auf "Unimatrix Zero" zurück und
drückt auch noch einmal ihren Wunsch aus, Janeway in der letzten Folge bei
einem mutigen Versuch, die Crew nach Hause zu bringen, sterben zu lassen. Dennoch
sagt sie auch, dass sie es nicht völlig ausschließt, in Star Trek-Filmen
mitzuspielen oder je wieder als Janeway zurückzukehren.
"Science Fiction erlaubt alles. [...] Ich würde alle diese Hintertüren
weit offen lassen, aber ich denke, ich würde diesen Part der Voyager-Reise
gerne mit etwas enden lassen, das aussagt: 'Ich habe von Anfang an verstanden,
dass ich, die ich uns hauptsächlich in diese Lage gebracht habe, die Aufgabe
hatte, das um jeden Preis wieder in Ordnung zu bringen.'"
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NBC zeigt Interesse an Serie V.
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Der amerikanische Fernsehsender NBC zeigt laut Hollywood Reporter
Interesse an der in Entstehung begriffenen fünften Star Trek-Serie. Ein
Pressesprecherin erklärte am Dienstag: "Wenn eine neue Star Trek Serie
produziert wird, ist NBC auf alle Fälle daran interessiert."
Damit würde das Star Trek-Franchise dahin zurückkehren, von wo es gekommen
ist - die originale Serie lief 1966 auf NBC.
Aber auch andere Networks zeigen Interesse: Der Sender Fox hat vor einigen
Monaten Informationen eingeholt und UPN, das derzeit Voyager zeigt, sowie
CBS, das ebenso wie Paramount, die Produktionsfirma von Star Trek, eine
Viacom-Tochter ist. Als Alternative dazu könnte die neue Trek-Inkarnation
natürlich ebenso wie TNG und DS9 in Syndication laufen....
Links zum Thema:
http://www.hollywoodreporter.com/television/index.asp
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Masterson verklagt Web-Dating Service.
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Chase Masterson (ST:DS9 Leeta) hat
den Web-Dating-Service www.Matchmaker.com sowie dessen Muttergesellschaft
Lycos verklagt. Laut Inside.com habe der Service von ihr ein Profil auf der
Site veröffentlicht und dieses auch nicht entfernt, nachdem Masterson dem
Service mitgeteilt hatte, dass es sich offensichtlich um ein Fake handelt. Als
Grund nannte Matchmaker.com, sie sei nicht die Person, die das Profil dort
gepostet habe. In dem Profil heißt es, die Darstellerin suche
"One-Night-Stands", die "hart und dominant in mehr als einer
Hinsicht" seien. Laut Inside.com wurde Masterson genau durch die Person, die
das gefälschte Profil online gestellt hatte, auf diesen Text aufmerksam gemacht.
Matchmaker und Lycos haben diese Vorgänge bisher nicht kommentiert.
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Trailer zu neuem Shatner-Film.
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Der Trailer zum Film "Miss Congeniality" wurde nun auf der offiziellen
Website des Kinofilms online gestellt. In diesem Film spielt neben Sandra
Bullock und Michael Caine auch William Shatner (ST:TOS Kirk) mit. Unter
http://www.misscongeniality.net
kann man sich den Trailer ansehen, der in drei verschiedenen Versionen vorliegt,
die sich in der Qualität und der Größe der Datei
unterscheiden. "Miss Congeniality" wird am 22. Dezember diesen Jahres in
die US-Kinos kommen.
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TNG auf DVD: Zu früh gefreut?
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Paramount Deutschland scheint mit "The Next Generation" auf DVD andere
Pläne zu haben als Paramount in den USA. Während laut AreaDVD bereits im
Mai 2001 die erste TNG-Season hierzulande auf DVD herauskommen soll,
berichtet die Site www.thedigitalbits.com
mit Berufung auf eine Quelle bei Paramount USA, dass mit TNG auf DVD in
Deutschland/Europa nicht vor dem 3. oder 4. Quartal zu rechnen sei. Unklar sei zur
Zeit außerdem, ob pro DVD drei Episoden enthalten sein werden oder ob gleich
Box-Sets mit jeweils einer Season pro Set erscheinen werden.
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(Zurück zum Inhalt)
Dwight Schultz (ST:TNG Barclay) ist einer der Nebendarsteller bei Star Trek, die sich trotz
ihrer vergleichsweise kleinen Rollen einer sehr großen Beliebtheit bei den Fans erfreuen. Auf
der Galileo 7-IV Convention unterhielt sich ein Team des Corona Magazine mit dem Schauspieler.
CM: Barclay erschien nur in wenigen Episoden der Serie, hat aber einen erstaunlichen Einfluß
auf das Fandom. Wie erklären sie sich das, Mr. Schultz?
DS: Ich glaube, er ähnelt einem Trekker. Er ist nicht perfekt. Und deswegen entdeckt ihn jeder
Zuschauer in sich wieder - er hat all die kleinen Ängste des Durchschnittsmenschen, und seien
wir doch mal ehrlich: Kein anderer Star Trek-Charakter hat solche Ängste oder Probleme. Barclay
ist eben einfach wie wir alle, und darin liegt in meinen Augen die Brillianz Gene Roddenberrys
und der Autoren. Eines Tages haben sie einfach gemerkt, dass sich in der Serie keine normalen
Charaktere fanden. Und die Zuschauer identifizieren sich also mit genau diesem Normal-Sein.
CM: In der Episode "Hollow Pursuit" spielen sie einen Mann, der seine eigene Traumwelt im
Holodeck aufgebaut hat. War das eine Art Widmung an die Star Trek-Fans, vielleicht gar eine
Art Kritik?
DS: Nein, das denke ich nicht. Es war im Gegenteil eher eine Hommage an die Trek-Fans. Denn
sie müssen wissen: Die Produzenten und Autoren bei Star Trek investieren viel Zeit darin,
sich mit ihren Fans auseinander zu setzen, sicherzustellen, dass die Serie den Fans gefällt.
Sie sind immer darauf bedacht, keine Fehler zu machen - auch wenn sie genau wissen, dass
solche Fehler natürlich auftreten, und dass den Fans so etwas auffällt. Sie versuchen, sich
an die Gesetze zu halten, die sie selber in ihrer Welt aufgestellt haben, es ist eine Art
intelektuelles Spiel [zwischen Fans und Autoren], von dessen Existenz sie sich sehr bewußt
sind. Ein Schauspieler kann ohne Erlaubnis keine Zeile seines Textes oder des Scripts ändern.
Und diese Erlaubnis bekommt er normalerweise nur dann, wenn er einen Grund nennen kann,
meistens den Einfluss der Änderung auf den Gesamteindruck des Drehbuchs. In der Episode, die
ich gerade abgedreht habe, "Inside Man", mussten wir beispielsweise eine der letzten Szenen
neu drehen, weil Rick Berman und die Produzenten der Meinung waren, das ursprüngliche Ende
'ginge zu weit', schieße über sein Ziel hinaus. Darum haben wir es neu gefilmt und so
sichergestellt, dass es in ihren Augen akzeptabel ist. Und das ist nun wirklich eine Hommage
an die Fans. In "Hollow Pursuits" ging es meiner Meinung nach um den Durchschnittsmenschen
mit seinen Träumen und Ängsten. Ich selbst verbringe einen Großteil meiner Zeit damit, mir
selbst Dinge vorzunehmen, die ich nicht tun werde. Und ich denke, das ist Barclay - das sind
wir letztendlich alle.
CM: Wie würden Sie sich und ihr Leben mit wenigen Worten umreißen? Wer ist Dwight Schultz, der
Mann hinter Reginald Barclay?
DS: Wer ich bin? Ich bin Barclay sehr ähnlich. Ich bin einerseits extrovertiert, aber
andererseits auch introvertiert. Mir fehlt in einigen Bereichen einfach das Vertrauen.
Ich bin sehr leidenschaftlich, und das kann manchmal schnell zu Ärger führen. Und wenn
ich mich ärgere, werde ich sehr redselig. Aber manchmal - vor allem wenn ich Menschen
zum ersten Mal treffe - bin ich sprachlos, kann an nichts vernünftiges denken, stammle.
Auf Parties gehe ich beispielsweise oft zur nächsten Wand und bleibe dort stehen und
verstecke mich. Ich mag Publicity und Menschenmengen nicht, gehe eigentlich auch kaum auf
Feiern, bin politisch sehr konservativ, was mich in Hollywood zum Außenseiter macht. Und
viele meiner Interessen liegen im technologischen Bereich. Computer, Wissenschaft, Elektronik
faszinieren mich. Eine Internetseite habe ich aber nicht. Das wäre für mich zu schwierig,
dazu schätze ich meine Privatsphäre zu sehr. Ich mag das Internet, weil ich dort sozusagen
absorbieren kann ohne selbst etwas von mir preisgeben zu müssen. Chats liegen mir dabei aber
kaum, auch wenn ich schon zu einigen eingeladen wurde und auch teilgenommen habe.
Diskussionsforen hingegen liebe ich. Ich lese gerne die intellektuellen Dispute, die dort
geführt werden, und die sich in diesem geschriebenen Stil sehr klar entfalten. Und ich mag es
sehr, dass im Internet alles detailliert behandelt wird. In den älteren Medien war das nicht so.
CM: Thema Zukunft. Gene Roddenberry hat ein sehr positives Zukunftsbild entwickelt. Wie
stellen sie sich die Zukunft vor?
DS: Ich denke, einer der Hauptgründe für den Erfolg von Star Trek ist diese positive
Perspektive. Wir benötigen so etwas, müssen wissen, dass wir überleben können, dass es einen
Unterschied zwischen Recht und Unrecht gibt, und dass wir positiv denken und auf diese Ideale
hin arbeiten müssen. Und eben diese positiven Bilder erhalten wir in Roddenberrys Serie. In
der Realität stecken wir aber immer noch tief in Problemen, wie unsere Vorfahren auch. Star
Trek ist idealistisch. Aber: Wir leben in einer wundervollen Zeit, aber zukünftige Generationen
werden wieder erleben, was unsere Vorfahren erlebt haben, auf andere Art und Weise.
CM: In Pathfinder standen sie wieder mit Marina Sirtis vor der Kamera. Sind sie im echten
Leben befreundet?
DS: Ja, wir sind sehr gute Freunde. Wir verstehen uns gut, können gute und interessante
Konversationen führen. Das ist anscheinend so, seitdem ich sie geküßt habe [lacht]. Im Ernst:
Ich glaube, Barclay wurde auch dadurch bekannt, dass er Marina Sirtis in seiner ersten Episode
geküßt hat.
(Zurück zum Inhalt)
Optimistisch gingen die Besucher der Galileo 7-IV Convention in das Wochenende vom 3.11.2000
bis zum 5.11.2000. Zwar war die Absage der "Ärzte", also der Schauspieler derselben in den
Serien DS9, Voyager und TNG, für die Fans bedauerlich, doch waren diese auch sehr an den
"Ersatzstars" interessiert, wobei ihnen Jeff Rector, der in der TNG-Episode
"Das Versuchskaninchen" mitspielte, weitestgehend unbekannt war.
"Wenn man dem die richtigen Fragen stellt, kriegt man auch interessante Antworten",
sagte mir eine als Cardassianerin verkleidete Dame und Cardassianer - das weiß jeder - sind
ja für ihre sehr produktiven Verhöre bekannt.
Doch was ist eigentlich die Motivation eines Star Trek Fans, auf eine solche Convention zu
gehen und 200,- DM allein für den Eintritt, sowie nochmal ungefähr 350,- DM für Unterkunft
und Verpflegung auszugeben? "Die Atmosphäre", bekam man oft zu hören, alte Bekannte und
Freunde kann man treffen und natürlich: Einmal den Stars ganz nah sein. "Ja, das lohnt sich
ungemein!"
Einige Besucher waren uniformiert oder trugen Kostüme. "Ich mache das, weil ich den Traum
von Star Trek ausleben will", sagte mir ein Mann in roter Uniform. Ein anderer begnügte sich
nur mit Rangpins am Kragen und einem Kommunikator auf seiner schwarzen Weste - nicht, weil er
keine Uniform tragen wolle, vielmehr fehle "das Geld".
Wann hatten sich die Fans eigentlich die Karte gekauft? Eine sehr interessante Frage - kamen
doch Anfang dieses Jahres Zweifel auf, ob die Galileo7 überhaupt stattfinden würde. Sehr viele
hatten sich die Karten bereits auf der letzten Galileo7 in Berlin oder ein paar Monate später
gekauft. Auch auf dieser Con entschieden sich einige Besucher schon Karten für das nächste Jahr
zu kaufen, ohne sicher zu sein, ob eine Galileo7-Convention dann überhaupt stattfinden und wer
die Gäste dort sein würden. Aber der erfolgreiche und bis auf Kleinigkeiten
wirklich reibungslose Ablauf der Convention hat wohl viele Fans davon überzeugt,
dass sich die Galileo7 endlich wieder auf einem aufsteigenden Ast befindet.
Das Maritim-Hotel in Bremen wurde allgemein als Veranstaltungsort gelobt und auch, dass es
sich um eine eher kleine, also weniger volle, Convention handele, sei nur positiv. "Das
Gedränge wäre nicht auszuhalten gewesen". Und sicherlich hat die fast schon
familiäre Atmosphäre, die sich vor allem während der Con-Party am
Samstag Abend zeigte, ihren Teil zur Zufriedenheit der Besucher beigetragen.
Alles in Allem können die Convention-Teilnehmer auf ein positives Wochenende
zurückblicken.
(Zurück zum Inhalt)
Larry Nemecek arbeitet nicht direkt bei oder für Star Trek, aber
"um die Serie herum", wie er es selbst beschreibt. Als Autor
beider Auflagen des TNG-Compendiums hat er sein Wissen um Star Trek und
sein Talent als Journalist erfolgreich unter Beweis gestellt. Seit dem
ist er Editor des "Star Trek Communicator", des Magazins des
offiziellen Fanclubs in den USA. Seit 1996 war er außerdem als
Autor und Photo-Editor für die "Star Trek FAQ Files" tätig,
des weiteren war er an einer Vielzahl an Hintergrundrecherchen für die
"FAQ Files" beteiligt und ist so zu einem bekannten und vielgefragten
Star Trek-Experten geworden.
Er arbeitete ebenso für die "Star Trek World
Tour" und die "Star Trek Experience" in Las Vegas
und wurde neulich erst von der BBC als fachlicher Berater für
eine Sendung über Patrick Stewart angeheuert. Auch hat er bereits für
Star Trek selber Nachforschungen betrieben, und seine Frau und er haben bereits
ein Drehbuch an Paramount verkauft, das in diesen Tagen verfilmt wird.
"Ich würde gerne gerne noch einmal wirklich der Journalist sein, der über
Dinge berichtet. Aber derzeit mache ich einfach zu viel andere Sachen, um noch journalistisch
tätig zu sein. Mir hat es immer Spaß bereitet, im Gespräch mit den
Schauspielern, der Technikcrew, den Produzenten und Autoren zu sein. Mir gefällt es
aber auch sehr, an Projekten mitzuarbeiten, bei denen Menschen mit Fachwissen über
Star Trek benötigt werden. Wie beispielsweise die 'Experience' und die 'World Tour'.
Und natürlich ist es sehr aufregend für mich, endlich einmal meinen Namen im
Abspann einer Episode zu sehen. Es ist übrigens auch sehr schön, Freunde zu haben,
denen man zur Veröffentlichung eines Drehbuchs verhelfen konnte. Ich freue mich n
atürlich auch darüber, mit dieser Sache etwas Geld verdienen zu können, aber
auch, einfach irgendwie dabei zu sein und dazu zu gehören."
Wenn Star Trek nach der siebten Staffel von Voyager komplett eingestellt würde,
würde Larry Nemecek sich beruflich wieder anderen "langweiligeren" Bereichen
zuwenden: "Ich würde vielleicht als Herausgeber im Non-Star Trek-Bereich arbeiten.
Ich habe das zehn Jahre lang in Oklahoma bei einer Zeitung gemacht, bevor wir nach Los
Angeles gezogen sind." Vielleicht würde er sich aber auch eher seinen Hobbies
zuwenden. "Ich könnte etwas in Richtung Musik machen, oder ganz andere Sachen,
die mir gefallen. Irgendwann möchte ich gerne mal ein Buch schreiben, in dem es nicht
um Star Trek geht. Vielleicht eine Reisedokumentation. Wir werden sehen. Aber wenn es um
das Verdienen des Lebensunterhalts geht, würde ich warscheinlich im Bereich des
Journalismus bleiben."
Als Berichterstatter und Berater hat Larry Nemecek drei der vier Star Trek-Serien kommen
und wieder gehen sehen und charakterisiert die Entwicklung von Star Trek folgendermaßen:
"Jede der Serien war eine Reaktion auf die vorhergehende. TOS war natürlich Gene
Roddenberrys Originalidee, aber sogar diese war in gewisser Weise eine Reaktion auf die
Gesellschaft der 60er Jahre. Das Fernsehen war damals gleichsam zensiert, und er wollte
über Probleme sprechen und dabei noch unterhalten. Der einzige Weg hierzu führte
über bunte Aliens und verrückte Planeten."
"Bei TNG kam Paramount auf Gene zu, und er wollte beweisen, dass er die Serie neu
erschaffen konnte, dass sie nicht nur ein kurz aufflackerndes Licht am Fernsehhimmel
gewesen war. Aber er wusste natürlich, dass es einige Dinge gab, die er ändern
musste. Das hat man bei TNG realisiert. Man machte die Menschen etwas perfekter, sie wissen
schon, Scotty hatte immer viel getrunken, Kirk hatte jede Woche eine andere Frau und so weiter.
Das Schiff sollte nicht jede Woche auf irgendeine Art und Weise Schaden erleiden. Dann aber
war man der Meinung, TNG sei zu perfekt geworden. Also wurde DS9 dunkel und zwielichtig.
Voyager stellt in gewisser Weise eine Rückkehr zur Originalserie dar, allerdings in
einer völlig fremden Umgebung. Das war natürlich hart, weil der ganze etablierte
Hintergrund, die Rassen und Kulturen, weg fiel. Für die nächste Serie sucht man
nach etwas Neuem, das aber auch vertraut ist, etwas frischem, das aber noch Star Trek ist.
Vielleicht verrent man sich derzeit etwas in dieser Suche."
Larry Nemecek würde es gerne sehen, wenn Star Trek nach dem Ende von Voyager eine
kreative Auszeit näme. "Anscheinend dauert es trotz der harten Arbeit von Rick
[Berman] und Brannon [Braga] länger als erwartet, ein gutes Konzept zu entwickeln -
auch hinsichtlich des nächsten Films. Eine Pause täte allen gut. Natürlich
will Paramount Geld machen, das Fandom nicht verlieren. Aber ich denke, nach ein oder zwei
Jahren wird es die Fans immer noch geben. Und auch die Medien werden dann noch auf Star Trek
eingehen. Für Paramount wäre es außerdem hart, (Trek-)geschultes Personal
für eine neue Serie zu finden, wenn jetzt alle entlassen würden. So sieht eben die
praktische Seite aus. Es wäre realistischer, eine Pause einzulegen, die Fans hungrig auf
eine neue Serie zu machen. Derzeit sind wir alle etwas übersättigt, denke ich.
Mittlerweile weiß man auch, dass es ein Fehler war, zwei Serien (DS9 und Voyager) zur
gleichen Zeit laufen zu lassen. Im Endeffekt werden einige Leute also mehr Star Trek sehen,
als sie wollen. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass offiziell noch kein grünes
Licht gegeben wurde."
Nemecek beneidet die Voyager-Autoren nicht. Das Schreiben von interessanten neuen Episoden
sei schwieriger geworde, die Konkurrenz sei parallel dazu auch noch gewachsen. "Es gibt
heute nicht nur mehr als 500 Stunden Star Trek. Es gibt auch noch jede Menge andere Science
Fiction-Serien. Als TNG an den Start ging, war es die einzige einstündige SciFi-Serie
auf dem Markt. Die Serie war so gut, dass sich die Situation nun verändert hat. Es wird
schwer werden, diese harte Konkurrenz erneut zu schlagen." Er selber wünscht sich
für Serie V einen Handlungsfaden um die Gründung der Föderation. "Das
wäre eine Herausforderung, aber auch etwas Frisches. Anscheinend hat man aber ein wenig
Angst davor, denn es ist nicht gerade ein durchschnittliches und bekanntes Konzept."
(Zurück zum Inhalt)
In der 25. Ausgabe unserer Internetradiosendung "TREKminds", die seinerzeit auch
meine letzte als Moderator dieser Show war, berichteten wir über die Galileo7-IV.
Im Forum dieser Website tauchten damals erste ...sagen wir mal Andeutungen auf, dass es bei
der Abwicklung der Galileo7-III in Berlin starke Probleme gegeben hatte, die bis in die
damals aktuelle Zeit hineinreichten. Probleme mit dem Hotel, Probleme mit der UNICEF,
Probleme mit den Stars und alles verbindend: Probleme mit dem Geld.
Schwerster Vorwurf damals: Die Einnahmen zur Galileo7-IV, die im Herbst 2000 in Bremen mit
den Gaststars Robert Picardo, Alexander Siddig und Gates McFadden über die Bühne
gehen sollte, würden dazu benutzt werden, die Verbindlichkeiten der Galileo7-III zu
tilgen. Die Taktik hätte dazu geführt, dass es immer neue Conventions -Jahr für
Jahr - hätte geben müssen, um die Altlasten zu bezahlen. Irgendwann wäre es zum
großen Knall gekommen, weil die versprochene und von den Fans vorfinanzierte Con
geplatzt, weil nicht mehr bezahlbar gewesen wäre.
Dieser Knall schien schon bald da zu sein. Gerüchte und Aussagen über einen Konkurs
der Veranstalterfirma STAR EVENTS GmbH machten nicht nur unter der Hand die Runde, die
Personen hinter der Firma waren verschwunden und nicht zu erreichen und diejenigen, die man
erreichen konnte, wussten angeblich von nichts, hatten mit "der Sache" nichts zu tun
oder verweigerten schlichtweg die Aussage.
Kurze Zeit später tauchten neue Gerüchte auf: Geheimnisvolle Investoren wurden
plötzlich zitiert, die die Con übernehmen sollten. So geheim waren sie denn dann
doch nicht und wir sprachen mit ihnen, aber von einer gesicherten Übernahme konnte keine
Rede sein. Denn vorsichtigen Schätzungen nach zu urteilen, schob die Con zu diesem
Zeitpunkt bereits 60.000,-DM Miese vor sich her, ohne dass auch nur eine Papierserviette
für die kommende Veranstaltung bestellt oder gar bezahlt war.
Zu diesem Zeitpunkt war all jenen, die sich einbilden, ein wenig von "der Szene"
zu verstehen, darunter auch einem gewissen Mike H. aus MH, klar, dass die Galileo7-IV-Convention
ein Phantom war, dass es nie zur irdischen Existenz würde bringen können.
In den darauffolgenden Monaten hörten wir bei sf-radio.de nur wenig von den Vorbereitungen
zur Convention. Die üblichen Verdächtigten machten die zu erwartenden Aussagen, -
je nachdem, ob sie pro oder contra STAR EVENTS eingestellt waren und es kursierten einige
wenige Gerüchte, die aber allesamt unwichtig waren und keinen Anreiz boten, den aktuellen
Status zu hinterfragen.
Dann stieg ein Mensch ins Boot, der offensiv den Kontakt zum Corona und SF-Radio wieder
herstellte. Wolfgang Fröhning ist sein Name und er ist als Fan im Fandom kein
Unbekannter. Und wenn in einer Personenbeschreibung so oft das Wort "Fan" auftaucht,
dann kann der Mann ja nur "offizieller Fan-Beauftragter" werden.. wurde er auch, -
bei der Galileo7. Und der Mann legte sich ins Zeug. In vielen Versuchen, zuerst am Telefon,
dann per Mail und schließlich mit dem Bierglas in der Hand, brachte er verlorenes
Vertrauen in das Unternehmen "Nummer 4 in Bremen" wieder zurück.
Nun ist die Galileo7-IV schon wieder Geschichte. Wir waren da, - in Bremen. Und - und da
sieht man mal wieder, wie sehr ich mich in solchen Sachen auskenne - oh Wunder: Die Galileo7-IV
war auch da. Und sie war okay! Die Stimmung war gut, die Organisation ebenso und die meisten
Stargäste konnte man oft und viel im Menschenbad erleben. Gratulation.
Natürlich sind wir nicht so naiv zu glauben, dass alle Probleme vom Tisch wären.
Aber die gehen uns auch nichts an! Nur die Möglichkeit, dass viele Fans geprellt worden
wären, in dem sie Tickets für eine Veranstaltung gekauft hatten, die es wahrscheinlich
gar nicht geben würde, ließ uns damals aufhorchen und nachfragen.
Mit welchen finanziellen Mitteln STAR EVENTS die Con finanziert hat, woher das Geld stammt und
ob Jens Stegemann jetzt ganz viele Kuckucks im Hause kleben hat, - das kann und sollte uns
egal sein. Wichtig ist nur, dass den Fans nicht geschadet wurde und nicht geschadet werden wird.
Und darum werden wir natürlich weiterhin auf die Planungen der nächsten Galileo7-Cons
schauen. Ganz objektiv, ganz fair.
Sollten sie aber stattfinden und sollten sie so sein, wie diese vorläufig letzte in
Bremer Maritim-Hotel es war, - dann freuen wir uns darauf. Und wie es im AOK-Werbefilm so
schön lautet: Ich mich auch.
Mike Hillenbrand
(Zurück zum Inhalt)
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