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17. Mai 2002 - Ausgabe 96 - "Terra Incognita"
Über Aktionen, Abschiede und Aktivitäten
Man mag es kaum glauben, aber auch abseits der FedCon X - der wir in dieser Ausgabe einen Großteil unserer
Aufmerksamkeit widmen - hat sich im letzten Monat eine Menge getan. So fand in Dortmund beispielsweise mit dem
Dort.Con 2002 ein gelungener Nachfolger der legendären Trinity-Convention statt, die im Jahre 1999 im
Harenberg-Center ein finanzielles Debakel mit allen dazugehörigen Folgen im nachhinein erlebte. Auch wirft unser
Redakteur Mario Scholz einen Blick auf ein familiäres Mission Erde-Dinners, welches als Neuauflage mit gleich
mehreren Gaststars vor kurzem in Berlin stattfand. Da soll noch Mal einer sagen, unsere Redakteure kämen bei
Bedarf nicht im gesamten Bundesgebiet herum...
Und Sie sollen natürlich auch etwas davon haben. Erinnern Sie sich noch an die Werbeveranstaltung in Hamburg mit
Patrick Stewart vor einigen Wochen und dem sicher diskussionswürdigen Ablauf der Selben?
In Bezug auf diesen bemerkenswerten Auftritt von Patrick Stewart stellte uns nun Gerhard Raible von Paramount Home
Entertainment 20 handsignierte Autogramme des Schauspielers zur Verfügung, die in den kommenden Wochen im
Rahmen eines großen projektübergreifenden Gewinnspiels neue Besitzer
erreichen sollen. Weitere Infos zu dieser Aktion finden Sie direkt im Anschluss des FedCon X-Artikels unseres
Kolumnisten Mike Hillenbrand.
Nun möchte ich mich in diesem Vorwort schweren Herzens von einem Menschen verabschieden, der dieses
Projekt - und dabei insbesondere in seiner Funktion als "Chef vom Dienst" den Subspacelink - wie kaum
ein anderer über die letzten fünf Jahre hinweg aus dem Hintergrund und bisweilen ohne große Worte
unermüdlich und entscheidend mitformte.
Die Rede ist von Markus Wüthrich, der nach fünf langen Jahren vor kurzem aus beruflichen
Gründen seinen Abschied nahm und bei dem ich mich nun im Namen der gesamten Corona-Redaktion noch einmal
ganz herzlich für die schöne gemeinsame Zeit bedanken möchte - und dabei auch hoffe, ihn
vielleicht irgendwann noch einmal bei einem Vereinstreffen zu sehen oder eventuell einen Artikel aus seiner
Feder als Gastschreiber lesen zu können.
Den Nachfolger - der zu Beginn in sehr großen Fußstapfen wandeln muss und den somit sicher keine leichte
Aufgabe erwartet - werden wir Ihnen in unserer nächsten Ausgabe im Juni vorstellen. Und bevor ich es wieder
einmal vergesse: Natürlich können auch Sie bei unserem Projekt kräftig mitmischen. So werden
gerade in den Bereichen Subspacelink und trekBEAT momentan händeringend neue engagierte Redakteure gesucht.
Weitere Infos gibt es über eine formlose Mail an corona@sf-radio.de.
Haben Sie eine gute Zeit!
Ihr Klaus Michels
Chefredakteur
Pfadfinder
1. Die FedCon X - Wer braucht schon Schlaf?
2. Die FedCon X - Panelberichte der Gaststars
3. Star Wars: Episode II - Die Republik ist das Imperium
4. Kolumne: FedCon X - Ereignisreiches und seine Folgen
5. Star Trek: trekBEAT
6. Im Gespräch mit Dominic Keating
7. Star Wars: Portrait zu Natalie Portman
8. Rating Report
9. Im Gespräch mit Udo Moersch
10. Episodenlogbuch: Enterprise
11. Mission Erde-Dinnerparty: Take II
12. Perry Rhodan: Interview mit Claudia Kern
13. Der Dort.Con 2002
14. Episodenlogbuch: Farscape
15. Jeremiah (2.2)
16. Wissenschaft: Wie man Licht stoppt
17. Subspace Link
Es war eine Art Jubiläum und Rekordversuch zugleich. Die FedCon X, die dieses Jahr zwischen dem 10. und 12.
Mai im Maritim Hotel in Bonn stattfand, bot Superlative en masse.
Viele der Fans waren schon früh am Freitag Morgen in der Lobby des Hotels erschienen, um sich ihre Tickets
und T-Shirts und Anmeldungen zu sichern. Chaos entstand zum Glück wegen der guten Organisation nicht. Alles
lief reibungslos ab und so konnten die ersten Fans so gegen 12 Uhr die Händlerräume stürmen.
Das 10. Jahr der größten Con dieser Art in Deutschland und wohl Europas, brachte dieses Jahr insgesamt
17 Gäste für die Fans auf die Bühne.
Darunter waren Namen wie Avery Brooks, Robert Beltran und sogar ein Schauspieler der neuen Enterprise-Crew,
Dominic Keating. Wer im Endeffekt auf der Convention als Stargast eingeladen war und Panels gab, das erfuhren die
Fans erst bei der Opening Ceremony. Teryl Rothery, die Doc Frasier bei "Stargate" spielt, konnte leider
nicht in Bonn sein. Dafür sprang kurzerhand Peter Williams (Apophis SG-1) in die Bresche und vertrat das SG-1
Team.
Als Überraschungsgast schlug unverhofft auch ein Schauspieler der Serie "Babylon 5" in Bonn auf:
Richard Biggs. Angekündigt war Biggs zwar mit zwei Panels, doch im Endeffekt gab er keines davon. Das erste
am Freitag Abend war wegen einiger Verzögerungen auf 23 Uhr angesetzt. Das war auch den Fans etwas zu
spät. Biggs verabschiedete sich also in die Piano Bar und ward nicht mehr gesehen. Auch nicht Sonntag
Vormittag beim Termin zu seinem zweiten Panel. Was auch immer er in der Bar getrieben hat, er war wohl so
früh am Morgen nicht bereit sich Fragen der Fans zu stellen. Erst zur Closing Ceremony stand er wieder auf
der Bühne und bedankte sich für die nette Gastfreundschaft. Seine Worte waren wohl eher an die Piano
Bar Betreiber, als an die Zuschauer gerichtet.
Ansonsten hieß das Motto der Con wohl "So viele Stars, so wenig Zeit". Natürlich ist es
toll, so viele Stars live in Bonn zu haben. Aber dadurch, dass es nunmal nur zwei Con-Tage sind, wurden diese
auch recht lang. Der Freitag, der normalerweise recht gemächlich beginnt, wo man noch genügend Zeit
hat, sich mit Bekannten zu treffen und zum Beispiel die Ausstellungen im oberen Geschoss ansieht oder vielleicht
hier und da das erste Starautogramm ergattert, wurde dieses Jahr extrem lang. Bis um 23 Uhr saßen die Fans
im Hauptsaal und wer wirklich alle Panels des Tages gesehen hatte, der hatte schon sechs Stars plus Richard
Arnold hinter sich. Und das war nur der Freitag.
Die 17 Stargäste waren: Avery Brooks (Capt. Sisko DS9), Nicole de Boer (Ezri Dax DS9), Robert Beltran
(Chakotay Voyager), Robert Duncan McNeill (Tom Paris Voyager), Garrett Wang (Harry Kim Voyager), Walter Koenig
(Pavel Chekov TOS), Dominic Keating (Malcolm Reed ENT), Peter Williams (Apophis SG-1), Dirk Benedict (Starbuck
Galactica), Herb Jefferson (Boomer Galactica), Richard Hatch (Apollo Galactica), BarBara Luna (versch, TOS),
Judson Scott (verschied. TOS, TNG, B5), Carolyn Seymour (verschied. TNG, B5), Manu Intiraymi (Itcheb Voyager),
Richard Biggs (Franklin B5) und Alan Eastman (Produzent Andromeda).
Man kann sich vorstellen, dass auch wir nicht bei jedem Panel dabei waren und so haben wir das getan, was jeder
Fan am Wochenende getan hat: Wir haben uns die besten herausgepickt. Vor allem die Panels der Voyager Crew und
das des "Neuen" Dominic Keatings waren es wert beklatscht, bestaunt und bejubelt zu werden.
Neben dem regulären Con-Programm gab es auch dieses Jahr wieder etwas Besonderes am Samstag Abend. Robert
Duncan McNeill, Garrett Wang und Walter Koenig hatten zu einem "Kabarett" eingeladen. Sie unterhielten
das Publikum mit Gesang, Imitationen ihrer Star Trek Kollegen und einigen sehr "coolen" Showeinlagen.
Und dieses Jahr gab es noch bis spät in die Nacht neben der Piano Bar eine richtig gut besuchte Disco. Im
Prinzip wurde die komplette Lobby des Maritim Hotels zur Tanzfläche.
Und wie steht es mit der nächsten FedCon? Jedes Jahr wird die Convention mehr und mehr zum Selbstläufer,
denn schon am ersten Tag meldeten sich über 1000 Besucher zur FedCon 11 an, ohne auch nur ein einziges Panel
gesehen zu haben. Als Gaststar lockt bis jetzt Connor Trinneer (Com. Tucker ENT) - und wenn er genau so witzig und
charmant wie sein Kollege Dominic Keating ist, dann können sich die Fans auf die nächste Convention
freuen.
Einen kleinen Vorsprung bei den Anmeldungen bekamen dieses Mal die Mitglieder des STCE und konnten sich so die
ersten rund 400 Anmeldungen sichern.
Link zum Thema:
http://www.fedcon.de/
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Folgende kleine Berichte sollen ein kleiner Einblick in das sein, was auf den Panels neues, informatives oder
witziges erzählt wurde. Ein kompletter Bericht ist leider nicht wirklich möglich, da eine Con mit 17
Gaststars nicht überschaubar ist, und wir zwischendurch dringend Pausen brauchten.
Aber die wichtigsten Panels haben wir besucht und trotz wiederholter Wünsche seitens der Fans, wie
"Können Sie meinen Baseball signieren?" oder "Kann ich sie umarmen?" oder
"Könnten wir mal eben ein Bild machen?" kamen die Stars auch dazu Fragen nach ihrem Leben und Star
Trek zu beantworten.
Avery Brooks (Benjamin Lafayette Sisko - DS9)
Von allen Stargästen wurde er wohl von den Fans am meisten erwartet: Avery Brooks. Bereits am Freitag
Abend hatte er direkt nach der Opening Ceremony sein erstes Panel und wurde stürmisch begrüßt.
Durch seine ruhige, gefasste und beinahe väterliche Art eroberte Brooks auch sofort die Herzen der Fans. Er
nahm sich für jede gestellte Frage viel Zeit und gab stets eine wohl überlegte Antwort. Er ließ
auch keinen Wunsch unerfüllt und gab während seiner beiden Panels sogar Autogramme, was er vorher
strikt abgelehnt hatte. Leider nutzten dies einige Fans regelrecht unverschämt aus, was vom Publikum mit
Buh-Rufen quittiert wurde.
Brooks ist dafür bekannt, dass er gegen Rassismus und für Gleichberechtigung auf der Welt kämpft.
Star Trek zeigt seiner Meinung dabei, dass das von der Menschheit gesammelte Wissen allen Menschen
unabhängig ihrer Herkunft oder Hautfarbe zur Verfügung steht. Bei DS9 wurde er gebeten, einen schwarzen
Leiter einer Raumstation zu spielen, doch das konnte er nicht. Er spielte einfach ein menschliches Wesen, die
Hautfarbe spielte für ihn keine Rolle. Über das Ende der Serie hat der Schauspieler nur wenig
nachgedacht. Er weiß jedoch, dass Sisko seine Gründe haben musste, warum er während der ersten
Jahre nicht religiös und so zurückgezogen war und sich am Ende doch für die Propheten entschied.
Er würde gern die Rolle wieder übernehmen, sollte man ihn für einen DS9-Kinofilm fragen.
Zur Zeit macht Avery Brooks Musik und tritt im Theater auf. In Kürze wird er in einem Film über Paul
Robeson die Hauptrolle übernehmen. Brooks bezeichnet diesen Mann als einen der größten Amerikaner
des 20. Jahrhunderts - ein Schauspieler, Sänger, Football-Spieler und ein großer Bürgerrechtler.
Brooks beendete beide Panels zur Freude der Fans mit einem eigenen Song und hinterließ bei allen einen
nachhaltigen Eindruck.
Dominic Keating (Malcolm Reed - Enterprise)
Eines der erfrischendsten Panels am Sonntag Nachmittag gab zweifelsohne der Neuling unter den Stargästen -
Dominic Keating. Der Schauspieler kam bereits gut gelaunt die Titelmelodie von "Enterprise"
trällernd auf die Bühne und zeigte sich äußerst gesprächig. So gesprächig, dass man
gut die doppelte Zeit hätte einplanen müssen, damit jeder Fan seine Fragen loswerden wäre.
Der Schauspieler gab zu, dass er vor und während den Dreharbeiten zu "Broken Bow"
äußerst aufgeregt war, da er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, auf was er sich eigentlich
einließ. Er hoffte nur, dass er nicht während der gesamten Serie hinter seiner Konsole stehen muss, um
einsilbige Sätze zu sprechen. Doch schon in der ersten Staffel wurde er vom Gegenteil überzeugt. Die
Episode "Shuttlepod One" ist seine Folge und zeigt seiner Meinung nach den wahren Malcolm, der nicht
nur neue Waffen und Kampf-Strategien im Kopf hat. Der Schauspieler findet es erfrischend, dass
"Enterprise" menschlicher ist, als alle anderen Star Trek Serien. Für ihn spielt die Serie so nah
an der heutigen Zeit, dass sie Realität werden könnte. Er findet es interessant zu sehen, wie die Crew
in den sieben Jahren die vor ihnen liegen, mit ihren Aufgaben immer besser umgehen können.
Lustig wurde es, als der Schauspieler von einem Fan eine Ananas geschenkt bekam - die Lieblingsfrucht Malcolm
Reeds. Leider kann Keating diese Frucht ganz und gar nicht ausstehen. Kleine lustige Anekdoten über die Zeit
vor dem Drehbeginn und über seine Kollegen am Set lockerten sein Panel auf und sorgten für Unterhaltung
im Publikum.
Nach seinem Auftritt gab es Standing Ovations im Saal für den Schauspieler und schon jetzt werden Rufe laut,
Dominic Keating auch für nächstes Jahr wieder einzuladen.
Robert Beltran (Chakotay - Voyager)
Robert Beltran gilt schon längere Zeit im Fandom als DER Kritiker unter den Trek-Darstellern. So machte er
bei seinem Panel auch kein Geheimnis daraus, dass er kein Star Trek-Fan ist. Für ihn war die Rolle des
Chakotay nur ein Job, auf den man nicht unbedingt stolz sein muss. Er machte den Fans klar, dass er als
Schauspieler eine andere Sichtweise in das Franchise hat. Die Produzenten versuchen mit Star Trek lediglich Geld
zu machen und kümmern sich so gut wie gar nicht um die Meinungen der Fans. Damit machte er sich bei einigen
Fans nicht gerade beliebt. Ein paar Buh-Rufe fing er sich ebenfalls ein, als er zugab, "Herr der Ringe"
nicht gesehen zu haben, worauf er lächelnd nachfragte, "Did you just boo me for not seeing Lord of the
Rings?"
Ganz und gar nicht zufrieden war er mit den letzten drei Jahren bei Voyager und der Beziehung zwischen Chakotay
und Seven of Nine, die er einfach als verrückt bezeichnete. Auch Episoden, in der er mehr als nur zwei
Sätze zu sprechen hatte, wie "Shattered" stellten ihn nicht zufrieden, denn was nützen mehr
Dialogzeilen, wenn sie rein gar nichts aussagen.
Beltran erzählte, dass er am Dienstag vor der Convention die Dreharbeiten zu einem neuen Film namens
"Broken Sky" beendet hat. Er wollte jedoch nicht mehr über das Projekt verraten.
Zusammenfassend kann man sagen, das Beltran ein sehr kritischer aber auch ein sehr ehrlicher Mensch ist, wodurch
sein Panel auch ein kleines Highlight der Convention war.
Robert Duncan McNeill (Tom Paris - Voyager)
Für alle Besucher der Con, die Robbie McNeill schon vor drei Jahren auf der Bühne gesehen hatten, waren
seine Auftritte sicherlich eine Überraschung. Er war viel selbstsicherer und nicht so schüchtern wie bei
der Fed Con 7. Er sprach vor allem über seine Regieprojekte und über seine ersten Ausflüge in die
Musik. Von letzterem konnten sich die Besucher des Kabaretts am Samstag Abend überzeugen. Er sang einige
Songs, darunter auch "Don’t Let The Sun Go Down On Me", was einige Fans sogar bewegte diverse Feuerzeuge
zu zücken.
In seinem Panel sprach er auch über seinen Einstieg bei Star Trek und dass er vor der Folge "First
Duty" noch nichts über Star Trek wusste. Der Charakter des Tom Paris hatte zwar Ähnlichkeit mit
Nick Locarno, doch sei Paris im Herzen gut, was man von Locarno nicht behaupten konnte. So stellt sich jedenfalls
für ihn der Unterschied zwischen beiden dar, und man hat nicht einfach den gleichen Charakter in Voyager
benutzt.
Nach dem Ende von Voyager befragt, sagte Robbie, dass er sich ein längeres Auf Wiedersehen gewünscht
hätte. Es war ihm alles ein wenig zu schnell.
Robbie McNeill würde gerne einmal mit Steven Soderbergh zusammen arbeiten. Er verehrt dessen Arbeit sehr.
In etwa zwei Wochen wird sich Robbie für eine AIDS Charity auf sein Motorrad schwingen und von San Francisco
nach Los Angeles fahren. Mehr erfährt man auf seiner offiziellen Seite.
Garret Wang (Harry Kim - Voyager)
Als dritter Schauspieler aus der Serie "Star Trek: Voyager" war Garret Wang am vergangenen Wochenende
zu Gast auf der FedCon. Er hatte sein erstes Panel bereits am Freitag zu vorgerückter Stunde. Zur Freude der
Fans auf der Empore ließ er es sich nicht nehmen, ein Bad in der Menge im ersten Stock zu nehmen. Er
beantwortete danach in lockerer Art und Weise die Fragen der Fans. So erfuhr man, dass er extra für die Serie
ein wenig Klarinette- und Saxophon-Spielen gelernt hatte. Er versprach dabei einem Fan, am Sonntag etwas zu
spielen, wenn jemand eine Klarinette mitbringen würde - und genau das geschah dann auch. Leider bekam der
Schauspieler nicht einen richtigen Ton aus dem Instrument, so dass die Besitzerin der Klarinette selbst spielte.
Insgesamt war der Schauspieler mit seinem Charakter in der Serie nicht zufrieden. Er wollte wesentlich witziger
sein und mehr mit den anderen Charakteren interagieren. Dennoch empfindet er es als positiv, dass durch die Rolle
des Harry Kim ein wenig mit den Sterotypen von asiatischen Darstellern in Hollywood aufgeräumt wurde.
Gleich in drei Rollen schlüpfte der junge Schauspieler während des FedCon-Kabaretts am Samstagabend. So
war er als George Takei, Kate Mulgrew und als Robert Picardo zu Gast bei Robbie McNeills Late Night Show, welche
er ausgezeichnet imitieren konnte. Am Ende des Star-Kabaretts führte Garret Wang dann einen
außergewöhnliche Show mit einem leuchtenden Bat’Leth vor, welche die Fans in ihrem Bann zog. Neben den
Panels seiner Voyager-Kollegen verblasst sein Auftritt am Freitag und Sonntag jedoch leider etwas.
Nicole de Boer (Ezri Dax - DS9)
Nachdem ein Clip zu Nicoles neuer Serie "The Dead Zone" auf der Leinwand gezeigt wurde, sprang die
Schauspielerin geradezu auf die Bühne. Sie hatte zwar eine lange Reise hinter sich, war aber in ihrem ersten
Panel und auch in ihrem zweiten Auftritt gut aufgelegt und sprühte vor Energie.
Ihre neue Serie basiert auf einem Roman von Stephen King, doch sind nur die Charaktere die gleichen. Die Story
wurde natürlich abgeändert, um daraus eine Serie zu machen. Sie ist begeistert, dass Michael Piller die
Serie produziert und auch schreibt.
Auf eine Frage aus dem Publikum über Terry Farrells Weggang, sagte Nicole, dass es eigentlich kein
größeres Problem gewesen sei, die Rolle der Ezri Dax zu übernehmen, da es sich ja um einen neuen
Dax handelt, und nicht um Jadzia. Star Trek ist für sie von Anfang an so etwas wie eine große Familie
gewesen, auch wenn sie nicht so lange dabei gewesen ist, wie die anderen.
Nicole erzählte außerdem etwas über den Tag, an dem sie bei Paramount für die Rolle
vorgesprochen hat und sie vorher auf Jeri Ryan traf. Zur großen Erheiterung des Publikums machte sie diesen
"nightmare on legs" nach. Das sei etwas, was kein Mensch vor einer Audition sehen sollte...
Vor ihrer Rolle bei Star Trek war Nicole lange Fan der "Next Generation" und sie ist ein absoluter Fan
von Patrick Stewart. Sie hätte ihn beinahe bei der Premiere von "Der Aufstand" kennen gelernt. Sie
hat ihn leider verpasst und bat das Publikum, ihm auszurichten, dass sie ihn verehrt und einfach liebt.
Nicole de Boer war unglaublich witzig und auch geduldig mit dem Publikum. Sie ließ alle "Kann ich sie
umarmen?" Attacken der Fans über sich ergehen und schrieb eifrig extra Autogramme in der
Autogrammstunde.
Walter Koenig (Chekov - TOS)
Zunächst nur als Navigator "Pavel Chekov" der Enterprise unter James T. Kirk bekannt, hat sich
Walter Koenig inzwischen aus dem Schatten von Star Trek herausgespielt. Rollen in diversen Theaterstücken,
z.Z. "A Christmas Carol", aus dem er am Samstagabend etwas vorgetragen hat, und die Rolle des Alfred
Bester in "Babylon 5" boten ihm die Gelegenheit mehr von seinem Talent zu zeigen. Wie Koenig selber
sagt, hat Gene Roddenberry "Chekov" weniger als "den" Russen auf die Enterprise gebracht, als
vielmehr als Identifikationsfigur für die jüngere Generation; und in dieser Rolle wurde von ihm nicht
viel mehr gefordert als ab und zu Kirk auf dem Schirm etwas zu zeigen.
Diese Frustration konnte er mit der Rolle des Bester in "Babylon 5" gut abbauen, denn hier wurde von
ihm ein sehr vielschichtiger und im Hintergrund sehr emotionaler Charakter abverlangt. Wenn er sich entscheiden
müsste zwischen der Rolle des "Chekov" und der des "Bester" würde er ohne Zweifel
die Letztere wählen.
Der Privatmensch Walter Koenig scheint sehr ruhig und überlegt zu sein; aber des Öfteren überrascht
er durch schnellen, verschmitzten Humor, der ihn sehr sympathisch macht. Ganz besonders deutlich wurde Koenigs
Humor bei der Samstagabend-Show, bei der er mit seinem nicht ganz ohrenfreundlichen Gesang den Saal zum Lachen
brachte.
Dirk Benedict (Starbuck - Kampfstern Galaktika)
Der Mann, den wir alle aus unserer Jugend als "Faceman" (A-Team) oder "Starbuck" (Kampfstern
Galaktika) kennen, erwies sich in seinem Einzelpanel als sehr viel mehr als nur seine Rollen. In seinem
interessanten und sehr informativen Panel erfuhr der Besucher sehr viel über Dirks Leben, z.B. warum er nach
seiner Rolle in "Das A-Team" vom (Hollywood-) Boden verschwunden war. So lebt er schon seit mehreren
Jahren mit seinen zwei Söhnen in Montana, abgeschnitten von der Zivilastion, und ist größtenteils
damit beschäftigt, Vater zu sein und Theaterstücke, Filme und autobiographische Bücher
("Confessions of a Kamikaze Cowboy", "And Then We Went Fishing" und demnächst
"Montana Memoirs") zu schreiben. Auf seiner, von ihm selber geschriebenen, Webseite
(kamikazecowboy.com) kann man sich über seine aktuellen Projekte
informieren; die von ihm unterstützte Fansite dirkbenedict.com bietet alles andere was das Fan-Herz begehrt.
Erin Gray (Wilma Deering - Buck Rogers)
Eine große positive Überraschung bot die Darstellerin der Wilma Deering aus "Buck Rogers",
einer SF-Serie aus den späten Siebzigern. Durch ihre freundliche Art gewann sie während ihrer Panels
sehr viel Sympathie. Sie erzählte von ihrem "Buck Rogers"-Kollegen Gil Gerard, der anscheinend das
ganze Set mit seinen "Practical Jokes" auf Trab hielt, und von anderen TV-Auftritten. Das Wichtigste
bei beiden Panels war jedoch ihr Interesse an Tai Chi und diversen asiatischen Heilmethoden. Gray erzählte,
wie sie über James Garner ("Detektiv Rockford - Anruf genügt") von Akupunktur erfahren hat
und seitdem sehr an sowohl den Methoden als auch der Philosophie dahinter interessiert ist. Es führte sogar
dazu, dass sie auf der Bühne eine kurze Kostprobe von den Tai Chi-Bewegungen gab.
Der Kostümwettbewerb
Der "Costume Contest" der diesjährigen FedCon war eines der großen Highlights der
Veranstaltung. Wo sonst in vorhergehenden Jahren einiges an Akustik und Aufführung schiefgegeangen ist oder
der Zuschauer vor Peinlichkeit im Sitz immer tiefer gesunken ist, war dieses Jahr eine überraschend
professionelle und unterhaltsame Show zu sehen.
In der Jury saßen Dirk Bartholomä (Veranstalter der FedCon), Richard Arnold (Star Trek-Experte), Peter
Williams (SG1: Apophis) und Marc B. Lee (Master of Ceremonies), sie hatten am Ende einen wirklich harten Job vor
sich und mussten entscheiden wer welchen Preis bekommt.
Die erste zu bewertende Darbietung war die von "TAFKAV" - "The Artists formerly known as
Vedeks". Die Vedeks waren 2000 das letzte Mal aufgetreten (mit der Drohung endgültig aufzuhören)
und waren immer eine der beliebtesten Gruppen gewesen. Dieses Jahr haben sie wiederum gezeigt, warum sie so
beliebt sind: Ein Potpourri aus Musik und Kostümen zusammen mit lang einstudiertem Tanz.
Es folgten (ohne auf die chronologische Reihenfolge zu achten) vier beeindruckende Kostüme: eine
Botschafterin von einer Reptilien-Rasse, ein Wesen von einer Wasserwelt (dieses ist leider unverdient bei den
Preisen leer ausgegangen), Darth Vader und die Diva aus "Das fünfte Element".
Den Fun-Award bekam eine Zwei-Mann-Gruppe, die Sam Beckett ("Zurück in die Vergangenheit") in
John Archer von Enterprise springen ließ. Die wohl witzigste Aufführung mit Musik war "Trekkies
in Tights" - die Mannschaft der Enterprise-D wurde mal wieder in den Sherwood Forrest gebracht.
Das Musical von "Les Miserablés" hatte zwar nicht viel mit Science Fiction oder StarTrek zu tun, konnte
aber doch mit detailgetreuen Kostümen aufwarten. Den Pausenfüller bis zur Vergabe der Preise
füllte wie schon im letzten Jahr ein Michael Jackson-Imitator mit einer Jedi-Ritter-Vorgruppe.
Links zum Thema:
http://www.robertbeltran.com/
http://www.dominickeating.com/
http://www.walterkoenig.com/
http://www.robertduncanmcneill.net/
(Zurück zum Inhalt)
Am 16.05.2002 startete in den Kinos der "Angriff der Klonkrieger" - als erster Star Wars Film weltweit
zur gleichen Zeit. Die Fan-Kampagne "One world, one release" hatte offensichtlich doch Früchte
getragen..
Im Gegensatz zum Start von Episode I war es diesmal verhältnismäßig ruhig. Außer den
üblichen Trailern im TV oder Kino gab es zumindest von offizieller Seite kaum Werbung, stattdessen wartete
die Presse mit zahlreichen Reportagen zum Thema auf und irgendwie schien man auf Medienseite vergessen zu haben,
wie verhältnismäßig schlecht damals Episode I in der Wertung weggekommen ist.
Es gab zahlreiche Aktionen in deutschen Kinos neben den üblichen Mitternachts-Premieren, wie z.B. im
Wuppertaler Cinemaxx, wo vier Kamerateams gleichzeitig vor Ort waren und man als Fan viele nette altbekannte und
neue Leute treffen konnte. Viel kamen im Kostüm, zur Einstimmung gab es u.a. einen genialen Fanfilm namens
"Star Wars vs. Titanic" und es wurde deutlich, worum es bei Star Wars für viele geht: Spaß.
Noch bevor jedoch die Fans in den Genuss des Films kamen, tauchten schon zahlreiche Kritiken auf, die meisten
davon waren überraschend positiv. Die Frankfurter Allgemeine bezeichnete ihn gar als beste Star Wars
Episode aller Zeiten.
Fangen wir jedoch mit den einfachen Feststellungen an: Der Film ist lang. 135 Minuten genau muss man als Zuschauer
dafür erübrigen. Die vergehen allerdings wie im Flug und Langeweile kommt nicht auf, ganz im Gegenteil,
der Zuschauer wird während der gesamten Zeit und insbesondere zu Ende des Films mit Eindrücken nur so
bombardiert. Die Handlung kann sich sehen lassen, auch wenn sie - wie scheinbar üblich bei allen Star Wars
Filmen - mal wieder oft als zu flach befunden wurde. Wer sich noch daran erinnert: Vor ungefähr einem Jahr
gab es hier im Corona Magazine 78 bis 80 einen dreiteiligen Artikel zu Episode II, in dessen Rahmen auch eine im
Internet aufgetauchte Zusammenfassung der Handlung veröffentlicht wurde. Abgesehen von Details hat sich
diese nun als wahr erwiesen.
Wer die Ausgaben nicht parat hier, für den hier ein kurzer Abriss der Story:
Die Galaktische Republik steht vor einer Krise. Der ehemalige Jedi Count Dooku und seine zahlreichen
Anhänger, darunter die altbekannte Handesförderation, wollen aus der Republik austreten. Sie bauen auf
versteckten Planeten eine riesige Armee von Droiden, um sie anzugreifen. Eine noch größere Armee wird
zu diesem Zeitpunkt ebenfalls aufgestellt: Klonkrieger, hergestellt auf dem Planeten Kamino von den Einheimischen
aus der DNS des Kopfgeldjägers Jango Fett. Die Produktion begann bereits vor 10 Jahren, angeblich im Auftrag
eines Mitgliedes des Jedi-Rates. Dies alles fliegt auf, als die Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und sein Schüler
Anakin Skywalker versuchen, den Attentäter ausfindig zu machen, der es auf Padmé Amidalas Leben abgesehen
hat. Die Senatorin von Naboo wird kurz vor einer wichtige Abstimmung im Rat der Republik zur Separatisten-Krise
von Anakin zu einem Versteck auf Naboo gebracht, während Obi-Wan den Hinweisen nachgeht. Nach der Entdeckung
der Klonarmee auf Kamino gelangt Obi-Wan bei der Verfolgung von Jango Fett und seinem jüngeren Klon Boba
nach Geonosis, dem Planeten der Separatisten. Anakin verliebt sich indes auf Naboo in Padmé, obwohl beide wissen,
dass dies vor allem wegen des Jedi-Codex zum Scheitern verurteilt ist. Beide fliegen nach Tatooine, da Anakin
ständig von Alpträumen bezüglich seiner Mutter geplagt wird. Sie treffen dort Cliegg Lars, der
Shmi geheiratet und ihr die Freiheit geschenkt hat, jedoch ist Shmi vor Wochen von Tusken Räubern gefangen
worden. Anakin macht ihr Lager ausfindig, kann jedoch seine Mutter nicht retten, sie stirbt in seinen Armen. So
erliegt er zum ersten Mal der Dunklen Seite der Macht, als er aus Rache alle Tusken im Lager tötet,
inklusive der Frauen und Kinder. Als Padmé und Anakin von Obi-Wan über die Ereignisse auf Geonosis informiert
werden, berichten sie dem Jedi-Rat. Die Jedi machen sich unverzüglich nach Geonosis auf. Das Paar fliegt
entgegen ihrer Anweisungen ebenfalls dorthin. Obi-Wan gerät in Gefangenschaft. Count Dooku versucht
vergeblich, ihn davon zu überzeugen, sich ihm anzuschließen und verrät Obi-Wan, dass der Rat der
Republik unter dem Einfluss der Sith steht. Auch Padmé und Anakin geraten auf Geonosis in Gefangenschaft, alle
drei sollen nun zur Belustigung der Einwohner in der Arena Tieren zum Fraß vorgeworfen werden. Kanzler
Palpatine beschließt mit Zustimmung des Republik-Rates angesichts der übermächtigen Droidenarmee,
die Klone in den Dienst der Republik zu stellen und den Jedi zur Seite zu stellen. Die Jedi treffen ein, als
Anakin, Padmé und Obi-Wan in der Arena um ihr Leben kämpfen. Es kommt zu einer großen Schlacht in der
Arena zwischen den Jedi und Droiden, die sich nach draußen verlagert, als die Klone eintreffen. Count
Dooku und seine Verbündeten fliehen, doch Obi-Wan und Anakin stellen sich ihm in den Weg. Beide sind ihm
jedoch unterlegen, Anakin verliert seine recht Hand. Bevor Dooku die beiden töten kann, kommt Yoda hinzu.
Diesmal ist Dooku der Unterlegene, er flieht nach Coruscant in den geheimen Stützpunkt der Sith. Es wird
klar, dass Dooku Obi-Wan die Wahrheit erzählt hat, die Republik wird von einem Sith kontrolliert, Darth
Sidious alias Kanzler Palpatine. Die ganze Aktion diente nur dazu, Palpatine die Herrschaft über die riesige
Klonarmee zu verschaffen, er war auch derjenige, der die Herstellung der Klone beauftragt hat. Die Klonarmee
siegt, doch zahlreiche Jedi sind in der Schlacht gefallen. Anakin und Padmé heiraten heimlich auf Naboo.
Episode II ist vor allem eines: gigantisch.
Leider schießt Lucas damit manchmal über das Ziel hinaus, der Film wirkt an vielen Stellen schon zu
überladen mit Computeranimationen. Teilweise hat man den Eindruck, Industrial Light & Magic wollte damit
zeigen, was alles möglich ist, unabhängig davon, ob es für die Handlung Sinn macht oder nicht. Die
Schlachtszenen auf Geonosis sind sehr ausgedehnt und bis zum Maximum mit Details vollgestopft, was zwar
beeindruckend wirkt, aber der Zuschauer weiß letztendlich gar nicht mehr, wohin er überhaupt schauen
soll. An manchen Stellen wirken die Szenen wirklich wie ein Computerspiel - wenn auch ein sehr gut gemachtes - und
bei einigen Klon-Troopern in Nahaufnahme kann man nicht mehr sagen, ob dies noch reale Personen oder ebenfalls
nur Animationen sind.
Etwas überflüssig und konstruiert wirken auch andere Einlagen, wie etwa die Szenen in der
Droidenfabrik, wo C3PO seinen Kopf an einen Kampfdroiden verliert und diesen dann später in der Arena
wiederfindet. Auch hier wäre das Motto "Weniger ist oft mehr" gewesen.
Bei Episode I musste man schon zweimal hinsehen, um zu bemerken, dass Darth Maul in zwei Teilen den Schacht
hinabstürzt, und auch derartige Szenen in den anderen Filmen waren wenig deutlich. Episode II hingegen
enthält mehr abgeschlagene Extremitäten und unappetitliche Details als alle bisherigen Star Wars Filme
zusammen, und diesmal sind es keine Droiden. Zu recht wurde hier die Altersbeschränkung von zunächst 6
(!) Jahren nachträglich auf 12 heraufgesetzt.
Wie es sich für einen Star Wars Film gehört, war auch diesmal wieder John Williams für die Musik
verantwortlich. Dass außer dem Liebesthema alle anderen hervorstechenden Melodien bereits aus den anderen
Episoden bekannt waren, könnte man einerseits einfallslos nennen oder aber war wegen des
Wiedererkennungs-Wertes genau so beabsichtigt. (Gewarnt sei jedoch derjenige, der die CD mit dem PC abspielen
möchte, dies ist wegen eines Schutzmechanismus nun nicht mehr möglich.)
Das Wiedererkennen spielt in Episode II überhaupt eine große Rolle. Immer wieder tauchen Elemente auf,
die vertraut sind: Personen wie Bail Organa und der kleine Boba Fett, die Rüstungen der Klone, eine Mischung
aus Boba Fetts Outfit und dem imperialer Sturmtruppen, das Logo des späteren Imperiums an Schiffen und
Uniformen, die Silhouette der Klonkrieger-Kriegsschiffe, die schon sehr Sternenzerstörern ähneln und
nicht zuletzt der Todesstern, der als Entwurf der "ultimativen Waffe" gezeigt wird.
"Die Republik wurde nicht vom Imperium übernommen, die Republik ist das Imperium", so
erklärte George Lucas neulich in einem Interview die politische Entwicklung der Episoden I und II, und
spätestens jetzt wird klar, was damit gemeint war. Wer bisher noch keine Parallelen zu historischen
Ereignissen gesehen hat, wird in Episode II mit der Nase darauf gestoßen, wenn Palpatine den Notstand nutzt,
um mit Zustimmung des Republik-Rates die Große Armee der Republik zu schaffen und seine Macht damit
auszubauen.
Ähnlich ist es mit der geplanten Hinrichtung in der Arena, die an alte Sandalenfilme und Christenverfolgung
erinnert. - Von Arenen im Outer Rim sollte man sich im Star Wars-Universum offensichtlich genauso fern halten wie
von Reaktorschächten.
Aber es gibt auch Szenen, die an jüngst im Kino gelaufene Filme denken lassen. Padmé gerät auf Geonosis
in Lebensgefahr, als sie in der Droidenfabrik zwischen die Maschinen kommt, u.a. ein Laufband mit
Pressvorrichtungen, die sie zu zerquetschen drohen. Wer dachte da im Saal nicht an die "sinnlosen stampfenden
Dinger" aus Galaxy Quest? Oder die Szene, als Obi-Wan das Separatisten-Hauptquartier findet, einen hohen
Turm, in dem unten gewaltige Maschinen arbeiten und das alles unter Führung von Count Dooku, gespielt von
Christopher Lee. "Isengart", schoss vielen Herr der Ringe-Kundigen durch den Kopf.
Atemberaubend sind die Schauplätze des Geschehens, seien es neue wie der Wasserplanet Kamino oder bereits
bekannte wie das Zentrum der Republik, Coruscant. Man sieht Straßen, Bars, Casinos, zahlreiche Einwohner
und immer wieder schöne Details wie Werbefilme auf Leinwänden, die Episode II mit Leben erfüllen.
Wer die entsprechenden Romane gelesen hat, fand in diesen Momenten seine eigenen Vorstellungen auf der Leinwand
wieder.
Ebenfalls beeindruckend sind auch wieder die Außerirdischen geraten. Statt wie in vielen anderen
Sci-Fi-Produktionen nur Menschen mit komischen Nasen, Stirnen oder Ohren zu zeigen, erschafft George Lucas in
Stars Wars völlig fremdartige Kreaturen, allen voran die Einwohner von Geonosis, eine Art Termiten-Volk,
oder die grazilen Wesen von Kamino.
Amidalas Garderobe ist zwar nicht mehr so ausgefallen wie im vorigen Film, aber dennoch sind Kostüme und
Masken wie üblich ein Augenschmaus.
Die Gags sind diesmal nicht mehr so zahlreich und auf ein junges Publikum ausgerichtet und kommen gut an,
erwähnt sei hier die Szene in der Bar, wo Obi-Wan einen Drogenhändler einredet, er solle nach hause
gehen und sein Leben überdenken, oder die Reaktionen der Neimodianer, als sie die Kämpfe in der Arena
beobachten.
Stichwort Kämpfe: Die Jedi-Duelle in der Arena waren zwar nicht so akrobatisch wie in Episode I, aber
allein diese Masse ist bisher nicht dagewesen. Es war interessant, die unterschiedlichen Jedis kämpfen zu
sehen, auch wenn die Gegner (leider) keine Sith waren. Das Publikum jedoch schien auf ein Duell mehr als auf alle
anderen gewartet zu haben: Count Dooku versus Yoda! Nach seiner Größe darf man ihn ganz sicher nicht
beurteilen.
Ob das Gelächter bei Anblick des erzürnten Wirbelwinds nun beabsichtigt war oder nicht, sei
dahingestellt. Als dieser nach dem Kampf wieder seine Krücke ergriff, wurde dies mit Applaus kommentiert -
offensichtlich versteckten nicht nur Sandleute ihre wahre Kraft.
Während Anakin als kleiner Junge vielen Zuschauern unsympathisch war und auch in den Trailern zu Episode II
nicht sonderlich positiv wirkte, ist er in Episode II doch eigentlich ein sympathischer Charakter. Er ist zwar oft
ungeduldig und selbstbewusst bis zur Grenze der Überheblichkeit, aber auf Grund seiner Jugend,
Fähigkeiten und Leidenschaft kann man es ihm meist nicht übel nehmen. Er wird gequält von der
verbotenen Liebe zu Padmé, von der er seit ihrer ersten Begegnung träumt, und der Sorge um seine Mutter. Der
Verlust treibt ihn letztendlich der Dunklen Seite in die Arme, eine für den Zuschauer glaubhafte und
nachvollziehbare Entwicklung.
Bemerkswert erscheint die Tatsache, dass dieses Mal der Bösewicht überlebt hat und wir Count Dooku alias
Darth Tyrannus wahrscheinlich in Episode III wiedersehen werden.
Das Ende lässt noch mehr als beim letzten Mal Dinge offen und die weitere Entwicklung erahnen, und die wird
noch düsterer als bisher. Jetzt heißt es wieder 3 Jahre warten - auf Episode III und die
endgültige Etablierung des Imperiums.
Links zum Thema:
TV-Bericht zum Start: http://www.projekt-x.tv/
Star Wars-Kostüme: http://www.laserstab.de/
Deutsche SW News: http://www.starwarsunion.de/
Offizielle SW Website: http://www.starwars.com/
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Vom 10.-12. Mai fand sie statt, die FedCon X und schön war sie. Man kann es nicht anders sagen, die
Federation Convention ist eine Klasse für sich. Das sagt nicht nur einer, der in einem oft gelesenen
Fan-Newsletter eine Kolumne als Fan für Fans schreibt, nämlich ich, sondern das sagen auch
Schauspieler, die es wissen müssen. Damit ziele ich nicht auf Dominic Keating oder gar Avery Brooks ab.
Nein, ich meine so jemanden wie Herbert Jefferson Junior. Einen leicht übergewichtigen Schauspieler (was
an sich nicht schlimm ist, wie ich mich nach einem Blick auf meine Leibesfülle beeilen möchte zu
sagen), der wirklich nur aufgrund einer Nebenrolle in "Kampfstern Galactica" noch Reste eines eh nie
besonders ausgeprägten Ruhmes pflegt, indem er seit Jahren mehrere Conventions im Jahr besucht. Dieser
Mann, den ich wirklich nur als Beispiel anführen möchte, kennt sich im Convention-Business aus und als
ich ihm quasi schon nach Ende der Convention am Sonntag abend die Frage stellte, was er denn nun nach seinem
ersten Besuch hier in Europa von unseren Cons hier hält, da hörte dieser Mann gar nicht mehr auf zu
reden. Superlative flogen mir um die Ohren. Vehement vorgetragen und mit der Inbrunst vollkommener
Überzeugung an jeden gerichtet, der sich in unserem Dunstkreis aufhielt, wehte die Botschaft seiner
Worte, die Quintessenz sozusagen, wie ein Orkan durch den Raum: "FedCon RULEZ!" Dieser Mann, dieser
Schauspieler, muss soviel in seinem Leben beschönigen und kann manchmal bis öfter nicht das sagen,
was er wirklich denkt. Aber dieser nicht enden wollende Monolog, diese Aneinanderreihung von Augenblitzen und
weitschweifigen Arm- und Handgesten... dies war seine echte, ernste und vollkommen aufrichtig vorgetragene
Meinung.
"FedCon RULEZ!"
Das Mr. Jefferson Jr. nicht alleine mit dieser Meinung unter seinen Schauspielerkollegen dasteht, sieht man
alleine daran, wie und dass Manu Intiraymi es doch möglich gemacht hat, auf dieser Veranstaltung zu
erscheinen, die doch eigentlich bereits seine Absage auf ihrer Homepage öffentlich gemacht hatte. Aber die
FedCon lässt man sich halt nicht so leicht entgehen und das hat ja auch seine wirklich guten Gründe.
Von denen konnten sich in diesem Jahr auch wie üblich eine Reihe weiterer Gäste überzeugen. Dass
es im Jubiläumsjahr genau neunzehn waren, die auf der Opening Ceremony von dem Master of Ceremonies Marc B.
Lee lautstark angekündigt wurden, mag an besagtem Jubiläum liegen, zumindest waren es aber so viele
Gäste wie nie zuvor auf Europas größter Star Trek- und SciFi-Convention. Und weil dies eine
Kolumne ist, in der ich mir einige Freiheiten nehmen darf und mein Chefredakteur Klaus Michels mich umbringen
würde, wenn ich unseren Corona kilobyte-technisch sprengte, indem ich zu allen Gästen etwas schriebe,
nehme ich mir nur eine Handvoll vor, die ich als besonders bemerkenswert empfand. Und dabei fange ich mit meinem
Liebling an:
- Dominic Keating
Jeder aufmerksame Leser des Enterprise-Episodenlogbuchs wird inzwischen wissen, dass Lt. Com. Malcom Reed mein
persönlicher Liebling unter der neuen Crew ist. Der Typ mit seinem britischen Akzent und einer kleinen
Portion Steifheit in Körper und Stimme ist großartig und das ist tatsächlich auch sein Darsteller.
Mr. Keating ist frisch, fromm, fröhlich, frei.. schlicht unverbraucht. Eine Freundin sah mich auf der Con
mit großen Augen an und meinte nur: "Ist der nicht süß?". Sie hatte recht. Ich konnte
Dominic Keating im Interview und längere Zeit danach als jemanden erleben, der supernett und umgänglich
ist. Hoffen wir, dass er es noch längere Zeit bleiben wird.
- Avery Brooks
WOW! Welch eine Ausstrahlung. Aus irgendeinem für mich nicht ganz nachvollziehbaren Grund schob der
Darsteller des Cpt. Benjamin Sisko das ganze Wochenende die Vaterfigur nach vorne, antwortete philosophisch,
ruhig und bedächtig. Die Besucher der Galileo7-III in Berlin im Jahre 1999 hatten ihn sicher etwas lebhafter
in Erinnerung, aber dieses Jahr zu dieser Zeit bei dieser FedCon war er der weise Papa Brooks, der ab und an mehr
von der Schildkröte Nessaja an sich hatte als von einem Star inmitten seiner Fans. Gerade von diesen wurde
er mehr als jeder andere Gast mit Autogrammwünschen bombardiert.. was auch daran gelegen haben könnte,
dass er schlicht und ergreifend sonst kaum welche an diesem Wochenende gab. Sehr eigen, manchmal energisch, aber
größtenteils ruuuuhiig und bedächtig, schlug er bei seinen Panels, aber auch in den Interviews
seine Zuhörer in seinen Bann. Diese Ausstrahlung....
- Robert Beltran
Zitat Robert Beltran: "Voyager sucked!" Muss man mehr sagen? In den letzten Jahren sprachen wir bei
sf-radio.de manchmal darüber, ob es nicht eine Hetzkampagne gegenüber Beltran sein könnte, dass
er ständig so negativ zitiert wird, wenn er von der Serie spricht, die ihm ein sorgenfreies Leben
ermöglicht hat, ermöglicht und auch in Zukunft ermöglichen wird. Seit letztem Freitag, 17:12 Uhr
steht für mich fest.. äh-äh (Kopfschütteln). Nix mit Hetzjagd! Der Mann hat ein eindeutiges
Problem damit, was die Autoren aus seiner Figur in den sieben Jahren Voyager gemacht haben.. nämlich nichts.
Wieder ein fast wörtliches Zitat: "Zuerst ist er Vegetarier und trinkt keinen Alkohol. Dann beisst er
in ein Stück Fleisch und prostet Frauen zu." Beltran ist eindeutig unzufrieden, was auch die Zuschauer
seines Panels zu spüren bekamen. Dass sein Zynismus und sein - vielleicht berechtigter - Realismus nicht so
gut bei den Menschen ankommt, die mit ihrer Hingabe sein Gehalt finanziert haben und seine Gagen immer noch
finanzieren, hat ihn dann allerdings das Saalpublikum ebenfalls spüren lassen.
Star Trek & Robert Beltran.. wird das noch mal was?
- Robert Duncan McNeill
Nee, ist der nett. Robert Duncan McNeill ist ebenfalls sehr umgänglich und irgendwie hat man mehr als bei
jedem anderen Darsteller das Gefühl, man spräche nicht mit einem Schauspieler, sondern wirklich mit der
Figur, die man die ganzen Jahre lang am Fernsehbildschirm verfolgt hat. Tom Paris steckt mehr in diesem Mann als
Q in John deLancie.. und das will schon was heißen..
Ansonsten hat er es nicht nehmen lassen, auf der Bühne zu singen. Das hat er mehrfach getan und
schließlich sogar Geld dafür genommen und das ganze als Cabaret im wahrsten Sinne des Wortes verkauft,
- aber Walter Koenigs Christmas Carol-Monolog hat die Sache wieder quasi gerettet. Entweder das oder sein Rock..
ich kann mich da nicht so recht entscheiden.
Auf jeden Fall ist es festzuhalten, dass Robert Duncan McNeill nett ist. Zwar waren alle Gäste an diesen drei
Tagen sehr nett, aber dieser hier besonders.
- Manu Intiraymi
Der Shootingstar des letzten Jahres fiel in diesem Jahr nicht so sehr durch ein brillantes Panel auf, sondern eher
durch seine quasi durchgängige Präsenz an und in der Piano-Bar (die entgegen anders lautenden
Interpretationen des Namens nicht, gar nicht und ganz gewiss nicht LEISE ist) und durch seinen Schlaf auf einer
Couch im Flur der zweiten Etage des Maritim Hotels.. na ja, fannah ist er ja, der Manu.
- Nicole de Boer
Ein Fan auf unserer Interview-Couch - Oh Leute, FREUT Euch auf das FedCon-Video!!! - meinte über die junge
Dame, dass es schade sei, dass sie nur ein Jahr in Deep Space Nine aufgetaucht wäre. Yep, stimmt. Nicole de
Boer ist eine dynamische junge Dame, die Pep hat und von der man(n) mehr möchte.
Insgesamt haben alle Gäste Spaß gemacht, selbst der als Überraschungsgast deklarierte Richard
Biggs, der in diesem Jahr seinen FedCon-Hattrick hinlegte und wirklich Spaß daran hatte, erneut im Bonner
Maritim auf der Bühne zu stehen.. oder in der Bar zu sitzen. Oder wie ein weiblicher Fan am Freitag abend
bemerkte: "Nun, niemand hat behauptet, dass es eine gute Überraschung wird." Und das war jetzt
eine brillante Überleitung zu einem nicht ganz so brillanten Thema.
Stichwort: "Nicht gut."
Was ebenfalls nicht so gut bei den Fans ankam, waren die immens gestiegenen Preise bei den Autogrammen und den
Bildern. So manches Budget dürfte hemmungslos überzogen worden sein, zumal die größte Anzahl
an Gästen auf einer FedCon eh schon für eine starke Belastung des Portemonnaies gesorgt hatte.. dazu
kamen dann die Hammerpreise, die für manch einen wütenden Protest sorgten.
Für Irritationen sorgte auch das Motto der Jubiläumscon, das da lautete "Holodeck - Out of
Control" und während der ganzen Veranstaltung nicht einmal aufgegriffen wurde. Überhaupt wurden
Stimmen laut, warum denn auf der Jubiläumscon alles wie gehabt inszeniert wurde und keine besonderen - dem
Jubiläum angemessenen - Programmpunkte auf dem Programm standen..
Leider war auch dies nicht der letzte Kritikpunkt an einer meiner Meinung nach eigentlich gelungenen
Veranstaltung. Ich möchte an dieser Stelle kurz auf die Vielzahl an Mails eingehen, die seit letztem Sonntag
Abend in meinem eMail-Briefkasten eingetroffen sind und die ich bei weitem noch nicht alle beantworten konnte: Mr.
PHE Germany GmbH-Partner himself hat mir zugesagt, ein Statement auf eine Reihe der von Euch angesprochenen
Punkte abzugeben. Scheinbar ist das ein oder andere an der Federation Convention von dem ein oder anderen unter
Euch nicht so positiv aufgenommen worden, wie das wünschenswert gewesen wäre und Gerhard Raible hat sich
diesbezüglich auch sofort zu einem Interview bereit erklärt.. na, ist doch auch schon mal was. Und den
Veranstalter selber kriegen wir auch noch ans Rohr, würde ich wetten.
Also: Stay tuned und lest weiter den Corona.. - na ja, das schadet ja sowieso nicht. Währenddessen könnt
Ihr an dem Gewinnspiel weiter unten teilnehmen, das sf-radio.de in Zusammenarbeit mit
www.projekt-x.tv
veranstaltet. Dank eben jenes Mr. Raible und Paramount Home Entertainment können wir Euch nach der etwas
missglückten Veranstaltung in Hamburg immerhin noch zwanzig Patrick Stewart-Autogramme in einer Verlosung
anbieten.
Zurück zum Thema und zur Federation Convention: Sonntag Abend endete sie mit einem wunderschönen
Closing-Video und einem noch viel wunderschönerem Song, den unser sf-radio.de-Tontechnik-Gesamtleiter
Jürgen "Who the f*** is Ralf Bauer?" Bleekmann komponiert hat und zu dem Wolfgang Fröhning den
Text lieferte. Wenn Ihr also auch mal so richtig weinen wollt - vor Rührung und Trennungsschmerz
natürlich!!! -, dann schaut mal auf www.regieraum.de nach und Ihr
könnt ein wenig FedCon-Stimmung herunterladen.
Es lohnt sich. Denn es hat sich gelohnt. Wieder einmal.
Und wir wissen jetzt auch warum: FedCon RULEZ!
Gewinnspiel:
Zwanzig Autogramme von Patrick Stewart in der Verlosung!
Das Internetradio sf-radio.de, der Newsletter "Corona Magazine" und das Internetfernsehen
"Ganymed" auf www.projekt-x.tv verlosen bis zum 31. Mai
zwanzig Autogramme von dem Mann mit der Glatze - Patrick Stewart.
Um eines dieser zwanzig Autogramme zu gewinnen, müsst Ihr lediglich das Corona Magazine abonniert haben,
den Projekt X-Newsletter auf www.projekt-x.tv abonnieren und die aktuelle,
zweite Ausgabe der SciFi-Show "Ganymed" auf www.projekt-x.tv
schauen.
Hier kommt die erste von zwei Gewinnfragen:
Welchen Spitznamen tragen die beiden Brüder, zwischen denen Moderator Mike Hillenbrand
bei seinen Moderationen in GanymedTV steht?
Die zweite und letzte Gewinnfrage erscheint am 24. Mai 2002 im Projekt X-Newsletter und dort steht auch, wohin
Ihr Eure Antworten schicken müsst, um eines der zwanzig Autogramme zu gewinnen.
Wir wünschen Euch viel Glück!
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William Shatner im Interview.
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William Shatner (James T. Kirk) sprach in einem kürzlichen Interview darüber, welche sehr wertvolle Erfahrungen
er bei den Dreharbeiten zu 'Star Trek V: The Final Frontier' machen musste.
"Die Lehre, die ich aus 'Star Trek V' gezogen habe", sagte er gegenüber dem Dreamwatch Magazine, "ist es,
Kompromisse einzugehen. Ich lernte bei 'Star Trek V', wenn man sehr stark an etwas glaubt, wenn man
Leidenschaft für etwas hat und ehrlich zu sich selbst ist - und dies keine Einbildung ist - dann sollte man diesem
Glück folgen, und das ist es was ich durch diesen Film gelernt habe."
"Aber ich lernte dies nach 'Star Trek V' und nicht während [der Dreharbeiten]", lacht der Schauspieler. "Die
Prämisse dieses Filmes war es, dass unser geliebtes Filmteam sich auf die Suche nach Gott macht, statt dessen
aber den Teufel findet. Dies war aber zu tiefgreifend und zu problematisch, weswegen es so vom Studio nicht
aufgegriffen wurde."
"Ich ging also einen Kompromiss bei der grundlegenden Prämisse des Filmes ein, und beraubte ihn somit seiner
grundlegenden Energie. Zu dieser Zeit erkannte ich dies aber nicht, erst viel später, viel zu spät. Andererseits
verschwendete ich auch dreissig Millionen Dollar, und nicht viele Leute schaffen dies in ein paar Monaten."
Weiter sprach der Schauspieler auch noch über einen weiteren Zwischenfall mit den Bossen des Studios, der
sich in seiner langen Karriere ereignet hatte. "Als die Star Trek-Filme [mit dem fünften Film] zu Ende gingen,
da begann ich mir Sorgen zu machen, und ich begann eine Buchserie zu schreiben, aus der vier Filme
entstanden, die Tek-Serie, und die Erfahrungen aus 'Star Trek V' halfen mir dabei", sagt er. "Ich führte beim
ersten Tek-Film Regie und das Network liebte ihn. Tatsächlich sagte der Chef des Networks zu mir, dies sei
der beste Film den er jemals gesehen hat. Er wurde dann sofort gefeuert."
"In meinem Leben gab es also kontinuierlich kreative Ereignisse, welche nun da ich älter und weiser werde
langsam auch stärker werden." (ms)
Link zum Thema:
http://scifipulse.scifiwebs.com/Trek%20Archive/May/Shatner.htm
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Bilder aus "Two Days And Two Nights".
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The Daily Trekker hat dank Quellen in Übersee bereits heute erstes Bildmaterial aus der Enterprise-Episode
"Two days and two Nights" veröffentlicht.
Offizielle Beschreibung der Episode:
Während des Landurlaubs auf dem bekannten Vergnügungsplaneten Risa hat Archer eine mysteriöse
Begegnung mit einer Alienfrau; hat Hoshi ein überraschendes romantisches Rendezvous; hat
Mayweather einen Unfall bei einer Klettertour; und Trip und Reed beenden einer Tour durch die
Clubs als unwissende Opfer eines Raubüberfalls. In der Zwischenzeit bleibt Phlox mit T'Pol an Bord,
um seinen jährlichen, 48-stündigen Winterschlaf zu halten. Er erfährt aber einige
Ungewöhnlichkeiten, als sie ihn aufwecken müssen, weil ein verletztes Crewmitglied an Bord kommt.
Gastdarsteller:
Kellie Waymire als Elizabeth Cutler
Rudolf Martin als Ravis
Joseph Will als Rostov
Dennis Cockrum als Freebus
Donnamarie Recco als Dee'Ahn *
James Ingersol als Außerirdischer Mann
Jennifer Williams als Außerirdische Frau
Geoff Meed als Dee'Ahn *
Stephen Wozniak als Latia
Dey Young als Keyla
* StarTrek.com führt beide Darsteller als Dee'Ahn auf.
Weitere Bilder gibt es bei The Daily Trekker. (mr)
Link zum Thema:
http://www.dailytrek.de/index.php?id=102146592623977
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Neue Star Trek-Buchserie: 'The Lost Era'.
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Der Star Trek-Herausgeber von 'Pocket Books', Marco Palmieri, gab die Veröffentlichung einer neuen Buchserie bekannt.
'Star Trek: The Lost Era' wird in den siebzig Jahren zwischen dem Verschwinden von Captain Kirk und
dem Erscheinen von Star Trek: The next Generation spielen, gab Palmieri gegenüber der Webseite Psi Phi
bekannt. Die Serie wird aus sechs Büchern bestehen, wobei jedes von einem anderen Autor geschrieben
werden wird, und sich mit den historischen Ereignissen während dieser Zeitspanne befassen.
Eine ganze Zahl von Buch- und Science Fiction-Fans bekannten Autoren haben sich bereits bereit erklärt für
diese neue Serie zu schreiben. Keith R. A. DeCandido, Autor von unzähligen Star Trek-, Star Wars-, und
Genrebüchern wird mit dabei sein, wie auch Margaret Wander Bonanno, die Autorin der Star Trek-Bücher
'Strangers from the Sky' und 'Dwellers in the Crucible', die nach einem Jahrzehnt der Abwesenheit wieder
ein Star Trek-Buch schreiben wird. Auch der 'The 34th Rule'-Autor David R George sowie Ilsa J Bick - bekannt
durch 'Strange New Worlds' - werden ihren Beitrag zu dieser neuen Serie leisten.
"Die Leser werden sich auf Bücher mit dem Raumschiff Excelsior, der Enterprise-B und der Enterprise-C freuen
können", schreibt Palmieri in seiner Ankündigung. "Und auch auf die späteren Abenteuern von einigen aus
der Originalserie bekannten Akteuren, wie auch auf die frühen Abenteuern der aus TNG, DS9 und Voyager
bekannten Charaktere."
'The Lost Era' wird nach dem Muster der 'Section 31'-Buchserie geschrieben werden, die aus eigenständigen
Geschichten bestanden hat, welche aber voll und ganz in die Geschichte von Star Trek passten. Mit dieser
Romanserie möchte man den Fans einen sehr tiefen Einblick in eine bisher noch nicht bekannte Zeitperiode
von Star Trek geben.
Das erste Buch der Serie soll im August des kommenden Jahres in den Buchhandlungen erscheinen, die
darauffolgenden Bücher dann jeweils im monatlichen Abstand. Weitere Informationen hierzu sind in der
Pressemitteilung zu finden, die bei 'Psi Phi' veröffentlicht wurde. (ms)
Links zum Thema:
http://www.psiphi.org/book-bbs/get/startrek/37593.html?tt
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Paramount lässt Convention stürmen.
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Die kürzlich stattgefundene Vulkon Convention am 27. April in Cleveland wurde von einem Paramount-Anwalt
mit Polizeiaufgebot und Durchsuchungsbeschluss unterbrochen. Gegen 13.00 Uhr stürmten die Beamten den
Verkaufsraum und beschlagnahmten dort zum Verkauf angebotene Star Trek - Fanartikel, für die die Veranstalter
der Convention keine Lizenzgebühren an Viacom gezahlt hatte.
Die Aktion störte den geregelten Ablauf der genehmigten Convention, als die Fans aufgefordert wurden,
die Verkaufstische zu verlassen, die durchsucht wurden. Unter den konfiszierten Produkten befanden sich
auch von "Star Trek"-Schauspielern signierte Fotos, die diese zusammen mit ihren regulären Autogrammkarten
auf der Veranstaltung unterschrieben und verteilt hatten.
Überraschend ist diese Aktion von Viacom sicherlich nicht. Viacom hat
damit begonnen, unlizenzierte Fanartikel und damit, so die Organisation, qualitativ minderwertige Ware
vom Markt zu verdrängen. Terri Helton, Vizepräsident der Firma, sagte in einem Interview für die neuste
Ausgabe des "Star Trek: Communicator", die Fans würden keine großen Veränderungen bei ihren
Lieblingsevents bemerken. Verantstalter wie Vulkon hätten einen geringen Lizenzbeitrag an Viacom
abzuleisten, der keine große finanzielle Belastung sei.
Gerüchten zufolge habe man bei der Aktion in Cleveland auch nicht lizenziertes Faneigentum beschlagnahmt.
Organisator Joe Motes dementierte dies mit der Aussage, die Konfiszierung habe sich auf zum Verkauf
angebotene Produkte beschränkt. Er warnt Fans auch davor, ähnliche Vorstöße auch in Zukunft
bei Conventions zu erwarten. (mp)
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"Star Trek II" Director's Edition angekündigt.
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Die Gerüchte sind endlich vorbei: "Star Trek II: The Wrath of Khan" wird offiziell auf DVD als spezielle
Director's Edition herauskommen.
Paramount kündigte gestern an, das eine brandneue 116-minütige Version des Films vom Regisseur
Nicholas Meyer für die Veröffentlichung bearbeitet wurde. Die (US-)DVD erscheint am 6. August.
Zusätzlich zur neuen Version wird das zweier DVD Set über vier Stunden Extramaterial enthalten.
Die erste Scheibe beinhaltet den Film, mit Kommentaren von Meyer und Michael Okuda. Auf der zweiten
Scheibe befinden sich die Extras. Darunter gibt es dann Interviews der Schauspieler von 1982, wie
auch neue Interviews mit William Shatner (ST:TOS Kirk), Leonard Nimoy (ST:TOS Spock), Ricardo
Montalban (Kahn Noonien Singh), Nicholas Meyer und mehr. Andere ankgekündigte Extras:
"Designing Khan", ein Vergleich der ersten beiden Trek Kinofilme, Interviews mit Trek
Buchautoren, und Features zu den visuellen Effekten.
Der Film wird präsentiert im Widescreen Format mit Dolby Digital English 5.1 Sound. (sp)
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(Zurück zum Inhalt)
Corona Magazine: Welche Gründe, denken sie, könnten extrem gut sein, um Enterprise in Deutschland zu
verkaufen. Was macht Enterprise interessant für deutsche Zuschauer?
Keating: Ein guter Ingenieur, der immer pünktlich ist. Ich kann verstehen, warum Enterprise und Star Trek
sehr beliebt in Deutschland sind. Da es eine amerikanische Sendung ist, kann man sehen, wie Science Fiction
Deutsche anspricht. In Frankreich hassen sie die Serie, nein, sie hassen sie nicht. Sie kümmern sich einfach
nicht um sie. Sie schauen sie teilweise einfach nicht an. Aber ich weiß auch, warum das so ist. Ich glaube,
das deutsche Bewusstsein hat eine Neigung, sich für Science Fiction zu interessieren, was in Frankreich
nicht so ist.
CM: Können sie das Gefühl beschreiben, Teil von Star Trek zu sein. Eine große Serie, die
über 35 Jahre erfolgreich ist?
Keating: Es ist beeindruckend. Wenn ich länger darüber nachdenke, läuft es mir kalt den
Rücken herunter. Ich erzähle ihnen was: Ich war vor einem Monat auf einer Convention in Seattle und ich
wurde über den Pilotfilm, den wir vor zehn Monaten gedreht hatten, befragt. Und ich antwortete: Oh, es
fühlt sich so seltsam an über den Pilotfilm zu sprechen - es ist so lange her, über zehn Monate.
Und diese Dame schrie: "Versuch' das mal in 36 Jahren zu sagen!" Und das hat mich berührt. Wissen
sie, die Serie wird ein Teil meines Leben sein, für den Rest meines Lebens. Und das ist eine gute Sache.
Ich bin ein Schauspieler und stolz ein Teil solch einer langen Linie von Fernsehgeschichte zu sein. Und Teil einer
Show zu sein, die nicht nur über das Töten von Menschen, den Verkauf von Kokain, Cops und Räuber
geht. Es hat eine gute Message. Ich werde stolz für meine Kinder sein, denn wenn sie aufwachsen und
Fernsehen schauen, werden sie Wiederholungen von mir in Enterprise sehen.
CM: Und wie war ihr Gefühl, als sie das Enterprise Set das erste mal betreten haben?
Keating: Ich hatte die Ehre, der erste Charakter zu sein, der den ersten Dreh auf der Brücke hatte. Und
seltsamerweise war ich auch der erste auf der Brücke in der letzten Episode. Es ist eine große Ehre,
den ersten Schritt auf die Brücke zu machen, um diese 7 Jahre anzutreten. Und als der erste Dreh beendet
war, hatte ich einen besonderen Moment, als ich in meinem Stuhl saß, um einfach diesen Augenblick
festzuhalten. Ich werde mich immer daran erinnern. Aber sie dürfen nicht vergessen: Es ist nur eine
Fernsehshow!
CM: Haben sie in den ersten Tagen ein wenig Druck empfunden, weil sie die großen Bosse bei Paramount
beobachtet haben?
Keating: Oh ja. Ich war sicher, dass ich der einzige Schauspieler sein würde, dem man sagt: Sorry, Dominic.
Du wirst nicht mehr für uns arbeiten. Also, es war Druck da.
CM: Aber jetzt sind sie hier!
Keating: Ja, genau. Und jetzt brauchen sie mich!
CM: Vielen Dank für das Gespräch!
(Zurück zum Inhalt)
In diesen Tagen erscheint ein neues Buch von Sascha Westphal auf dem Markt, welches sich um die junge
Schauspielerin Natalie Portman - den SF-Fans besser bekannt als Padmé Amidala aus Star Wars Episode I+II - dreht,
die sich in dieser Rolle momentan wieder in den deutschen Kinosälen aufhält und dort heftig mit dem
jungen Anakin Skywalker turtelt. Wir möchten daher die Gelegenheit nutzen und Ihnen dieses neue Werk von Sascha
Westphal kurz etwas genauer vorstellen.
Bereits in ihrem Leinwanddebüt "Leon - Der Profi" verdrehte sie Jean Reno den Kopf. Und obwohl
Natalie Portman erst 20 Jahre alt ist, stand sie längst mit anderen erfahrenen Hollywoodstars vor der
Kamera, so zum Beispiel mit Al Pacino und Robert De Niro in dem Gangsterepos "Heat".
Ihr komödiantisches Talent entfaltete sie für Woody Allen in "Alle sagen - I Love you" und in
Tim Burtons Science-Fiction-Klamauk "Mars Attacks"!. Am Broadway spielte sie die Anne Frank, bevor
sie diese Rolle auch für den Film übernahm. Zu weltweiter Berühmtheit jedoch gelangte sie als
prunkvoll kostümierte Königin Amidala in "Star Wars". Eine wachsende Fangemeinde tauscht
seitdem im Internet die neuesten Informationen und Bilder aus und spekuliert über ihre Auftritte in den
nächsten Episoden. In diesen Tagen war es dann mal wieder soweit: "Star Wars - Angriff der
Klonkrieger" kam in die Kinos und damit Natalie Portman als Senatorin Padmé Amidala.
Insgesamt umfasst das Buch 160 Seiten und enthält 177 Fotos und Bildsequenzen aus den Filmen. Sascha
Westphal zeichnet in diesen den Weg der jungen Schauspielerin nach. Ihn interessiert vor allem die Frage, wie
sie sich als Künstlerin definiert und ob man bei ihr überhaupt von einem Star klassischer Schule
sprechen kann - oder ob sie aufgrund ihrer sehr überlegten Rollenwahl einen neuen Startypus kreiert hat.
Dabei stellt er sie in einen Kontext mit anderen, jungen Schauspielerinnen wie Kirsten Dunst oder Thora Birch.
Sascha Westphal ist freier Journalist und Autor. Er schrieb bereits unter anderem Bücher als Co-Autor an der Seite
von Christian Lukas zu "Buffy" und "Millennium", zur "Scream"-Trilogie und in der Reihe Stars! über Russell Crowe.
Direktbestellung bei Amazon
Westphal, Sascha: "Natalie Portman - Stars! 7"
Bertz Verlag, Berlin 2002.
ISBN 3-929470-37-3. Euro 9,90
(Zurück zum Inhalt)
In diesen Wochen ist es in den USA so weit; die TV-Season 2001/2002 neigt sich dem Ende zu. Noch immer ist nicht
über das Schicksal aller Serien entschieden, aber es ist zumindest klar, dass "Akte X",
"Roswell" und "Mission Erde" in der nächsten Saison nicht mehr zurückkehren. In
den nächsten beiden Ausgaben des Corona Magazines gibt es dann jeweils im Rating Report eine eingehende
Analyse über die abgelaufene US-Saison.
In Deutschland sind inzwischen die neuen Staffeln von "Stargate" und "Andromeda" mit
großem Erfolg angelaufen. Die ersten neuen Episoden von "Stargate" waren wieder die absoluten
Quotengewinner von RTL2 in den letzten Wochen. Die guten "Stargate" Quoten verhalfen auch
"Andromeda" zu einem guten Start in die zweite Staffel. Die ersten beiden neuen Folgen erzielten
deutlich bessere Zuschauerzahlen als die zweite Hälfte der ersten Staffel, der das fehlende
"Stargate" im Vorprogramm deutlich Zuschauer gekostet hat.
Endgültig am absteigend Ast ist "Akte X". Die Wiederholungen liegen deutlich unter 10% Marktanteil
beim jüngeren Publikum und gehören somit zu den derzeit schwächsten Pro Sieben Quoten in der
Primetime.
Noch immer sehr zufrieden kann VOX mit seinem "Dark Angel" sein. Zwar sinken die Quoten langsam aber
stetig von Folge zu Folge, aber sie sind immer noch wesentlich besser als von jeder anderen VOX-Primetime Serie.
(Zurück zum Inhalt)
Udo Moersch ist Inhaber des Kölner Goverlages. In seinem Buchprogramm sind Bücher, wie "der
Korsair", "Jenseits des Happy Ends" oder "Delphine im Nebel" erschienen.
SF-Radio.de: Udo, ist dein Verlag ein typischer Kleinverlag?
Udo Moersch: Ich glaube nicht, dass der Goverlag ein typischer Kleinverlag ist. Das drückt sich ja
bereits deutlich am Buchprogramm aus. Bücher, wie "Jenseits des Happy Ends" oder auch
"Delfine im Nebel", vor allem mit dem hohen Qualitätsanspruch inhaltlich wie optisch, wäre
in dieser Form kaum in anderen Kleinverlagen möglich gewesen. So arbeitet der Goverlag auch mit großen
Partnern zusammen, wie z.B. mit "Der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.". Das sind völlig
andere Dimensionen in denen sich Kleinverlage üblicherweise bewegen. Ich ziele auch auf die Partnerschaft
mit anderen Kleinverlagen hin. Ich finde es völlig blödsinnig, dass so viele Kleinverlage, die ja oft
nur ein oder zwei Bücher im Programm haben, völlig alleine vor sich hin wurschteln. Konkurrenzkampf
unter den Kleinen ist völliger Schwachsinn.
SF-Radio.de: Wie ist dein Verhältnis zu deinen Autoren?
Udo Moersch: Mit den Autoren halte ich es gerne freundschaftlich. Die Zusammenarbeit klappte bisher wirklich
gut. Die Autoren sind ja die Säulen des Verlages.
SF-Radio.de: Wie sieht es beim Goverlag mit Auflagenzahlen e.t.c. aus? Hat er Erfolg?
Udo Moersch: Der Erfolg wird ja oft gerne in Zahlen ausgedrückt, obwohl es sicherlich keine Messlatte
ist, denke ich. Erfolge können sich ganz anders ausdrücken. Aber um bei den Zahlen zu bleiben: Im
ersten Jahr hatte ich ein einziges Buch im Programm und verkaufte etwa 50 Exemplare. Im zweiten Jahr waren es
bereits 500 Bücher. Eine Steigerung von annähernd 900%. Wenn im dritten Jahr eine weitere Steigerung
erfolgt, würde es uns alle freuen.
SF-Radio.de: Wenn man so durch die Jungautorenszene, vor allem im Fantasy/SF-Bereich, schaut, hat man das
Gefühl, man habe es mit einer großen Familie zu tun. Alle kennen sich, hier und da gibt es Streits,
aber im Grunde sind alle in einem Boot. Stimmt das? Woran könnte das liegen?
Udo Moersch: Das mit der Familie ist in meinen Augen völlig an den Haaren herbei gezogen. Es ist halt
wie bei den Fußballfans eines Vereins. Man hat die gleichen Interessen. Der Unterschied ist, dass die
gesamte Fantastik-Szene ums Überleben kämpft. Da sind Streit, Konkurrenzkampf und Neid an der
Tagesordnung - wie überall. Von einer Autorin aus der Fan-Szene weiß ich, als sie die Möglichkeit
bekam, für Heyne zu schreiben, dass sie bitterböse Briefe von Fan-Autoren bekam, die sie sehr
verletzend beschimpften. Nur, weil sie es geschafft hatte. Diese Autoren gönnten ihr einfach nicht den,
meiner Meinung nach berechtigten, Erfolg.
SF-Radio.de: Wobei, um noch mal auf den Eindruck der "Familie" zurückzukommen: In einer solchen
müssen sich die Mitglieder ja keineswegs mögen. Ist wenigstens der Eindruck, dass sich alle kennen,
richtig?
Udo Moersch: Dass sich alle kennen, ist nur ein ganz natürlicher Zustand. Die Fantastik, ganz besonders
die aktive SF-Gemeinde, ist mittlerweile so zusammengeschrumpft, dass man unweigerlich bei jeder Veranstaltung
dieselben Leute trifft.
SF-Radio.de: Man stößt bei Homepages von Jungautoren und Literatur-Projekten immer wieder auf dieselbe
Maxime: Alle geben vor, durch Veröffentlichung in ihren Publikationen e.t.c. andere Jungautoren fördern
zu wollen. Warum macht man das?
Udo Moersch: Man kann nur spekulieren, warum Autoren andere Autoren fördern, und oft eigene Verlage
deswegen gründen. Bei mir war es einfach so, dass ich irgendwo meine aufgeladene Kreativität loswerden
musste. Ich schreibe viel, aber ebenso interessieren mich Layout und Titelbildgestaltung eines Buches. Aber um
Bücher zu machen, benötigt man erst einmal gute Texte. Nur eigene Texte zu verarbeiten, das riecht zu
sehr nach Selbstverlag - das wollte ich nie. Obwohl in Zukunft verstärkt Texte von mir erscheinen werden,
aber unter einem Pseudonym, das ich hier aber nicht verraten möchte.
SF-Radio.de: Ist denn die Jungautorenszene der richtige Anlaufpunkt für Autoren, die auch Erfolg haben
wollen? Alle Beispiele, die mir jetzt auf Anhieb einfallen, haben mit größeren Verlagen zu tun.
Udo Moersch: Ich glaube nur in den seltensten Fällen, dass einem Autor, der in einem Kleinverlag
veröffentlicht, wirklich Erfolg beschieden ist. Aber es kommt ja immer darauf an, wie man seinen eigenen
Erfolg definiert. Für den einen reicht es bereits, wenn er seinen Text abgedruckt in einem Buch sieht.
Andere interessieren sich nur für Verkaufszahlen und werden oft enttäuscht. Wirklicher Erfolg stellt
sich aber nur ein, und auch dass nur in Ausnahmen, wenn man mit Fleiß an sich arbeitet. Natürlich
gehört auch ein wenig Glück dazu, von einem großen Verlag überhaupt wahrgenommen zu werden.
SF-Radio: Vielen Dank für das Interview.
Link zum Thema:
http://www.goverlag.de
(Zurück zum Inhalt)
118 Rogue Planet
Die Enterprise trifft auf einen Planeten, der quer durchs All segelt. Keine Sonne, kein System, nur ein Planet..
ein sogenannter Rogue Planet. Dieser Planet beherbergt aber dennoch an bestimmten Stellen Leben und hat dort eine
für Humanoide erträgliche Bodentemperatur, was einigen Vulkanen zu verdanken ist. Dort reisen auch immer
die Eska, die seit Jahren auf diesem Planeten jagen gehen. Abgesehen davon, dass dieses Verhalten bei der
Enterprise-Crew nicht auf Begeisterung stößt, geschieht aber zusätzlich noch ein mysteriöser
Zwischenfall: Captain Archer wird von einer Frau angesprochen, die a) keiner kennt, b) keiner außer ihm
gesehen hat und die c) Archer zwar kennt, aber nicht wiedererkennt...
Rogue Planet ist kein Highlight der ersten Season. Zwar ist die Qualität der Aufnahmen wie stets bei
Enterprise beachtlich, aber die Qualität der Geschichte leider nicht. Mysteriöse Frau spricht Captain
an... das hatten wir auch schon bei Deep Space Nine mit der rätselhaften Fenna und auch wenn die
Auflösung diesmal gänzlich woanders zu suchen ist, mag rechte Spannung einfach nicht aufkommen.
119 Acquisition
Die Enterprise treibt durchs All, während ein Raumschiff andockt, aus dem kleine Männchen mit
großen Ohren in das größere Schiff gelangen. Die Crew liegt am Boden, durch Gas betäubt.
Ein Eindringling nimmt die Atemmaske ab: Hurra, die Ferengi sind da! Doch während die Großohren das
Schiff nach Profit durchsuchen, erwacht Chef-Ingenieur Tucker auf der Krankenstation in der Dekontaminationskammer
und macht sich auf, sein Schiff wieder aus der Hand der unbekannten Aliens zu befreien.
Ich wiederhole mich ja selten, aber: Hurra, die Ferengi sind da. Abgesehen davon, dass ich es eh recht
unglaubwürdig fand, dass wenige Jahre nach dem Erstkontakt zwischen Ferengi und Menschen durch die
Enterprise NCC 1701-D einer der Großohren schon Bartender auf einer Raumstation war, ist dieser erste
Erstkontakt viel witziger als seinerzeit die Geschichte um den letzten Wächter des T´Kon-Imperiums. Zwar
erfahren Archer und Co. nicht, wer es genau ist, der sie da bestehlen wollte, aber selbst wenn: Acquisition macht
einfach Spaß.
120 Oasis
Die Crew der Enterprise hört von einem Geisterschiff und kann der Versuchung nicht widerstehen. Sie landen
auf dem Planeten, wo eben jenes Geisterschiff liegt und werden an Bord dieses Wracks tatsächlich mit Geistern
konfrontiert, die sich jedoch recht schnell als Überlebende eines Absturzes entpuppen, der etwas mehr als
drei Jahre zurückliegen soll. Archer erklärt sich gerne zur Hilfe bereit und so wird das Wrack wieder
raumtauglich gemacht.. plötzlich macht man an Bord der Enterprise jedoch eine interessante Entdeckung: Der
Absturz dieses Schiffes muss mehr als zwanzig Jahre zurückliegen...
Oasis ist eine leidlich spannenden Episode, die aber durch die Auflösung vollkommener Lächerlichkeit
preisgegeben wird. Es ist sehr schade, dass wir an dieser Stelle keine Spoiler einbauen, denn Ihr müsst die
Episode also selbst sehen, wenn Ihr meine Kritik nachvollziehen wollt. Nur soviel: Es ist eine Ironie, dass Rene
Auberjonois in dieser Folge ausgerechnet die Figur spielt, die er spielt...
121 Detained
Travis Mayweather und Cpt. Archer werden gefangengenommen und entdecken bei ihrem Erwachen lauter Sulibans. Die
jedoch sind nicht etwa die Wärter, sondern Mitgefangene. Es stellt sich heraus, dass die bösen Suliban,
die Cpt. Archer in den letzten Folgen immer wieder das Leben schwer machten, nur eine Minderheit ihres Volkes
sind. Der Rest ist friedliebend und auch nicht genetisch verändert, sondern lebt auf verschiedenen Planeten,
da der Heimatplanet der Suliban nicht mehr existiert. Auf diesem besonderen Planeten jedoch wurden die
friedliebenden Suliban nach Ausbruch der Feindseligkeiten mit der Minderheit der "bösen" Suliban
jedoch "zu ihrem eigenen Schutz" inhaftiert und der Leiter dieser Schutzanstalt scheint seinen Job sehr
ernst zu nehmen...
Dean Stockwell trifft Scott Bakula. Das sich die beiden Hauptdarsteller aus der Serie "Quantum Leap"
("Zurück in die Vergangenheit") in "Oasis" wieder vor der Kamera begegnen, ist vor allem
das Schmankerl an dieser Episode, deren Message schon nach wenigen Minuten sonnenklar ist. Zwar wäre es
schöner gewesen, Stockwell in einer positiveren Rolle zu sehen, aber wie sagt er als Anstaltsleiter bei einem
Verhör zu Captain Archer so richtig? "Ich wünschte, wir hätten uns unter besseren
Umständen kennen gelernt." Nun, das sehe ich genauso..
(Zurück zum Inhalt)
Das war schon etwas nicht alltägliches: Fans der Serie Earth Final Conflict, oder auch Mission Erde, wie die
Serie hierzulande heißt, kamen am sechsten April aus allen Himmelsrichtungen angefahren, mit nur einem Ziel:
Berlin. Oder genauer gesagt: der zehnte Stock des Aparatmenthauses "Eden" am Kürfürstendamm,
gegenüber der Gedächtniskirche.
Natürlich traf man sich dort nicht wegen der tollen Aussicht. Auch die Mission Erde Folgen der fünften
Staffel, die in Deutschland noch nicht gelaufen ist, waren nicht der Anlaß.
Nein, für diesen Abend war etwas anderes, etwas größeres geplant: ein Treffen mit Von Flores,
Jayne Heitmeyer und Alan Van Sprang, drei der Hauptdarsteller der Serie.
Die allerdings verspäteten sich erst mal, und man überbrücke die Wartezeit mit dem Angucken von
Bloopern - also schief gegangenen Szenen - aus der Serie, oder nutzte die Zeit, um sich näher mit den anderen
Dinnergästen bekannt zu machen. Viele der Besucher kannten sich auch schon aus Mailinglisten, Foren und von
anderen Fantreffen, so das häufig ein Wiedersehen gefeiert wurde - oder, wie in anderen Fällen, sich
Leute trafen, die sich bislang nur als Text am Bildschirm kannten.
Aus der ganzen Republik waren die Fans gekommen - und manchmal sogar von noch weiter her, wie beispielsweise aus
den USA. Denn auch von der anderen Seite des großen Teichs her hatte sich ein EFC-Fan in
hauptstädtische Gefilde verirrt. Auf die berechtigte Frage hin, ob er denn nur wegen der Party den weiten
Weg gemacht hätte, erklärte er allerdings, daß er sowieso schon immer mal nach Deutschland
gewollte habe, um Verwandte zu besuchen, und er dies dann gleich mit dem Dinner verbunden habe. Trotz allem schon
Recht beeindruckend, daß solch eine kleine Veranstaltung ganz offensichtlich bis nach Amerika hin bekannt
wurde.
Außer einer Menge Mission Erde Fans waren natürlich auch einige "Randerscheinungen" anwesend,
die sich einfach eine gute Party mit ein paar freundlichen und lustigen Schauspielern einer SF-Serie einfach nicht
entgehen lassen wollten. Als bekannte Beispiel seien hier einmal Robert Vogel, seines Zeichens SF-Journalist,
oder auch FedCon-Veranstalter Dirk Bartholomä genannt, die ebenfalls zu den Besuchern der Veranstaltung
gehörten.
Jedenfalls war die Stimmung schnell auf dem Höhepunkt, und so war es dann auch gar nicht sonderlich
verwunderlich, daß die Ankunft der Gaststars zunächst völlig in den Gesprächen unterging,
zumal Annette Vogelgesang, die Organisatorin der Veranstaltung, leichte Schwierigkeiten hatte, die redende Menge
zu übertönen, bis Von Flores helfend einsprang und mit lautem Organ alles zum Verstummen brachte.
Gleichzeitig löste er damit den Run auf die Gaststars aus, die von allen herzlich Begrüßt und zum
Teil auch von den Fans beschenkt wurden. So wurde Von beispielsweise ein hübscher Bierkrug überreicht.
Vermutlich hatten Gerüchte von der ersten Dinnerparty vor einem Jahr die Runde gemacht, auf der Von
größere Mengen des Gerstensaftes konsumiert hatte.
Doch auch die schönsten Geschenke konnten das unvermeidliche nicht heraus zögern, und so hielten die
drei Schauspieler endlich ihr "Panel", wo sie, locker auf Barhockern sitzen, sich den Fragen ihrer Fans
stellten. Irgendwann hielt Von dann plötzlich eine blonde Perücke in der Hand, und klärte somit
zum einen die Verwirrung einiger Fans, die Schwierigkeiten hatten, in der dunkelhaarigen Jayne Heitmeyer die
blonde Serienfigur Renee Palmer zu erkennen, als auch die Frage, wie ein Philippine eigentlich mit langen blonden
Haaren aussieht.
Natürlich blieb dieses Gespräch mit den Schauspielern nicht die einzige Attraktion an diesem Abend,
denn später stand die Fotosession auf dem Programm, welche die Fans auch eifrig nutzen, um sich kostenlos
mit den drei Schauspielern ablichten zu lassen. Den Stargästen machte das auch sichtlich Spaß, und sie
ließen es sich nicht nehmen, einige ihrer Fans im wahrsten Sinne des Wortes auf den Arm zu nehmen. Von und
seine Kollegen regten dann auch das große Gruppenfoto mit fast allen anwesenden Gästen an, welches
sich, von Von aus dem Hintergrund mit lustigen Sprüchen aufgelockert, schnell zur Mega-Fotosession
entwickelte, bei dem der arme Mensch, der sich freiwillig zum Fotografieren gemeldet hatte, förmlich mit
Kameras zugeschüttet wurde.
Im Anschluß an die Fotosession gaben die Schauspieler dann ihre Autogramme. Im Gegensatz zu den meisten
Conventions sogar kostenlos, sofern man eigene Materialien zum Signieren mitgebracht hatte. Nur wer auf den
mitgebrachten Fotos von den Stars bestand, mußte etwas zahlen.
Die letzten Besucher verließen das Dinner erst weit nach zwei Uhr nachts, und so kann man wohl mit Fug und
Recht von einem gelungenen Erfolg sprechen. Den Fans jedenfalls hat es gefallen, und diese werden sicherlich
wiederkommen - falls es heißen sollte: "EFC Dinnerparty Take III"
(Zurück zum Inhalt)
In dieser Ausgabe soll es einen kleinen Nachschlag zu dem Thema Gastautoren aus der letzten Ausgabe geben. Da
Claudia Kern Teil des Corona-Teams ist, lag es nahe, ihr per E-Mail ein paar Fragen zu stellen. Hier also das
kleine Interview.
Zunächst die Standardfrage: Wie bist Du zu dem Gastroman gekommen? Ist Chefredakteur Klaus N. Frick schon
verzweifelt auf der Jagd nach Autoren, die sein Team verstärken könnten, oder war das schlicht eine
zufällige Begegnung? Und was hat Dich dazu bewogen?
CK: Bei PR wird ja immer ganz gerne mit Gastautoren gearbeitet, die ihren eigenen Ansatz bei der Serie haben.
Ich weiß wirklich nicht genau, weshalb Klaus N. Frick mich gefragt hat - vielleicht hatte er eine nach
Vornamen alphabetisch sortierte Liste und ich hatte das Glück, ganz oben zu stehen.
Angenommen habe ich den Roman, weil es eine Herausfoderung war (und immer noch ist) für die bekannteste
SF-Serie der Welt zu schreiben.
Wenn man so die Kurz-Biografien über Dich bei der Bastei-Homepage oder bei SF-Radio durchliest, taucht da
"Perry Rhodan" nirgendwo auf. Hattest Du zuvor überhaupt noch nichts von "Perry Rhodan"
gelesen?
CK: Keine Zeile.
Ist wirklich wahr, bis zum letzten Herbst wusste ein durchschnittlicher Nordkoreaner mehr über PR als
ich.
Gibt es für Gastautoren dann eigens erstelltes Hintergrundmaterial zusätzlich zum Exposé? Mir schwebt
da eine Liste von typischen Serien-Begriffen vor, die in der allgemeinen SF anders lauten. Beispielsweise
heißt es bei PR ja Schutzschirm statt Schutzschild, Computer sind Syntroniken oder Positroniken...
CK: Für die Begriffe gibt es sogenannte Sammeldatenblätter, in denen die technischen, kulturellen
und sonstige wichtige Punkte des aktuellen Zyklus aufgelistet sind. Speziell auf Gastautoren zugeschnittenes
Hintergrundmaterial gibt es nicht, aber ich wurde mit Romanen, CDs und dem PR-Lexikon versorgt. Außerdem
gibt es im Internet Tonnen von Informationen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fans der Serie auch gerne
darüber reden.
Steht eigentlich im Vertrag, dass die Autoren keine Informationen über die kommende Handlung ausplaudern
dürfen? Oder ist das einfach Ehrensache bei Serien-Autoren?
CK: Da müsste ich mal den Vertrag suchen, aber soweit ich mich erinnern kann, stand nichts über das
Ausplaudern von Interna darin. Man geht wohl davon aus, dass Autoren genügend Verstand besitzen, um nicht
hemmungslos zu spoilern. Schließlich ist ja niemand unersetzlich.
Du bist nun ja die erste Person, die sowohl für "Perry Rhodan" als auch für
"Maddrax" geschrieben hat. Gibt es da eigentlich ein Konkurrenzgefühl zwischen den beiden
Autoren-Teams oder hat "Maddrax" völlig andere Leserschichten erreicht?
CK: Nein, ein Konkurrenzgefühl gibt es nicht, schließlich macht MX sogar auf den PR-Heften Werbung.
Bei den Leserschichten wird es meiner Meinung nach nur geringfügige Überschneidungen geben, da viele
Perry-Leser ausschließlich PR lesen und ansonsten keinen Kontakt zur Szene haben.
Wie groß sind denn die Unterschiede bei den Exposés bezüglich Dicke und Ausführlichkeit? Und was
ist Dir persönlich lieber?
CK: Das ist eine gute Frage. Bei PR sind die Exposés sehr ausführlich, bei MX bleibt es dem Autor selbst
überlassen, solange er bestimmte Rahmenpunkte einhält (Matt muss am Ende des Romans am Ort X sein oder
Person Y treffen, etc). Bei PR geht das natürlich nicht, da die Romane stärker aufeinander Bezug nehmen.
Ich mag beide Arbeitsweisen. Bei einem ausführlichen Exposé ist man entspannter, weil man nicht Gefahr
läuft, etwas zu vergessen oder einen groben Logikfehler zu begehen. Wenn man offener arbeitet, kann man
allerdings auch spontane Ideen einbringen, was sehr viel Spaß macht.
Abschließend darf natürlich folgende Frage nicht fehlen: Sind weitere Gast-Auftritte bei "Perry
Rhodan" geplant oder denkbar, wenn die Fans nur laut genug danach schreien?
CK: Geplant ist in absehbarer Zukunft erst einmal nichts, aber wenn die Fans mehr von mir lesen wollen, wird
es sicherlich Möglichkeiten geben.
An dieser Stelle noch einmal danke schön für die Antworten!
Vor Logikfehlern braucht Claudia übrigens keine Angst zu haben. Aktuell ist versehentlich die Psychologin
Bré Tsinga in zwei völlig verschiedenen Handlungsebenen - in der fernen Galaxis Tradom und in der
heimatlichen Milchstraße - aufgetaucht. Chefredakteur Klaus N. Frick und Autor Uwe Anton gaben im
Internet-Forum zu, den Fehler schlicht übersehen zu haben. Freilich lagen Bré Tsingas kleine Auftritte in
Tradom zwanzig Ausgaben zurück, allerdings hat sie in der Milchstraßen-Handlung gleich eine Hauptrolle
bekommen. Jedenfalls war der Fehler die Kuriosität des Monats.
(Zurück zum Inhalt)
Renaissance der Dortmunder Science Fiction Tage
FedCon, Nexus, Galileo7 - wer kennt sie nicht, die großen Cons mit ihren unzähligen Ehrengästen
aus den unterschiedlichsten Phantastik-Produktionen. Ihnen gemeinsam: die Fokussierung auf die visuelle,
televisionäre Science Fiction. Aber es gibt auch noch eine andere Seite, die der literarischen Phantastik.
Eine Veranstaltung aus dem letztgenannten Gebiet waren mit Sicherheit die Science Fiction Tage NRW, die zuletzt
unter dem Con-Namen "Trinity" im Jahr 1999 mit einem finanziellen Debakel untergingen. Und doch haben
Arno Behrend, 1. Vorsitzender des Dortmunder ConZiel e.V., und sein Team den Mut aufgebracht, auf diesen Ruinen
einen Neuanfang zu wagen. So geschah es, dass am 13./14. April im Fritz-Henßler-Haus in unmittelbarer
Nähe zur Dortmunder Innenstadt erstmalig der Dort.Con stattfand.
Die Dortmunder Science Fiction Convention begann am Samstagmorgen kurz nach 11 Uhr mit der Begrüßung
der im Kinosaal sitzenden Besucher durch Arno Behrend und dem 2. Vorsitzenden des Organisationskomitees André
Diehl. In einer humoristischen Rahmenhandlung stellten sie die Ehrengäste dem Publikum kurz vor. Somit hatten
die Besucher schon am Anfang die Möglichkeit, sich ein Bild des in Frankreich lebenden amerikanischen
Schriftstellers Norman Spinrad (u.a. "Der stählerne Traum", "Russischer Frühling")
sowie des Spiele-Entwicklers Uwe Rosenberg (z.B. "Space Beans") zu machen. Der dritte Ehrengast,
Andreas Eschbach (u.a. "Das Jesus Video", "Die Haarteppichknüpfer"), ließ zu diesem
Zeitpunkt noch auf sich warten.
In Interviews und Lesungen/Spielrunden, die sich über das gesamte Wochenende erstreckten, hatten die
Con-Besucher die Gelegenheit, die Ehrengäste näher kennen zu lernen. Auch die von den SF-Tagen NRW schon
bekannten Kaffeeklatsche waren im Programm zu finden. Hier hatten die Besucher bei Kaffee und Kuchen die
Möglichkeit, Spinrad oder Eschbach einmal in kleiner Runde erleben und befragen zu können. Auch eine
offizielle Autogrammstunde für die Ehrengäste durfte nicht fehlen; wer zwischendurch keine Gelegenheit
hatte, an die Ehrengäste heran zu kommen, konnte sich ihre Werke in einem offiziellen Programmpunkt signieren
lassen.
Neben dem Kinosaal stand auch der so genannte "Space Room" für eine zweite Programmschiene zur
Verfügung. Diese sollte lt. Programmheft am Samstag um 14 Uhr mit einem Vortrag von Wilfried Hary über
seinen Kleinverlag und insbesondere seine Horror-Serie "Mark Tate" beginnen. Wie sich jedoch schon am
Morgen herausstellte, musste dieser Programmpunkt leider entfallen, so dass die zweite Programmschiene mit einer
Lesung von Michael Marrak erst gegen 15 Uhr startete.
Einer der Höhepunkte am Samstag war mit Sicherheit der Vortrag über Fakten und Fiktion der Technik in
Star Trek. Der Referent Prof. Dr. Metin Tolan von der Universität Dortmund verstand es, in einem kurzweiligen
zweistündigen Vortrag Parallelen zwischen der Star Trek-Technik und unserem tatsächlichen Technik-Stand
zu ziehen. Interessant auch die Ausführungen des Physik-Dozenten über typische fiktive Elemente der Star
Trek-Technik (Beamen, Warp-Antrieb, Zeitreise), die nicht gegen die bekannten Naturgesetze verstoßen und
somit - zumindest theoretisch - nicht unmöglich sind.
Das sonstige Programm am Samstag bestand aus Lesungen der Autoren Ronald Hahn & Horst Pukallus sowie Bernhard
Kempen, einem Story-Workshop, einer vom Mit-Erfinder Harald Topf kommentierten Spielrunde "Ashes of
Empire" sowie einer Diskussionsrunde über die deutsche Kleinverlagsszene mit den Autoren und Verlegern
Ronald Hahn, Horst Pukallus, Boris Koch, Michael Plogmann und Alexander Kröger. Und was ist schon ein Con
ohne einen Programmpunkt zu der deutschen Science Fiction-Serie? Uwe Anton und Thorsten Krietsch berichteten
über Neuigkeiten aus der Welt Perry Rhodans und die jüngst abgehaltene Autorenkonferenz.
Der Tag endete mit der Abendshow: Zunächst wurde eine humoristische Partie "Space Jeopardy"
gespielt, in der die Ehrengäste in der zweiten Runde als Experten für ihre eigenen Kategorien auf die
Bühne gebeten wurden. Anschließend durfte Wolf von Witting seine Filk-Songs zum Besten geben.
Allerdings konnte er mit seinem Auftritt die Besucher nicht überzeugen, wie an dem immer leerer werdenden
Saal erkennbar wurde. Der Samstag endete mit einer unter dem Motto "Remakes Never Die" stehenden
Filmnacht, in der das "Planet der Affen"-Remake sowie die klassische Verfilmung der
"Zeitmaschine" aus dem Jahr 1960 zu sehen waren.
Am Sonntag ging es um 10 Uhr mit einer Lesung der Autorin und Künstlerin Sabine Wedemeyer-Schwiersch weiter.
Anschließend debattierte Arno Behrend mit Eschbach und Spinrad über die "Lage des Planeten".
Im Space Room durfte zur selben Zeit Boris Koch Passagen seiner Werke zum Besten geben. Der anschließende
Vortrag über Star Wars musste leider ausfallen, da der eingeplante Referent an diesem Morgen nicht
aufzufinden war. Das störte Boris Koch jedoch in keinster Weise, so dass er seinen Programmpunkt zeitlich
einfach verlängerte und auf Nachfragen aus dem Publikum zu einem Werkstatt-Gespräch ausbaute.
Um 12 Uhr sollte Hardy Kettlitz die Entwicklung und Veränderung der Space Opera in den letzten Jahren
skizzieren. Allerdings ist zu bezweifeln, dass er viele Zuhörer hatte, da im gut gefüllten Kinosaal zu
vorgezogener Stunde zeitgleich das Highlight des Tages stattfand: das Interview mit Wolfgang Jeschke, dem
ehemaligen und langjährigen Herausgeber der SF&F-Reihe des Heyne-Verlags. Jeschke ließ die Besucher in
einer überaus kurzweiligen Erzählweise an seinem Leben teilhaben. Nicht bloß für diese
Interview-Stunde, sondern vor allem für sein Lebenswerk wurde dem Gast zum Abschluss mit minutenlangem
Applaus gedankt.
Sehr unterhaltsam war auch der Vortrag des Schweizers Markus Bauer, der über Paul Alfred Müller, seine
in den 30er Jahren erschienene Roman-Serie "Sun Koh" und dem Einfluss der Nazis auf die Romaninhalte
referierte. Anhand von Cover-Motiven diverser Romanheft-Serien gab Bauer abschließend einen kurzen Exkurs
über das Atlantis-Thema und die Hohlwelttheorie in der deutschsprachigen phantastischen Literatur, beides
bereits Bestandteil der Sun Koh-Romane.
In weiteren Vorträgen konnten sich die Besucher darüber informieren, was eine gute Rezension ausmacht
oder welche Fähigkeiten und Voraussetzungen für eine gescheite Übersetzung notwendig sind.
Abgerundet wurde das Programm am Sonntag mit einer weiteren kommentierten Spielrunde "Ashes of Empire"
sowie einer Lesung von Andreas Kröger.
Der Sonntag endete gegen 16 Uhr mit der obligatorischen Abschlussveranstaltung, die thematisch an die
Eröffnungsveranstaltung anknüpfte. Dabei wurde von den Veranstaltern stolz die offizielle Besucherzahl
des Dort.Cons von 190 Personen verkündet, womit das Minimalziel der Veranstalter von 150 Besuchern leicht
überschritten wurde.
Fazit: Aus Besuchersicht ein vergnügliches und kurzweiliges Wochenende und eine gelungene Nachfolge der
Science Fiction Tage NRW. Auch wenn die Programmpunkte mit den Ehrengästen Eschbach, Spinrad und Rosenberg
einen beträchtlichen Teil des Programms ausmachten, gab es noch genügend andere Themen für
diejenigen, die sich nicht so sehr für die Ehrengäste interessierten. Schön wäre es jedoch
gewesen, wenn das komplette Programm vorab verfügbar gewesen wäre, so dass man sich bereits im Vorfeld
der Veranstaltung einen persönlichen Vortragsplan hätte zusammenstellen können. Aber was nicht
war, kann beim nächsten Dort.Con im Jahr 2003 besser gemacht werden. Dann nämlich geht die Veranstaltung
am 3./4. Mai in die nächste Runde. Liebhaber der phantastischen Literatur sollten sich schon jetzt diesen
Termin im Kalender notieren.
Link zum Thema:
http://www.dortcon.de
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Episode 1.06:
"Thank God It’s Friday...Again!"
Regie: Rowan Woods
Autor: David Wilks
Gaststars:
Angie Miliken als Volmae
Ken Blackburn als Hybin
Tina Thomsen als Tanga
Plot:
Am Anfang der Folge erfährt man, dass D’Argo einen Anfall Luxanischer Hyperwut hatte und, da er diese
aufgestaute Aggressionen nicht an Crichton abbauen konnte, da dieser sich vorsorglich versteckt hat, zum
nahegelegenen Planeten Sykar geflogen ist. Ein paar Tage später folgt der Rest der Crew ihm, um ihn wieder
zurückzuholen. Sie stellen fest, dass nicht nur seine Wut abgeklungen ist, sondern dass er ein
glückliches, zufriedenes neues Leben zu führen scheint. Er will auch nicht mehr zurück zu Moya,
sondern auf Sykar bleiben. Die Bewohner des Planeten pflanzen auf riesigen Feldern die Tannot-Wurzel an, ohne
welche sie nicht überleben können. Die Crew beschließt, ein wenig Zeit auf diesem Planeten zu
verbringen, zumal Crichton D’Argos Verhalten äußerst merkwürdig findet. Crichton lernt auch die
Anführerin des Volkes, Volmae, kennen. Als er von einer Einheimischen gebeten wird, auf dem Planeten zu
bleiben und ihm zu allem Überfluß auch noch ein wurmähmliches Alien eingepflanzt wird, ist er
endgültig alarmiert. Aeryn und Rygel sind wieder zu Moya zurückgekehrt, da Rygel sich an irgendetwas,
was er auf Sykar gegessen hat, den Magen verdorben hat. Sollte dies alles mit der Wurzel zusammenhängen ?
Bei seinen Nachforschungen macht Crichton ungeheuerliche Entdeckungen...
Kritik:
Wieder mal eine sehr schöne, interessante Episode! Die gelungenen Special Effects vermitteln dem Zuschauer
einen guten Eindruck einer fremden, landwirtschaftlich orientierten, aber dennoch technisierten Welt, bei der
man zunächst den Eindruck einer idealen Gesellschaft hat, jedoch im Verlaufe der Episode erfahren muß,
dass unter der Oberfläche einiges im Argen liegt. Die Sound-Untermalung, wie zum Beispiel die ständigen
Lautsprecherdurchsagen, trägt auch sehr viel zu der gelungenen Atmosphäre dieser Episode bei. Angie
Miliken spielt Volmae dank ihrer fremdartigen Bewegungs- und Sprechweise so gut, dass sie es verdient hat, aus
den Gaststars, welche im übrigen auch solide Arbeit abliefern, herausgehoben zu werden. Die Figur der
Volmae strahlt eine Faszination aus, die den Zuschauer noch mehr in die Geschichte hineinzieht und sie somit
noch interessanter macht. Ansonsten wird man mit dieser Episode wieder daran erinnert, dass die Peacekeeper
einen Großteil dieses Teils des Universums kontrollieren. Die Crew wird auch wieder näher beleuchtet.
D’Argos Wutanfall, Zhaans Friedfertigkeit, die häufigen Wortgefechte zwischen Aeryn und Crichton, um nur
einige Charaktermomente zu nennen. Auch Aeryn, die über den Tellerrand ihres Soldatendaseins hinauswachsen
muss, da Pilot ihre Hilfe für Nachforschungen bezüglich Rygels Gesundheitszustandes benötigt. Die
Krönung der Episode ist allerdings der Feuer pinkelnde (!!!) Rygel . So etwas überhaupt in eine Serie
einzubauen, ist ja schon gewagt (bei Star Trek gibt es ja noch nicht einmal Toiletten, geschweige denn dass
welche erwähnt werden oder jemand dringend dorthin müsste....), es allerdings als dramatische Rettung
der Crew im Finale zu nutzen, ist so grotesk, dass es schon wieder genial ist. Ich für meinen Teil habe
jedenfalls vor Lachen auf dem Boden gelegen...
Das muss man einfach gesehen haben, denn dieses Finale zu beschreiben oder zu erklären, dürfte in jedem
Fall sehr lächerlich wirken. Diese Folge wird auf jeden Fall, jedem der sie gesehen hat, im Gedächtnis
haften bleiben und ist zudem noch ein gutes Beispiel dafür, dass die kreativen Köpfe hinter der Serie
von Anfang an den Mut hatten, das Außergewöhnliche und Originelle zu versuchen.
Episode 1.07:
"PK Tech Girl"
Regie: Tony Tilse
Autor: Nan Hagan
Gaststars:
Alyssa-Jane Cook als Peacekeeper Technikerin Gilina Mays
Derek Amer als Teurac
Peter Astridge als Lomus
Peter Knowles als Evran
David Wheeler als Captain Selto Durka
Plot:
Moya entdeckt ein antriebslos im Raum treibendes Schiff. Nachdem die Crew sich genähert hat, stellen sie
fest, dass es sich dabei um die "Zelbinion" handelt. Einst das gefürchtetste Schiff der
Peacekeeper, war es vor über hundert Zyklen verschollen. Rygel wurde vor 130 Zyklen an Bord dieses Schiffes
von dessen Captain Durka gefoltert, und möchte daher schnellstmöglich das Schiff weit hinter sich
lassen und ist unter keinen Umständen bereit, es zu betreten. Moyas Crew entscheidet sich aber dazu, der
"Zelbinion" doch einen Besuch abzustatten, um nach Materialien, die sie eventuell gebrauchen
könnten, wie z. B. Sternenkarten, zu suchen. Aber außer diversen toten Peacekeepern finden sie
zunächst nichts Brauchbares. Dann jedoch entdecken sie eine sehr lebendige, hübsche
Peacekeeper-Technikerin, die Aeryn und Co auch identifizieren kann, da sie zu Crais‘ Schiff gehörte. Gilina
hatte mit ein paar Soldaten die Aufgabe, die "Zelbinion" zu untersuchen. Als jedoch Crais‘ Schiff das
Team plötzlich und unerwartet verlassen hatte, wurde die "Zelbinion" von den Sheyang eingenommen,
die alle Peacekeeper mit ihren Feuerkugeln, die sie aus dem Maul schiessen, getötet und alles, was auch nur
irgendwie von Wert war, mitgenommen haben. Gilina kam nur mit dem Leben davon, weil sie sich versteckt hielt.
Moya registriert auch ein näherkommendes Sheyang-Schiff, die zurückkehren um den Schutzschildgenerator
der "Zelbinion" mitzunehmen, den sie beim ersten Mal aus Platzmangel zurücklassen mussten.
D’Argo und Zhaan versuchen an Bord von Moya alles, um die Sheyang aufzuhalten und Zeit zu gewinnen, während
Aeryn, Crichton und Gilina fieberhaft daran arbeiten, den Schutzschildgenerator wieder in Gang zu treten. Dabei
kommen sich Crichton und Gilina näher...
Unterdsessen stellt Rygel sich seiner Vergangenheit....
Kritik:
Dies mag vielleicht nicht die interessanteste Episode sein, aber es ist eine der wichtigsten, der ersten Staffel,
da hier Grundlagen für viele zukünftige Episoden geschaffen werden. Ab dieser Folge hat Moya den
Schildgenerator und Durka, Gilina und die Sheyang werden auch noch weitere Auftritte haben. Das heisst, man sollte
sie schon gesehen haben.
Die Atmosphäre der Episode erinnert etwas an "Alien" auf dem toten, dunklen Schiff. Sehr gelungen.
Die innovativen Sheyang erhielten ihren Auftritt in dieser Folge dadurch, dass Produzent und Autor David Kemper
einen von ihnen in der ersten Folge im Hintergrund mit Zhaan sprechen sah. Er fand das Design der Aliens so gut,
dass er eine Folge um sie herum schrieb.
Was ich der Episode nie verzeihe, ist die romantische Love Story zwischen Crichton und Gilina. Ich war seit der
ersten Episode für eine Aeryn/Crichton-Beziehung, die Chemie stimmte auch von Anfang an und dann beginnt er
völlig unvorbereitet und unmotiviert eine Romanze mit einer fremden PK-Technikerin! Okay, immerhin haben die
Autoren daran gedacht, eine Szene einzubauen, die Aeryns Eifersucht zeigt. Aber ich fand die Romanze zwischen
Crichton und Gilina überflüssig, unlogisch und an den Haaren herbeigezogen.
Aber da kann man viellleicht auch anderer Meinung sein...
Gilina sollte ursprünglich am Ende der Folge sterben, sich heroisch für Crichton und Co opfern. Aber
glücklicherweise wurde das Skript kurz vor Drehbeginn umgeschrieben, so dass sie überlebt. Die
ursprüngliche Fassung wäre auch zu klischeehaft und kitschig gewesen.
Die Effekte sind gewohnt gut und die Charaktere werden auch weiter ausgearbeitet. Vor allem, dass Rygel, seit der
ersten Folge einer meiner favorisierten Charaktere, endlich mehr ins Rampenlicht rücken durfte, war sehr
positiv.
Anmerkung:
Da Farscape mittlerweile in die vierte Season geht, die im Juni in den USA beginnt und das Corona-Magazin nur
einmal im Monat erscheint, werde ich ab der nächsten Ausgabe drei Episoden behandeln, da ich sonst ewig
zurückhänge.
Ausserdem noch ein Hinweis für alle Farscape-Fans, insbesondere die von Lani Tupu (Captain Crais und Pilots
Stimme im Original). Lani wurde zusammen mit Ed Wasser (Morden von Babylon 5) zur New Worlds Con im Juli in
Leipzig eingeladen!
Da die Veranstalter eine kleine, familiäre Con veranstalten wollen, was ich sehr begrüße, gibt
es ein Teilnehmerlimit von 300 Personen. Es müssten aber noch genügend Karten vorhanden sein, denn als
ich vor ca. 2 Wochen meine Anmeldebestätigung erhielt hatte ich erst die Nr. 25! Also, auf, auf! Nähere
Informationen gibt es auf der Homepage: www.NewWorldsCon.de. Nicht, dass
die Con wegen zu wenig Teilnehmern abgesagt wird oder einer der beiden Schauspieler wieder ausgeladen werden muss!
Wenn man schon mal die Gelegenheit bekommt, einen Farscape-Schauspieler in Deutschland zu sehen, sollte man sie
nutzen, auch in der Hoffnung, dass auch die etablierten deutschen Con-Veranstalter häufiger und mehr
Farscape-Schauspieler berücksichtigen.
Das Virginia Hey ihre FedCon X-Teilnahme absagen musste, war sehr schade, aber sowas kann halt immer passieren,
auch bei Lani Tupu. Die Arbeit hat schließlich Vorrang!
Bis nächsten Monat und den nächsten drei Episoden !
(Zurück zum Inhalt)
Nachdem es in der letzten Ausgabe des Corona eine Einführung in Jeremiah gab in der der Verlauf der ersten
sechs Episoden eingearbeitet war, sei nun, da in den Staaten mittlerweile mit der Ausstrahlung der zehnten Folge
die Mitte der ersten Staffel erreicht ist, der Fortgang der Serie beschrieben. Für die Fernsehzuschauer hier
dürfte übrigens interessant sein, dass J. Michael Straczynski (JMS) in einem Usenet-Posting erzählt
hat, dass die ausländischen Fernsehrechtseinkäufer auf einer Messe Schlange standen, um Jeremiah
einzukaufen - es besteht also begründete Hoffnung, dass diese Serie in nicht zu ferner Zukunft auch in
Deutschland zu sehen sein wird. Doch nun zum Fortgang von Jeremiah:
Wie bei Serien von JMS so üblich, hat sich im Laufe der Folgen sechs bis zehn einiges am Plot von Jeremiah
geändert - zentrale Folge dafür ist die Episode 8 "Firewall", von der JMS selbst sagte, sie
sei Jeremiahs Antwort auf die Folge "Signs and Portents" (Visionen des Schreckens) aus Babylon 5 -
doch zunächst zurück zu Folge sieben "City Of Roses" (Vorsicht, Spoiler!)
Als Jeremiah und Kurdy ein altes Auto sehen, von dem sie hoffen, Ersatzteile für den eigenen Wagen ausbauen
zu können, bemerken sie, wie eine junge Frau auf ein anderes Auto geworfen wird und von dort zu Boden
fällt. Ihr folgt ein Skinhead, der sich gerade die Hose wieder zu macht und die Frau fesselt. Daraufhin
befreien die beiden die Frau und bringen sie nach Thunder Mountain, nicht unbedingt zur Freude von Marcus´
Alexanders (männlicher) rechter Hand. Der meint nämlich, sie hätten einen Job zu erledigen gehabt
- was sie natürlich auch haben, sie überreichen ihm ein in der vorigen Folge gefundenes Reagenzglas mit
dem Blut eines Toten.
Kurdy, der sich während der Befreiung der vergewaltigten Frau die Hand verletzt hatte, hat immer, wenn er
auf die Wunde schaut, Backflashs von der Zeit vor dem "Big Death", allerdings bekommt er diese nicht zu
einer zusammenhängenden Geschichte zusammen. Als er mit Hilfe eines Computers in Thunder Mountain
herausfindet, dass er nicht weit von der Kolonie gelebt hatte, beschließt er, bei nächster Gelegenheit
einen Abstecher in seine Heimatstadt zu machen. Er will dort das Haus aufsuchen, in dem er aufgewachsen ist - und
es gibt alsbald Gelegenheit dazu -
Die Blutprobe muss nämlich zu einem Ort gebracht werden, an dem jemand versucht, einen Impfstoff gegen den
"Big Death"-Virus zu gewinnen. Jeremiah lädt Kurdy auf dem Weg dorthin vor seinem Elternhaus ab.
Während Jeremiah nun beim Überbringen des Impfstoffes erfährt, dass der "Big Death"-Virus
anscheinend nicht ausgerottet ist und es mehrere Infizierte geben soll, erfährt Kurdy die tragische
Geschichte seiner Eltern.
In der darauf folgenden Geschichte der bereits erwähnten achten Folge, treffen Kurdy und Jeremiah erneut auf
die "Burners". Als diese sich in einen Hubschrauber zurückziehen, bleibt einer der
"Burner" zurück, den die beiden nach Thunder Mountain schaffen. Dort stellen sie zunächst
fest, dass dieser "Burner" mindestens 50 Jahre alt ist und er kennt - der "Burner" war in den
letzten Tagen des "Big Death" der Commander von Thunder Mountain.
Marcus möchte daher zunächst alleine mit ihm reden, was bei Kurdy, Jeremiah und den anderen Anwesenden
nicht gerade auf Begeisterung stößt. Als Leiter der Kolonie setzt Marcus aber durch, dass er eine
Stunde mit dem Gefangenen alleine sprechen darf.
Im Verlauf dieses Gespräches erfährt man, dass der Valhalla-Sector eine hochgerüstete
Militärbasis ist. Der gefangene "Burner" erzählt, dass "sie" (die Bewohner des
Valhalla-Sectors) dem Treiben auf der Erde nun lange genug zu gesehen hätten und daher in nächster
Zukunft mit militärischer Gewalt die Macht an sich zu reißen, um "Recht und Ordnung" wieder
herzustellen. Die Jugend habe nun fünfzehn Jahre Zeit gehabt, ihre Sachen zu regeln und dabei versagt. Auch
zeigt er Marcus, dass ihm etwas implantiert wurde, das den Leuten vom Valhalla-Sector jederzeit seine Position
verrät und nur aufhört zu senden, wenn er tot ist.
Doch damit nicht genug: Es sind bereits schwer bewaffnete Kampfhubschrauber unterwegs, um den Gefangenen zu
befreien - schon alleine die Tatsache, dass der Valhalla-Sector über solche verfügt, macht die Drohungen
des "Burners" zu einer ernst zu nehmenden Ankündigung.
Die Kampfhubschrauber ziehen jedoch wieder ab, da in der Zwischenzeit der Burner von einer mysteriösen
Gestalt namens Ezekiel (Alex Zahara, B5LR: Dulann) getötet wird.
Nach dieser Erfahrung erkennt Marcus, dass es an der Zeit ist, erste Schritte aus dem Schneckenhaus Thunder
Mountain zu unternehmen, um möglichst viele der anderen Gruppen dafür zu gewinnen, eine gemeinsame
Organisation aufzubauen, da nur dies verhindern kann, dass die Pläne der Leute aus dem Valhalla-Sector
Wirklichkeit werden. So werden Jeremiah und Kurdy zwar auch in Zukunft Simons Notizbuch abarbeiten, dabei aber
versuchen, Interesse für ein organisiertes Zusammenleben zu schaffen.
Wie man es auch aus der ersten Staffel Babylon 5 kennt, folgt auf diese zentrale Folge wieder eine eher als
"Stand-Alone-Episode" anzusehende Folge "The Red Kiss", die damit beginnt, dass Kurdy und
Jeremiah bei einem auf sie verübten Überfall ihren Wagen verlieren. Zu Fuß machen sich die beiden
auf den weiteren Weg und landen dabei in einem ehemaligen Vergnügungspark.
Dort werden sie von den Erwachsenen äußerst feindselig empfangen - nach kurzer Zeit erfahren sie auch,
weshalb: In der letzten Zeit sind immer wieder Kinder aus dem Park verschwunden - nur frisches Blut blieb von
ihnen übrig. Die verbliebenen Kinder glauben daher, dass es Vampire sind, die ihre Altersgenossen
entführt haben. Erstaunlicherweise empfangen die Kinder Jeremiah und Kurdy sehr freundlich. Sie erklären
Jeremiah, dass sie schon lange wussten, dass "der Eine" kommen würde, um die "Kräfte der
Dunkelheit" zu besiegen - und verweisen auf ein Gemälde in einem Gebäude des Vergnügungsparks,
in dem ein "Sucker" den bösen Jungs einheizt. Sie geben weiter an, dass sie nur nicht wussten,
dass Jeremiah mit einem Partner kommen würde.
Da die beiden ohne Wagen ohnehin ziemlich ortsgebunden sind, entschließen sie sich, den Eltern im
Vergnügungspark bei der Bewachung ihrer Kinder zu helfen und zu versuchen, herauszufinden, wer hinter dem
Verschwinden der anderen Kinder steckt, wobei sie natürlich auch hoffen, ihren Wagen wiederzufinden.
Tief in den Bergen im Schnee sind die beiden Hauptpersonen in der Mid-Season-Folge "Journeys End In Lovers
Meeting" in ihrem Jeep unterwegs. Dabei treffen sie auf eine größere Gruppe, die zu Fuß
durch den Schnee stapft. Auf Nachfrage erfahren sie, dass es sich hierbei um einen Pilgerzug handelt, der auf
seiner letzten Etappe eines fast einjährigen Marsches ist. Die beiden werden eingeladen, die Nacht mit den
Pilgerern zu verbringen und gegen Jeremiahs Willen entscheidet Kurdy, dass sie genau das tun.
Während Jeremiah äußerst skeptisch bleibt und sich möglichst von der Gruppe fernhält,
steigt Kurdys Faszination minütlich. Sein ganzes Leben lang schon sucht er nach einem Platz, wo er
hingehört - dies scheint ein Ort zu sein, der ihm die gesuchte Geborgenheit bietet. Als er sich entscheidet,
bei der Gruppe zu bleiben und mit ihnen zu marschieren, macht sich Jeremiah alleine auf, das zu tun, wofür
sie eigentlich in die Berge gefahren waren, nämlich eine Gruppe zu besuchen, die man in Thunder Mountain als
mögliche Bündnispartner sieht - weit gefehlt...
Links zum Thema:
http://www.jeremiah.tv
http://abyss.hubbe.net/jeremiah
http://www.jmsfan.de/jeremiah.htm
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Es gibt, so weit wir das heute wissen nichts, was sich schneller bewegen könnte als Licht. Das gilt aber nur
im Vakuum eines nicht gekrümmten Raumes.
Betrachtet man das Licht in anderen Medien wie Glas oder Wasser, so nimmt die Lichtgeschwindigkeit schon
beträchtlich ab. Auf diesen unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten beruht übrigens das Phänomen
der Lichtbrechung, zum Beispiel in Linsen oder Unterwasser.
Aber das Licht anzuhalten und nach einer - für die Verhältnisse des Lichts sehr langen Zeit - wieder
ziehen zu lassen, das ist etwas völlig anderes. Statt ein dichteres Medium zu nehmen wurde in diesen
Experimenten ein Gas verwendet und im allgemeinen reichen Gase kaum aus, die Lichtgeschwindigkeit wesentlich
herabzusetzen.
Dabei ist es allerdings nicht so, dass man tatsächlich Photonen irgendwie aufgehalten hätte, statt
dessen wurden die Eigenschaften des Lichtstrahls kurz im zu durchquerenden Medium gespeichert und
schließlich ein neuer Lichtstrahl mit identischen Eigenschaften wieder ausgesandt. Da es keine
Möglichkeit gibt zwischen eingehendem und ausgehendem Strahl zu unterscheiden, ist das fast genauso gut wie
das tatsächliche Anhalten des Lichts.
Bevor ich versuche diesen Vorgang zu erklären will ich zunächst das Experiment beschreiben, damit wir
uns eine Vorstellung davon machen können, was hier passiert ist.
Es wurde ein extrem kurzer Lichtpuls verwendet, der eine Länge von lediglich drei Kilometern hatte. Dieser
Strahl wurde auf eine mit Natriumgas gefüllte Kammer gerichtet, in der die Atome mit einem weiteren Laser
in einen besonderen Zustand versetzt wurden, sodass das sonst undurchsichtige Gas für den aufzuhaltenden
Strahl durchsichtig wurde.
Das heißt, ohne diesen zweiten Laser würde das Gas das Licht schlicht absorbieren und es würde
nichts übrigbleiben als ein etwas wärmeres Gas.
Der Trick besteht jetzt darin, dass man den zweiten Strahl - im folgenden Kopplungsstrahl - abschaltet, sobald
der Laserstrahl darin verschwunden ist. Einige Bruchteile von Sekunden später schaltet man den
Kopplungsstrahl wieder ein und der Strahl taucht wieder auf. Für dieses Experiment muss extrem kaltes Gas
verwendet werden, bei dem sich das Gas im Zustand des Bose-Einstein-Kondensats befindet. Hier haben alle Atome
genau denselben energetischen Zustand, was bei höheren Temperaturen nicht möglich ist.
Wenn wir verstehen wollen, was hier passiert ist, müssen wir uns ansehen, was Licht eigentlich ist und
welche Eigenschaften sich speichern lassen.
Da ist zunächst die Energie und die Intensität. Letztere ist schlicht durch die Anzahl der Photonen im
Laserstrahl gegeben. Die Energie eines Photons ist durch seine Wellenlänge bzw. Frequenz gegeben - aufgrund
der Dualität von Welle und Teilchen lässt sich das Photon durch seine Welleneigenschaften beschreiben.
Eine weitere Eigenschaft des Lichts ist seine Polarisation, darunter versteht man die Richtung der Amplitude der
Schwingung. Betrachtet man Photonen, so gibt man die Polarisation als Drehimpuls an, jeweils eine Einheit positiv
oder negativ. In der Wellennatur kann man Polarisationen durch senkrecht aufeinander stehende Schwingungen
beschreiben. Beide Darstellungen sind äquivalent, weil man die jeweils andere durch Überlagerung aus
der anderen gewinnen kann.
Die Intensität wird in der Anzahl der angeregten Atome gespeichert, sodass man davon ausgehen kann, dass sie
gut genug erhalten werden kann, wenn für jedes Photon ein Atom zur Verfügung steht. Die Energie, die
ein Atom speichern kann, hängt von den Energieniveaus ab, die angeregt werden können. Diese Niveaus
sind in unterschiedlichen Atom- oder Molekülsorten unterschiedlich und diskret.
Ein Atom kann nur dann die Energie eines Photons aufnehmen, wenn die Energie einem dieser Niveaus entspricht.
Ist das gerade nicht der Fall geht das Photon schlicht hindurch, das Material ist transparent. Entsprechen sich
die Energien wird das Photon absorbiert und ein Elektron wird auf ein höheres Energieniveau gehoben,
entweder es fällt wieder hinunter und emittiert dabei ein Photon, dann spricht man von Fluoreszenz oder das
Atom stößt mit einem anderen Atom zusammen und verliert seine Energie in diesem oder anderen Prozessen
z.B. als Wärmeenergie.
Im vorliegenden Fall spielen drei Energieniveaus eine Rolle, die vom freien Elektron des im Experiment
verwendeten Natriumgas eingenommen werden können.
Der niedrigste Zustand ist derjenige in dem der Eigendrehimpuls - oder Spin - des Kerns und des Elektrons
entgegengesetzt ausgerichtet sind, dies ist der niedrigste Energiezustand, den das Elektron einnehmen kann.
Der zweite Zustand liegt nur ganz wenig über dem ersten und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spins hier
parallel stehen. Der dritte Zustand ist ein angeregter Zustand in dem das Elektron ein höheres Energieniveau
einnimmt. Das Elektron im dritten Zustand hat etwa 300000 mal mehr Energie als das Elektron im zweiten Zustand im
Vergleich zum Grundzustand eins.
Die Polarisation unseres Lichtstrahls findet sich dabei während des angeregten Zustands in dem Unterschied
von Elektron- und Kernspins des Natriumgases wieder.
Das Licht, dass in diesem Experiment gestoppt werden soll, hat genau die Energie, die notwendig ist ein Elektron
aus dem ersten in den dritten Zustand zu heben. Die Energie des Photons würde also absorbiert und kurze Zeit
später wieder in als Fluoreszenzlicht in alle Richtungen abgestrahlt, unser eingestrahltes Licht wäre
verloren.
Der Koppelstrahl ist jetzt aber auf die Energiedifferenz zwischen zweiten und dritten Zustand abgestimmt, dieses
Licht kann von den Atomen nicht absorbiert werden, d.h. das Licht geht durch das Gas, ohne dass eine
Wechselwirkung stattfindet. Das Gas ist für dieses Licht transparent.
Werden nun Testlicht und Koppelstrahl eingeschaltet, entsteht eine sogenannte Superposition der Zustände
zwei und drei. Gewissermaßen nimmt das Atom beide Zustände gleichzeitig ein.
Zustand eins würde das Testlicht absorbieren und Zustand zwei den Koppelstrahl. Unschlüssig was das
Atom jetzt machen soll, macht es schlicht gar nichts mehr und lässt beide Strahlen ungehindert passieren.
Trotzdem ändert sich die Geschwindigkeit, mit der sich das Licht durch das Gas bewegt beträchtlich,
sodass der eingestrahlte Lichtpuls zusammengestaucht wird, sobald er in das Gas eindringt.
Wenn man jetzt vorhat, den Teststrahl einzufrieren braucht man nur kurz den Koppelstrahl abzuschalten, die
angeregten Atome behalten für eine Weile den aufgeprägten Zustand bevor sich die Information aufgrund
der Bewegung und Kollisionen der Atome im Gas auflöst.
Durch Manipulation der Lichtgeschwindigkeit wie sie hier vorgestellt wurde, ergeben sich interessante
Möglichkeiten für zukünftige Experimente und Untersuchungen, beispielsweise kann man die
Lichtgeschwindigkeit bis hinunter zur Schallgeschwindigkeit im Natriumgas senken - einige Zentimeter pro Sekunde -
und Atome auf den Lichtwellen reiten lassen oder untersuchen wie sich Licht in der Umgebung eines Schwarzen
Loches verhält, in dessen Nähe es auch zur Verlangsamung des Lichts auf Grund der Zeitdiletation kommt.
Natürlich spekulieren die Wissenschaftler auch über Anwendungen in Quantencomputern und optischen
Schaltungen, da sich hier die Möglichkeit auftut einen Lichtstrahl mit einem anderen zu beeinflussen.
Und bei Ihrem nächsten Spaziergang denken Sie mal darüber nach, dass sie sich schon schneller bewegen
als das Licht in den Labors der Physiker.
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Fox: Starttermine für SF-Serien verschoben.
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Das amerikanische Network Fox hat laut "Hollywood Reporter" den Start der beiden SF-Serien "Firefly"
und "Time Tunnel" bis Mitte der Season verschoben.
"Firefly", das vom "Buffy"-Schöpfer Joss Whedon erdacht wurde, sollte eigentlich im Herbst ausgestrahlt
werden. Die Serie, die an Bord eines Raumschiffs in der Zukunft spielt, wird aber noch einmal überarbeitet,
um die Action zu verbessern. "Time Tunnel" ist ein Remake der SF-Serie aus den 60er.
Außerdem bestätigte Fox, dass "Dark Angel" und "Futurama" eine dritte Staffel bekommen. (sf)
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Star Wars: DVDs der originalen Filme frühenstens in drei Jahren.
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Rick McCallum, Produzent von "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger", bestätigte inzwischen,
dass George Lukas zusätzliche Änderungen für die DVDs der originalen Filme "Krieg der Sterne",
"Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" plant. Aufgrund dieser Änderungen
werden die DVDs frühestens in drei Jahren erscheinen.
Auf die Frage, ob neues Filmmaterial, dass während der Produktion von "Episode II" gefilmt wurde,
den Weg auf die DVDs findet, antwortete McCallum: "Absolut." (sf)
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Blade III: Del Toro hat Regie abgesagt.
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Guillermo Del Toro, Regisseur von "Blade II", hat die Regie für den dritten Teil abgelehnt. Der Grund für seine
Absage ist sein neues Projekt "Hellboy". Del Toro meinte, er wäre für ihn nicht schwierig gewesen zu wählen,
da "Blade III" auch ohne ihn funktioniert. Auch die Co-Produktion übernimmt Del Toro nicht.
Auf der anderen Seite meinte Del Toro, dass ihm "Blade II" sehr viel Spaß gemacht hat, und dass er gerne auch
den dritten Film gemacht hätte, aber so wird er ihn im Kino bewundern können.
"Hellboy", ist ein SF-Film, der auf Charakteren aus Mike Mignolas Comic Buch aufbaut, angeführt von Ron
Perlman ("Die Schöne und das Biest" in der Hauptrolle. Es wird wahrscheinlich, wie in "Blade II", eine ganze
Reihe von wichtigen und interessanten Charakteren enthalten. "Hellboy" ist zur Zeit in der Vorproduktion. (sf)
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Spiderman: Rekordbrecher im Kino.
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"Spiderman" hat, was das Einspielergebnis nach 10 Tagen angeht, einen neuen Rekord erzielt - 223 Mio
US-Dollar Einspielergebnis - und damit sogar die nach dem Startwochenende ohnehin schon kühnen Erwartungen
erneut übertroffen. (phantastik.de, sf)
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Star Wars: Der digitale Yoda.
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Am 16. Mai um, Mitternacht war es endlich soweit, in ganz Deutschland ist der neue Star Wars-Film in den Kinos
angelaufen. Nun kann man zum ersten mal sehen, warum man den kleinen Yoda wirklich Meister nennt. Für die
Produktionscrew war es keine leichte Aufgabe, Yoda als realistischen Lichtschwertkämpfer darzustellen.
Es ist ziemlich leicht, im Drehbuch zu behaupten, Yoda wäre ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, aber dies für
die Kinoleinwand zu realisieren, bedarf schon besonderer Effekte, die natürlich von Industrial Light & Magic
und dessem Animation Director Rob Coleman stammen.
"Das war eine der ersten Hemmungen: Ich kann es nicht mit einer Puppe drehen," sagte Georgfe Lucas. "Er hat
eine große Action-Sequenz und ich kann ihn nicht einmal zum Laufen von mehr als drei Fuß bewegen. Deshalb
begannen wir bei 'The Phantom Menace' digitale Charaktere zu entwickeln. Wir hatten Dinosaurier die durch
eine echte Umgebung rennen konnten aber wir haben niemals etwas erschaffen, das wie ein echter Schauspieler
spielen konnte und glaubwürdig war."
Mit der fortschreitenden Technologie seit Episode I versuchte ILM bei Episode II noch einmal sein Glück.
"Es ist klar, wenn ich es nicht geschafft hätte, wäre ich tot. Ich hätte es ohne Yoda tun können, aber alles dreht
sich um Yoda. Er ist im gesamten Höhepunkt des Filmes zu sehen. Und glücklicherweise kamen wir zu dem
Punkt, an dem er wirklich gut aussah," sagte Lucas.
"Es waren fünf Jahre der Entwicklung. Der Durchbruch gelang uns, als wir die Dreharbeiten beendeten. Das
war vor etwa einem Jahr. Frank Oz war glücklich, nicht mehr mit seiner Hand eine schwere Puppe halten zu müssen
und die ganze Zeit in einem Loch im Boden zu verbringen." (mr, sf)
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Flash: Gerüchte.
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Vin Diesel wird nicht in einer Verfilmung von "The Flash" tätig werden. Laut "Comics2Film" wird auch Rob
Cohen nicht die Regie übernehmen. Eine Sprecherin hat alle entsprechenden Gerüchte
dementiert. (phantastik.de, sf)
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Krieg der Welten: Mit Spielberg und Cruise?
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Gerüchteküche Internet: Angeblich könnte es sein, dass Tom Cruise gemeinsam mit Steven Spielberg nach
"Minority Report" auch bei dem Projekt "Krieg der Welten" wieder tätig wird. Laut "Variety" wurde
Entsprechendes zwar dementiert, aber möglich sei schließlich alles. (phantastik.de, sf)
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Remake: "The Stepford Wives".
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Paramount Pictures bereitet derzeit ein Remake des Gruslers "The Stepford Wives" vor. Laut "Variety" soll
Frank Oz eventuell die Regie übernehmen. Das Drehbuch von Paul Rudnick liegt bereits vor. Das Ganze basiert
auf dem Roman von Ira Levin und dreht sich um eine Kleinstadt, in der die Frauen sonderbar roboterhaft
scheinen... Laut "Variety" wird die Neufassung deutlich komischer sein als das Original. (phantastik.de, sf)
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Catwoman: Ashley Judd über die Rolle.
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Ihr Hintern macht Ashley Judd sorgen - die Darstellerin meinte in einem Interview, sie treibe Yoga, damit dieser
im Kostüm nachher auch gut aussehen wird. Im Film werde es außerdem eine Bösewichtin geben, von der
Judd hoffe, dass sie mit Winona Ryder besetzt wird berichtet "Moviehole". (phantastik.de, sf)
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