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"Avatar" versus "Star Wars"
von Sven Wedekin
Die Lichter im Kinosaal erlöschten. Der schwere Seidenvorhang glitt langsam auf und das Getuschel der Zuschauer ebbte ab. Eine fast mit den Händen greifbare Spannung breitete sich aus, als der Projektor ratternd seine Arbeit aufnahm und sein Licht wie einen Suchscheinwerfer durch die Dunkelheit sendete. Die Erkennungsfanfare der Twentieth Century Fox dröhnte aus den Lautsprechern und auf der Leinwand erschienen gleich darauf die Worte:
„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ...“
Schneller als Licht!?
von Marcus Haas
Nichts ist schneller als Licht im Vakuum - 299.792 km/s. So sah unsere Welt jedenfalls vor ein paar Tagen noch aus, bevor Forscher am CERN mit der Meldung an die Presse traten, sie hätten bei Experimenten Teilchen beobachtet, die diese Geschwindigkeitsbegrenzung übertreten und mit 300.006 km/s unterwegs sein sollen.
Die publizierten Ergebnisse vom OPERA-Experiment (Oscillation Project with Emulsion-tRacking Apparatus) sind heftig umstritten und es ist noch nicht klar, ob es sich um einen Messfehler handelt, ob wir tatsächlich die Physikbücher umschreiben müssen oder ob es sich um einen erklärbaren Effekt handelt.
Neues vom Mond
von Andreas Dannhauer
In Zeiten knapper Staatskassen kommen Prestigeunternehmen wie die bemannte Raumfahrt schnell auf den Kürzungszettel. Dadurch gelangen unbemannte Missionen mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Ein beliebtes Ziel, insbesondere bei aufstrebenden Weltraumnationen wie China oder Indien, ist da der Mond. Er ist relativ nah und damit schnell und kostengünstig zu erreichen. Doch was gibt es dort eigentlich noch zu erforschen? Das Apollo-Programm der NASA brachte sechs erfolgreiche Landungen zustande. Rund 370kg Mondproben wurden zurück zur Erde gebracht und diverse Experimente wie Seismometer und Laserreflektoren wurden zurückgelassen. Wissen wir jetzt nicht alles, was es über den Mond zu erfahren gibt? Nein. Denn die Proben stammen allesamt von der erdzugewandten Seite des Mondes, aus geringer Tiefe und es sind keine von den Mondpolen dabei. Dies lässt einige Fragen unbeantwortet.
A Touch of Evil
von Jörg Dickel
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A Touch of Evil Bild: Flying Frog Productions |
Es ist der Anfang des 19. Jahrhunderts, eine Zeit der Wissenschaft, des Aberglaubens und der Hexerei. Ein voller Mond geht über dem kleinen abgelegenen Städtchen Shadowbrook auf. Grauenvolle Morde haben sich ereignet und geschehen nun fast täglich. Auf den Straßen und in den Häusern geht das Gerücht, eine böse und verderbte Kreatur gehe um, und die Region wird verschluckt von einer Welle aus Blut und Dunkelheit. Doch noch ist nicht alles verloren in Shadowbrook, denn acht Individuen kommen in die Stadt, manche auf der Durchreise, manche aus einem bestimmten Grund. Und diese acht nehmen den Kampf gegen die Bestie auf, um sie in ihrem Unterschlupf zu stellen und zu töten. Doch die Geheimnisse von Shadowbrook gehen tief, und mancher, der sich als Freund ausgibt, steht in Wirklichkeit in den Diensten der Bestie. Von der Stadt ist vielleicht nicht mehr viel übrig, das gerettet werden kann.
Ein neues "Perry Rhodan"-Taschenheft: "Der Killer von Terra"
von Corona Magazine
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Bild: Pabel-Moewig Verlag |
Seit der Pabel-Moewig Verlag die Reihe der "Perry Rhodan"-Planetenromane in Form von Taschenheften auf den Markt gebracht hat, beschränkt man sich auf die Veröffentlichung von Nachdrucken: Klassische Taschenbücher aus den 80er-Jahren werden so der heutigen Lesergeneration nahe gebracht. Das ändert sich am 23. September 2011: An diesem Tag erscheint mit »Der Killer von Terra« ein neuer Planetenroman, verfasst von Michael Marcus Thurner.
Der Autor, der in den vergangenen zwei Jahren mit Science-Fiction-Romanen wie "Plasmawelt" und "Turils Reise" auch außerhalb der "Perry Rhodan"-Szene für Aufsehen sorgte, entschied sich in diesem Fall bewusst für ein "Frühwerk". Der Roman war ursprünglich in der "Perry Rhodan"-Fan-Edition erschienen und galt vor zehn Jahren als gelungene Fan-Geschichte. Michael Marcus Thurner wollte sie gern in einer guten Qualität erneut veröffentlichen.
Im Gespräch mit Comic-Zeichner Uwe Heinelt
von Corona Magazine
Steve Rogers alias „Captain America“ gehört zu einer der ersten Comicfiguren des Marvel-Universums. Er ist sozusagen der Grundstein für das später immer komplexer werdende Universum der Avengers. Sowohl in den Comics als auch in der gleichnamigen Verfilmung von Joe Johnston verteidigt der Superheld mit aller Macht sein Land gegen die Hydra-Schergen des Red Skull.
Doch wie entstehen eigentlich Comics, die Vorlagen solch spektakulärer Filme? Und was denken die Autoren der gezeichneten Werke selbst über ihre Kunst? Um diese und weitere interessante Fragen zu den Ursprüngen von „Captain America & Co“ zu klären, sprachen wir mit Comic-Zeichner Uwe Heinelt. Heinelt ist ein Vollblut-Comic-Zeichner, der unter anderem die Comicelemente der TV-Serie „Berlin, Berlin“ kreierte und weiterentwickelte. Darüber hinaus gibt er regelmäßig Comic-Workshops und doziert als Fachmann zu seinem Lieblings-Thema.
David Marusek – Wir waren außer uns vor Glück
von Bernd Jooß
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Wir waren außer uns vor Glück Bild: Golkonda Verlag |
Haben Sie schon einmal von David Marusek gehört?
Nein? Dann geht es Ihnen wie mir vor ein paar Wochen. Doch in den USA ist David Marusek schon seit Jahren eine feste Größe im Science-Fiction-Genre. Herausragend sind sein stilsicheres und elegantes Schreiben sowie sein unglaublicher Ideenreichtum. Der technologische Fortschritt, den er in seinen Geschichten beschreibt, wirkt nie aufdringlich, sondern wird völlig homogen in die Handlung eingebaut, so dass stets die Menschen und ihre Beweggründe im Vordergrund bleiben. Damit gliedert sich Marusek in eine Reihe mit Philip K. Dick, China Mieville, Ursula Le Guin, Ray Bradbury und andere ihres Ranges ein.Dieser Umstand führte auch dazu, dass, als Marusek 1993 seine erste Geschichte veröffentlichte, angenommen wurde, sein Name sei lediglich das Pseudonym eines bekannten und versierten Autors. Dem war nicht so und seitdem werden Maruseks Geschichten regelmäßig in „Best of“-Anthologien abgedruckt und wird er für zahlreiche Literaturpreise nominiert.
Tarnkappe
von Sven Lenhardt
Kurzgeschichten Themenrunde "Eroberer": 1. Platz
Mateo schüttelte es wie die alkoholischen Gemische, die er allabendlich ausgelassen und maßlos in sich hineinkippte. Und nachdem er ein ums andere Mal ins Taumeln geraten war, entschloss er sich dazu, den Rest der Fahrt sitzend – oder eher zusammengekauert – zu verbringen. Manchmal fragte er sich ernsthaft, wieso er es nicht allmählich mit einem anderen Broterwerb versuchte. Als Wirt etwa könnte er sich nach Belieben selbst einen nachschenken, ohne auch nur einen Silbertaler extra berappen zu müssen. Oder warum verdingte er sich nicht als Zuhälter? – So hätte er immerhin das Vergnügen, seine Mädchen regelmäßigen Leistungskontrollen zu unterziehen. Aber an sich kannte er sich in diesen Milieus sowieso schon bestens aus, profitierte von großzügigen Ermäßigungen. Wozu also die Seite wechseln, wenn er auch so ganz gut fuhr?




